Beschäftigungsverbot - muss ich Lohnzahlungen erhalten?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von eselmami 29.04.11 - 11:06 Uhr

Hallo zusammen,

ich benötige bitte dringend Hilfe. Ich bin bis zum 08.06.2011 in Elternzeit und erneut schwanger. Heute hat mir mein Gynäkologe ein individuelles Beschäftigungsverbot erteilt. Muss mein Arbeitgeber vom 09.06.2011 bis zum Beginn der Mutterschutzfrist Lohnzahlungen und während der Mutterschutzfrist einen Zuschuss zum Mutterschaftsgeld an mich leisten? Oder ist er dazu nicht verpflichtet, weil ich in der Zeit vor dem Beschäftigungsverbot zwar weiterhin angestellt war, aber durch die Elternzeit nicht gearbeitet habe?

Viele Grüße

Eselmami

Beitrag von siem 29.04.11 - 11:11 Uhr

hallo

wenn du bv hast bekommst du ganz normal dein gehalt und musch, als wenn du arbeiten wärst.
dein chef bekommt das geld von deiner kk zurück und kann so eine vertretung einstellen. du und dein chef habt keine finanziellen nachteile davon.
lg siem

Beitrag von susannea 29.04.11 - 11:45 Uhr

Ja muss er, genau als ob du arbeitest.

Beitrag von miau78 29.04.11 - 12:33 Uhr

Hi Du,

also wenn Du nicht arbeiten warst und das Arbeitsverhältnis im Moment ruht, dann ist Dein Arbeitgeber nicht verpflichtet zu zahlen. Nur wenn Du in einem aktiven Arbeitsverhältnis stehen würdest, müßte er bezahlen. Einen Zuschuss zum Mutterschaftsgeld muss er auch nicht bezahlen. Du bekommst nur die 6 Wochen vor und 8 Wochen nach Entbindung das Mutterschaftsgeld von der Krankenkasse, wenn Du in einer gesetzl. Krankenkasse bist.


Gruß, Miau

Beitrag von eselmami 29.04.11 - 13:29 Uhr

Hmm,

wenn ich nicht das Beschäftigungsverbot bekommen hätte, würde ich ja nach der Elternzeit wieder arbeiten gehen. Und ich war ja die ganzen drei Jahre über angemeldet. Ich werde am Montag mal bei diesem Bürgertelefon für Arbeitsrecht anrufen. Heute sitzt da leider niemand.

LG

Eselmami

Beitrag von miau78 29.04.11 - 15:50 Uhr

Mmmh... dann bin ich mir nicht ganz sicher. Dann rufe wirklich lieber mal dort an. Vielleicht kannst mir ja Bescheid geben, wie das ist. Würde mich wirklich interessieren.

Alles Gute.


LG, Miau

Beitrag von eselmami 04.05.11 - 23:35 Uhr

Hallo Miau78,

laut diesem Bürgertelefon ruht das ursprüngliche Arbeitsverhältnis während der Elternzeit lediglich und lebt nach der Elternzeit mit allen vertraglichen Haupt- und Nebenpflichten wieder auf. Setzt eine Frau wegen eines allgemeinen oder individuellen Beschäftigungsverbotes ganz oder teilweise vor Beginn und nach Ende der Mutterschutzfrist mit der Arbeit aus, braucht sie trotzdem keine finanziellen Nachteile zu befürchten.Sie behält ihren bisherigen Durchschnittsverdienst (Mutterschutzlohn). Der Mutterschutzlohn muss der Höhe des Durchschnittsverdienstes der letzten 13 Wochen oder bei monatlicher Entlohnung der letzten 3 Monate vor Eintritt der Schwangerschaft, in meinem Fall vor der Elternzeit, entsprechen. Er orientiert sich im Gegensatz zum Mutterschaftsgeld am Bruttolohn. Dies kann zur Folge haben, dass der Nettolohn niedriger ausfällt, als im Bezugszeitraum, da vorher eventuelle steuerfreie Lohnbestandteile (z.B. Sonn- und Feiertagszuschläge) nunmehr versteuert werden müssen.

Also bin ich auf der sicheren Seite.

Viele Grüße

Eselmami