so gern noch ein Kind,....er will nicht

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Forum: Kinderwunsch

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Beitrag von ibib11 29.04.11 - 11:09 Uhr

Hallo,
hab ein Problem bezüglich unserer Familienplanung. Ich hätte sehr gerne noch ein Kind, ich habe irgendwie das Gefühl das wir noch nicht komplett sind. Unsere Tochter ist fast drei Jahre und unser ein und alles. Denoch ist mein Mann absolut gegen weiteren Nachwuchs, jedes Mal geraten wir uns in die Haare, wenn ich das Thema anschneide, absolut nein. Ich muß erwähnen uns gehts finanziell recht gut, wir haben ein eigenes Haus (Erbe) das abbezahlt ist, beide gute Arbeit, eigentlich die besten Vorraussetzungen, aber mein Mann hat denoch irgendwelche Zukunftsängste und will an seinem jetztigen Lebensstandard nichts ändern und es wäre zu viel Verantwortung. Wie einigen wir uns da bloß, ein halbes geht wohl nicht#schmoll. Im Moment verhüten wir nicht, aber mein FA meint auf natürlichem Weg sei es eher schwierig schwanger zu werden. Denoch hoffe ich natürlich jedes Mal, andererseits hab ich Angst schwanger zu werden, weil mein Mann ausflippen würde. Wie würdet ihr euch verhalten, gehts jemand vielleicht ähnlich?
Danke schonmal#winke

Beitrag von singa07 29.04.11 - 11:22 Uhr

Hallo!

Ich kann dir gar nicht sagen, wie ich mich verhalten würde.
Ich weiß nur eins: es drauf ankommen lassen würde ich nicht. Auch bei Paaren, denen geholfen werden musste, kann es zu Überraschungen kommen. Dein Mann weiß, dass ihr nicht verhütet, würde aber ausflippen, wenn du ss wärst? Wohl, weil er sich verraten vorkäme?

Familienplanung hat viel mit Lebensentwurf zu tun. Und das ist etwas, wo beide übereinstimmen müssen - denn sonst muss einer zu sehr, entgegen seiner eigenen Lebensplanung nachgeben. Du willst nicht auf ein Kind verzichten, dein Mann will aber keins mehr - wo ist da der Kompromiss?
Ehrlich gesagt, ich sehe keinen.

Habt ihr da mal vorher schon drüber gesprochen? Wie ihr euch euer gemeinsames Leben vorstellt? Wieviele Kinder ihr wollt? Oder hat sich da erst in der letzten Zeit etwas geändert?

Ich kann dir nur einen Rat geben: reden. Kinder sind keine Momentaufnahme, sondern eine Lebensaufgabe. Und da sollten schon beide Partner dahinter stehen! IMHO
LG
Singa

Beitrag von 27.september.2006 29.04.11 - 11:27 Uhr

Hallo,
bei meinem Mann und mir war es so:
Wir wollten von vornerein immer 3 Kinder, nachdem 2. Kind haben wir beide bzw. mehr ich, gesagt das wir erstmal eine Pause brauchen :-) . Umso älter mein Sohn wurde umso mehr genoss ich es, das meine beiden Selbstständiger wurden und ich wieder mehr Freizeit hatte. Ich ließ mir also die Mirena setzen. Mein Mann hatte zu dieser Zeit die selbe Einstellung wie ich. Wir merkten aber beide das noch irgendetwas fehlt, damit unsere Familie komplett ist. Ich bekam große Probleme mit der Mirena und ließ sie mir nach nur einem Jahr wieder entfernen und sagte meinem Mann das ich von Hormonen erstmal die Schnautze voll habe und er, falls er nicht noch ein Kind möchte, sich ne "Mütze" aufsetzen soll. Da fing er an zu grübeln und fragte mich was ich davon halten würde nun das 3. zubekommen. Ich war erst am zweifeln(Finanzängste usw.). Wir haben uns nun dafür entschieden und freuen uns schon wahnsinnig darauf wenn es endlich klappt. Da dein Mann fest entschlossen zu sein scheint, ist es ein wenig schwieriger. Ihr müsst gemeinsam darüber reden und du musst ihm deine Gefühle offenbaren. Auf jedenfall würde ich wieder verhüten, denn wie du schon sagst sollte es doch passieren und er wollte es nicht, dann musst du damit rechnen das ihr euch soweit auseinander lebt das du bald alleinerziehend sein wirst. Und die Verhütung sollte er übernehmen, da du ja willst.(verstehe gar nicht warum er dieses nicht schon tut, er weiß ja wie man zu Kindern kommt und darauf verlassen das die chancen schlecht stehen würde ich mich nicht). Auf alle Fälle müsst ihr weiter darüber reden!!!
glg und ich drück dir die Daumen

Beitrag von 26tine 29.04.11 - 11:29 Uhr

Oh Du Arme!
Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie das ist....
Einerseits kann ich verstehen, dass Du Dir wünschst, dass es auch so klappt. Andererseits kannst Du Deinem Mann auch schlecht ein Kind "unterschieben"...#gruebel
Ich kann Dir eigentlich nur raten, mit Deinem Mann noch mal in Ruhe zu sprechen und ihm zu verdeutlichen, wie sehr du Dir ein Kind von ihm wünschst. Vielleicht braucht er einfach mehr Zeit!?

Drücke Dir die Daumen#pro

Beitrag von kaddi1975 29.04.11 - 11:42 Uhr

Ich hatte dieses Problem schon vor 3 Jahren vor dem 1. Kind! Ich habe den Wunsch meines Freundes vorerst akzeptiert und bin nicht ss geworden, dann hatten wir einige grundsätzliche Schwierigkeiten in der Partnerschaft und als wir uns entschlossen, weiterhin zusammen zu bleiben, sagte ich: "nur mit Kind".

Nun kannst Du mit einem Kind NICHT sagen, dann verlaß ich dich u suche mir jemanden, der ein 2. Kind mit mir will. Ich war jedoch vor dem 1. Kind soweit. So sehr ich meinen Freund auch liebe, aber ein Leben ohne Kinder konnte ich mir nicht vorstellen.

Versuch heraus zu kriegen, warum er kein 2. Kind will und dann könnt ihr gemeinsm überlegen, ob ihr die Argumente gg Nr. 2 ausräumen könnt.

Echt schwierige Situation. Kopf hoch.

Beitrag von sandra091285 29.04.11 - 11:52 Uhr

Mein Mann war ähnlicher Meinung bis vor ca. einem halben Jahr... Er war immer gegen ein 2. Kind (für ihn wäre es auch das 4.Kind, 2 hat er bereits aus einer früheren Beziehung)...

Irgendwann bin ich dann mal völlig ausgeflippt und habe ihm gesagt, wie egoistisch ich seine Einstellung finde und dass er überhaupt nicht an unsere Tochter zu denken scheint... Schließlich muss sie alleine aufwachsen...Und wenn wir mal nicht mehr sind, dann ist sie ganz alleine, hat keinen familiären Halt usw.... Und wenn wir mal alt sind, dann muss sie sich alleie um uns kümmern, hat keinen zum Teilen...


Alles solche Sachen haben ihn schließlich zum Nachdenken gebracht... Tja, und nun sind wir im 3.ÜZ, er freut sich jetzt schon total...

LG,Sandra

Beitrag von shorty23 29.04.11 - 12:16 Uhr

Schwierig ... aber ich würde es auch auf keinen Fall drauf ankommen lassen, schließlich sollt ihr euch beide für ein Kind entscheiden. Ich denke, ihr solltet euch mal ruhig (!!!) zusammensetzen und reden. Was genau sind seine Ängste? Was kannst du tun um sie zu reduzieren? Was sind deine Gründe für ein 2. Kind? Habt ihr euch früher mal über eure Familienplanung unterhalten, wie war damls deine / seine Einstellung, warum hat sie sich geändert?

Ich denke es ist wichtig, dass ihr versucht ruhig und möglichst objektiv darüber zu sprechen, das ist sehr schwer, logisch, aber das in die Haare kriegen deshalb hat ja nichts gebracht, oder? Versuch auch ihn zu verstehen, vielleicht tut er das bei dir dann auch!

LG

Beitrag von ibib11 30.04.11 - 09:25 Uhr

Danke für eure Antworten, hab viel darüber nachgedacht und ich werde jetzt erstmal wieder verhüten, ein Unfall wäre echt absolut daneben und wir wären beide nicht zufrieden.
Wir haben uns vorher nie wirklich über die Familienplanung unterhalten und da es mit der ersten ss schon schwierig war, ist man mit dem ersten Kind erstmal heilfroh und denkt gar nicht weiter. Die erste Zeit mit unserer Maus war auch sehr turbulent, Intensivstation, Bluttransfusion, dann Milchallergie, wieder Krkh.. Vielleicht hat das meinen Mann auch etwas traumatisiert. Dann ist mein Männe sehr zukunftsorientiert, hat einen Witterungsabhängigen Beruf und mußte schon oft die Stelle wechseln. Aber seit 2 Jahren ist er in einem sehr sicheren Betrieb, trotzdem hat er immer Angst arbeitslos zu werden.
Ich wünsche mir hingegen ein Geschwisterchen für unsere Maus, sonst ist sie so alleine, hab auch Angst das sie zu verwöhnt wird (einziges Enkelchen) und dieses penetrante Gefühl wir sind nicht komplett:-(
Aber gut Ding will Weile haben, vielleicht sieht die Sache in einem halben Jahr ganz anders aus....#winke