Androhung war machen?

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von ane72 29.04.11 - 11:58 Uhr

Hallo
vorweg will ich sagen das wir androhungen durchziehen,
nur hier habe ich so meine probleme.
zum eigentlichen:
unser sohn 2 1/2 jahre alt findet es zur zeit richtig toll die zubett gehzeit nach hinten zuverlegen, ständig wieder aufstehen etc. wir haben es versucht das wir uns mit ihm hingelegt haben und das er bei uns schlafen durfte, nichts hat geholfen. es ist nicht so das er nicht müde ist, denn wenn wir ihn sagen das der osterhase seinen tretttraktor, den er zu ostern bekommen hat wieder abholt, ist er innerhalb von 10 min eingeschlafen.
so wir sind da etwas unentschlossen wie wir nun weiterverfahren sollen, er kommt ja unserer aufforderung nach und es ist dann ruhe aber jeden abend diese androhung?
jetzt habe ich mir überlegt das der traktor verschwindet und wir ein punkte system einführen und nach einer gewissen zeit der traktor wieder da ist.
was meint ihr?
habt ihr noch andere vorschläge?

lg ane

Beitrag von dominiksmami 29.04.11 - 12:05 Uhr

Huhu,

hmm was genau hat der Traktor denn mit dem Schlafengehen zu tun?

Wo steckt die Logik hinter dieser Drohung?

Nein ich würde das überdenken und keine Geschenke "verschwinden" lassen in so einer Situation.

Was sagt er denn WARUM er nicht schlafen möchte/kann/will ??? Da müßte dann ein Ansatz geschaffen werden um das wieder zu ändern.

liebe Grüße

Andrea

Beitrag von ane72 29.04.11 - 13:15 Uhr

er sagt er sei wach und will nicht schlafen da es draußen noch hell ist.
wir haben rolläden an den fenster die unten sind sein zimmer ist dunkel.
lg ane

Beitrag von dominiksmami 29.04.11 - 13:29 Uhr

gut, dann würde ich, wahrscheinlich einen Kompromiss vorschlagen.

Wenn er schon feste Schlafenszeiten hat ( hatte mein Sohn noch nicht in dem Alter) dann würde ich ihm wahrscheinlich vorschlagen das er etwas länger ( 10, 15 Minuten vielleicht ) aufbleiben darf.

Dann würde ich ihn mit gewohntem Gute-Nacht-Ritual ( bei uns in dem Alter Waschen, Zähneputzen, umziehen und dabei ein Gute Nacht Lied singen und am Bett dann noch kuscheln und lesen) ins Bett bringen.

Sollte er wieder kommen, würde ich ihn zurück bringen, noch zwei drei Sätze lesen...und wieder gehen.

Sollte er zurück kommen, würde ich ihn ins Bett bringen, kurz bei ihm bleiben und kuscheln und dann wieder gehen.

und so weiter und so fort.

Ohne Schimpfen!!


Ich würde ihm erklären das er im Bett bleiben soll...aber wenn er gar nicht schlafen kann, dann könnte er sich ja noch ein paar Minuten ein Buch ansehen oder ähnliches ( vielleicht hat er ein erreichbares Licht? oder man lässt das Rollo noch ein Stückchen weit offen).


Da hilft nur liebevolle Konsequenz und eine Menge Geduld.

Ich kann auch nicht schlafen wenn ich nicht wirklich müde bin.

lg

Andrea

Beitrag von ane72 29.04.11 - 14:00 Uhr

"Dann würde ich ihn mit gewohntem Gute-Nacht-Ritual ( bei uns in dem Alter Waschen, Zähneputzen, umziehen und dabei ein Gute Nacht Lied singen und am Bett dann noch kuscheln und lesen) ins Bett bringen. "

das machen wir, wir habens auch schon mit einer hörgeschichte probiert.
aber da bei kann er gar nicht abschalten.
er versucht ja mit allen möglichen tricks aufzubleiben,er will noch ne milch (er bekommt vor dem zähneputzen die milch danach gibt es nur wasser)da er sie nicht bekommt 5 min gemecker und er will wasser(hat er im bett stehen) dann will er noch kuschel, kuschelt er mit mir will er mit papa kuschel und umgekehrt das ganze zieht sich dann mal gut und gerne 2 std hin.
ich hab es auch schon so gemacht das ich ihn dann immer wieder in sein bett gelegt habe und gesagt habe er soll liegen bleiben und bin im zimmer geblieben. dann schreit er wirft sich in seinem bett hin und her steht immer wieder auf(als die gitterstäbe noch drinen waren ist er drüber geklettert) oder hat es zumindestens versucht da ich ja im zimmer war .
ane

Beitrag von dominiksmami 29.04.11 - 14:05 Uhr

ja sowas kann dauern.

Ihr dürft euch da einfach nicht beirren lassen.

Schreit und tobt ein Zweijähriger, dann ist das ein Zeichen seiner Ohnmacht, es tut ihm weh das ihr soviel mächtiger seid als er.

Ich würde da z.B. n icht einfach neben stehen bleiben, sondern mich zu ihm ans Bett setzen und ihn trösten, entweder mit Worten oder mit einer Umarmung...oder mit beidem, je nachdem was für ihn besser ist.


Muß er denn immer zur selben Zeit aufstehen, also früh raus? Sonst lasst ihn doch einfach etwas länger auf?!

Beitrag von ane72 29.04.11 - 14:16 Uhr

wir fangen so gegen 19.00 an ihn bett fertig zu machen. da er um diese zeit müde wird(selbst wenn er bis 17.00 geschlafen haben sollte)so gegen 19.45 wir dann noch gekuschelt gute nacht lieder gesungen oder was er hören will.so gegen 20.00 sollte er dann im bett liegen.
er wird zwichen 7.00 und 7.30 wach spättesten um 8.00 wird er geweckt da er in den kindergaten geht.
er hat schon immer viel geschlafen und wenn er am wochen ende mittagsschlaf macht bei uns kann das auch mal gut 3std sein, dann kann er auch mal länger aufbleiben keine frage.im kindergarten schläft er max 1std. und wenn ich ihn abhole und wir eine etwas längeren weg hätten würde er im auto schon einschlafen.
lg ane

Beitrag von ficus 02.05.11 - 01:10 Uhr

Hallo,
vielleicht ist der Mittagsschlaf ja auch mittlerweile einfach zu lang und er braucht ihn nicht wirklich.
Ist es in der Woche abends anders als am Wochenende?
Bei uns hängt es auch davon ab, wie es abends läuft, wie lange unsere Tochter Mittagsschlaf gemacht hat. Schläft sie mittags lange, bekommen wir sie abends auch nicht "wie immer" ins Bett.
Deshalb wird sie jetzt sowohl am Wochenende zuhause als auch in der Woche in der Kita spätestens nach 1 1/2 Std. Mittagsschlaf geweckt und es läuft seitdem abends wesentlich entspannter.
I.d.R. sagt man, zwischen Ende Mittagsschlaf und Anfang Nachtschlaf ca. 5 Std.
vG

Beitrag von engelchen28 29.04.11 - 12:12 Uhr

heyyyy...dein kleiner ist 2 jahre alt. und wo ist die logik, dass der osterhase den traktor wieder abholt? total gemein, finde ich!!! es ist völlig normal, dass er euch austestet, auch in puncto ins-bett-gehen! legt ihn konsequent wieder hin und nach 2 wochen ist der spuk vorbei. ein punkte-system für einen 2jährigen ist völlig unverständlich. ihr solltet euch informieren, was altersgerecht ist und euren sohn nicht mit 6-oder 7jährigen vergleichen.

Beitrag von ane72 29.04.11 - 13:12 Uhr

wir machen das seit januar mit und er wird immer wieder ins bett geschickt.
lg ane

Beitrag von engelchen28 29.04.11 - 18:32 Uhr

geht nachmittags mal 4 stunden mit ihm in den wald und macht einen laaaaangen marsch ohne buggy o.ä., dafür mit picknick, verstecken-spielen, bäumeklettern. glaub' mir, dann wird er nicht 'zig mal aus seinem zimmer kommen #:-)!

Beitrag von ayshe 29.04.11 - 12:51 Uhr

Ich halte nichts davon, mit dem Wegnehmen von Spielzeug zu drohen oder Punkte zu verteilen.

Ansonsten müßt ihr euch schon nach dem Traktor die nächste Drohung ausdenken. Drohungen finde ich nicht so sinnvoll.
Es sollte von sich aus gehen.

Es gibt immer mal Zeiten, in denen die Kinder abends so lange rumdümpeln wollen.
Ich kann dir auch nicht sagen, was genau ich dann immer gemacht habe, eben immer wieder versucht und irgendwann war das Thema vorbei.

Beitrag von redrose123 29.04.11 - 13:02 Uhr

Sorry das find ich nich schön, überlegt vieleicht Konsequenzen die besser durchsetzbar sind......Punktesystem ja aber der kleien ist 2,5 jahre ....

Beitrag von thyme 29.04.11 - 13:14 Uhr

Schon irgendwie lustig. Als mein Sohn in dem Alter war hab ich mir wer weiss was für einen Kopf gemacht über Erziehung, Konsequenz etc.
Wir haben ihn hier und dort und bei jeder Gelegenheit "erzogen" und gemacht und getan.

Nun ist die Kleine fast zwei und ich tue nichts von dem mehr. Weder halte ich ihr strenge Reden wenn sie mal wütend ist und mich hauen will, noch wiederholen wir das Einschlaf-Drama. Und komisch: Alles ist viiiiel entspannter als beim ersten Kind, inklusive dem Kind selber.

LG thyme

Beitrag von paula74 02.05.11 - 11:23 Uhr

Hallo
Da kann ich nur zustimmen! Und auf diese Art wird das Leben mit zwei Kindern entspannter als mit einem!
LG Paula

Beitrag von thyme 03.05.11 - 09:36 Uhr

Genau :-D

Beitrag von mansojo 29.04.11 - 13:59 Uhr

hallo,


unser sohn kam in em alter auch ständig raus
jeden abend das selbe trinken ,nochmal zur toilette nochmal gute nach sagen,noch mal kuscheln usw.


wir haben ihn jedesmal wieder ins bett gesteckt und irgendwann war das vorbei

habt ihr ein einschlafritual?
dann verlängert dieses doch ein wenig


lg manja

Beitrag von gussymaus 30.04.11 - 15:20 Uhr

grundsätzlich sollte man nichts andrihen was man dann nicht machen will...

andererseits sollte man auch nichts androhen was irrsinnig ist... (könnte jetzt fies sein und sagen: lassden hasen doch kommen... denn das wird er nicht tun #rofl)
von der osterhasen-bring-sache halte ich sowieso nichts, aber das ist ein anderes ding...

selbst wenn man so ein spielzeug-wegnehm-ding machen will: dafür ist dein kind denek ich noch zu klein... meine süße ist auch 2einhlab und würde schnott und quiel heulen, dass ihr spielzeug weg ist aber deswegen nicht dauerhaft etwas lassen...

spielzeug-einsammeln gibts bei uns nur für absoluten gegenschießen biem aufräumen. "wenn du es nicht wegräumst mache ich es, und zwar in MEINE kiste" und dann ist es eine weile verschwunden...

beim zubett gehen würde ich es aber auf die nette tour versuchen, schon um nicht ein heulendes kind einschlafen zu lassen.

meist ist das ja eher ein nicht-abschalten können, oder ein "ich brauch noch ein bisschen aufmerksamkeit" oder so... oder weck ihn morgens etwas eher... manchmal hilft eine halbe stunde da schon ungemein...
so zinnobver mit ich schlaf bei dir mach ich nicht... meine werden alle liebevoll aber bestimmt wieder in ihr bett gebracht, notfalls auch 10 mal. dann schnallen auch kleine recht schnell dass jetzt schlafen dran ist und nicht spaß machen...

Beitrag von marion2 02.05.11 - 11:31 Uhr

Hallo,

Vorschlag 1:

Auf Rechtschreibung achten! Dein Geschreibsel ist schwer zu verstehen.

Vorschlag 2: Fangt früher an ihn hinzulegen.

Übrigens: Unser Osterhase holt die neuen schicken elektrischen Prinzessinnenzahnbürsten wieder ab, wenn die Zähne nicht geputzt werden #schein und bringt sie zu anderen Kindern.

Gruß Marion

Beitrag von manavgat 03.05.11 - 10:30 Uhr

Meine Tochter ist in dem Alter schlafen gegangen, wenn sie müde war.



Ich verstehe nicht, warum man sich so einen Stress macht und warum man bei einem 2 1/2-jährigen eine

Drohkulisse

aufbauen muss.

Gruß

Manavgat

Beitrag von lexa8102 03.05.11 - 21:04 Uhr

Hallo Ane,

ich finde diese Drohung mit dem Traktor unpassend. Sie hat nichts mit dem Schlafen zu tun.

Bei uns hilft, dass ich mich ganz intensiv (und freundlich, nicht streng, keine Befehle usw.) mit meinem Sohn beschäftige (28 Monate). Wir haben ein festes Ritual und wenn ich das ruhig durchziehe, geht er freiwillig ins Bett und weint nicht, wenn ich raus gehe.

Sicher klappt das nicht immer, aber meistens schon. Vielleicht wäre das auch was für dich?

Überleg doch mal, warum er nicht ins Bett will?
Hat er Angst vor irgend etwas (meiner z. B. grade vor Löwen)?
Will er mehr Zeit mit dir verbringen?
Kann er den Tag nicht los lassen? Hier könnte es helfen, darüber zu reden, was er am Tag erlebt hat.

Ich denke aber, dass du mit so einer Drohung das Thema Einschlafen eher noch verkomplizierst und es so zu einer Art Strafe machst.

Viele Grüße,
Lexa

Beitrag von a79 05.05.11 - 15:18 Uhr

Hallo,

ich bin der Meinung, dass solche "Androhungen" nur Sinn machen, wenn sie die logische Konsequenz auf das gezeigte Verhalten darstellen, z.B. wenn meine Kinder sich abends beim schlaffertig machen zu langsam umziehen, habe ich keine Zeit mehr, noch eine Gute-Nacht-Geschichte vorzulesen.
Allerdings finde ich prinzipiell 2,5 Jahre noch sehr jung für solche Erziehungsmethoden. Mein Großer hatte in dem Alter auch eine solche Phase und wir sind da mit "Augen zu und durch" auch wieder rausgekommen. Ich oder mein Mann sind konsequent immer wieder zu ihm rein, wenn er aufgestanden ist, und haben ihn ruhig aber bestimmt wieder ins Bett gebracht. Es hat ein paar Wochen gedauert, war dann aber in Ordnung und ist es bis jetzt (er ist jetzt 5).

Was Deine Idee mit dem Punktesystem angeht, glaube ich nicht, dass er schon solch eine Zeitvorstellung oder auch Zahlenvorstellung hat, dass es Sinn machen würde, dieses Verfahren anzuwenden.


LG

Andrea mit ihren beiden Jungs