Wie hättet ihr reagiert in dieser Situation?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von ida85 29.04.11 - 13:50 Uhr

Hallo

Mein Sohn ist gestern in den KiGa gegangen, am Tag zuvor hat er von der Oma neue Legos bekommen, die er sich schon lange gewünscht hat. Er wollte sie gerne in den KiGA mitnehmen, ich habe ihm aber gesagt, dass er dies nicht darf, da die kleinen Teile sonst sicher verloren gehen. War schon erstaunt, dass er es ohne Wiederrede akzeptiert hat.

Jedenfalls hat er dann heimlich ein paar Legoteile in seine Jackentasche gepackt, ich habe nichts davon bemerkt. Am Abend, als ich ihn abholte, war er in Tränen aufgelöst, weil er die Sachen natürlich verloren hat. Ich habe erst gar nicht verstanden, worum es geht…

Ich war wirklich etwas enttäuscht und wütend, dass er die Sachen mitgenommen hat, auf der anderen Seite kann ich auch verstehen, dass er sehr traurig ist, dass er die heissgeliebten Legos verloren hat.

Wie hättet ihr in dieser Situation reagiert?

Danke für Eure Antworten!

LG

Beitrag von mabapri 29.04.11 - 13:54 Uhr

hat er pech gehabt. muss er halt durch.

ist zwar schwer, würde ich aber so machen.
marcella

Beitrag von ina_bunny 29.04.11 - 13:58 Uhr

Ich hätte gar nicht reagiert.

Selbst schuld!

Das er was falsch gemacht hat weiß er nun selbst. So lernen die Kinder immer noch am besten.

Getröstet hätte ich auch nicht.

LG Ina

Beitrag von alinashayenne 29.04.11 - 13:58 Uhr

Hallo!

Ich finde auch, dass dein Sohn da jetzt "durch muss", zumal du es ja nicht erlaubt hast, dass er die Steine mitnimmt...Natürlich ist er traurig, aber ich würde ihn da schon daran erinnern, wie du ihn davor gewarnt hast...Dadurch, dass er schonmal die Folgen von seinem Verhalten gesehen hat, wird er wohl in Zukunft nichts "Verbotenes" mehr mitnehmen.

Aber frag doch einfach am MOntag nochmal im Kindergarten nach. Vielleicht sind die Steine ja aufgetaucht und von den Erziehern oder Putzfrauen beiseitegelegt worden...

Liebe Grüße
Nina

Beitrag von twins 29.04.11 - 14:01 Uhr

Pech gehabt....nur so lernt er daraus.

Am Montag zusammen zur Erzieherin und versuchen wiederzufinden. Dann beruhigt er sich sicherlich aber mit dem Hinweis, das es nur ein VERSUCH ist und es nicht unbedingt gefunden werden muss.

LG
Lisa

Beitrag von juniorette 29.04.11 - 14:09 Uhr

Hallo,

"Wie hättet ihr in dieser Situation reagiert? "

ganz ehrlich?

- ich wäre sauer gewesen, dass er mein Verbot, das Lego in den Kindergarten mitzunehmen, ignoriert hat. Und ich hätte deswegen geschimpft.
-ich wäre sauer gewesen, dass er dann nicht wenigstens auf sein Lego geachtet hat. Auch deswegen hätte ich geschimpft.
- ich hätte ihm gesagt, dass es bis auf weiteres kein neues Spielzeug mehr gibt, da er damit so unachtsam umgeht, dass er es sowieso gleich wieder verliert
- getröstet hätte ich ihn nicht. Selber Schuld!

"der anderen Seite kann ich auch verstehen, dass er sehr traurig ist, dass er die heissgeliebten Legos verloren hat. "

DAS versteht wohl jeder. Aber würdest du ihm jetzt als Trost Lego-Ersatz kaufen, würde er wohl kaum was aus der Sache lernen. Da muss er jetzt durch...

Und vielleicht taucht es wieder auf, wenn du bei den Erzieherinnen nachfragst...

LG,
J.

Beitrag von rmwib 29.04.11 - 14:22 Uhr

Tja dumm gelaufen. Reagiert hätt ich höchstens mit "Wer nicht hören will muss fühlen" oder einem anderen altklugen Spruch. Ich denk mal, seine Lektion gelernt hat er dadurch sicherlich.

Beitrag von lene77 29.04.11 - 14:37 Uhr

Ich hätte gesagt: Es tut mir wirklich leid das DU Deine Legosteine verloren hast ...

Das wäre alles gewesen und hätte mich weiter gar nicht mehr darum gekümmert, geschweige denn, ihn getröstet ....

LG, Lena

Beitrag von nitschi79 29.04.11 - 14:51 Uhr

Hallo,

ich muß vorweg sagen, dass ich erschrocken bin über die Antworten bsw.:

"Hat er eben pech gehabt" - sicher hat er das und das weiß er auch.

"...getröstet hätte ich ihn nicht, selber Schuld"#schock - sorry da fällt mir gar nix zu ein.

Ich glaube einige haben vergessen, dass sie selber Kinder waren und ähnliches passiert ist. Ich kann mich noch sehr gut an solche Situationen erinnern und ich weiß auch noch sehr genau das Mamas Trost mega wichtig war. Nur weil man sein Kind hinterher tröstet, kommt das LEGO auch nicht mehr zurück und das Kind muß die Konsequenzen tragen. Dennoch fällt das Lernen in solchen Situationen mit Trost immernoch leichter als mit einem "Pech gehabt, selber Schuld".

Das ist meine Meinung.

LG

Beitrag von michaela.n 29.04.11 - 16:29 Uhr

#pro

Beitrag von josili0208 29.04.11 - 17:03 Uhr

Recht hast Du.

Vor allem weil ihn sein schlechtes Gewissen nun sicher schier umbringt, weil er ja was verbotenes gemacht hat...

Beitrag von bensu1 29.04.11 - 17:15 Uhr

da geb ich dir recht.

kinder lernen v.a. auch von situationen, in denen sie getröstet werden.

lg
karin

Beitrag von ayshe 29.04.11 - 17:28 Uhr

Ich finde es auch hart, so ein kleines Kind so hart ranzunehmen und nichtmal zu trösten.

Daß er einen Fehler gemacht hat und es so gekommen ist, wie es ihm ja als Grund genannt wurde, die nicht mitzunehmen, weiß er nun selbst und leidet darunter.


Ignorantes Verhalten und "selber schuld, Pech gehabt" ist noch wie ein zusätzliches zustechen in die Wunde, finde ich.
Als Mutter muß ich das nun wirklich nicht auch noch tun.

Beitrag von redrose123 29.04.11 - 17:59 Uhr

So hart wäre ich auch nicht aber das ich gesagt hätte da bist du leider selbst schuld ist klar, ersetzen würd ich es nicht....

Beitrag von valentina.wien 29.04.11 - 19:09 Uhr

Unglaublich... finde ich auch.

Bei uns ist exakt dasselbe auch schon passiert. Ich habe unsere Tochter getröstet, sie in den Arm genommen und ihr auch gesagt, dass ich verstehe, dass sie der Verlust schmerzt.
Nachgekauft habe ich das Spielzeug natürlich nicht. Das stand auch gar nicht zur Debatte. Aber ich deshalb kann ich trotzdem für meine Tochter da sein.

Beitrag von perserkater 29.04.11 - 20:47 Uhr

Ich dachte schon, ich lese solch eine Antwort gar nicht. Danke erspart mir das schreiben.

Beitrag von chrilli 01.05.11 - 00:59 Uhr

Ich finde auch dass sich das von manchen echt lieblos anhört.
Die Lektion wird das Kind wohl gelernt haben, auch wenn man es tröstet.
Oder was macht ihr wenn Euer Kind vom Baum fällt und sich ein Bein bricht obwohl ihr ihm verboten habt dort raufzuklettern? Brauchst nicht heulen, bist selber Schuld? Wer nicht hören will muß fühlen? #kratz
Manche sind wohl schon als Erwachsene auf die Welt gekommen #augen

Beitrag von anira 29.04.11 - 15:30 Uhr

ich bin etwas verwirrt wie hart hier teils die antworten gerade sind
ich hätte getröstet so oder so
zwar auch gesagt siehst du deswegen wollte ich das du es nicht mit nimmts
neu kaufen würde ich aber auch nicht


aber trösten sollte man ein kind egal ob 2,5,6 oder 10

Beitrag von heiho 29.04.11 - 15:35 Uhr

Hallo,
ich finde hier die Antworten echt schrecklich, eigentlich kein Wunder, wnen unserer Gesellschaft immer gefühlsloser wird.....
Ich würde meinen kleinen, egal welches Alter trösten und ihm vorsichtig erklären, dass ich es ihm deshalb verboten hatte. dann würde ich nach Lösungen suchen, ich würde ihm kein neues Lego kaufen, aber wenn er schon Taschengeld bekommt oder bald Geburtstag hat fände ich es nicht schlimm, ihm neues zu holen. Aber trösten ist das wichtigste, die kleinen brauchen Unterstützung in ihrem Gefühlsleben um damit umgehen zu lernen, Gefühle wegreden oder Kinder damit alleinen lassen ist so ziemlich das schlimmste.
LG

Beitrag von fbl772 29.04.11 - 16:45 Uhr

Hallo,

was ist in deinem Sohn vorgegangen:

Er hat was aus seiner Sicht wirklich Tolles geschenkt bekommen und wollte das mit seinen Freunden "teilen"... Die Weitsicht, dass etwas verloren gehen könnte kann er in seinem Alter doch noch nicht haben (er ist zwischen 3 und 4, richtig?) und daher dein Verbot aus seiner Sicht "unnötig".

Klar hat er nicht auf dich gehört, aber deshalb gleich enttäuscht sein ... Du schreibst er ist total unglücklich und fragst, wie du reagieren sollst? Ihn natürlich trösten, was denn sonst und mit ihm vereinbaren, dass ihr am Montag gemeinsam die Steine sucht.

Haben wir nicht alle noch diese Sprüche im Ohr "ich hab es dir doch gleich gesagt ......" etc.. Ganz sicher hat er aus diesem Erlebnis gelernt und wenn du ihn tröstest dann lernt er zudem "meine Mama steht immer zu mir :-)"

VG
B

Beitrag von ida85 29.04.11 - 17:46 Uhr

Hallo

Nein, ich frage nicht wie ich reagieren soll, ich frage wie ihr reagiert hättet.

Mein Sohn ist 4 1/2 und ich glaube er hat mein "Verbot" sehr wohl verstanden, da es nicht das erste Mal war, dass er etwas verloren hat.

Ich habe ihm gesagt, dass es nicht ok ist, dass er die Sachen mitgenommen hat, aber ich habe ihn auch in den Arm genommen und getröstet, da er sehr unglücklich war.

LG

Beitrag von donaldine1 29.04.11 - 17:24 Uhr

Hallo,
ich würde wohl das machne, was hier keiner tut und werde wohl gleich gesteinigt. ;-)
Wenn es wirklich die heißgeliebten Legosteine waren, dann hätte ich wohl heimlich neue gekauft und die hätten sich dann in der Kita "plötzlich" wieder angefunden.
Mag vieleicht Pädagogisch falsch sein, aber ich kann nicht immer so "hart" sein. Ist halt einfach so.
LG
donaldine1

Beitrag von ayshe 29.04.11 - 17:31 Uhr

Das ist natürlich auch eine Variante ;-)

Vllt hat ihm dieser Schreck auch gereicht und war ihm Lehre genug.
Und vllt wird er auch wissen, daß nicht immer Sachen wieder auftauchen.
Im Kiga haben wir immer mal etwas vermißt, was auch tatsächlich irgendwann wieder auftauchte.

Wenn ich wüßte, daß mein Kind wirklich daraus gelernt hat und nie wieder etwas mitnimmt (was so winzig ist und verloren geht) oder aber schon so reif ist, daß es überhaupt richtig aufpassen kann, dann finde ich deine Idee gar nicht so verkehrt.

Beitrag von schnee-weisschen 29.04.11 - 17:33 Uhr

Genau das würde ich auch machen.
Allerdings würde ich die Steine nicht in der KiTa deponieren, bevor das gleiche Drama nochmal so abläuft ;-)

Bei den meisten Antworten hier kann man sich nur an den Kopf greifen. Arme Kinder...

Beitrag von sillysilly 29.04.11 - 17:53 Uhr

Hallo

kommt immer auf das Alter des Kindes an, mit 3 und 4 Jahren hätte ich es getröstet - ihm erklärt, daß ich genau deswegen es nicht gewollt habe, daß er etwas mitnimmt -
und ich würde ihm helfen die Sachen zu suchen, die Erzieherinnen fragen ob sie es gesehen haben - ihn trösten und unterstützen
Wenn er wirklich leidet würde ich auch eine Lösung finden, aber nicht sofort ersetzen -
ich würde nur nicht wollen, daß es quasi sofort wieder ersetzt wird - denn das würde ich auch einem Dreijährigen nicht vermitteln wollen


aber z.B. bei meiner 6 Jährigen Tochter - wäre mein Ton auch eher - Pech gehabt -
und ich würde mich ärgern, daß sie es doch mitgenommen hat

Grüße Silly


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