Unterhalt für 18jährigen Sohn...

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Beitrag von ohiticawin 29.04.11 - 16:09 Uhr

Mein Sohn lebt noch bei mir und geht noch zur Schule (Gymnasium). laut Berechnung vom Jugendamt (vater war vorher schon immer mal wieder zahlungsunwillig, deswegen hat Jugendamt das für meinen Sohn berechnet) haben wir jetzt beide Unterhaltspflicht und zwar ich knapp 200 Euro, und der Vater ein paar Euro mehr.
So, nun meint aber der Erzeuger, mit 18 habe er nichts mehr zu zahlen und weigert sich seinen Anteil zu berappen. Ich hätte mir ja lange genug ein schönes Leben mit seinem Unterhalt gemacht (!!!).

Ich war schon bei einer Rechtsanwältin und die hat ihm auch schon einen Brief (in meinem Namen) geschrieben, allerdings wurde der von dem Anwalt des Vasters beantwortet, und zwar dass sie eine Vollmacht vom Sohn bräuchte und nicht von mir (Interessenskonflikt blabla). diese Vollmacht meines Sohnes hat sie auch, aber ich wollte ihn außen vor lassen, um ihn vor den Aggressionen des Vaters zu bewahren. Mein Sohn ist sehr sensibel und auch labil... Leider ist es aber schon so, dass er von seinem Vater wegen des Unterhaltes massiv bearbeitet wird und nicht offen gegen seinen Vater klagen will, das aber ist offenbar der einzige Weg.

Was mache ich nun? Soll ich meinen Sohn selbst unter Druck setzen, indem ich ihm Taschengeld, Fahrkarte, etc nicht mehr bezahle? Er hatte vorhin schon wieder Tränen in den Augen, als ich ihm den Brief vom anderen Anwalt zeigte ....
Demnächst steht noch eine Klassenfahrt an, die bis zum 15.5. bezahlt sein soll!
Andererseits bin ich doch drauf angewiesen, dass ich meinen Sohn nicht ganz alleine finanziere, habe ja noch weitere Kinder und sogar eine Enkelin!

Ich habe im Übrigen mal ausgerechnet, dass er mich knapp 900 € im Monat kostet, ohne größere Sonderausgaben! Ok, das ist recht viel, aber ich bin recht großzügig mit meinem Sohn und möchte dass es ihm an nichts fehlt, aber verwöhnt ist er auch wieder nicht ...

Da ich ihm ja Kost und Logi biete, würde das meine Unterhaltsverpflichtung schmälern, oder? und wenn ja um wieviel?
Mein Sohn bewohnt übrigens eine seperate Wohnung in meinem Haus (Küche ausgebaut, Essen tut er bei mir mit). Diese Wohnung wurde vorher vom Vorbesitzer für 300 € KM vermietet....

Weiß jemand wie man diese "Naturalien" mit meiner Barunterhaltspflicht aufrechnet? (Ich bekomme 184 € Kindergeld für ihn, also das Geld muss ich zusätzlich an meinen Sohn weitergeben...

Bin für jeden Tipp dankbar!

PS: er ist mittlerweile 8 Monate im Rückstand

Beitrag von sonne.hannover 29.04.11 - 16:12 Uhr

Dein Sohn muss seinen Vater auf Unterhalt verklagen. Anders geht es nicht, Du kannst da nichts machen, da er volljährig ist.

Beitrag von ohiticawin 29.04.11 - 16:27 Uhr

ja, so weit bin ich auch schon (hat mir die Rechtsanwältin gesagt).

ich werde wohl meinen armen Sohn durch Entzug unter Druck setzen müssen. nur muss ich wissen was ich meinem sohn entziehen darf? komplett alles, weil meine pflicht schon durch kost und logi gedeckt ist? dann müsste mein sohn wg taschengeld, kleidung, fahrkarte, schulbüchern, medikamente etc zu seinem vater gehen und dort darum bitten ...

Beitrag von dore1977 29.04.11 - 16:21 Uhr

Hallo,

es ist ganz einfach. DU kannst gar nicht s mehr machen Dein Sohn ist 18 und wen er Geld von seinem Vater will wird er ihn verklagen müssen.

In wie weit Kost und Wohnung Deine Unterhaltspflicht schmälern weis ich nicht das müsste Dir Dein Anwalt sagen können. Ich bin nicht sicher aber bei uns hat das die Tochter von meinem Mann direkt mit ihrer Mutter ausgehandelt.
Sprich wir haben bezahlt was wir zusammen ausgerechnet haben (KM, Kind und mein Mann) und von der Mutter hat sie dann glaube ich Wohnung (Zimmer) und Verpflegung bekommen kein Geld.

Alles in allem sollte Dein Sohn aber erwachsen werden entweder ER klagt und bekommt Geld oder er lässt es.
Du solltest vor allem los lassen. Ich glaube es ist nicht gut wen Du Dich da so reinhängst.
Natürlich sollst Du ihn unterstützen aber wen Du schreibst er hat Tränen in den Augen, ist sehr sensibel und Du verwöhnst ihn auch noch bekommt man den Eindruck das Du ein "Muttersöhnchen" erzogen hast.
Zeit die Zügel locker zu lassen !
Sie es mal ganz drastisch, irgendwann bist Du nicht mehr dann MUSS Dein Sohn "lebensfähig" sein.
Zeig ihm nochmal die Konsequenzen auf wen er nicht klagen will, dann kann er eben nicht mit zur Klassenfahrt oder andre Extras MÜSSEN gestrichen werden. Es kann doch nicht Deine Aufgabe sein den fehlenden Betrag von Deinem Ex auf zu fangen oder ?

LG und alles Gute Dore

Beitrag von ohiticawin 29.04.11 - 16:55 Uhr

das hast du sehr gut erkannt, ich bemuttere ihn für einen 18jährigen ziemlich. hängt aber auch damit zusammen, dass er eine schwere erkrankung (gehirn) in der pubertät bekam, die u.a. zu regelmäßigen Amnesien und sogar einmal zu atemstillstand führte.... leider hat auch sein Wesen und seine Entwicklung darunter gelitten.... auch besucht er wegen ständigen krankenhausaufenthalten jetzt erst die 11. klasse...

Beitrag von ohiticawin 29.04.11 - 17:07 Uhr

ach ja, die RAin könnte ich natürlich fragen, aber das kostet dann wieder Geld, was ich ja dann auch nicht zurückbekomme, zumindest nicht solange mein Sohn nicht klagt, da ICH ja nicht klagen kann ...

Beitrag von dore1977 29.04.11 - 21:41 Uhr

Hallo,

schau mal hier: http://www.treffpunkteltern.de/familienrecht/Kindesunterhalt/unterhaltsanspruch-volljaehriger-kinder_66.php

Ich fürchte das ist zu speziell für mich. Ich an Deiner Stelle würde dafür Sorgen das mein Kind gegen seinen Vater klagt. Wieso möchte er das den nicht ?

LG dore

Beitrag von ohiticawin 30.04.11 - 12:20 Uhr

verschiedene Gründe... ich weiß es nicht was ihn tatsächlich bewegt.... Ich finde es einfach nur erbärmlich dass ein Vater seinem Sohn nicht die bestmöglichste Voraussetzungen schaffen möchte und ihm eine gute Schul-/Ausbildung gönnt....
Das schöne ist, dass sein Vater mit seinem Verhalten SEINEN Unterhaltsanspruch an Sohnemann verwirkt. Später mal, im Alter... Hab ich gestern gelesen!:-D

Beitrag von musterli70 29.04.11 - 17:10 Uhr

Mit 18 muss sich der Sohn selbst drum kümmern, Anzeige könnte dem Vater auf die Sprünge helfen.

Beitrag von ohiticawin 29.04.11 - 17:45 Uhr

Danke für eure Antworten! Schade dass sein Vater zu den schwarzen Schafen unter den Vätern gehört ... vielleicht ist Söhnchen jetzt tatsächlich alt genug sich selbt mit ihm auseinanderzusetzten und ihn von dieser Seite kennenzulernen! *seufz* ...
Nach der Elternzeit gehe ich auch wieder voll arbeiten und dann muss er eh weniger zahlen und dann können wir es uns auch leisten auf sein Geld zu s....... . Wobei ich es ihm eigentlich nach der Aktion nicht gönne!

Was mich noch ärgert: Vor meiner Elternzeit jetzt habe ich recht gut verdient und dem Erzeuger von dem (über das Jugendamt geleiteten) minderjährigen-Unterhalt wieder einen Teil zurücküberwiesen. Er (übrigens alleinstehend) hatte mich mal jammernd angerufen und ich meinte er soll es halt dann mal später irgendwann dem Sohn zugutekommen lassen (naiv ich weiß). Naja, ich denke nicht, dass ich das Geld irgendwie zurückfordern kann? Die Überweisungen (Dauerauftrag) haben alle den Betreff: "Unterhalt zurück"... aber das dürfte mich nicht weiterbringen, oder?