Und plötzlich plätscherte es... Geburt von Florian 28. März 2011

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Forum: Geburtsberichte

Herzlichen Glückwunsch zur Geburt! Egal ob spontan, mit Einleitung oder Kaiserschnitt, im Wasser oder in der Hocke - hier sind alle Geburtsberichte willkommen!

Beitrag von rona2609 29.04.11 - 18:26 Uhr

Anbei mal mein Geburtsbericht in Kurzfassung...

Wir waren schon ganz erwartungsvoll, wann ES endlich losgeht. Am 25.03.2011 gingen wir zu meinem Frauenarzt, da waren wir schon 5 Tage überfällig, aber es konnten keine Wehen auf dem CTG aufgezeichnet werden. Mein FA wollte, dass ich über das Wochenende täglich in die Uni-Klinik zur CTG-Kontrolle gehe, was wir natürlich auch taten. Am Sonntagmorgen löste eine Gynäkologin den Eipol, da dies manchmal zur gewünschten Wehentätigkeit führen könnte. Ab da hatte ich den Tag über immer wieder Rückenschmerzen, jedoch führte ich dies auf meinen dicken Babybauch und den Spaziergang durch den Volksgarten (es war tolles Wetter) zurück.

Abends kurz vor 21 Uhr fegte ich wie jeden Tag durch den Chinchilla-Käfig und fütterte meine Weiber. Als ich gerade fertig war und aus der Hocke hoch kam, merkte ich etwas Feuchtes zwischen den Beinen und ich dachte mir noch "Bääh... scheiß Ausfluß!". Doch plötzlich schoß eine ganze Ladung Fruchtwasser aus mir heraus und es hörte nicht mehr auf. Ich rief meinen Schatzi, welcher mir im ersten Moment garnicht glauben wollte. Doch die riesen Wasserfütze vor den Chinchillakäfig sagte alles! Mit Ruhe und Gelassenheit sammelten wir alle Sachen für das Krankenhaus zusammen, zwischendurch versuchte ich auch immer wieder mich frisch zu machen, aber das Fruchtwasser lief und lief und lief...
Mit einem dicken Handtuch in der Hose und noch einige Hantücher wie auch ein Müllsack für das Auto tippelte ich mit kleinen Schritten zum Auto. Wir fuhren zum Krankenhaus. Merkwürdigerweise waren wir recht gelassen.

Dort angekommen sagte eine Krankenschwester von weitem "Das sieht nach einem Blasensprung aus!". Was für eine Überraschung, wenn man breit beinig watschelnd auf der Station herum läuft. Hihi. Naja... erstmal wurde ich ans CTG angeschlossen, mittlerweile hatten nämlich die Wehen eingesetzt. Jedoch noch nicht in angemessenen Abständen. So mussten wir also warten, bis dass die Wehen in kurzen Abständen kamen, um anschließend eine Schwester zurufen. Als es soweit war, durften wir im Krankenzimmer meine Klamotten unterbringen. Wie leider erwartet, bekamen wir kein Familien- oder Einzelzimmer - zum Glück war ich nur mit einer Zimmergenossin in einem Raum. Unter Wehen krauchten wir langsam wieder zurück und durften dann endlich in den Kreißsaal. Dort wurde ich erstmal verkabelt und untersucht. Achjaaa... mir bekam einen sexy Patientenkittel und einen feschen Krankenhaus -Netzschlüppi (den bekam ich schon vorher inkl. zig Einlagen wegen dem Blasensprung) verpasst. Dann wehte ich vor mich hin. Die Hebamme zeigte mir eine Atemübung, um die Wehen zu veratmen und ab und zu versuchten ich verschiedene Positionen um die Schmerzen erträglicher zu machen. Wehen sind zwar nicht so toll, aber man überlebt sie auf jeden Fall - nur mal so am Rande. Ich spürte erst immer ein Ziehen im Rücken, welches stärker wurde und dann mit heftigen Unterleibschmerzen gekrönt wurde. Der Muttermund öffnete sich sehr gut und die Geburt ging voran. Irgendwann hatte ich sogar Dauerwehen und bekam einen Wehenhemmer. Nach einigen Stunden waren die Werte von den kleinen Florian nicht mehr so toll, weshalb Ärzte eine Blutprobe aus seinem Schädel nahmen - bedenke, der Kleine war noch in mir drinne! Jedenfalls war doch alles ok und wehte weiter vor mich hin. Die Hebamme hatte dann irgendwann Feierabend - glaube gegen 4 oder 5 Uhr, sie wurde von der Hebamme Stella abgelöst. Leider tat sich dann am Muttermund nicht mehr viel (es fehlte eigentlich nur noch ein Fitzel), so wurde mir zu einer PDA geraten, damit mein Körper etwas entspannen konnte und so vielleicht der Rest vom Muttermund sich löst. Kurz bevor sie mir dann die PDA verpassten, versagte auch mein Körper, ich konnte nicht mehr und war heilfroh als die PDA wirkte. Zu meinen Bedauern tat sich weiterhin nicht viel und der Kleine lag auch noch mit dem Köpfchen schräg. Stella versuchte wirklich alles, dass ich die Geburt doch noch natürlich beenden konnte - leider vergebens! Da ich einen Blasensprung hatte, darf eine Geburt dann nur noch maximal 10 Stunden dauern, jedoch waren zwischenzeitlich schon 12 Stunden vergangen und mir wurde zu einem Kaiserschnitt geraten. Na super! #zitter

Ich wurde in den Operationssaal geschoben und wurde dort vorbereitet. Schatzi durfte erst kurz vor Beginn der OP in einer schicken OP-Kluft mit in den Saal. Von Brust an, war alles abgeschirmt, so konnte weder ich oder Schatzi die Operation mit ansehen. Aber ich spürte leider, wie die an mir herum ruckelten und zerrten. Nach einigen Minuten spürte ich wie mein Bauch plötzlich zusammen fiel, kurz darauf folgte ein zaghaftes "Wäääh" und eine Schwester flitzte mit einem kleinen haarigen Bündel an mir vorbei. Florian war geboren und ich hatte ihn nur für Bruchteile einer Sekunde sehen können. #gruebel
Es kam mir vor wie eine Ewigkeit, doch schließlich konnte ich endlich meinen Kleinen sehen.
Er quäkte. #verliebt

Ich wurde in einen anderen Raum gefahren, um mich dort zu erholen. Kurz darauf kam Roland, mein Mann, mit Florian im Arm ins Zimmer. Wir konnten erstmal die Dreisamkeit geniessen.

Mittlerweile habe ich mich von den blöden Kaiserschnitt erholt und Florian entwickelt sich prächtig (seit gestern ist er 1 Monat alt), die kleine Raupe Nimmersatt! ;-):-p

Ganz liebe Grüße
Nadine & Florian #schrei

Beitrag von serafina.nr.1 01.05.11 - 11:30 Uhr

zuerst als alles super ging einen wehenhemmer- dann als nichts mehr ging eine PDA- dann statt dich wieder ins lot zu bringen ein kaiserschnitt...-find ich alle ein bisschen schräg.
ich finde es werden meist zuviele eingriffe gemacht, statt der mutter zeit zu lassen sich und ihren körper unter der neuen situation besser kennenzulernen..!!!
ob nicht ohne alles mit gebärposition auf den händen/ knien weit besser gewesen wäre??
ich hatte beim 2. kind blasensprung kurz vor mitternacht, bekam erst gegen mittag das erste mal wehentropf, und 5 stunden später war mein baby da!! für mich war das meine traumgeburt, ich fand den wehentropf super entspannend und erleichternd, ist für mich auch was anderes als wehenhemmer, der massiv GEGEN den geburtsverlauf eingreift...
trotzallem natürlich herzlichen glückwunsch zu deinem kleinen schatz!!!
natürlich ist das wichtigste dass es euch allen jetzt gut geht und dein sohn gesund ist.
ich bekomm wieder einen kaiserschnitt und muss sagen ich freu mich darauf!!!;-) schliesslich kenn ich schon alle tricks und hab damit schon genug routine:-)
liebe grüsse- von
serafina.

Beitrag von beat81 01.05.11 - 12:35 Uhr

#gaehn

Beitrag von rona2609 01.05.11 - 13:22 Uhr

Huhu,

ja... irgendwie fand ich das auch alles doof! Wollte ganz natürlich gebären ohne PDA und ohne irgend son Chemiezeugs. Das Problem: es war meine erste Geburt und man muss dann eben den Ärzten und Hebammen vertrauen.
Ich werde das nächste Mal auch in ein anderes KH gehen, die Nachsorge im Krankenhaus war mehr als dürftig.
Bin jeden falls froh, alles überstanden zu haben und das meine kleine Quäke gesund ist.

Beitrag von serafina.nr.1 02.05.11 - 08:32 Uhr

ich wollt eigentlich nicht an deiner geburt mäkeln, mir fiel nur eben ein, was ich dir dann geschrieben hab, als ich die prozedur im KH las- weisst du, mein erstes kind dauerte fast drei tage, ich bekam es ganz natürlich ohne schmerzmittel in einem geburtshaus, mein baby war über vier kilo schwer und für ein erstes kind ist das auch nicht ohne:-)
erstens deshalb war mir lieber dass es langsamer ging- ich brauchte auch keinen dammschnitt- und zweitens denke ich wären sie vielleicht ine iner klinik gleich mal mit wehentropf oder ähnlichem angekommen, vielleicht auch noch schmerzmittel wie dann bei meiner zweiten geburt in der klinik-dort wollt ich das gar nicht, aber als die hebamme so lästig war sagte ich dann halb aus neugier und halb auch aus nachgiebigkeit einfach ja...-was ich auch nie mehr machen würde, ich bekam eine spritze die ich nicht brauchte und die mir das lesen zwischen den wehen vergeigte:-)
nein, also das musste nicht sein. die geburt wurde auch meiner meinung nach nicht einfacher dadurch, sondern ging nur schneller vor sich, was an sich für mich keinen vorteil bedeutet, um es mal drastisch zu sagen, da ich es im nachhinein doch lieber mit original-schmerzen und original-verlauf hätte:-)
obwohl ich direkt nach der geburt echt begeistert war und mir sofort noch ein baby wünschte:-)
ich fand wenn das so easy geht dann bitte steht einer weiteren zeugung wirklich nichts im wege:-)
ich hab mich in der klinik beim letzten kind total wohl gefühlt und freu mich schon auf die woche ( gut es werden ja eher 5 tage sein) dort im sommer...;-)
du wirst sehen beim zweiten weiss man meist schon mehr wie und was läuft, auch wenn man noch kleine details vielleicht falsch entscheidet so wie es bei mir war- spätestens beim dritten denk ich ist man erfahren genug dass man das szepter nicht mehr aus der hand gibt:-) ausser es muss sein zum wohl des kindes. dann muss man natürlich zurückstecken. ich tat das auch beim vierten kind und war glücklich dass mein kind gesund war statt vielleicht behindert oder tot- nachdem er zweimal die nabelschnur um den hals hatte und fast vier kilo schwer war und dazu noch 56 cm lang...;-)
und falls es bei dir das nächste mal aus welchem grund auch immer ein kaiserschnitt werden muss, dann ist es am besten dass du dich nochmal mit allem auseinandersetzt was du beim aufstehen etc. nach der Op anders haben wollen würdest- ich z.b. würd mir immer ein schmerzmittel geben lassen bevor der katheter oder die blut-drainage gezogen werden:-)- das muss ich nicht 1:1 aushalten finde ich:-)- oder versuch dir in erinnerung zu rufen wie du am besten aufsatehen sollst- wie du am anfang am besten seitlich aus dem bett rollst bis du dich dann langsam aufstützt etc.- dadurc wurde bei mir die rekonvaleszenz jedesmal wieder etwas leichter...!!!
und dann mach dich schon vorher mit dem gedanken vertraut dass eine sectio ein rettungsboot für dich und dein baby und etwas ganz feines ist....wenn man es wirklich braucht...denn ohne ginge man vielleicht unter, und diese alternative haben schon genug frauen die letzten jahrtausende erlebt...;-) das muss man heutzutage in unseren breiten nicht haben..;-)
ich finde sowieso dass bei jedem geburtsvorbereitungskurs eigentlich auch eine umfassendere aufklärung über den kaiserschnitt dazugehört, mit erklärung wie frauen ihn sehen und wie sie auch drauf reagieren können und was davon verständlich und sinnvoll und was reiner unsinn ist- etc.!!!!;-)
vielleicht sollt ich mal sowas machen wenn es sich zeitlich ausgeht- so einen halbstündigen vortrag in einem vorbereitungskurs der frauen die angst vor dem kaiserschnitt nehmen soll:-) wär doch was:-) sinnvolles mein ich:-)
mit ganz lieben grüssen!!!
von serafina.

Beitrag von delidazo87 01.05.11 - 16:53 Uhr

Es ist ist schade das es keine normale Geburt war aber ich denke das für euch auch das wichtigste war das es euch allen drein gut geht.
Und das du dich erholt hast und euer Sohn sich super entwickelt ist denke ich mal ein kleiner trost.

(Hatte auch mal Chinchillas , 2 graue,1 weißen und 1 schwarzen)


Gruß Denise