nicht steinigen- möchte weniger arbeiten.

Archiv des urbia-Forums Allein erziehend.

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von katharina1 29.04.11 - 19:06 Uhr

Hallo,
ich bin seit fast 1 Jahr AE. Bevor mein Mann uns verließ habe ich gerade ein halbes Jahr wieder gearbeitet- 24 Std/Woche.
Seit der Trennung arbeite ich 28/ Std die Woche. 2 ganze Tage und 3 halbe.
Irgendwie merke ich aber schon das es mir langsam an die Substanz geht. Meine Kinder sind 2,5 + 4,5 Jahre. Beide gehen in den Kiga- 2 Tage bis 16 Uhr anschl bis 18.30 zur TM. Die anderen Tage hab ich um 12.30 Feierabend- gehe schnell einkaufen und hole sie um 14 Uhr ab. Ich weiss nicht wie das nächstes Jahr funktionieren soll wenn mein großer in die Schule kommt. Im Ersten Schuljahr hat man ja schon mal um 11.30 Schule aus. Ich krieg das schon irgendwie geregelt ihn bis 13 Uhr bei einer Freundin unter zu bringen- aber bis 18.30 und das 2x die Woche krieg ich nicht geregelt. Meine Familie wohnt leider etwas zu weit weg- so das ich mit dem Gedanken Spiele ab nächstes Jahr die 2 Nachmittage weniger zu arbeiten.
Nun ist es ja so das ich dann natürlich weniger verdienen würde. Muß mein Mann dann wieder mehr Unterhalt für mich zahlen?
Oder was könnte ich evtl für Schritte einleiten. Ich muß ja schon eine X Summe zum Leben haben ( Leben schon sehr bescheiden)
Mein Mann hungert nicht, hat ne neue Partnerin und finanziell gehts ihm richtig gut. Ich dagegen dreh hier bald am Rad. Krieg bald so nichts mehr geregelt. War jetzt sogar 3 Wochen richtig Krank- hab echt Angst vor einem Bourn Out. Bitte steinigt mich nicht. Aber AE 28 Std/ Woche und 2 so kleine Kinder- das ist echt hart.
Was meint Ihr?

Beitrag von agostea 29.04.11 - 19:25 Uhr

Kann ich nachvollziehen. Ich arbeite 40Std/Woche - also Fulltime mit Zwillingen. Seit sie 2 Jahre alt sind. (Heute sind sie 5)

Ohne die Unterstützung meiner Mutter, wäre das nicht händelbar - oder ich müsste ergänzend eine Tagesmutter bemühen. (Arbeitszeiten nicht kompatibel mit den Kiga - Öffnungszeiten).

Diesen Spagat sich zusätzlich antun zu müssen - harter Tobac. Tu dir das nicht an. Echt.

Ich weiss nicht, wie das ist mit Unterhalt, ob der aufgestockt werden muss (ich beziehe keinen, da der KV nicht zahlt, der Arsch#aerger)...zumindest ergänzend ALGII müsste drin sein.

Aber da können dir sicher hier paar Leute gute Tipps geben, die sich damit auskennen.

Alles Gute und: "Nerve behalle" - es kann nur besser werden:-)

Gruss
agostea





Beitrag von anarchie 29.04.11 - 19:29 Uhr

hallo!

solange eines deiner Kinder unter 3 ist, muss dein mann Unterhalt für dich zahlen - und wenn du gehelnde betreuung nachweisen kannst, kann es auch durchaus sein, dass das auch zutriffst, obwohl du freiwillig weniger arbeitest.
Du könntest, wenn es echt so kanpp ist, auch Hilfen wie ergänzendes ALG2 oder Kinderzuschkag/Wohngeld beantragen...wende dich an das Jobcenter wie das ist, wenn du aufgrund fehlender Kinderbetreuung reduzierst..nicht, dass du noch eine Sperre bekommst oder so...

Gibt es keine schule mit Hort bei euch?
Vielleicht kann ja auch der vater die Betreuung an diesen beiden nachmittagen übernehmen?
oder alternativ sich an einer tamu beteilligen, die die kinder mittags einsammelt und betreut, bis du kommst?


lg

melanie

Beitrag von windsbraut69 30.04.11 - 19:58 Uhr

Mit ergänzendem ALGII wird sie aber ihr Haus nicht halten können.

Gruß,

W

Beitrag von anarchie 30.04.11 - 20:47 Uhr

Von haus hab ich nix gelesen...#gruebel

lg

Beitrag von windsbraut69 01.05.11 - 08:32 Uhr

Es gibt ja eine ellenlange Vorgeschichte dazu.

LG

Beitrag von anarchie 01.05.11 - 09:31 Uhr

ok, die kenne ich nicht, ich hab nur das posting gelesen:-)

lg

Beitrag von ppg 29.04.11 - 19:33 Uhr

Ja es ist hart, es ist sogar die Hölle. Aber wenn Du Dir das weniger Arbeiten nicht leisten kannst, dann muß Du es eben durchziehen.

Ich war seit der Geburt meines zweiten Kindes AE. Und habe , seit sie 1,5 Jahre alt ist wieder Vollzeit gearbeitet. Ja, ich ging auf dem Zahnfleisch, der haushalt war wüst.

Freundinnen haben bei mir geputzt, wenn sie zu Besuch kamen und eine hat mir einmal im Monat die Kinder übers WE abgenommen, damit ich mich mal um mich kümmern konnte.

Rückblickend muß ich sagen es hat sich gelohnt. Meine Kinder sind stolz auf das was ihre Mutter geschafft hat und wir haben trozdem ( oder gerade deshalb ) einen tollen Familienzusammenhalt. Nebenbei erwähnt: Mein Ex hat nie auch nur einen Cent Unterhalt gezahlt, weder für die Kinder, erst Recht nicht für mich. Wenn ich nicht von Sozialhilfe leben wollte, mußt ich eben das Einkommen sichern.

Nun zu Deinen Fragen, nein Dein Unterhaltsanspruch fällt sogar weg, wenn das jüngste Kind 3 Jahre alt ist ( es sei denn ein Kind ist behindert oder braucht aus sonstigen Gründen besondere Bereuung). Fast alle Grundschulen bieten doch heute Hortplätze an, damit ist eine Betreuung teilweise sogar bis 16 - 17.00 Uhr sichergestellt. Villeicht solltest Du die Schulwahl nach diesen Kriterien angehen. Diese Kosten muß der Vater hälftig mittragen, bei sehr geringen Einkommen springt das Jugendamt ein.

Mehr und mehr setzt sich bei Kinderbetreuung auch das Mittagessen durch, so das Du unter der Woche nicht mehr kochen mußt, ergo auch nicht mehr so häufig zum einkaufen mußt.

Du mußt Dir Hilfe suchen und diese auch annehmen. Ein Haushalt muß nicht immer top sein und Wasch - und Spühlmaschinen laufen auch Nachts und noch niemand ist gestorben, weil Tshirts nicht gebügelt waren. Plane deine Wege und Besorgungen im vorraus, das spart Zeit.

Und villeicht ziehst Du eine Kur in Erwägung - bedenke aber das es mit der Diagnose Burn - out wahrscheinlich nur eine Kur für Dich alleine werden wird. Gescheite Kliniken , die auch Kinder mitaufnehmen gibt es sehr wenige, außerdem kann es mit Kindern in der Kur für dich noch sehr viel belastender werden, so das Du gar nichts davon hast.

Könnte da der Vater nicht Mitbetreuen??? Überhaupt warum bindest Du ihn nicht mehr ein????

Ute

Beitrag von katharina1 29.04.11 - 20:03 Uhr

hi,
Danke für Deine Antwort.
Mein Mann ist gegangen eben weil er noch nicht reif für eine Familie war und ihm das alles zuviel wurde. Er tut nur seine Pflichten was die Kinder angeht- nichts drüber hinaus. Ich möchte auch nicht das die Kinder zuviele bezugspersonen haben. Es ist jetzt schon schlimm KIGA, TM, Mama, alle 2-3 WE Papa und Oma will sie auch ab und an noch über WE haben. Teilweise sind die echt mit dem Koffer unterwegs. Das tut mir echt weh. Mein Mann arbeitet ausserdem beim Bund im Schichtwechsel- ist also auch teilweise auf Reisen und so. Da kann ich ihn absolut nicht einbinden- ausserdem ist er nicht einer von den Papas die sich mit den Kindern beschäftigen- sondern einer von der Sorte die ihre Kinder vorm TV setzten ohne zu schauen was die Kinder da überhaupt schauen.
Meine Anwältin meinte das ich bis der kleine in fünften Schuljahr ist nicht vollzeit arbeiten muß- das ich jetzt schon mehr arbeite wir ich müsste. Ich weiss aber jetzt nicht ob ich halt die Std zurückstufen darf. Zur Mutter Kind Kur werde ich wohl auch fahren- plane das im Herbst ein. Vorher muß alles arbeitstechnisch geregelt werden- das ich 4 Wochen fehlen kann.
Ach ...... das Leben hätte so schön sein können

Beitrag von ppg 29.04.11 - 22:12 Uhr

Du, ich hatte damals auch jahrelang einen ganz festen Stab an Betreuern, auch Plan B, C, und D auch Kinder und Betreuungspersonen werden mal Krank.

Großeltern zählten da nicht rein - das ist Familie, auch wenn sie mitbetreuen.

Glaub mir, weil es da nie Wechsel gab haben die Kinder das gut verkraftet und enorme soziale Kompetenz ausgebilldet - Überleg mal, wieviele Menschen Kinder in funktionierenden Großfamilien im Alltag um sich haben, wo mehrere Generationen, Geschwister, Onkel und Tanten ganz nah beieinander leben. Es ist sogar förderlich für Kinder.

Schädlich sind nur ständig wechselnde Betreuer.

"Meine Anwältin meinte das ich bis der kleine in fünften Schuljahr ist nicht vollzeit arbeiten muß- das ich jetzt schon mehr arbeite wir ich müsste."

Das ist nett gesagt, von einer Frau, die 5 Stellig im Monat heimnimmt. Ja, Du arbeitest jetzt zwar mehr als Du müßstest, in 6 Monaten aber zuwenig, weil dann der Unterhalt wegfällt und Du die Einbußen auffangen mußt. Klar geht das auch mit ALG II, aber da darfst Du Deine Bedürftigkeit nicht vergrößern -> Stunden reduzieren bringt da Probleme.

Tip zur; wirklich im Guten gemeint: Mach keine MuKi - Kur, sondern eine allein für Dich - da hast Du weitaus bessere Chancen auf Genehmigung und - ganz wichtig - auch auf Heilung. Normalerweise geht die Therapie psychisch richtig ans Eingemachte, Du wirst froh sein , wenn Du Dich nur auf Dich slbst konzentrieren kannst. Auch da weiß ich wovon ich spreche.

Ja das Leben ist schön - glaub mir - nur manchmal eben auch anstrengend

Ute

Beitrag von janamausi 29.04.11 - 20:12 Uhr

Hallo,

ich finde 28 Stunden nicht viel, aber deine Arbeitszeiten schlecht und kann dich verstehen, dass es an die Substanz geht.

Ich arbeite 30 Stunden (täglich von 8-14 Uhr). So bleibt noch viel Zeit. Meine Tochter kann bis 16 Uhr in der Mittagsbetreuung bleiben und je nach dem was wir vorhaben, hol ich sie auch eher ab.

Wenn bei dir das Geld eh knapp ist, würde ich dir nicht empfehlen, weniger zu arbeiten aber wenn möglich die Arbeitszeiten zu ändern.

Auch die Idee, dass dein Sohn wenn er in die Schule geht dann zu einer Freundin geht, halte ich nicht für gut. So etwas klappt kurzfristig, aber langfristig oft nicht. Was ist wenn das Kind von deiner Freundin krank ist/deine Freundin krank ist etc.

Habt ihr keinen Hort, Mittagsbetreuung etc.?

LG janamausi

Beitrag von kruemlschen 29.04.11 - 21:47 Uhr

Hi,

gibt es denn nicht die Möglichkeit Deine Arbeitszeiten besser aufzuteilen, gleichmäßig auf 5 Tage?

Das wäre doch die einfachste Lösung und für die Schule bekommst Du evtl. einen Hortplatz.

Gruß K.

Beitrag von nadineriemer 29.04.11 - 22:25 Uhr

Hallo,
mach dir keine Sorgen wegen der Betreuungspersonen.Wenn es immer die gleichen sind,ist es für die Kinder auch ok.Ich habe eine liebe Tagesmutter gefunden und meine Kinder gehen dort sehr gerne hin.Meine kleine ist 6 Monate alt und wenn sie ihre Tagesmama sieht dann lacht sie sie an und wird ganz nervös.Wenn sie dann bei ihr auf dem Arm ist,dann wird sie ganz ruhig und total zufrieden.Ich denke nicht das es schadet,auch wenn ich sie sehr früh abgebe.Sie und die Jungs haben immer die gleichen Bezugspersonen und bisher ist alles ok.Verstehen kann ich dich gut.Bei mir bleibt oft mal was liegen und manchmal habe ich auch das Gefühl es nicht zu schaffen mit 3 Zwergen und dann arbeiten,aber ich weiß das es anders nicht geht.

Nadine

Beitrag von lunacy 02.05.11 - 09:45 Uhr

Das wäre auch meine Frage gewesen. Ich arbeite 30 Std/Woche gleichmäßig verteilt auf 5 Tage, d. h. ich kann jeden Tag um 14.30 meinen Kleinen abholen.

2 ganze und 3 halbe Tage würden mir glaube ich eher an die Substanz gehen, vor allem, weil bei dem ganzen Tag ja dann echt gar keine Zeit mehr für nix ist #liebdrueck

Zum eigentlichen Thema kann ich leider nix beitragen, sorry!

Beitrag von parzifal 30.04.11 - 10:13 Uhr

Wenn ein Kind in die Schule geht sollte man sich entweder um eine Ganztagsschule kümmern oder um einen Hortplatz.

Können die Kinder nicht jeden Tag bis 16 h in den Kindergarten gehen?

Und Du an den anderen Tagen etwas mehr und an den bis jetzt längeren Nachmittagen weniger lang arbeiten gehen?

So wirklich verstehe ich die Probleme nicht so ganz, außer die genannten Möglichkeiten kommen nicht in Betracht

Beitrag von katharina1 30.04.11 - 20:32 Uhr

Hallo,
leider ist das mit meinen Arbeitszeiten nicht so einfach. Ich arbeite in einer Arztpraxis wo wir von 9-12.30 und 15-18.30 Arbeiten. Von daher kann ich meine Arbeitszeiten nicht auf Täglich bis 14.00 ändern oder ähnliches.

Katharina

Beitrag von jennykannsauch 30.04.11 - 19:37 Uhr

Bei 28 Stunden kannst du schon nicht mehr #rofl

Unfassbar #klatsch

Und das mit de Begründung, dass du 2 lange Tage hast #rofl

Bin sprachlos, echt #augen

Beitrag von tigaluna 30.04.11 - 20:17 Uhr

Ehrlich gesagt bin ich auch ein wenig sprachlos. Andere haben Vollzeitjobs und Kinder und bekommen es auch hin. Und du bekommst es nicht auf die Reihe, obwohl du 3 Tage nur bis 1230 Uhr arbeitest? Äähm... ich weis ehrlich nicht was ich dir raten soll. Für mich scheinst du jetzt schon die Kinder sehr lange in Betreuung zu geben, obwohl du um die Zeit nicht mehr arbeiten musst. Einkaufen kann man auch mit Kindern, Wäsche in die Waschmaschine packen dauert 2 min und falls man keine Spülmaschine hat, muss man jeden Abend eben 20 min ran, wenn die Kinder im Bett sind. Bügeln muss man nicht viele Sachen. Saugen kann man auch wenn die Kinder spielen.
Also meine Eltern gehen seit ich 1 Jahr alt bin von 730 Uhr bis 17 Uhr arbeiten und haben trotzdem alles geschafft. Ich hab mich nie abgeschoben gefühlt, hatte nachmittags Freunde, Hort, Sport ect.

Du solltest deine Tage besser planen und deine Kinder vor allem einplanen.

Beitrag von manavgat 30.04.11 - 20:53 Uhr

Organisiere mehr Betreuung und beteilige an den Betreuungskosten den Vater der Kinder. Das ist gesetzlich auch so vorgesehen. Betreuungskosten sind nicht im Kindesunterhalt enthalten!

Gruß

Manavgat