Es geht um die Kinder...

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von an.n. 29.04.11 - 22:51 Uhr

#winke ihr Lieben!

Hoffe ihr erschreckt nicht gleich auf Grund des laaangen Textes ;-) Habe mich aber bemüht es "gut" zu schreiben.

Gleich vorweg: Ich schreibe hier alles wie es war und ist!!! Es ist nicht mein Vorhaben meinen Ex-Partner als "böse" hinzustellen und hier als alleinerziehende Mutter zu lesen was ich lesen will. Ich bin nicht der Meinung, dass einzig und allein die Mütter Rechte über die Kinder haben (sollten) und die Väter die "Schuldigen" sind. Jeder hat seine Geschichte und jeder Mensch ist dadurch in seiner jetzigen Situation. Jeder selbst kennt die Wahrheit über Schuld und Unschuld - von sich selbst und nun mal auch dem Anderen. So kenne auch ich die Wahrheit...

Ich schreibe euch einen Teil meiner Situation (wie sie entstand und letztendlich ist) um eure Meinung zu dieser Situation zu lesen. Diese würde mich sehr interessieren und mir evtl. helfen in meinen Entscheidungen und bei meinen Vorhaben, da hier bestimmt einige in ähnlich schweren oder allg. ähnlichen Situationen waren oder auch sind.

Zugegebenermaßen, auch wenn es manchmal schwer fällt aber mir geht es nur um das Wohl meiner Kinder und nicht um Hass, Habgier, Macht oder Recht. Meine Kinder, so wie die Meisten auf dieser Erde, sind in einem Moment der Liebe entstanden. Jeder Mensch hat gute aber auch schlechte Seiten. Leider erkenne ich in meiner vergangenen und jetzigen Situation die Schuld auf Grund der AUSSCHLAGGEBENDEN Fehler meinem Ex-Partner an. Seine Schuld möchte ich nicht "strafen". Ich möchte nur die Wahrheit erzählen - so wie es war und dadurch gekommen ist um einen Weg zu finden, mit dem hauptsächlich ich und meine beiden Kinder glücklich werden können.

Warum hauptsächlich...?! Lest und sagt mir was ihr denkt und wie ihr vorgehen würdet. Danke euch ganz lieb:

Nun... Ich habe zwei Kinder von meinem Ex-Partner. Ungefähr 3 Monate nach der Geburt unseres ersten (Wunsch-!!!) Kindes hat er mich sitzen gelassen. Er ist zunächst tage-, dann wochenlang zu seinen Eltern gezogen. Er war "überfordert" obwohl ich mich allein um das Kind gekümmert habe... Gefüttert, gewickelt, beschäftigt habe ich mich mit unserem Kind allein. In der Nacht aufgestanden bin ausschließlich ich. Nach einigen Wochen/Monaten kam er zurück, da wir Aussicht auf einen Umzug in eine größere Wohnung hatten und ihm das Aussicht auf "Besserung" gab. Für mich war es keine Frage ihn zurückzunehmen, da ich immer versuchte Verständnis aufzubringen - schon allein unserem Baby wegen. Familiesein stand bei mir an erster Stelle. Das war mein Ziel, egal wie der Weg dorthin aussah, wie schwer er war und wie weh er tat.

Kurz vor dem Umzug wurde ich dann erneut schwanger. Ungeplant. Wir wollten von Anfang an ein Geschwisterchen für unser Kind, weswegen wir es auch behielten. Kurze Zeit nach dem Umzug kam dann jedoch ganz plötzlich wieder Abstand von meinem Ex. Ich war zu der Zeit im 3./4. Monat schwanger und hatte mit unserem Sohn sehr viel "Arbeit". Er hatte eine zeitlang Schwierigkeiten einen Schlafrythmus zu finden... Ich war manchmal bis 2 Uhr wach und musste bis zu siebenmal in der Nacht aufstehen. Auch an den Wochenenden musste ich am Morgen aufstehen wegen unserem Sohn. Mein Ex war immer "zu fertig" auf Grund seiner Arbeit. Ich will nichts falsches behaupten aber ich kann mich zumindest nicht daran erinnern, dass mein Ex mit etwas abnahm. Evtl. mal! Kleinigkeiten!(?)

So wie die Situation war, war es unumgänglich und es kam was ich beführchtete: Im 4. Schwangerschaftsmonat bekam ich dann vorzeitige Wehen. Die Ärzte im Krankenhaus wollten mich da behalten aber das ging nicht wegen unserem Sohn. Ich bekam daraufhin die dringende Anweisung mich daheim zu schonen. Natürlich ging das nicht... Ich habe oft gehofft, dass mein Ex mir nach der Arbeit (er ging bis 17/18 Uhr arbeiten) unter die Arme greifft aber das "verschwamm" alles. Er fing irgendwann an Abend für Abend ausser Haus zu gehen. Mir ging´s dabei gar nicht gut, weil ich wusste, dass ich mich schonen müsste aber die Nächte wieder mehrmals aufstehen muss. Er ging also eine zeitlang jeden Abend "spazieren". Später erfuhr ich dann, was er mir auch bestätigte, dass er all die Abende biertrinken war.

Unser Sohn ist nun fast 2 Jahre und unsere Tochter 10 Monate alt. Sie kam nach den vorzeitigen Wehen letztendlich zu früh zur Welt. Mein Ex war bei der Geburt nicht dabei, jedoch war sie gesund und das war die Hauptsache.

Sei ein paar Monaten verbringen die Kinder nun einen Tag am Wochenende über Nacht bei meinem Ex. Anfänglich hatte ich große Schwierigkeiten, denn die Kinder waren recht verwirrt - was sich auch an den Nächten zeigte... Die Kinder sind nach dem Besuch spät(er) oder nur schwer eingeschlafen und in der Nacht auch öfter wachgeworden - Obwohl beide bis dahin durchschliefen. Tagsüber waren sie auch oft unruhig. Mittlerweile geht es, jedoch merke ich, dass es recht häufig wieder "Auffälligkeiten" gibt.

Mein Ex ist selbst leider nicht in der Lage sich allein um die Kinder zu kümmern, weswegen es von Vorteil ist, dass mein Ex bei seinen Eltern wohnt, da ihm seine Mutter so unter die Arme greiffen kann - Wobei sie eher die Hauptarbeit übernimmt. Ich weiß, dass die Beiden dort gut aufgehoben sind. Die Mutter von meinem Ex liebt die Kinder und auch mein Ex liebt sie - auch wenn seine "Liebe" nicht verantwortungsbewusstgenug war/ist. Nur ist es so, dass seine Eltern gesundheitlich nicht mehr wirklich "fit" sind. Sein Vater ist zudem kaum zu Hause. All zu lange kann man seiner Mutter die beiden Kinder nicht "zumuten" - vielleicht noch ein Jahr, höhstens 1 1/2 oder 2 Jahre. Fraglich. Deswegen möchte ich den Kindern so bald es geht eine wirklich langfristige Option bieten.

Ich bin zutiefst enttäuscht und auch wütend auf meinen Ex. Er hat mich und die Kinder sehr im Stich gelassen und viele Dinge während und auch noch vor seiner Abwesendheit getan, die ich hier aus verschiedenen Gründen nicht erwähnen möchte - Jedoch will ich ihm die Kinder nicht vorenthalten, bzw. ihn den Kindern nicht.

Nun mache ich mir nur Gedanken wie es in Zukunft weitergehen soll. Ich weiss, dass die Besuchszeiten so wie sie momentan sind, nicht dauerhaft sein werden. Vielleicht weil seine Mutter es irgendwann nicht mehr schafft, vielleicht auch weil er ausziehen wird und die Kinder allein nicht versorgen kann - AUCH LAUT SEINER AUSSAGE, die er wahrscheinlich nicht mehr zugeben würde... Er ist sehr "sprunghaft" und hat leider viele psychische Probleme - Was auch etwas vom Thema abscheifft, jedoch hier dennoch zur Sache tut, da es um die Kinder geht.

Die Kinder brauchen eine feste (Wochen-) Planung. Nun sind die Beiden auch in dem Alter, in dem sie in eine Kindergrippe o.ä. gehen könnten und auch sollten. Meine Mutter ist Tagesmutter und könnte die Kinder an ein paar Tagen in der Woche bei sich aufnehmen. Dies haben wir schon mal versucht, jedoch waren die Kinder, vor Allem unser Sohn sehr verwirrt. Er wusste nicht mehr wer ihn nun holt, wohin er gebracht wird und wie lang er bleiben wird. Bei mir, dann bei meiner Mutter, dann bei meinem Ex und seiner Mutter... Er hat bei jeder Abholung angefangen zu weinen. Und das war vor den Besuchszeiten (mit den Übernachtungen) nicht so.

Wie würdet ihr das alles in Zukunft gestalten? Mein "Plan" ist, die Kinder an ein paar festen Wochentagen in die kleine Kindergruppe zu meiner Mutter zu geben und meinem Ex Besuchszeiten zu geben. Sprich, er kann ab und zu kommen und mit den Kindern spielen, mit ihnen spazieren gehen o.ä. Die Übernachtungen würde ich abschaffen, vor Allem wenn die Kinder nun öfter zu meiner Mutter gehen.

...!?!?!?

Beitrag von tenea 30.04.11 - 00:04 Uhr

Hallo,

einen sehr flexiblen Umgang -gerade wenn die Kinder noch so klein sind- halte ich für unumgänglich.
Mein Ex holt die Kinder nur stundenweise am Wochenende und selbst dann ist gerade der Kleine manchmal noch völlig durch den Wind. Die Große (4) darf selbst gemeinsam mit ihrem Vater entscheiden, ob sie bei ihm übernachten möchte (ist bis jetzt noch nicht vorgekommen), für den Kleinen (15 Monate) kommt eine Übernachtung (noch lange) nicht in Frage. Mein Ex hat meinen Vorschlag zum Umgang dankbar angenommen, wohl auch weil er mit einem Wochenende inkl. Übernachtung beider Kinder hoffnungslos überfordert wäre. Dafür hat er die Option, die Kinder auch nach kurzfristiger Absprache jederzeit zu holen, und sei es nur zum Eisessen oder auf einen Kurzbesuch bei der anderen Oma.
Für die Kinder finde ich es sehr wichtig, den regelmäßigen Kontakt zu fördern ohne sie damit zu überfordern, deshalb halte ich deinen "Plan" für flexibleren Umgang für sehr sinnvoll.

Und gerade weil in deinem Fall die Tagesmutter gleichzeitig die Oma und damit Bezugsperson ist, wäre doch eine zeitweise Betreuung durch sie optimal. Vielleicht kannst du ja ganz behutsam starten und auch erstmal dabeibleiben, bis die Kinder etwas "entwirrt" sind und sich alles eingespielt hat?!

LG Tenea

Beitrag von janamausi 30.04.11 - 07:54 Uhr

Hallo,

warum willst Du denn die Kinder zu deiner Mutter geben? Musst Du wieder arbeiten?

Dann fände ich es o.k. dass der Umgang angepasst wird, da Arbeit schließlich wichtig ist. Aber wenn Du nur deine Kinder zu deiner Mutter gibst weil Du es gut findest und dadurch deinen Ex beim Umgang beschneidest finde ich es nicht gut.

Ich würde den Umgang nicht dahingehend abändern, dass dein Ex zu euch kommt (so etwas geht meistens langfristig nicht gut) sondern die Übernachtung weg lassen. Deine Kinder sind noch sehr klein und da ist es wohl zu viel für sie bei Papa den Tag zu verbringen und dort zu übernachten.

Du schreibst ja selber, dass deine Kinder bei deinem Ex und Mutter gut aufgehoben sind, warum willst Du das ändern? Auch wenn die Mutter nicht mehr so fit ist, ist sie ja nicht allein mit den Kindern und ich denke schon, dass beide (Dein Ex und die Mutter) es schaffen könnten. Auch wächst man ja in seine Aufgabe rein, die Kinder werden immer größer und ich finde, auch dadurch einfacher zum händeln.

Wie lange gehen denn die Kinder schon regelmäßig zum Papa? Wie läuft es denn dort? Gefällt es ihnen dort? Nur weil die Kinder nach dem Umgangstag schlechter bei dir schlafen etc.heißt es nicht, dass es ihnen schlecht beim Papa geht. Die Kinder müssen sich auch erst daran gewöhnen. Das gleiche wird dir passieren, wenn Du sie zu deiner Mutter gibst, wenn sie in den Kiga kommen etc.

Du hast zwar viel geschrieben, aber ich finde es fehlen wichtige Punkte um wirklich eine klare Meinung abgeben zu können.

LG janamausi

Beitrag von karna.dalilah 30.04.11 - 10:01 Uhr

So lange du nicht in die Zukunft sehen kannst, würde ich dann neue Entschiedungen treffen wenn eine neue Situation eingetreten ist.
Es können sich noch so viele entscheidene Faktoren verändern...

Ich weiß wir wären gern auf viele Situatinen vorbereitet, aber dasfunktioniert nicht.
Die Kinder kommen oft besser mit Veränderungen klar, als wir selber.
Bald sind die Kinder ja auch älter und pflegeleichter.


Karna



































Beitrag von parzifal 01.05.11 - 08:22 Uhr

Warum soll die Übernachtung am Wochenende wegfallen?
Was hat das mit der Betreuung unter der Woche zu tun?

Da fehlt m.E. noch eine nähere Begründung.

Weil die Mutter in der ZUKUNFT nicht mehr so kann willst Du heute den Status Quo ändern?

Nicht wirklich nachvollziehbar oder?

Irgendetwas passt Dir nicht an den Übernachtungswochenden. Was ist das konkret?

Wenn Du glaubst, dass die Abschaffung der Übernachtungen zum Wohl Eures Kindes abgeschafft gehört solltest Du dich vorher vergewissern, dass dies auch Sinn macht.

Was sagt denn der Kinderpsychologe zu Deiner Idee. Euer Sohn wird doch wegen seiner psychischen Probleme doch sicher ohnehin von einem betreut oder?

Wenn nicht solltest Du einen Fragen was das Beste für Euer Kind ist.

Beitrag von lunacy 02.05.11 - 10:55 Uhr

Ich schließe mich mal hier an. Verstehe auch nicht wirklich, warum Du JETZT die Übernachtungen beim Vater abschaffen willst, nur weil seine Mutter das eventuell irgendwann (!) nicht mehr schafft?
Wer weiß, was bis dahin ist? Vielleicht hat Dein Ex bis dahin eine neue Partnerin gefunden, die ihm hilft, sich um die Kinder zu kümmern? Oder vielleicht ist er bis zu einem Auszug bei seinen Eltern in seine Vaterrolle hineingewachsen?


Du kannst doch immer noch jede Menge Struktur in den Tag Deiner Kinder bringen, indem sie (oder zumindest der Große) z. B. TÄGLICH zur Tagesmutter gehen und am Wochenende halt eine Nacht bei Dir und eine bei Deinem Ex + Großeltern schlafen.
Sie "mal" bei der Tagesmutter/Großmutter abzugeben, "mal" zu Hause zu behalten und dafür nicht mehr zu Deinem Ex zu geben macht es doch auch nicht weniger verwirrend....



Im übrigen kommen die Phasen mit dem Weinen beim Abgeben/Abholen so oder so. Mein Sohn hatte die auch und hat sie auch heute noch. Mal will er unter der Woche nicht zur Tagesmutter, mal am WE nicht zum Papa. Deshalb kann ich ihn aber doch nicht zu Hause lassen und einfach nicht arbeiten gehen ;-)


Beitrag von ajl138 01.05.11 - 12:44 Uhr

Wollte dir gerade etwas raten,doch so wichtig kann es ja nicht gewesen sein,wenn du nicht mehr auf Fragen von Anderen geantwortet hast.

Mir erschliesst sich auch nicht wirklich,warum der Vater nur noch ab und an mal besuchen kommen soll,aber die Kids zu deiner Mutter sollten.

Beitrag von manavgat 01.05.11 - 21:02 Uhr

Mach das, was für die Kinder am besten ist.

Gib sie zu Deiner Mutter und zu festen Zeiten an Deinen Ex. Besprich das mit seiner Mutter, damit sie sich nicht überfahren vorkommt.

Gruß

Manavgat