KV geht gegen neuen Partner

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Forum: Trennung

Sorgerecht, Umgangsrecht, Unterhaltszahlung ... ? Wenn sich ein Paar zu einer Trennung entschließt, ergeben sich für jedes Elternteil ganz neue Fragen an die eigene Lebensplanung.

Beitrag von alpin 29.04.11 - 23:04 Uhr

Hallo,

Also meine Freundin hat sich im Oktober letzten jahres von ihrem Mann getrennt, ca seit novemeber bin ich mit ihr zusammen. Wir haben uns anfangs auch ohne Kind gesehen, so dass es dem Kind nicht schadet wenn es zwischen uns doch nicht klappen sollte. Doch seit es zwischen uns sicher etwas längerfristiges ist ist auch ihre Tochter dabei. Den Vater hat die kleine bis dato nicht intressiert ( sie ist 5), seitdem er von uns weiss schießt er mit allen mitteln gegen mich. Er droht mir über seine Tochter (ich hab ihr nichts zu sagen und wenn ich ihr nochmal was sage kommt er und haut mich),er beinflusst sie in allen Dingen sagt zu ihr, dass er mich nicht mag und sie mich auch nicht zu mögen hat. Doch jetzt hat er die härte gebracht er hatte sie nach einem umgangs Wochende einfach einbehalten (aufenthaltsbestimmungsrecht war noch nicht bestimmt) mit der begründung ich würde seine Tochter schlagen, hatte sie dann auch 3 wochen bis es zur Gerichtsverhandlung kam. In den 3 wochen hat er sie so beinflusst, dass sie vor Gericht den richter belogen hat, dass ich sie geschlagen hätte sie habe angst vor mir und alles andere sei erlogen, dass er mir drohen würde ect. meine Freundin hat jedoch das Aufenthaltsbestimmungsrecht bekommen die kleine kam dann wieder in unseren Haushalt wo ich sie fragte ob sie vor mir Angst hat und ob ich sie jemals geschlagen habe antwortete sie mir "nein" auf die Frage wieso sie den richter belogen hat sagte sie "Papa hat gesagt ich soll des sagen" doch wenn man das ansprechen würde beim KV würde er es verneinen und behaupten sie habe es ihm gesagt mit ihm ist in der hinsicht nicht zu reden was kann ich da machen?

MfG

Beitrag von holy_cow 30.04.11 - 05:58 Uhr

Hola,

zu allererst, hoert auf das Kind zu befragen. Sie ist 5 Jahre alt und befindet sich in einem Beziehungskonflikt.
Die Fragerei was denn der Papa ihr wieder eingeredet hat, schadet ihr und setzt sie unter Druck. Es reicht doch vollkommen wenn der eigne Vater sie bearbeitet.
Je weniger ihr darauf eingeht, um so besser.

Bei mir war es umgekehrt. Der Vater meiner Tochter behauptet bis heute, dass ich das Kind gegen ihn und seine neue Frau uebelst manipuliert haette.
Dazu kann ich nur sagen, solche Manipulationen fliegen auf, spaetestens wenn ein Gutachten angefertigt wird.
Kinder in den Alter luegen meist aus Angst und ein geschulter Richter, weiss wie er die Fragen zu stellen hat, um eventl. Luegen oder Manipulationen aufzudecken. Ich habe meine Tochter nie in die Probleme oder Anschuldiungen mit ihrem Vater einbezogen. Wenn sie etwas erzaehlte habe ich es mir angehoert und versucht es mit ihm zu klaeren.
Was ich vielleicht mal geantwortet habe war, " was der Papa da immer erzaehlt, soso! "
Davon abgesehen, meine Tochter hatte begruendet grosse Angst vor der Frau ihres Vaters und sie haette nie im Leben das angesprochen ( von dieser ) zugegeben. Aus reinem Selbstschutz. Das ist voellig normal.
Reflektiere bitte auch dein Verhalten dem Kind gegenueber, vielleicht war dein Benehmen nicht immer angebracht und uebergreifend.
Nicht falsch verstehen, aber ich lese hier nur eine Seite und es gibt immer 2.

Ich wuerde mich an deiner Stelle nicht in die Erziehung vorerst gross einmischen. Bespreche mit deiner Freundin die Dinge die du nicht gut findest oder besser findest.
Bei der neuen Frau haette ich das auch nicht gerne gesehen, wenn sie angefangen haette, mein Kind zu massregeln oder an ihr rumerzogen haette ueber meinen Kopf.
Ich meine jetzt nicht die normalen Umgangsregeln.
Erspart dem Kind noch mehr Stress und versucht vielleicht ueber einen Mediator ein gemeinsames Gespraech zu erreichen, damit es nicht weiter auf dem Ruecken des Kindes ausgetragen wird. Lass die Mutter des Kindes beim Jugendamt nachfragen.

Saludos

Beitrag von nadineriemer 30.04.11 - 09:40 Uhr

Hallo,
ich habe das Gefühl das der Kindsvater Angst hat sein Kind an dich zu verlieren.Es ist nicht ok was er getan hat,aber ihr solltet die kleine auch nicht unter Druck setzen.Die Mutter und der Vater sollten sich mit dem Jugendamt zusammen setzen um die Situation insgesamt mal zu besprechen.
Was ich ganz gut finde das mal hier ein Fall auftaucht wo das Kind 5 Jahre auch von Richter befragt wurde.Wir hatten hier bei uns auch so einen Fall da war der Junge 4 Jahre alt und mir wurde dann hier unterstellt,das ein Richter so etwas nicht macht in dem Alter.
Schlimm nur für die Kinder,weil die einfach hin und her gerissen sind.


Nadine

Beitrag von redrose123 01.05.11 - 06:31 Uhr

Also die Kleine tut mir furchtbar leid, die beide Eltern liebt und zwischen euch allen steht.

Fragt einen Anwalt ob Ihr gegen seine Unterstellungen etwas unternehmen könnt....

Beitrag von babylona 02.05.11 - 12:31 Uhr

Oh man, man liest sowas so oft hier und ich finde es so grauenhaft für die Kinder #schmoll#heul.
Ich habe das selbst als Kind erlebt und auch wenn ich übel vom Vater meiner Tochter hängen gelassen wurde, wird sie über ihn nie ein schlechtes Wort aus meinem Mund hören. Und ich springe über jeden Schatten, um alles in ihrem Sinne mit ihm zu klären.
Es ist wirklich schlimm, wie egozentristisch das in so vielen Fällen verläuft...

Dir kann ich auch nur raten: Haltet die Kleine so gut es geht da raus! Keine Befragungen durch euch usw. Gebt ihr das Gefühl, dass bei euch alles okay ist und um Gottes Willen keine Vorwurfshaltung wegen der "Lüge" vor dem Richter. Das arme Mädel weiß überhaupt nicht, wohin mit ihren Gefühlen.
Mein Rat wäre auch, die Eltern sollten mal versuchen, ein Vermittlungsgespräch beim Jugendamt zu machen oder - was ich damals besser fand - bei einem unabhängigen Träger. Wir waren zu einer "Familienberatung" um uns in Umgangsregelungen beraten zu lassen und das hatte dann nicht so sehr den "amtlichen" Touch, den "bockige" Väter oder Mütter auch als "Bedrohung" ihrer Sorgerechtsanteile empfinden könnten.

Ich wünsche euch alles Gute! Versucht so gut es geht, dem Kind die Zugehörigkeitskonflikte zu ersparen!

LG
Babylona

Beitrag von schwazblau 08.05.11 - 13:39 Uhr

In Eurem Fall würde ich auch versuchen das Kind soweit wie möglich aus dem Schußfeld zu lassen und nicht mit Fragen und persönlichen Meinungen in weitere Zwiespälte zu bringen.Es ist fürs Kind immer am schwersten,wenn sich Eltern trennen,sie sitzen immer zwischen 2 Stühlen,weil sie beide gleichviel lieben und keinen verletzen wollen.
Solches Verhalten kenn ich auch vom KV.
Ich bin jetzt seit fast 3 Jahren mit meinem Partner zusammen und nach ca.einem 1/2 Jahr fing der KV an,seinen Sohn unter Druck zu setzen.Nämlich dann,als er merkte,das es sich um eine langfristige Beziehung handelt und sein Sohn einen neuen ( Stief -)vater hat...
So MUSS mein Sohn ihn mind.2x die Woche anrufen,tut er es nicht,muss er Rechenschaft ablegen und sich anhören,wie enttäuscht sein Vater ist.
Das ging soweit,das die neue Frau meinen Sohn links liegen lies,nicht mit ihm am Tel.sprach,"damit er merkt,wie das ist " !
Auch hatten wir endlosen Telefonterror,denn wenn wir mal nicht gleich ans Tel.konnten,wurde bis zu 20x geklingelt,erst Festnetz,dann Handy,obwohl ein Anrufbeantworter vorhanden ist.
Es gab mehrere Versuche meinerseits,dieses Verhalten in den Griff zu bekomen,aber es nützt nix.Mein Sohn muss immer noch anrufen,weil der Papi sonst traurig ist.
Und es ist nicht so,das er seinen Sohn nicht sieht,im Gegenteil,alle 2 Wochen am kompletten WE,die Hälfte der Ferien,an den Feiertagen hälftig.Und wie oft hab ich Zugeständnisse gemacht,weil beim KV eine Feier anstand,aber wehe,bei uns ist mal so etwas,dann werden mir die WE's vorgerechnet...
Bevor ich meinen jetzigen Partner hatte,lief alles reibungsloser,7 Jahre lang,und seit ich als seine Ex einen neuen Partner habe,macht er solche Kapriolen.
Was sollte ich denn damals nach der Trennung sagen,als er 2 Monate später seiner Mutter und seinem Sohn die neue Frau vorstellte?
Naja,mein Sohn wird 14 im Herbst und kann dann selbst entscheiden,wann er an welchem WE zum Vater geht.Ich hoffe,dass es dann noch besser wird.
Aber der größte Hammer ist,das der KV sich 5 Jahre lang vor dem Mindestunterhalt gedrückt hat,sein Kind um grob geschätzt 4000 ! € betrogen hat,mich vorm Richter als dumm hinstellte ,den Richter anlog und dem Kind seit Jahren erzählt,er hätte nicht soviel Geld,weil ich immer mehr haben wöllte...
Und er stellt sich nach wie vor als treusorgender Vater hin und unterstellt mir,ich wäre nicht ums Kindeswohl bemüht.Da kann ich echt nur lachen und das hab ich ihm auch mal geschrieben.

#winke