Anwälte hier die sich mit Erbrecht auskennen?

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Beitrag von himmelblau85 30.04.11 - 06:49 Uhr

Hallo,

ist hier zufällig ein Anwalt der sich mit dem Erbrecht auskennt?

Ich habe 2006 1/12tel Hausanteil geerbt und habe seit dem Probleme weil ich es nicht los werde.

Habe schon den Anwalt gewechselt, aber irgendwie haut wieder was nicht hin.

Würde mich riesig freuen wenn sich jemand meldet. Danke.

Beitrag von wilma.flintstone 30.04.11 - 08:02 Uhr

Hallo Himmelblau,

das wird wohl weniger am Anwalt liegen, als das es für einen Zwölftel Hausanteil wohl wenige Interessenten gibt. In der Regel dürften das nur die 11 anderen Zwölfter-Besitzer sein.

Dein Ansprechpartner für die Suche nach einem Kaufinteressenten ist eigentlich der Makler.

Gruß W.

Beitrag von himmelblau85 30.04.11 - 08:40 Uhr

Den restlichen Anteil haben 3 weitere Personen die seit März als VERMISST gelten und die 3 hatten seit 2007 kein interesse an dem Anteil ;). Die 3 haben das Haus aber bevor sie verschwunden sind in ein Messi-Haus verwandelt.

Es wird eine Zwangsversteigerung werden die bisher aber nie klappte weil im Grundbuch noch beträge drin standen die raus gelöscht werden müssen. Habe dafür auf anraten meines Anwaltes die Löschungsbewilligungen beantragt die mich nun 1000 euro kosten.

Es geht darum ob eine Zwangsversteigerung nun so ohne weiteres möglich ist. Die Löschungsbewilligungen habe ich, einen Gutachter müsste ich dann noch bestellen. Mein ehemaliger Anwalt sagte das das selbst mit Löschungsbewilligung nicht so einfach ist.

Also, wäre eine Zwangsversteigerung innerhalb 1-2 Jahren nun möglich? Hoffe ich habs gut genug erklärt.

Beitrag von wilma.flintstone 30.04.11 - 08:51 Uhr

Hallo Himmelblau,

das liest schon ganz anders.

Erstmal vor weg: Ich bin kein Anwalt, habe aber häufiger mit diesen Themen zu tun.

Also, mit Erbrecht hat das zunächst nichts zu tun. Ihr seid zwar aufgrund eines Erbes Eigentümer geworden, aber das war es.

Zu einer Zwangsversteigerung würde es kommen, wenn ein Gläubiger berechtigte Forderungen mangels Zahlung nicht durchsetzen kann. Dann muss der Gläubiger sich um die Formalien kümmern.

Oder willst Du das Haus versteigern? #kratz

Rechtlich ist es unerheblich, ob die anderen Miteigentümer keine Interesse an ihrem Anteil haben (dann hätten Sie ihn Dir übertragen sollen). Blöd für Dich ist, daß sie nicht auffindbar sind.

Wofür wird der Gutachter gebraucht?

Gruß W.

Beitrag von himmelblau85 30.04.11 - 09:02 Uhr

Ich will es versteigern, da ich durch die anderen Erben schulden bekomme. Ich bin für Grundstückssteuern usw. auch verantwortlich.

Mir wurde seitens des Anwalts gesagt das wenn Erben sich nicht einigen eine Zwangsversteigerung gemacht werden muss die ich einleiten muss.

Der Gutachter würde den Grundstückwert einschätzen für die Versteigerung.

Beitrag von wilma.flintstone 30.04.11 - 11:20 Uhr

Hallo Himmelblau,

Ihr als Erben steht noch nicht im Grundstück als eigene Eigentümer? D.h. das Haus gehört Dir auch noch gar nicht?

Das mit der Zwangsversteigerung kommt mir komisch vor, aber da muss man sicher Akteneinsicht nehmen.

Also ich denke das ist sehr verzwickt und da kann Dir nur ein guter Anwalt helfen, der sich auf mehreren Rechtsgebieten auskennt. Ob Dein derzeitiger Anwalt gut ist, kann ich nicht beurteilen, aber vielleicht solltest Du eine zweite Meinung einholen.

Viel Glück W.

Beitrag von himmelblau85 30.04.11 - 11:38 Uhr

Doch stehen wir. Das Haus ist auch komplett abbezahlt. 4 Eigentümer eines abbezahlten Hauses.

Habe schon den zweiten Anwalt, der erste hat nur dankend 3.500 Euro genommen und irgendwann einfach nicht mehr dran gearbeitet.

Beitrag von nick71 01.05.11 - 20:11 Uhr

"Den restlichen Anteil haben 3 weitere Personen die seit März als VERMISST gelten"

"Es geht darum ob eine Zwangsversteigerung nun so ohne weiteres möglich ist."

Nur meine unmaßgebliche Laienmeinung:
Ich kann mir -genau wie dein Anwalt- nicht vorstellen, dass eine Zwangsversteigerung so ohne weiteres möglich ist. Und zwar aus dem Grund, weil die "vermissten" Eigentümer ja wieder auftauchen könnten...und zwar auch in ein paar Jahren noch. Was genau hat dir dein Anwalt denn dazu gesagt?

Beitrag von parzifal 30.04.11 - 09:58 Uhr

Hast Du Nachweise, dass Du nach den Erben ausreichend geforscht hast?

Nicht das es noch Probleme gibt bei der öffentlichen Zustellung (bzw. diese abgelehnt wird).

Ansonsten hört es sich doch an, als wenn Du alles notwendige in die Wege geleitet hast (Auseinandersetzung beantragen und die Zwangsversteigerung einleiten).

Beitrag von himmelblau85 30.04.11 - 10:33 Uhr

Einwohnermeldeamt habe ich nachgeforscht, Polizei hat das Haus aufgebrochen, dort sind sie als vermisst gemeldet.

Ich weiß nur nicht ob die Zwangsversteigerung jetzt eingeleitet werden kann. Damals ging es immer nicht weil im Grundbuch Pfandrechte standen (abbezahlte, aber halt nicht rausgelöschte). Die Löschungsbewilligungen sind nun beantragt und kommen die Tage mit der Post.

Steht der Zwangsversteigerung dann nichts mehr im Wege?

Beitrag von werner1 30.04.11 - 12:10 Uhr

Hallo,

du meinst eigentlich eine Teilungsversteigerung.
Aber das solltest du wirklich mit einem Anwalt besprechen.
Frag bei deiner Bank nach einem, die kennen die Spezialisten für Versteigerungen.

freundliche Grüse Werner

Beitrag von parzifal 30.04.11 - 13:10 Uhr

Das kann ich Dir auch nicht sagen.

Ich kenne nur die Grundzüge, dass man die Auseinandersetzung verlangen kann und dies auch letztlich durch Versteigerung erreichen kann.

Ferner die Zustellungsprobleme bei Personenh unbekannten Aufenthalts.

Da Du Nachweise von den Meldeämtern und sogar eine von der Polizei hast, dass diese vermisst sind (im Garten vergraben?) dann denke ich, dass zumindest nichts mehr gegen öffentliche Zustellungen spricht.

Welche konkreten Probleme noch bis zur Versteigerung auftreten können sollte Dir ein RA beantworten können. Dies ist aber kein Metier wo jeder Ahnung hat. In der Ausbildung kommt man regelmäßig mit so etwas nicht in Kontakt.


Beitrag von diana128 01.05.11 - 12:47 Uhr

Hallöchen,

ich würde eine Teilungsversteigerung beantragen.

Schau mal hier:

http://www.123recht.net/article.asp?a=25491&ccheck=1

Zu Verfahrensbeteiligten unbekannten Aufenthalts steht etwas in § 6 ZVG. Näheres sollte Dir Dein Anwalt (der das auf seine Angestellten abwälzen wird - ist bei uns zumindest so, denn welcher Anwalt beschäftigt sich schon mit dem ZVG :-p) erläutern, den Du dafür ja auch bereits bezahlt hast (sofern er nicht nach Stunden bezahlt wird).
Außerdem würde ich bei einem Anwalt bleiben, denn jeder Anwalt berechnet wieder neue Gebühren.

LG