Trotztochter + Totzfrau

Archiv des urbia-Forums Forum für Väter.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Forum für Väter

Ob ihr gerade Vätermonate nehmen, werdender Vater seid oder einfach eine engagierte Vaterrolle einnehmt: Hier ist der Platz für männerspezifische Fragen und Probleme. Mütter sind in dieser Rubrik als antwortende Gäste willkommen. Neu: Unser Newsletter für werdende Väter.

Beitrag von mike591 30.04.11 - 07:25 Uhr

Kurz vorab erstmal...ich bin schwer am Ende

Situation:

Ich bin 38 Jahre meine Frau ebenfalls unsere Tochter ist im März drei geworden.
Meine Fehler: ich gehöre leider nicht zu den Geduldsmenschen, kann mich schlecht konzentrieren und bin schnell genervt - ohne Absicht.
Es sind einfach meine Charakterzüge, die sich wohl auch durch die jahrelangen Nachtschichten entwickelt haben. Weiterhin gehöre ich nicht zu den streitsüchtigen Menschen und auch nicht zu denen, die immer im Mittelpunkt stehen wollen oder sich ständig durchsetzen müssen.
Meine Frau ist seit drei Jahren zu Hause, weil wir der Meinung waren, dass dies das Beste sei für unsere Tochter (von Anfang an Schreikind EXTREM).
Leider ist die Situation nun so, dass unsre Tochter und meine Frau mich einfach ausschließen.
Egal, was ich sage = immer gegenan.
Alle Erziehungssachen = alles falsch.
Meine Frau hängt ständig an meiner Tochter = ich kann mich nie alleine mit ihr beschäftigen.
Ich merke aber auch, dass ich nichts mit ihr anfangen kann.
mine Spielen wird halt schnell langweilig oder ist anders als bei mama.
wird ein Wille nicht erfüllt = schreien beide.
meine Frau explodiert bei den kleinsten Fehlern, die ich mache(in Bezug auf Kind und anderes = flippt völlig aus) . Am schlimmsten bei Hormonschwankungen = unerträglich.
Hab sie aber geheiratet = muss das wohl durchstehen.
Nun spielt unsere Tochter natürlich diese Situation aus. Wenn Papa nein sagt wird Mama wohl nach einem deftigen Schreianfall JA sagen.
Nun ja, flüchte mich also in die Arbeit oder in Träumereien und bring noch immer etwas nettes von der Arbeit mit (kleine Überraschung für Tochter), weil ich mir denke, dass ich doch irgendetwas nettes tun muss, damit man mich mag. Jetzt wird schon das Gesicht verzogen(Tochter) wenn ich mal was mitbringe, was nicht gefällt.
Jedenfalls, warum ich das überhaupt schreibe...
gestern war wieder so ein Schreitag. Leider im Kaufhaus. Da ich einfach nicht weiß, wie ich mein Kind beruhigen soll, hab ich es einfach schreien lassen und mich daneben hingestellt. Da kommt plötzlich ein ca 50 jähriger um die Ecke geschossen. ich soll das Kind endlich auf den Arm nehmen, was ich für ein Vater sei etc bis zum Thema:ich zeig sie gleich an. Meine Frau kommt um die Ecke nimmt Tochter auf den Arm und die Situation deeskaliert. Opa haut ab.
Das mit dem "was ich für ein Vater sei" hat echt gesessen. Seitdem bin ich einfach nur am Ende = mag so nicht mehr weitermachen.
Könnt mich ja jetzt auslachen, dass der sowas schreibt = Schwächling etc. Auch wenn männlich, glaube ich, dass ein Mann auch irgendwann am Ende seiner Kraft angelangt ist. Vielleicht bin ich auch nicht der Opti-Vater, der erwartet wird. ICH WEISS ES NICHT UND AUCH NICHT MEHR WEITER.

Beitrag von parzifal 30.04.11 - 08:23 Uhr

Auf jeden Fall sieht es so aus, dass wenn es so weiter läuft Du über kurz oder lang Deine Koffer packst. Spätestens dann nämlich, wenn Du jemand kennenlernst bei dem Du dich verstanden fühlst.

Deine Tochter erscheint mir als verzogen. Deine Frau als jemand, der das Kind als einzigen Lebensmittelpunkt sieht.

Da ich befürchte, dass Deine Frau nicht von alleine erkennen wird, dass es so nicht weitergeht rate ich Euch dringend dazu eine kompetente Beratungsstelle aufzusuchen.

Wenn Deine Frau sich weigern sollte, weil sie keine Probleme sieht deute an, dass Eure Ehe auf der Kippe steht.

parzifal

Beitrag von nadineriemer 30.04.11 - 09:51 Uhr

Hallo,
deine Frau hat ja ganze Arbeit geleistet.Ich würde euch auch eine Beratung empfehlen,aber du musst auch glaube ich lernen dich bei ihr durch zu setzen.Wenn du mit deiner Tochter was machst und dementsprechend auf das Verhalten deiner Tochter reagierst,würde ich klar sagen,das sie sich da nicht immer rein hängen soll.Du hast sonst nie die Möglichkeit eine Beziehung zu deiner Tochter auf zu bauen.Vor allem wo soll das hin führen?Die kleine wird älter und dann wird das richtig lustig.Du musst da überhaupt nicht durch nur weil du sie geheiratet hast.Du hast doch ein Recht auf ein Leben,wo du nicht ständig unterbuttert wirst.

Nadine

Beitrag von powermami1982 26.06.11 - 21:19 Uhr

Wow genau das sind die richtigen haben keine ahnung müssen sich aber einmischen! Das ist der klassiker schreiendes kind im kaufhaus auf dem boden hat mein sohn auch schon gemacht ich ihn da liegen lassen und schreien lassen irgendwann der geschäftsführer so: Sie können ihr kind da nicht so schreien lassen ich: Klar kann ich so lange ich es schreien höre weiß ich es liegt da noch! Der: das geht nicht... Ich: Dann trösten sie es doch! Und ich bin Mutter! Kann dir nur raten red mit deiner frau und sucht schnell ne beratungsstelle auf weil sonst packst duw irklich die koffer was ich verstehen könnte. Du sollst und brauchst dir die Liebe deiner tochter nicht erkaufen das solltest du schnell lassen und übe dich in geduld das sollte deine frau übrigens auch weil du bist eben auch nur ein vater und hast nicht soviel zeit mit deienr tochter und das deine frau anders mit ihr spielt ist völlig normal! Ganz viel Glück das ihr das hinbekommt!

PS: was selber nie auf der seite aber vielleicht hilft sie dir... Www.bke.de ist ne online elternberatung. weil wenn deine tochter weiß ich bekomme as ich will wenn ich schrei bekommt sie irgendwann ein problem irgendwann sagt das leben Nein!

Beitrag von alltagsphilosoph 30.04.11 - 14:45 Uhr

Lieber mike591,

wie heißt es so schön? "In der Erziehung müssen beide Elternteile an einem Strang ziehen." Das tut ihr offensichtlich nicht.
Mein Rat: Mach klare Aussagen und begründe diese.

Beispiel:
"Wir verfolgen kein gemeinsames Erziehungskonzept, was mich komplett aus dem Leben meiner Tochter ausschließt. Wir sollten uns zusammensetzen und darüber reden."
Sie ist viel mehr mit dem Kind zusammen, also kann sie alle Deine Vorstellungen unterlaufen, wenn sie sie nicht teilt. Du wirst wohl nicht umhin kommen, die Dinge entweder nach ihrem Gusto zu machen, oder sie >vorher< von Deiner Meinung zu überzeugen. Gleichwohl kennt sie Deine Tochter besser als Du und kann Dir sicher Tips geben, wie Du besser Teil ihres Lebens sein kannst.

Der nächste Tip:
Schickt das Kind halbtags in den Kindergarten. Eure Tochter kann soziale Integration lernen und mit anderen Kindern spielen sowie später ein Vorschulprogramm besuchen. Sie wird feststellen, dass schreien bei anderen Kindern (oder Erziehern) nicht fruchtet, sondern ehr sanktioniert wird.
Deine Frau hat die Möglichkeit sich etwas von der Tochter zu lösen. Sich wieder Gedanken zu machen, was sie außer Kindern vom Leben will.

Zuletzt:
Ihr habt noch die Chance das zu korrigieren, was bisher drei Jahre lang falsch gelaufen ist. Denn es ist bisher falsch gelaufen.
Erziehung muss beide Eltern beinhalten, wenn es nicht auf geteilte Leben hinauslaufen soll.
In weiteren drei Jahren, spätestens aber mit Beginn der Vorpubertät hast Du bei Deiner Tochter gar nichts mehr zu melden, wenn sich nichts ändert. Die Mutter lebt es vor, die Kinder machen es nach. Ich sehe es wie Parsifal: Familie sollte anders aussehen - und so manche Ehe ist schon an solchen Situationen gescheitert.

Alles Liebe und viel Glück,
Christian

Beitrag von holy_cow 30.04.11 - 18:21 Uhr

Hola,

deine Tochter ist 3 und noch in ihrer Trotzphase, sie versucht ihre Grenzen zu finden, die sie wohl nicht gesetzt bekommt. Jedenfalls scheint keine klare Konsequenz in eurer Erziehung Bestandteil zu sein.
Du bringst staendig etwas mit um dir Liebe zu erkaufen. Persoenlich halte ich das fuer ziemlich fatal, damit schuerst du eine Erwartungshaltung, die irgendwann natuerlich enttaeuscht wird. Es wird zur Routine und ist nicht besonderes mehr. Hoere auf damit. So lernt sie nicht, Sachen wert zu schaetzen.
Ich war am Anfang auch alleine mit meiner Tochter und der Vater kam erst Abends.
Er hat mit ihr gemalt, vorgelesen und sie bettfertig gemacht. Viel konnte er auch nicht mit ihr anfangen, aber sie hat es genossen und ich habe die Beiden alleine machen lassen. Mit 3 ging sie dann auch 3 x die Woche in den Kindergarten und ich habe gearbeitet. Das tat mir auch gut mal raus zu kommen und Kinderfreie Zeit zu haben.
Bespreche mit deiner Frau, dass du bitte verschiedene Sachen mit dem Kind alleine machen moechtest und sie euch da auch die Zeit gibt. Deine Frau koennte dann zum Sport gehen, etwas fuer sich tun. Das baut auch Spannungen ab.
Deine Frau schein unzufrieden, da sie staendig explodiert oder ist sie einfach nur eine Colerikerin? Sollte sie das nicht sein, liegt da ein grosses Problem begraben, dass sie versucht ueber euer Kind zu kompensieren. Schreien ist verbale Gewalt!
Im Grossen und Ganzen wuerde ich auch wie die Anderen hier euch eine Familientherapie vorschlagen, wenn ihr nicht in der Lage seid miteinander zu reden und eine Loesung zu finden.

Viel Glueck, ich denke euer Problem ist loesbar, wenn es Beide wollen einen gemeinsamen Weg zu finden.

Saludos

Beitrag von karo_austria 30.04.11 - 23:38 Uhr

Hallo!

Ich weiß nicht, ob ich dir helfen kann, aber ich versuche die Situation mal von der anderen Seite zu erklären.

Ihr habt eine wunderbare, allerdings überaus anstrengende, kleine Tochter. Sie ist 3 Jahre alt und seit sie auf dieser Welt ist, "tyrannisiert" sie euch.

Während du jeden Morgen aus dem Haus gehst um die Brötchen zu verdienen, ist deine Frau zu Hause bei eurer Tochter. Ständig ist sie bemüht, eure Tochter zu beruhigen und zu besänftigen - ihr jeden Wunsch von den Augen abzulesen um den Tag so konfliktfrei wie möglich zu überstehen. Gleichzeitig kümmert sie sich um Haushalt & Co.

Du kommst abends von der Arbeit nach Hause und bist sicher geschafft. Immerhin hast du einen 8-10 Stunden-Job hinter dir.
Deine Frau hingegen ist 24 Stunden - 7 Tage die Woche für die Kleine da - egal wann sie schreit/weint - immer steht sie parat.

Nach der Arbeit kommst du also nach Hause, möchtest etwas mit der Kleinen machen und spielt kurze Zeit mit ihr (anspruchsvolle Spiele sind in diesem Alter ja noch nicht möglich). Wie du allerdings selbst sagst, bist du weder ausdauernd noch hast du Geduld - und bist demnach sehr bald genervt.

Mein Exmann war auch so: hat kurz mit den Kindern rumgetobt, wenns am schönsten war war er genervt und ist davongelaufen (Keller, etc.) und ich hatte völlig überdrehte Kinder am Hals - anstatt einer kurzen Verschnaufpause.

Ich denke wirklich, dass vor allem deiner Frau geholfen werden muss. Ich denke nämlich nicht (so wie andere Schreiber hier), dass deine Frau sich bewusst so enorm auf das Kind fixiert, weil sie einfach keinen anderen Lebensinhalt mehr sieht, sondern dass sie einfach völlig mit der Situation überfordert ist bzw. einfach auch überhaupt keine Perspektive mehr sieht.
Seit 3 Jahren kümmert sie sich um eure Tochter und auch sie wird versuchen, ihr jeden Wunsch von den Augen abzulesen, nur damit halbwegs Ruhe herrscht.

Und nun ist die kleine Prinzessin diese Vorgehensweise schon so sehr gewohnt, dass sie tatsächlich eine kleine, verwöhnte Göre ist.
Aber auch dies macht sie nicht bewusst und setzt es absichtlich gegen euch ein - sie kennt es einfach nicht anders. Kinder gehen eben immer den leichteren Weg - es liegt an uns Eltern, sie zu führen und ihnen Grenzen aufzusetzen.

Ich denke, dass ihr aus diesem Dilemma nur mit Hilfe eines Spezialisten herauskommt - einer Erziehungsberatung. Vielleicht lässt ihr eure Tochter auch mal bei einer heilpädagogischen Kindergärtnerin anschauen. So kann man ev. andere Ursachen (meine Große hatte zB enorme Schwierigkeiten im taktilen Bereich und machte lange Ergotherapie) ausschließen und eine altersentsprechende Entwicklung feststellen.

Natürlich kann ich mit meinen Vermutungen auch falsch liegen - ev. solltet ihr euch mal ein WE oder zumindest einen Abend kinderfrei nehmen und in aller Ruhe miteinander sprechen (und vor allem auch zuhören) wie sich der jeweils andere fühlt und mit der Situation zufrieden ist.

Ich wünsche euch ganz viel Kraft - die werdet ihr unbedingt brauchen, wenn ihr eure Tochter an einen neuen Weg gewöhnen wollt (sie wird anfangs furchtbar rebellieren).

Ganz liebe Grüße

Petra

Beitrag von redrose123 01.05.11 - 05:32 Uhr

Du solltest das mal so deiner Frau sagen, Ihr solltet euch da einig werden in der Erziehung, das Kind handelt wie ein Kind eben handelt, es will seinen Willen haben und das klappt ja recht gut bei deiner Holden, die sich zudem auf das Niveau eines trotzendes Kleinkind gut einbringt.....

Beitrag von alpenbaby711 01.05.11 - 21:27 Uhr

Deine Tochter ist, um es ehrlich zu sagen, ein von deiner Frau total verzogenes Rotzgör!
Ela

Beitrag von nadineriemer 01.05.11 - 21:48 Uhr

Hallo,
verzogene Rotzgöre,wenn ich das lese über ein Kleinkind was nicht mal was dafür kann#klatsch
Mein güte!Und das will der Papa von seiner Tochter auch jetzt lesen und hören!
Da begibt man sich doch gleich auf die Treppenstufe der kleinen.

Nadine

Beitrag von alpenbaby711 02.05.11 - 07:45 Uhr

Na ja das kleine Kind kann sicherlich nur bedingt was dafür weiß aber doch genau wie es die eltern gegeneinander ausspielen kann. Die meiste Schuld trägt die Mutter aber auch wenn der Papa das nicht hören oder lesen will von seiner Tochter. Es sind nunmal Tatsachen. Und besser wirds nicht bei der Erziehung der Ehefrau. Viel Spaß sag ich da nur.
Ela

Beitrag von wemauchimmer 02.05.11 - 09:04 Uhr

Hi Mike,

so saublöde Kommentare von irgendwelchen Passanten in der Öffentlichkeit kriegt wohl jeder mal ab, der mit einem Kleinkind unterwegs ist. Die sind nunmal in einer bestimmten Phase recht anstrengend und die "Gutmenschen" können das leider nicht verstehen und meinen, sich einmischen zu müssen. Leider. Da mach Dir nichts draus.

Ich glaube, Du kannst die Situation am ehesten dann verbessern, wenn Deine Frau ein Einsehen hat, daß es so nicht weitergeht. Daß Du das nicht ertragen kannst und daß es für das Kind auch langfristig ganz schlecht ist, wenn es keinen Draht zu beiden Eltern hat. Das heisst, sie muß sich bewußt zurückhalten, es muß eben so laufen, daß Du gegen den Willen des Kinds es an bestimmten Abenden (z.B. jeden 2.) alleine ins Bett bringst, alleine mit ihm den Tag verbringst (Wochenende) usw. Und sie muß Deine Ansagen akzeptieren, ggfs müsst Ihr offline drüber reden. Wichtig ist, daß das Kind merkt, daß die Mutter hinter Dir steht. Dann wird es sich auch wieder richten, wir hatten sowas ähnliches bei unserem ersten Kind auch, allerdings mit umgekehrten Vorzeichen.

Wenn Deine Frau das nicht einsieht, hast Du eigentlich keine Chance. Dann kannst Du nur hoffen, daß es in ein paar Jahren alles anders wird oder Du kannst gleich hinschmeißen.
LG

Beitrag von ernabert 02.05.11 - 13:09 Uhr

Meiner Meinung nach finden du und deine Frau alleine nicht aus dieser Situation, da sich das jetzt in 3 Jahren so aufgebaut hat und weder du noch sie objektiv sein könnt. So wie ich dich verstanden habe bist aber schon an einer Lösung interessiert und willst nicht einfach die Flinte ins Korn werfen und Frau und Kind verlassen.

An deiner Stelle würde ich mich nach einer Paartherapie in eurer Nähe umsehen und deiner Frau in einer ruhigen Minute, wenn Kind im Bett ist sagen, dass du unglücklich mit der momentanen Familiensituation bist und gerne eine Paartherapie mit ihr machen möchtest (hast dich auch schon schlau gemacht) weil du dir im Klaren bist, dass die Schuld weder allein bei ihr noch alleine bei dir liegt es aber so wie es im Moment ist nicht weiter gehen kann. Wichtig: keine Vorwürfe oder Schuldzuweisungen.

Beitrag von lisasimpson 02.05.11 - 19:36 Uhr

schenk deiner frau ein verlängertes Wochenende in nem wellnesshotel und mach dir mit töchterchen ein paar schöne tage.
Nutze jede gelegenheit, wo du mit deiner tochter alleine etwas untenehmen kannst und bau mit ihr eine beziehung auf.
Schafft klar abgegernezte zuständigkeiten (am samstag mittag ist papa- kind- zeit) und in denen verbittest du dir reinpuscherei von deiner frau (am besten sie geht in der zeit was anderes machen oder ihr seid außer haus)

und dann:
schau dir die beziehung zu deiner frau an. was tragt ihr da über das kind aus?
sucht euch als paar genauso freiräume und findet einen weg direkt zu kommunizieren

viel spaß dabei

lisasimpson

Beitrag von meandco 03.05.11 - 16:26 Uhr

kann mich nur anschließen ... auszeiten für dich und kind ...

denn: ob sie jetzt verzogen ist oder nicht lässt sich aufgrund der wenigen zeilen schlecht beurteilen - wir wissen nur dass du mega-frustriert bist. und die schreierei - wie alt ist sie? trotzphase?

auf jeden fall brauchst du zeiten wo du mit ihr alleine bist - und ihr eure eigene schiene finden könnt. ich könnt meinen partner auch oft an die wand klatschen so wie er das eine oder andere handhabt ... aber er und töchterlein sind sich einig und kommen zurecht - also mach ich mir nen schönen nachmittag #pro oder fahr mal ein we auf ein seminar ... so bekomm ich etwas frischluft und zeit für mich und die zwei raufen sich schon zusammen. war am anfang nicht immer leicht für sie - und nach nem tag waren beide heilfroh wenn ich wieder übernommen hab, aber mittlerweile #pro

und dann eben auszeiten für dich und frau ... hört sich für mich nciht gut an was da zwischen euch läuft, noch dazu wo das über das kind zu laufen scheint #schock#schwitz

alles gute
me

Beitrag von thyme 03.05.11 - 18:34 Uhr

Mal als Frau:
"gestern war wieder so ein Schreitag. Leider im Kaufhaus. Da ich einfach nicht weiß, wie ich mein Kind beruhigen soll, hab ich es einfach schreien lassen und mich daneben hingestellt. "

Ich find deine Reaktion #pro genaus würde ich das auch tun. Mein Sohn liess sich während seiner Trotz- und Wutanfälle gar nicht anfassen, vertrug es aber auch nicht, wenn ich wegging. Also blieb ich in der Nähe und liess ihn toben, bis er sich beruhigen liess.

Was das andere angeht: Was du und deine Frau da abziehen ist übel. Man muss sich als Eltern nicht in allen Details ständig einig sein. Aber gegenseitig anschreien und ausspielen kanns ja wohl nicht sein. Ihr benehmt Euch wie das Kind, dem ihr eigentlich ein Vorbild sein solltest. Und damit richtet ihr bei eurem Kind einen riesigen Schaden an.

Du sagst, du kannst mit deiner Tochter nichts anfangen und kompensierst die fehlende Geborgenheit mit Geschenken. Damit wirst du ein ewig forderndes, unzufriedenes, einsames und unsicheres Kind heranzüchten, aber keines, das Liebe kennt und geben kann.

Wenn du mit ihr spielst: Lass sie doch entscheiden, was sie spielen möchte. Wenn es ihr dann langweilig wird: ok. Dreijährige können sich noch nicht ewig auf ein Spiel konzentrieren. Du musst auch nicht Stundenlang um sie herum scharwenzeln. Zehn Minuten ein tolles Spiel, das sie ausgesucht hat, reicht völlig.

Ob ihr da aus eigener Kraft wieder herausfindet? Ich glaube nicht. Ich würd euch dringend eine gute Familienberatung empfehlen und drück euch die Daumen, dass ihr lernt, miteinander zu reden.

LG thyme

Beitrag von mike591 10.05.11 - 18:52 Uhr

Hallo, vielen Dank für die Vorschläge und Antworten. Ich habe mich letztes Wochenende für die Variante "eine Beziehung zu meiner Tochter aufbauen" entschieden. Wir waren den ganzen Samstag unterwegs. Hat prima geklappt und seitdem ist das Verhältnis viel besser. Da bleibe ich dran, bin nun motiviert und hoffe das Beste für uns DREI.

Danke

Beitrag von a79 14.05.11 - 14:07 Uhr

Hallo,

erstmal, ich finde überhaupt nicht, dass Du wie ein Schwächling rüberkommst -im Gegenteil, ich finde es toll, dass Du so offen darüber schreibst!
Weiß Deine Frau, dass es Dir so geht? Du hast mit keinem Wort geschrieben, dass oder ob ihr darüber mal miteinander gesprochen habt.
Wenn nicht, solltet ihr das dringend in einem ruhigen Moment nachholen!
Es ist wichtig, dass ihr Euch in Erziehungsfragen einig seid - und damit meine ich nicht, dass die Meinungen oder Standpunkte verschieden sein dürfen -nur vor dem Kind darf keine Uneinigkeit erkennbar sein, sonst wird Euch eure Tochter regelmäßig gegeneinander ausspielen...
Mal nur so eine Idee: gibt es irgendwas, was Du und Deine Tochter gerne tut? Vielleicht gäbe es die Möglichkeit einer Papa-Zeit, wo nur ihr beide allein was zusammen macht? Erstens kann dann Deine Frau nicht reinreden (scheint ja sonst ab und an vorzukommen) und ihr habt etwas für Euch, was eine gemeinsame Basis schafft.

LG

Andrea mit ihren beiden Jungs

Beitrag von feroza 26.05.11 - 06:22 Uhr

ICH hätte sie auch schreine lassen, den "Opa" hätte ich ein paar Takten dazu gesagt, wenn nötig.

UND Deiner Frau ebenfalls! Sie darf sich nicht einmischen, wenns darum geht, das DU in dem Moment die Erziehung in der Hand hast, und das sollte sie bewusst begreifen!!

Ansonsten gab es schon viele nützliche Tipps, Gespräche, Gespräche und Gespräche!!

Und das Du Deine Frau in "Zwangsurlaub" schickst (und wenn es nur stundenweise ist) ist genau richtig!!!!!

Viel Glück!!!#klee

Beitrag von hanna21lars 01.06.11 - 19:54 Uhr

Wir währe es mit einem 2. Kind?! Dann fixiert sie sich nicht als auf das eine

gruß hanna

Beitrag von omnes 03.06.11 - 12:48 Uhr

hallo mike591,

ist eine schlimme Situation die Du da schilderst.

Allerdings find ich es richtig, dass Du die Dein Kind hast einfach schreien lassen und nichts gemacht hast.

Meine Maus ist zwar gerade mal 21 Monate alt, hat aber immer wieder so Phasen, wo sie testet, wie weit sie gehen kann und dann gibt es Schreiattacken vom feinsten. So dumm es auch sein mag, es einfach zu ignorieren und dem Kind dann nicht nachzugeben ist immer noch die beste und konsequenteste Art der Erziehung. So lernen sie am schnellsten.

Dein Problem ist hier eher Deine Frau - ihr müßtet hier beide am gleichen Strang ziehen. Vielleicht benötigt deine Frau mal etwas Abwechslung, z.B. Arbeit, dann wäre Sie auch mal mit etwas anderem beschäftigt und Du hättest die Zeit mit Kind für Dich allein. Und Eure Tochter wird schnell lernen, dass es beim Papa anders läuft als bei Mama.

Noch ein Tip, mit Geschenken kann man sich keine Zuneigung erkaufen. Mein Mann hat selbst noch ein Kind aus einer vorherigen Partnerschaft - die Kleine war am Anfang auch enttäuscht, als Papa aufhörte ihr etwas mitzubringen. Aber mein Mann sagt, er ist nicht der Weihnachtsmann, der ständig Geschenke bringt.

LG und starke Nerven

omnes

Beitrag von linagilmore80 04.06.11 - 21:32 Uhr

Deine Frau hat leider den Großteil der Liebe der Dir galt auf's Kind übertragen. Außerdem seid ihr euch nicht einig, was die Erziehung angeht.

Du bist ausgeschlossen worden und hast Dich ein Stück weit auch ausschließen lassen.

Eure Tochter hat den Bogen raus, wie sie euch ausspielen kann, nämlich durchs Schreien. Du hast das erkannt, die Frage ist, ob Deine Frau das erkannt hat.

Ich würde euch eine Familientherapie empfehlen und eine Erziehungsberatung. Aber erst müsst ihr als Eltern einig sein.

Was die Situation mit dem Opa angeht: Ignorieren. Mein Schwiegervater versucht auch ständig mir reinzureden. Er wird von mir ignoriert. Denn andere stecken nie in Deiner Situation und können das nie beurteilen.

LG,
Lina