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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von ichundich 30.04.11 - 16:28 Uhr

Hallo,

ich habe riesen Stress mit meinem Arbeitgeber.
Es ist so, das ich im Februar einen Arbeitsvertrag bekommen habe der mir gut gefiehl und diesen habe ich auch unterschrieben.

Dort waren 20 Stunden wöchentlich für 620 Euro festgelegt.
Der Vertrag war unbefristet und ich hatte drei Monaten Probezeit und in der Zeit eine zweiwöchige Kündigungsfrist.

Es ist so das ich schwerbehindert bin und sie mich 3 Monate umsonst bekommen (durch Zuschüsse)

Plötzlich soll ich einen befristeten Vertrag bekommen, weil es sonst keine Zuschüsse gibt.

Der Vertrag geht über 3 Monate und ich soll täglich 5 Stunden arbeiten (Ist das dann von Montags bis sonntags gemeintß)
für den gleichen Lohn. Wenn die aber von einer 7 Tage-Woche ausgehen,
wäre ich ja schon bei 35 Stunden.
Dann soll ich alle arbeiten (auf dem ganzen Hof) verrichten und allen Anweisungen folgen. Wenn nicht wäre das ein Kündigungsgrund mit einer Frist von einer Woche.

Das Problem ist jetzt aber, das mir aufgefallen ist, das mein Arbeitgeber den ersten Vertrag gar nicht unterschrieben hat. Da ist nur ein Firmenstempel drauf. Meine Chefin meint sie hätte den ersten Vertrag eh nicht mehr!

Den zweiten Vertrag werde ich allerdings nicht unterschreiben, weil alles nur ein Nachteil für mich ist. Und die Behinderungsgesetzte sollten doch mir zugute kommen und mich schützen

Ich arbeite dort schon seit Herbst auf 400 euro Basis und nach den ganzen Sachen die da vorgefallen sind, will ich nicht mehr.
Was soll ich jetzt tun? Besteht zwischen uns überhaupt ein Vertrag?

Würde mich sehr freuen, wenn sich einer von euch auskennt und mir helfen könnte!
Werde Monatg aber dennoch zur VDK fahren und mich vom Rechtsanwalt beraten lassen.

Lg ichundich

Beitrag von susannea 30.04.11 - 17:55 Uhr

Ab wann galt denn der Vertrag aus dem Februar? HAst du schon zu den Bedingungen gearbeitet und auch Gehalt bekommen? Dann gilt der und ist unbefristet.

Beitrag von ichundich 30.04.11 - 18:17 Uhr

Ab dem 1.4.

Beitrag von susannea 30.04.11 - 19:42 Uhr

Damit hast du dort schon gearbeitet ohne eine Befristung schriftlich vorliegen zu haben, somit hast du einen unbefristeten Vertrag und der gilt auch mündlich. Sie müssten dir nun erstmal eine schriftliche Befristung vorweisen können. Die haben sie ja nciht, also bloß nciht unterschreiben.

Kann natürlich sein, dass das dann nachher über den Anwalt geht, aber das wäre es mir wert, denn so einfach kriegen die dich ja nun nicht mehr raus!

Beitrag von vwpassat 30.04.11 - 18:51 Uhr

Die wollen Dich abzocken.

Eigentlich müsste man einen Anwalt einschalten, Du wirst aber 99,9% so oder so nach der Probezeit gehen dürfen. Also lohnt das nicht.

Arbeite zu Deinen Konditionen und fertig. Der Vertrag ist gültig.

Beitrag von ichundich 30.04.11 - 19:27 Uhr

Aber der erste Vertrag ist ja nicht von denen unterschrieben.
Da ist nur der Firmenstempel. Reicht der aus?

Lg ichundich

Beitrag von susannea 30.04.11 - 19:41 Uhr

Ja, reicht es, weil du schon gearbeitet hast und mit dem ersten Arbeitstag dort an dem kein befristeter Vertrag vorliegt hast du einen unbefristeten!

Beitrag von susannea 30.04.11 - 19:40 Uhr

Der Vertrag ist aber inklusive Probezeit ;)
Sprich, nach der Probezeit können sie nicht mehr so einfach kündigen und er ist jetzt schon unbefristet, also hat der Ag evtl. nun sein Problem erkannt, dass er Schwerbehinderte nicht mehr so einfach los wird.

Beitrag von vwpassat 30.04.11 - 22:25 Uhr

Somit werden sie das AV m.E. eh innerhalb oder zum Ende der Probezeit beenden wollen.

Beitrag von susannea 30.04.11 - 22:29 Uhr

Aber die Frage ist, ob dies mit jemanden der Schwerbehindert ist, so eifnach geht.
Ich denke nämlich nicht.