Ganz viele Fragen!

Archiv des urbia-Forums Frühes Ende.

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Forum: Frühes Ende

Manche Schwangerschaft geht leider vorzeitig zu Ende. Es kann helfen, sich hier mit anderen über das Erlebte auszutauschen; aber auch Fragen zu medizinischen Themen sind willkommen. Hilfreich können auch diese urbia-Artikel sein: Fehlgeburt und Sternenkinder.

Beitrag von danny1878 30.04.11 - 21:15 Uhr

Hallo ihr Lieben!

Eigentlich gehöre ich (nicht mehr) hier her. Ich habe Ende letzen Jahres mein zweites Wunschkind geboren. Jetzt habe ich ein Geschwister-Paar und bin überglücklich!
Aber es ist etwas schreckliches passiert, mit dem ich überhaupt nicht fertig werde.
Meine Freundin ist per künstlichen Befruchtung im zweiten Anlauf schwanger geworden.
Alles war gut bis dann in der 32. SSW, bei einem Routine-Check festgestellt wurde, dass ihr Baby tot ist.
Sie musste still entbinden und ihr Kind beerdigen lassen...
Das Schlimmste, was einer Frau passieren kann... ihr Kind verlieren...
Ich habe mein Sternchen damals in der 9.SSW ziehen lassen müssen und es war schlimm für mich. Aber ich hatte schon einen Sohn und wusste, wofür ich mich durchkämpfe und mutig bin es nochmal zu versuchen... Im Moment sagt meine Freundin, sie möchte unbedingt wieder neu starten. Ich finde das unglaublich mutig und toll! Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob sie schon wieder ganz bei sich ist. Es tut mir schon körperlich weh, wenn ich an ihren Verlust denke, wie muss es ihr da gehen?
Weiss ev. jmd von euch, wie das ist? Wie lange soll man warten bis zum nächsten Versuch? Man sagt ja nach AS drei Monate, aber wie ist das, wenn man schon so weit schwanger war und im Prinzip eine "normale" Entbindung hatte?
Und wie kann ich sie unterstützen und ihr helfen, ohne mich aufzudrängen?
Ich hoffe ihr habt Tipps für mich. Gerne auch via PN.

Schönen Abend noch und eine #kerze für all unsere #stern.



Beitrag von mona1879 30.04.11 - 21:49 Uhr

ich kann dir sagen, was wohl alle sagen werden. für den einen ist eine neue schwangerschaft heilsam und für den andern nicht.

ich wollte so schnell es ging wieder schwanger werden und hab nicht gemerkt, dass ich nicht bereit bin. ich hatte dann eine fehlgeburt und danach bin ich in ein loch gefallen. heute würde ich sagen es war alles zu früh, aber wer sagt das.

lass es machen, wie sie will und sei einfach für sie da
lieben gruß
mona

Beitrag von francie_und_marc 01.05.11 - 08:29 Uhr

Hallo!

Ich habe in der 21.SSW meinen Sohn still geboren. Mir sagte man das man drei Monate warten sollte und dann kann man wieder schwanger werden. Wir wollten uns noch ein wenig Zeit lassen und erst dann eine erneute SS wieder in Angriff nehmen. Auch für mich stand fest das ich bald wieder schwanger werden wollte. Es heißt ja immer man wird erst schwanger wenn der Kopf bereit dazu ist. Und tja was soll ich sagen knapp drei Monate nach der Stillen Geburt hielt ich einen positiven Test in der Hand.

Versuche sie zu unterstützen, wenn sie mag rede mit ihr über ihr Baby, nenne es bei seinem Namen, kaufe ihr vielleicht eine süsse Kleinigkeit für das Grab und gehe mit ihr zusammen hin. Ich würde mich so riesig freuen wenn mir jemand was für Marten seine Gedenkecke (wir haben einen Baum im Garten gepflanzt) schenken würde. Ich weiß nun leider nicht wie deine Freundin ist, ob ihr das auch gut tun würde. Versuche dich da langsam ranzutasten.

Liebe Grüße Franca mit Marc fest an der Hand, Marten still geboren 21.SSW am 19.09.2010 tief im #herzlich und Marlen #baby 23.SSW inside.

Beitrag von lieke 01.05.11 - 08:57 Uhr

Hallo,

grundsätzlich ist eine AS ja eine OP und man soll deshalb eine Mens abwarten (so kenne ich es). Diese langen Wartezeiten sind rein körperlich betrachtet nicht mehr nötig, ausser, wenn es Besonderheiten gibt. Nach der Geburt eines lebenden Kindes darf man ja auch gleich wieder ss werden. Mag sein, dass es anders ist, wenn man nicht selber ss werden kann, weil man ja zusätzlich noch die Hürde des Planens und Termine machen nehmen muss.

Ich war selber ähnlich weit wie deine Freundin. (30.SSW). Sicherlich ist sie noch nicht soweit, dass sie sich realisiert, was passiert ist und was eine neue SS wiederum für Ängste und Konfrontationen mit sich bringen würde. Aber du kannst sie nur ihren Weg gehen lassen und sie dabei begleiten. Man kann diese Dinge ja nicht planen. Wenn sie jetzt wartet, und dann klappt es nicht ?
Wenn sie jetzt schnell ss wird, un des vielleicht doch zu früh war? Dann weiss man auch nicht wie es gewesen wäre, wenn sie gewartet hätte. Verstehst du, was ich meine?

Ich sehe es wie Mona. Ich wollte auch so schnell möglich wieder ss werden, aber auch mein Weg führte über (mehrere) FGen. Letzlich sind es 2 Jahre geworden. Ich glaube nicht, dass ich eine bessere Mutter gewesen wäre, wenn es früher geklappt hätte, es kommt einfach so viel wieder hoch...dann die ganzen lächelnden Gesichter im Wochenbett, die scheinbar alle das andere Kind schon vergessen haben, während man selber realisiert, was man verloren hat, NEBEN der Freude über das neue Glück. Damals hätte ich das nicht hören wollen, aber ich kann jetzt viel besser die Zeit mit Baby geniessen, weil ich die Trauer ein Stück weiter verarbeitet habe.

Unterstützen kannst du sie, indem du ein offenes Ohr hast für sie und auch bereit bist, ihre Trauer 10 oder 2o mal anzuhören. Die meisten "Freunde" haken sehr schnell ab, dann ist es wichtig, dass ein oder zwei übrigbleiben. Zeig ihr, dass du sie jetzt auch als Mutter siehst, wenn auch anders als andere. Rede über das Kind, frag ob du sie begleiten sollst zum Friedhof, oÄ. Ich glaube nicht, dass du ANgst haben musst dich aufzudrängen.

LG und alles Gute!