Enttäuscht vom Ehemann

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von sony01 30.04.11 - 22:39 Uhr

Hallo,

im Februar ist meine Mutter nach langer, schwerer Krankheit verstorben. Trost finde ich bei meinem Mann leider nicht. Es ist wie ein Teufelskreis, sie fehlt mir so unendlich, Mann tröstet mich nicht, was Probleme in der Ehe macht und dann....ja....dann fehlt sie noch mehr. So war sie doch die Person, bei der ich mich sonst ausgeheult habe. Nun fehlen mir ihre tröstenden Worte, ihr in den Arm nehmen, alles Sachen, die ich von meinem Mann nicht mehr kenne UND, mittlerweile auch schlecht zu lassen kann, denn viel zu oft hab ich mich alleine gefühlt, so wie gerade! Er sitzt wohl bei seiner Schwester und amüsiert sich, nachdem wir uns heute den halben Tag immer mal wieder in den Haaren hatte, weil ICH einfach nicht so tun kann, als sei alles "Friede, Freude, Eierkuchen".

Versteht mich nicht falsch, ich bin eigentlich ein lustiger Mensch, trauere auch nicht jeden Tag (zumindest nicht nach außen, eigentlich immer erst dann, wenn ich abends "alleine" im Bett liege), aber manchmal kommt es halt hoch. Gerade an Tagen, an denen wir uns oft streiten und ich mir so meine Gedanken über die Ehe mache.

Ach mensch, alles irgendwie doof gerade #schmoll

Sorry, absolutes Silopo, ich weiß #hicks

LG

Beitrag von zahnfee1986 30.04.11 - 22:41 Uhr

#liebdrueck du Arme..
Kopf hoch, es kommen bestimmt bald wieder bessere Zeiten.#herzlich

Beitrag von sony01 30.04.11 - 22:43 Uhr

Dank dir.....bestimmt ;-)

Beitrag von gh1954 30.04.11 - 22:58 Uhr

Weiß dein Mann, wie es dir geht und was du von ihm erwartest?

Beitrag von sony01 01.05.11 - 12:34 Uhr

Ja, weiß er. Ich bin jemand, der einen großen Redebedarf hat, wenn ihn etwas belastet. Mittlerweile wird mein Redebedarf allerdings immer geringer, denn es scheint nicht viel anzukommen und es "nervt" ihn.

Er weiß auch, dass ich abends weine, wenn ich im Bett liege. Er schläft im Wohnzimmer auf einer Gästematratze, weil wir einen kleinen Sohn haben und der bei mir im Bett schläft. Ich habe ihn natürlich nicht aus dem Schlafzimmer verbannt, er wollte es so...

Beitrag von bennyhill 01.05.11 - 09:03 Uhr

Welcher Satz mir gleich auffiel ist der hier:
"Er sitzt wohl bei seiner Schwester und amüsiert sich, nachdem wir uns heute den halben Tag immer mal wieder in den Haaren hatte..."

Ich kenne den Mann natürlich nicht und kann auch nur ins Blaue hinein stochern. Würd aber mal behaupten, dass er nicht bei seiner Schwester hockt und sich amüsiert sondern eher, wenn es denn so ist, über die Probleme mit ihr redet, die ihr gerade habt. Ich vermute jetzt einfach mal, dass er ebenso Schwierigkeiten mit dir gerade hat wie du mit ihm. Ihr beide - ich vermute jetzt mal weiter - habt gerade unausgesprochene Erwartungen, die der andere nicht erfüllen kann, weil er nichts davon weiss. Ich denke, dass sich alles sehr entspannen würde, wenn ihr es schafft miteinander zu reden. Versucht unbedingt miteinander zu reden und vermeidet irgendwie Vorwürfe, denn das sind die Gesprächskiller Nr. 1.

Viel Erfolg!

PS: Über die Ehe nachzudenken solltest du lassen. Das Eheversprechen heißt nämlich "in guten wie AUCH in schlechten Zeiten. Das jetzt sind schlechte Zeiten und auch da müsst ihr lernen mit umzugehen.

Beitrag von schnee-weisschen 01.05.11 - 10:07 Uhr

"PS: Über die Ehe nachzudenken solltest du lassen. Das Eheversprechen heißt nämlich "in guten wie AUCH in schlechten Zeiten. Das jetzt sind schlechte Zeiten und auch da müsst ihr lernen mit umzugehen."

Ihr, oder sie?
Irgendwie habe ich gelesen, dass ihre Mutter gestorben ist, und er ihr keinerlei Trost hat zukommen lassen.
Der Tod eines geliebten Menschen stellt für mich eine "schlechte Zeit" dar. Wo war er?
Oder gilt es nur für die Frauen, dass sie für den Mann da sein müssen?

Beitrag von gh1954 01.05.11 - 10:26 Uhr

Wenn ich deine Beiträge so lese, in diesem Fall deinen letzten Absatz, verstehe ich mittlerweile, warum es mit deiner Freundin nicht klappt. #augen

Beitrag von bennyhill 01.05.11 - 12:32 Uhr

ähm... Sorry, aber das war ja jetzt wohl echt daneben. Im Gegensatz zu anderen Leuten geb ich alles, um mit meiner Freundin klarzukommen, was auch mitlerweile, abgesehen von Kleinigkeiten, ganz gut klappt. Deine Meinung ist nicht unbedingt aller Weisheit Ende. Zumindest nicht für jeden der/die das liest.

Was ist an dem letzten Absatz denn bitte so verkehrt? Klar ist das jetzt eine schlechte Zeit und wenn es auch mal zwischen den beiden jetzt klemmt heißt das nicht, dass die Ehe jetzt gekippt werden muss.

Nur, weil du anders denkst als ich bedeutet das nicht, dass meine Meinung falsch ist oder deine "richtiger".

Beitrag von sony01 01.05.11 - 12:24 Uhr

Hallo,

na klar, du wirst auch recht haben, nur sollte er doch nicht mit seiner Schwester darüber reden, sondern mit mir. Ich bin diejenige, die versucht über all unsere Problemchen auch zu reden, denn nur so kann man sie aus dem Weg schaffen, aber er rennt davon. Auf Reden hat er schon lange keine Lust mehr...

Seine Ansprüche an mir sind wesentlich oberflächlicher, als die, die ich an ihn habe. Mann halt #hicks, sorry.

Sein Problem ist, sich nicht in die Lage eines anderen hineinversetzen zu können. Mein Problem ist, dass ich es ständig tue.

Klar, muss man in einer Ehe immer an sich und auch an seinen Problemen arbeiten, aber wie, wenn sich einer von beiden weigert?

Ich möchte jetzt nicht jammern, aber ich habe die letzten Jahre wirklich viel mitmachen müssen, wegen meiner Mutter, mir ging es also oft nicht gut. Gejammert habe ich selten, denn man musste ja stark sein für sich und die Kinder. Irgendwann wäre ich einfach auch gerne mal diejenige, die sich fallen lassen könnte und weiß, dass es da jemanden gibt, der einem Halt gibt.

Natürlich müsste ich noch viel weiter ausholen, um mich wirklich verstehen zu können, es würde allerdings den Rahmen sprengen ;-)

Danke für deine Meinung.

LG