Ausschabung oder Medikament?! Bis freitag muss ich entscheiden

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Forum: Frühes Ende

Manche Schwangerschaft geht leider vorzeitig zu Ende. Es kann helfen, sich hier mit anderen über das Erlebte auszutauschen; aber auch Fragen zu medizinischen Themen sind willkommen. Hilfreich können auch diese urbia-Artikel sein: Fehlgeburt und Sternenkinder.

Beitrag von nesliboz 02.05.11 - 10:08 Uhr

Hallo Ihr lieben

Mein Mann und ich hatten letzte woche (ich glaub es war Donnerstag) erfahren, dass unser baby nicht mehr lebt. Gemäss FA war ich 7.ssw...
Um keinen Rechnungsfehler zu machen, meinte der FA ich solle noch bis Freitag warten , ob das Baby selber abgeht... und wenn dan noch nichts geschehen ist, muss ich freitag hin, wir schauen nochmal und dann müsste ich mich entscheiden, ob ich lieber medikament oder Ausschabung machen möchte?!

Jetzt habe ich extrem schiss!
Die Medies machen mir irgendwie mehr angst... weil er gesagt hat, zuerst nehmen wir medis.. wens dann nicht weggeht, dann machen wir die AS.
Ich hab auch schon berichte gelesen und ein freudn hat erzählt wie es bei seiner frau war..das die meisten eine AS machen mussten, nach der Medikamenteneinnahme, da nicht alles rausging. Viele hatten extreme schmerzen und extreme blutungen, bis es teilweise rauskam...
ich möchte mir das enrlich gesagt nicht antun... weiss aber nicht wie eine AS ist?!
Dazu muss ich noch sagen, ich bin jemand der ne medikamentenallergie hat (penicilin , paracetamol, spiralgin, etc).

WAs denkt ihr?
Was "empfiehlt" (ist vielleicht blöd ausgedrückt)ihr mir?

Vielen lieben Dank im Voraus! Für eure Unterstützung...und Hilfe!

Ich hoffe innerlich immernoch...dass das baby lebt beim nächsten mal...und nehme trotzdem ELevit ein "seufz".....


Beitrag von mausi031 02.05.11 - 10:33 Uhr

Hallo meine liebe

Erst Umarme ich Dich ganz doll#liebdrueck!!

Ich hatte genau das gleiche Erlebt wie du!!
Ich konnte mich auch entscheiden Warten, Medis, oder ne AS!!
Zuerst habe ich eine Woche gewartet und gehoft dases selber rauskommt!!
Dann nahm ich Cytotec!! Und bei mir passierte überhaupt nichts!!
Musste dann noch mal zur Kontrolle, bekam nochmals die Tabletten, geschah wieder nichts... Musste wieder zum FA! Der fragte mich ws ich nun möchte!! und ich sagte würde gerne ne AS machen!! Denn der psychische Druck konnte ich nicht mehr aushlaten weil es so lange ging!! Ich wollte doch mit dem Körperlichen abschliessen können!!
Dann konnte ich 3 Tage später ne AS machen lassen!
Ich bin ene Person die sehr Angst hat vor Spritzen/Nadeln....
Aber es ging alles so schnell, das ich von allem nichts mitbekam!!
Von der AS bekommst du soderso nichts mit, und schmerzen sind auch keine da!
3 Tage Nach der AS, bekam ich starke Blutungen und starke mens schmerzen...
Und das wars!! Jetzt ist es 18 Tage her und die Blutungen verschwinden langsam!...
Ich würde mich nächstes mal sicher genau gleich entscheiden für mich hats so gestummen!! :)

Ich hoffe das es dir ein wenig Hilft!!

Umame Dich Liebe grüsse

Ramona mit #stern tief im Herzen

Ich wünsche Dir viel Kraft..

Beitrag von mama-nadja 02.05.11 - 10:48 Uhr

Hallo erstmal #liebdrueck

Ich habe schon zwei FG hinter mir.
Ich habe bei beiden malen eine AS machen lassen da ich mich nicht unnötig lange quälen wollte und mit einem toten Baby im Bauch rumlaufen wollte.

Für mich war das beste Art damit "anzuschließen" da mir eine Freundin (und auch mein FA) erzählte das das mit den Tabletten nicht immer funktioniert und man oft aber eine AS machen lassen muß.

Von der AS bekommt man nichts mit da man kurz in Nakose gelegt wird.
Dannach hatte ich mittelstarke "Mensschmerzen" was nach 2 Tagen vorbei war. Ich habe 4- 5 Tage mal mehr mal weniger geblutet und dann war alles vorbei!

Zumindest das körperliche.

Was ganz wichtig ist das Du/Ihr die trauer um das verlorene Kind zulasst und abschied nehmt.

Ganz liebe Grüße Nadja

Beitrag von tauchmaus2005 02.05.11 - 11:32 Uhr

Es tut mir sehr Leid was Du gerade durchmachen mußt und ich drück Dir die Daumen, das vielleicht doch noch alles gut geht!

Ich persönlich würde eine AS machen lassen! Ich selber hatte Anfang Januar in der 6.SSW einen Abgang ohne AS, das ging so halbwegs von den Blutungen und Schmerzen! Die Blutungen waren schon stärker als die Mens, aber es gin! Im März hatte ich eine AS in der 9.SSW! Je weiter man glaube ich in der SS ist umso besser ist die AS!
Sie ist auch wirklich nicht schlimm! Das seelische sieht da schon anders aus! Ich persönlich jetzt beim lezten Mal nicht so lange auf einen natürlichen Abgang warten können!

Ich wünsche Dir alles Gute und viel Kraft!

Lg Anja mit Lara fest an der Hand#freu und 3#stern unverrgessen im Herzen

Beitrag von kraeuterhexle 02.05.11 - 11:41 Uhr

Hallo,

lass dich mal #liebdrueck
ich erzähl dir mal kurz wie es bei mir war.. mich hat keiner der Ärzte zu irgendwas gedrängt. am 18.04. wurde die MA festgestellt in der 10. SSW. Die Ärztin meinte, es sei bestimmt schon seid 14 Tagen. Dennoch, es war vor Ostern9 gab sie mir zeit. Ich beschloss die AS gegen Ende letzter Woche machen zu lassen. keiner der Ärzte vermutete auch, das es so schnell zu einem natürlichen Abgang kommen würde.. Doch er kam.. einen Tag vor meinem AS Termin.. #heul Für die Seele war es gut, denn ich wusste, der kleine Krümel ist bereit zu gehen, aber die Schmerzen waren die Hölle.. ich hab den Krankenwagen gerufen, es war mitten in der Nacht und mein Mann konnte mich nicht ins KH fahren. Haben noch eine Tochter...
So blutete ich echt sehr stark den anzen Vormittag, aber der Krümel ging nicht von alleine. Mittags bekam ich dann meine Planmäßige AS ud sedher blute ich kaum noch und es geht mir besser....
Lass Dein #herzlich entscheiden.. ich hatte quasi beides und bin sehr froh drum.

LG #liebdrueck#liebdrueck
K-Hexle mit #stern im #herzlich

Beitrag von dydnam 02.05.11 - 11:54 Uhr

Hey du,


wenn du möglichst schnell mit der Sache abschließen willst, ist eina AS sicher der bessere Weg. Ich habe das jetzt schon 3x hinter mich gebracht, und weiß, dass es für mich einfach das Beste war. Die FGen an sich waren schon traumatisch genug, da hätte ich den unschönen Anblick auf Toilette/der Binde bei einem Abgang nicht mehr verkraften können. Geschweige denn die Warterei darauf.

Eine AS ist wirklich nicht schlimm. Man wird vorher schon auf mögliche Risiken hingewiesen, aber in allen 3 Khs in denen ich jeweils den Eingriff hab machen lassen, wurde mir von der ausführenden Ärztin gesagt, dass ihnen selbst noch kein Fall bekannt sei, wo auch wirklich was Schlimmes passiert ist (z.B. Verletzung der Gebärmutter oder so). Es ist mittlerweile (leider) ein sehr routinierter Eingriff, der schnell unter Vollnarkose erledigt ist, und, soweit man sich hinterher an die Empfehlungen der Ärzte hält (kein Sex, Baden etc für eine bestimmte Zeit) schnell verheilt, und wenig nachhaltige Probleme mit sich bringt. Ich hatte nach jeder AS nur minimal Schmerzen (wie vor der Mens), und SB über ein paar Tage.

Das Schlimmste an der AS war für mich natürlich der seelische Aspekt, da es schon etwas an die Substanz geht, wenn einem in der Hektik des KH-Alltags inerhalb weniger Minuten so völlig rational etwas entfernt wird, was mit so viel Liebe und Träumen im Herzen gezeugt wurde, auch wenn die Ärzte und Schwestern um mich herum natürlich schon ganz lieb waren und mir Mut zugesprochen haben. Trotzdem fühlte ich mich vor und nach der OP wie der einsamste Mensch auf der Welt. Körperlich war das Schmerzhafteste für mich eigentlich wirklich das Legen der Flexüle vor der OP (in den Handrücken oder das Handgelenk). Vom Rest bekommt man nichts mit, man schläft ein und dann wacht man auch schon wieder auf (fühlt sich an, als wenn man nur für eine Sekunde weggenickt ist). Meine erste Frage im Halbschlaf nach wirklich jeder AS: "Schon vorbei?" Als angenehm empfand ich auch, dass ich nach vielen schlaflosen, verheulten Nächten nach der Narkose unglaublich ausgeschlafen war.

Du siehst, Angst musst du vor dem Eingriff nicht haben. Wir haben zudem danach nur einen Zyklus verhütet, und dann wieder weitergeübt. Dass ich so schnell wieder weitermachen konnte, hat mir auch sehr geholfen.

Liebe Grüße

Mandy mit
Silas (*06.12.08) und Tamino (*12.06.10) an der Hand und 3 #stern (Okt. 2007, April 2009, Februar 2011) im Herzen

Beitrag von jujo79 02.05.11 - 12:38 Uhr

Hallo!
Tut mir leid, was du gerade durchmachst. Dieses gedankliche Hin und Her kenne ich nur zu gut.
Ich denke, jede Frau muss selbst ihren Weg finden, für die eine ist eine AS vielleicht besser, für die andere ein natürlicher Abgang. Ich muss sagen, dass ich lieber einen natürlichen Abgang habe als mich einer OP zu unterziehen. Schließlich birgt eine OP trotz aller Routine bestimmte Risiken und bedeutet einen Eingriff in den Körper. Solange ich das verhindern kann, versuche ich es auch.
Bei meiner 1.FG war ich auch eine Zeit lang hin un hergerissen, was aber auch daran lag, dass die Ärzte im Krankenhau unbedingt zur AS geraten haben, aber im Krankenhaus sind die da auch recht schnell mit, denke ich. Ich habe meine Hebamme angerufen und auch die riet mir zu AS. Also habe ich einen Termin für den Freitag abgemacht. Ich war irgendwie erleichtert, eine Entscheidung getroffen zu haben. Und anscheinend brauchte mein Körper das. Denn am nächsten Tag mittags habe ich die Fruchthülle verloren, ganz bewusst. Natürlich war es schockierend, aber es hat mir auch geholfen, es so bewusst zu erleben, quasi wie eine kleine Geburt. Ich hatte das Gefühl, dass ich so besser Abschied nehmen konnte. Ich konnte den Termin für die AS dann wieder absagen. Aber auch danach wurde noch mein HCG-Wert kontrolliert, um sicher zu gehen, dass alles abgegangen ist. Ist es, ich brauchte auch nachträglich keine AS. Die Schmerzen hielten sich in Grenzen und die Blutungen war zwar stark, aber auch nicht übermäßig.
Nun hatte ich im April leider wieder eine FG und es ist alles ein bisschen anders. Bislang stagniert mein HHCG-Wert und im US war letzte Woche auch noch die Fruchthülle zu sehen. Mein FA ist sich aber sicher, dass es wieder ohne AS klappt, weil die Fruchthülle ja noch nicht groß ist. Ich hoffe das wirklich sehr, denn ich möchte keine OP. Leider sind meine Blutungen jetzt wieder weg und ich muss auf einen "Neustart" wartet. Das zermürbt mich schon, dass ich darauf warten muss, aber ich möchte es dennoch natürlich. Ende der Woche muss ich wieder zur Kontrolle. Mal sehen, was mein Arzt dann sagt. Aber ich würde dann auf jeden Fall das Medikament einer AS vorziehen.
Wie geschrieben muss jede Frau das selbst entscheiden. ich wünsche dir, dass du die für dich richtige Entscheidung triffst! Alles Gute!
Grüße JUJO

Beitrag von susann777 02.05.11 - 18:23 Uhr

Hallo,

erstmal es tut mir echt leid. Natürlich verstehe ich auch deine Hoffnung, es gibt immer dieses kleine Männchen im Kopf.
Ich habe es nun auch schon 2mal hinter mir. Beim ersten Mal habe ich mich vom Arzt überreden lassen eine AS zu machen, da ich keine Ahnung hatte. Für mich war anschließend klar nie wieder. Ich fand es furchtbar. Diese klinische Atmosphäre und das warten, der OP (da musste ich nämlich reinlaufen und mich dann in den Stuhl legen). Auch der Gedanke, die ganze Zeit das Kind gewaltsam entfernen zu lassen. Obwohl alle sagten es gibt keine Schmerzen hatte ich hinterher schlimme. Die Ärzte mussten mir nochmal zusätzlich starke Schmerzmittel geben, nachdem mein Mann Krawall gemacht hat, weil es niemande interessierte. Allerdings war am nächsten wirklich alles vorbei und ich hatte nur 10 Tage leichte Blutungen. Das war wieder super. Daher hatte ich mich beim 2. Mal dafür entschieden es auf natürliche Weise beenden zu lassen. Ich habe mich krankschreiben lassen und blieb zu Hause. Die Schmerzen waren nicht schlimmer als die Tage nach dem Abgang. Sicher waren die Bultungen heftig, aber das auch nur 2 Tage, danach wurde es besser. Ich bin natürlich zum hinterher zum Arzt gegangen um nachschauen zu lassen das alles gut ist. Ich würde mich jederzeit wieder für den natürlichen Abgang entscheiden. Ich konnte in Ruhe mit der FG abschließen und mein Kind verabschieden. Ich war hinterher schneller wieder klar.

Also ich wollte Dir keine Angst machen, denn es kann jederzeit auch anders sein. Wie man hier immer wieder liest. Das verstehe ich, das sind nur meine persönlichen Erfahrungen. Ich finde jedoch man sollte alle Seiten und Probleme kennen damit du eine gute Entscheidung für DICH finden kann.
Horch in dich hinein, dann findest du DEINEN Weg, erträgt du es dein Kind abgehen zu "sehen" oder willst du es schnell hinter dich bringen. Letzt endlich können wir dir hier nur unsere Erfahrungen nahebringen, die natürlich sehr subjektiv sind.

Ich wünsche Dir alles Gute!!!! Susi #liebdrueck

Beitrag von susanne2011 02.05.11 - 18:30 Uhr

Ich würde eine AS machen, geht schnell und ist nicht schlimm.die Gebärmutteer ist dann schön sauber und kann sich gleich für den nächsten Start vorbereiten. Hatte ich auch schon, deshalb keine Angst.#winke

Beitrag von laila1984 02.05.11 - 20:18 Uhr

HI,

da du erst in der 7. Woche warst, würde ich auf jeden Fall warten!
du kannst immernoch zur AS, falls es nicht alleine abgehen wird. Eine AS ist zwar mittlerweile leider ne Routine OP und geht meistens gut, aber es ist immernoch eine OP. Ich bin der Meinung, dass der Körper schon merkt, dass das Baby nicht mehr ok ist und es alleine ausstösst.
Die meisten Frauen lassen eine AS machen, weil sie es nicht verkraften, dass es eine Weile dauern kann. Normalerweise schafft der Körper es auch ohne Medis. Wenn du es psychisch Verkraftest, würde ich warten ohne Medis bis alles alleine abgeht. kann aber sein, dass es 2 Wochen oder so dauert.

Ich hatte auch eine FG, ich habe gewartet (ohne Medis) und alles ging gut. Brauchte keine AS. Bin jetzt wieder in der 26. Woche schwanger!!

Alles Gute!!

lg Laila

Beitrag von nesliboz 03.05.11 - 13:10 Uhr

Liebe Laila

Danke dir tausend mal für deine Lange mail...UND ICH GRATULIERE VON HERZEN!

Ich hab mich entschieden , am Donnerstag werden wir kontrollieren und wenn es dann immernoch nicht schlägt, sind wir 100% sicher dass nicht falsch gerechnet wurde..und ich habe mich für eine AS entschieden.

Schon die warterei bis Freitag macht mich warnsinnig... und als mir der FA auch noch sagte, dass man 5 Tage lang medies einnehmen muss damit das Baby kommt... und mann viel mehr Blutet als bei einer AS... war für mich klar...das verkrafte ich nicht...

Daher.. werde ich am Freitag ins KH gehen und die AS machen lassen....


Ich wünsche Dir von Herzen alles gute :-)
Nesli

Beitrag von anja570 03.05.11 - 00:35 Uhr

Hallo,

ich hatte in den letzten Jahren FG mit AS und 1 FG ohne AS.

In der 7. SSW sind die Aussichten gut, dass es ohne AS möglich ist, gerade in der Früh-SS wird oft zu schnell und unnötig eine AS vorgenommen.

Die Empfehlung gibt es dafür nicht, Du musst für Dich entscheiden, ob Du mehrere Wochen warten kannst und Dir dieZeit gibst, oder ob Du schnell abschließen möchtest.
Es kann mehrere Wochen dauern, ohne Medis, um es einzuleiten.

Mit Medis geht es sicher schneller, ich habe 3 Wochen gewartet und nichts genommen, hatte in der 8.SSW einen natürlichen Abgang.
Ich konnte mich drauf einstellen und verabschieden, anders als bei einer AS, wo ganz schnell alles vorbei ist und an der GM-Schleimhaut gekratzt wird.

Wenn Du es ohne AS versuchen möchtest, frage nochmal wegen den Medis nach und ob es nicht ohne möglich wäre, das kann aber länger dauern.

Danach hast Du auf jeden Fall einen Kontroll-US, wenn keine Reste mehr vorhanden sind, ist keine AS notwendig, so war es bei mir.

LG und alles Gute

Anja