20 Monate und Nachts 3-4 Flaschen

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von trinchen.h 02.05.11 - 11:02 Uhr

Hallo ihr Lieben,

unsere Tochter (20 Monate) war schon immer ein schlechter Schläfer. Und hat bisher vielleicht 2-4 Nächte durchgeschlafen. Bis vor kurzen hat sie zusätzlich zu ihrer Gute-Nacht Flasche eine Flasche in der Nacht getrunken. 1er Milch. Was für mich ok war.

Jetzt war sie krank. Husten, Brechen, Fieber vielleicht kommen auch die letzten Backenzähne. Hat auch zum ersten Mal in ihrem Leben Antibiotikum bekommen. Jedenfalls äußerlich ist sie jetzt wieder recht fit.

Ins Bett geht´s im moment erst gegen 20.30. mit Flaschi.

Dann meldet sie sich im Moment im 3 Stunden Takt und will ihre Milch. Ohne Milch also nur mit beruhigen schläft sie kurz ein und wird nach 5-30 Minuten wieder wach und dann schreit sie, bis sie ihre Milch hat.

Früh ist sie meist gegen 7 Uhr wach. Mittagsschlaf ohne Pronleme 2-3 Stunden. Essen tut sie tagsüber schlecht. Schon immer. naja, Nachts die Flaschen machen ja auch etwas satt.

Das geht jetzt seit 3 Tagen so extrem. Und ich weiß echt nicht was soll ich tun? Brauche Tipps und Ratschläge.

Liebe Grüße
Trinchen

Beitrag von fbl772 02.05.11 - 11:14 Uhr

Hallo Trinchen,

immer schwierig.

Schläft sie denn beim Trinken dann ein oder trinkt sie "stellt" die Flasche weg und schläft dann?

Bei ersterem würde ich die Milchmenge in der Flasche reduzieren immer etwas weniger und im zweiten Fall würde ich die Milch zumindest auf jeden Fall verdünnen.

So kann sie tagsüber ja kaum Hunger entwickeln ... sie würde dann ja sonst "gemästet" werden ...

Wenn sich das dann nicht so langsam "ausschleicht" musst du vermutlich ein paar Tage nächtliche Schreiereien akzeptieren, wenn du ihr nur noch Wasser gibst ... aber dann würde ich ein paar Tage die komplette Nacht bei ihr bleiben und sie sofort trösten wenn sie aufwacht.

VG
B

Beitrag von haruka80 02.05.11 - 11:16 Uhr

Hallo,

das Problem haben fast alle Eltern, deren Kinder nachts noch soviel Milch bekommen: sie mögen tagsüber einfach nicht ordentlich essen- ganz normal, Mama macht ja Milch nachts.
Das Problem ist ja nicht nur, dass sie schlecht isst tagsüber, sondern, dass durch die nächtlichen Mahlzeiten die Gefahr droht,Karies zu bekommen und ihre Zähne wegfaulen.

In dem Alter kann man schon von ner schlechten Angewohnheit sprechen und ne Angewohnheit ist leider etwas, was man nicht von jetzt auf gleich abgewöhnen kann. Dafür braucht es Zeit und GEduld.
Wenn deine Tochter krank war, ists klar, dass sie wieder mehr Milch trinken mag. Ne Milchflasche ist etwas beruhigendes, warm, lecker. Mund auf, nuckeln-beruhigt ja immer- und noch dazu etwas zu trinken. Mein Sohn hatte jetzt ne Bronchitis und stand teilweise auch vorm Kühlschrank und wollte Milch haben-obwohl er sonst keine Milch mehr trinkt- außer SOnntags zum Frühstück.
Nachts hab ich die Milch mit 15 Monaten abgewöhnt-seitdem schläft er durch. War auch nicht ganz einfach, mir ist seine Zahngesundheit aber wichtig und allein deshalb wollte ich keine Milch mehr nachts geben (ich hatte als Kind ganz, ganz schlechte Zähne von 3 Jahre immer und überall gesüßtem Tee).

Wenn du die Milchflaschen nachts loswerden willst, lass sie weg, biete was anderes an. Sie wird tagsüber essen, wenn sie merkt, nachts gibts nichts mehr. Das kann aber etwas dauern und bedeutet vor allem auch für dich schlaflose Nächte mit beruhigen und trösten. Wasser kannste ja anbieten, mein Sohn trinkt nachts oft etwas Wasser, dafür stehts neben dem Bett.

LG

Haruka

Beitrag von derhimmelmusswarten 02.05.11 - 11:16 Uhr

Geht mir auch so. Meine Tochter wird jetzt 22 Monate alt und trinkt nachts auch noch Flaschen. Sobald ich merke, dass sie im Schlaf unruhig wird, stelle ich ihr ne Flasche ins Bett. Die verabreicht sie sich sozusagen selbst im Schlaf... Manchmal hat sie auch noch eine von abends im Bett liegen, die sie dann im Halbschlaf weiter trinkt. Ich habe keine Lust, sie komplett wach werden zu lassen und mir die Nächte um die Ohren zu schlagen... Das habe ich jetzt bald mit dem Baby wieder genug. Naja ich sag mal, mir ist es egal, dass sie nachts Milch trinkt. Das Geschrei tu ich mir echt nicht an. Irgendwann wird sie schon damit aufhören.

Beitrag von hro-tina 02.05.11 - 11:22 Uhr

Nimmt dein Kind einen Schnuller, Unsre Sohn ist jetzt seit dem 14.04 Schnullerfrei und automatisch ist auch nur noch eine Flasche in der Nacht.

Das mit den vielen Flaschen kenne ich.

Beitrag von ronjaleonie 02.05.11 - 11:29 Uhr

Ich denke das sie dann gerade einfach das aufholt, was sie in der Krankheit abgenommen hat.

Ich würde das einige Tage mitmachen, dann aber doch schauen das ihr es wieder reduziert.

LG
Nicole

Beitrag von marjatta 02.05.11 - 11:36 Uhr

Du nimmst die Bedürfnisse Deiner Tochter ernst. So ein Infekt bringt einiges mit sich....

Ich stille meinen 2 Jahre alten Sohn immer noch. Wann immer er einen Infekt hatte oder Zähne bekommt, stillt er mehr als zum Einschlafen und morgens zum Kuscheln. Dann kann es vorkommen, dass er nachts auch alle 3-4 Stunden wach wird, meist schreiend, weil ihm das Zahnen weh tut. Und dann hilft stillen am besten.

Klingt bei Deiner Kleinen ähnlich. Ich würde mich nicht verrückt machen. Alle diese Dinge ändern sich. Es sind einfach Phasen, durch die man durch muss. Stillen ist da natürlich praktisch, weil ich muss nicht aufstehen, er rollt einfach rüber von seiner Matratze auf unsere und ich wach auch nicht richtig auf.... Ist halt das blöde mit Fläschchen und separatem Kinderzimmer..... Muss aber jeder für sich entscheiden.

Grundsätzlich ändern sich Schlafrythmen und auch die Bedürfnisse im Kleinkindalter ständig. Es ist besser, den Bedürfnissen der Kinder entgegen zu kommen, als sie in ein "gesellschaftlich gewünschtes" Muster zu pressen. Dadurch sind sie zufriedener und die "problematischen" Phasen verschwinden schneller, als wenn man etwas versucht zu erzwingen.

Gruß
marjatta mit Sohn

Beitrag von trinchen.h 02.05.11 - 12:11 Uhr

Vielen Lieben Dank für eure Antworten.

Sie schläft in ihrem Bett in ihrem Zimmer. Wenn es ihr schlecht geht und sie will zu uns darf sie das jeder Zeit. Aber sie schläft nicht gern bei uns im Bett, da wir ein Wasserbett haben.

Die Nachtflaschen versuche ich zu verdünnen, ja.

Ich war so froh, dass sie einigermaßen geschlafen hatte vor ihrer Krankheit und jetzt der harte Rückschlag.

Werde jetzt ein Paar Tage abwarten und hoffen, dass es besser wird.

LG

Beitrag von kathrincat 02.05.11 - 12:13 Uhr

dann braucht sie die milch halt, ist doch nicht schlimm. wir hatten mit 15 mon eine zeit wo sie alle 2 stunden nachts was wollt und natürlich auch bekommen hat, ging einige wochen so danach wollte sie nichts mehr ausser wasser, sie ist jetzt über 3 und hat immer mal nächte wo sie einfach was essen möchte und auch bekommt.

Beitrag von kolbo-sauri 02.05.11 - 12:19 Uhr

Hallo,

wir haben das selbe Problem und unsere Tochter ist bereits 26 Monate alt.

Wir haben durchschnittlich 2 Fläschchen jede Nacht :-(. Sie hat seit Ihrer Geburt erst 5 Nächte durchgeschlafen.

Sie schläft bei uns im Bett, weil es für alle Beteiligten so am "bequemsten" ist...
Sie träumt auch immer sehr viel, und sucht ständig Körperkontakt.

Wir haben auch schon alles versucht.

Das Dümmste was wir gemacht haben war, die Milchfläschchen (1er) immer mehr zu verdünnen! Umso dünner die Milch wurde, desto öfter wurde sie wach und hat nach nem Fläschchen verlangt. Mit dieser Methode waren wir dann letzendlich bei 4 Fläschchen und unzähligem Aufwachen...

Wir waren auch schon bei ner Beratungsstelle, Kinderpsychologin, haben verschiedenste Schlafszenarien durch, verschiedenste Milchsorten, Getränke, Abendessen, etc.

Anscheinend muss man echt warten bis es sich von alleine gibt :-(

Vielleicht kommt ja noch der ultimative Tip.... Ich warte auch noch drauf

Viel Glück!

Beitrag von kolbo-sauri 02.05.11 - 12:21 Uhr

Ach, was ich noch sagen wollte:

Wir waren auch schon 2 mal zur Kontrolle beim Zahnarzt. Alles absolut top!

Das beruhigt mich schon ein bisschen!

Beitrag von emeri 02.05.11 - 13:48 Uhr

hey,

wie du ja schon an den antworten siehst: ein "genau so ist es richtig" gibt es nicht. die meinungen erstrecken sich von "ist eine doofe angewohnheit" bis "wenn sie es braucht, dann gib sie ihr".

ich kann nur aus meiner erfahrung sprechen (ob diese richtig oder falsch ist, weiß ich nicht). mein großer (26 monate) trinkt auch noch bis zu drei flaschen in der nacht. er wird wach, weint, bittet um milch, trinkt, dreht sich weg und schläft weiter. ich habe schon alles durch von milch verdünnen, wasser anbieten, streicheln bis er wieder einschläft,...

er isst tagsüber genügend, bekommt auch noch ausreichend abendessen und dennoch verlangt er nachts nach seiner milch. er benutzt die flasche nicht als dauernuckel und trinkt tagsüber nur wasser. sorgen um seine zähne mache ich mir deswegen nicht. ich denke, es wird sich schon irgendwann von selbst erledigen.

lg

Beitrag von trinchen.h 03.05.11 - 06:57 Uhr

Vielen lieben Dank für eure Erfahrungen.

Das es den ultimativen Tip nicht gibt habe ich schon befürchtet, aber eure Erfahrungen bringen mich auch schon weiter.

Aber wenn ich dran denke, dass ich die nächsten 6 Monate Nachts noch mehrere Flaschen machen muss, oje. Ich kann dann immer so schlecht wieder einschlafen. (Vielleicht brauch ich auch eine Nachtflasche *grins*)

Würde mich über weitere Meinungen und Erfahrungen freuen.

Die Nacht waren es wieder 4 Stück.:-(

Liebe Grüße
Trinchen