Ich weiß nicht mehr weiter

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von jiminy87 02.05.11 - 14:04 Uhr

Hallo ihr lieben,

ich weiß nicht mehr was ich machen soll.
Meine Eltern haben sich vor ca. 6 Jahren getrennt, meine Mama ist aus dem Familienhaus ausgezogen und hat nur eine Waschmaschine mit genommen mit dem Wissen, das in 2 Wochen eine neue geliefert wird.

Mein Papa ist in dem Haus geblieben, er hat den Kredit weiterhin alleine weiter bezahlt (meine Mama hat keinerlei Ansprüche gestellt und bis jetzt auch nichts bekommen außer eben die Waschmaschine). Jetzt ist es so, das er Krank ist und nicht mehr weiter arbeiten gehen kann. Er kann also das Haus nicht weiter finanzieren.

Also haben mein Mann und ich angeboten in das Haus einzuziehen und die monatlichen Raten zu bezahlen (mein Papa wohnt mittlerweile bei seiner Freundin). Das war auch bis Freitag alles abgemachte Sache. Wir haben uns schon eine neue Küche gekauft, haben schon einige Räume renoviert usw., also viel Geld in das HAus gesteckt.

Am Freitag hat mich meine Mama angerufen und mir mitgeteilt das sie vom Oberlandgericht einen Brief bekommen hat in dem steht, das mein Papa schon mehrere Zahlungen ausfallen lassen hat und das wenn er und meine Mama (sie steht noch mit im Grundbuch, weil sie noch nicht offiziell geschieden sind) nicht bis Samstag 30.000€ bezahlen das Haus zwangsversteigert wird. Sie haben meiner Mutter mit Lohnpfändung usw. gedroht. So das war ertsmal ein Schock, weil keiner etwas um diese schlechte finanzielle Situation wusste.

Ich habe meinen Papa noch am selben Tag darauf angesprochen und er meinte, das schon alles geklärt wäre und wir ohne bedenken dort einziehen könnten. Diese Unterredung ist nur unter unseren vier Augen in einem ruhigen Ton besprochen worden.
Am Samstag hat er mich angerufen und mit mir geschimpft das er es nicht in Ordnung fand was wir am Freitag mit ihm "abgezogen" hätten. Er meinte ich hätte hin gehen sollen und ihm sagen, das ich mit ihm "alleine" reden möchte (HALLO?! das habe ich gemacht, es war bei diesem Gespräch NIEMAND anwesebd außer mein PApa und ich!!!) dann meinte er das er es nicht in Ordnung fand das ich ihm uterstellt hätte er würde uns ins offene Messer laufen lassen und ob ich wirklich so wenig Vetrauen in ihn hätte (das Problem an der Sache ist das mein Papa schon sehr oft wegen sehr banalen Sachen gelogen hat, und ich nicht mehr weiß was ich ihm noch glauben kann und was nicht). Ich war entsetzt als er mir das gesagt hat denn ich habe ihm NICHTS unterstellt ich habe mich ganz normal und nett mit ihm unterhalten.

So, wenn wir dort einziehen, müssen wir an eine Bank 400,-€monatlich bezahlen. Das ist auch nicht das Problem. Das Problem ist das die andere Bank die den Antrag auf Zwangsversteigerung gestellt hat monatlich 200,-€ verlangt. Die bezahlt mein Papa weiter. Mein Papa hat das jetzt so mit dieser Bank geklärt, das sie diesen Antrag fallen lässt, ABER wenn er einmal die Zahlung nicht tätigt ist das Haus sofort ohne Vorwarnung weg. Ich habe jetzt Angst das er irgendwann wieder nicht bezahlen kann,und wir bis dann jede menge Geld in das Haus reininvestiert haben und plötzlich aus dem Haus raus müssen, mit leeren Händen und Schulden da stehen.

Wenn ich aber jetzt sage das ich das Haus nicht mehr möchte, dann weiß ich das seine Freundin so dahinter stacheln wird, das mein Papa und ich im Streit auseinander gehen werden.

Eine tolle Wahl habe ich. Entweder ich verschulde mich, auf die Gefahr hin irgendwann mit leeren Händen, ohne Haus und mit Schulden, mit meiner Familie auf der Straße zu stehen, oder ich sage alles ab, auf die Gefahr hin meinen PApa zu verlieren. Ich weiß nicht mehr weiter.
Am liebsten würde ich mich mit meiner kleinen in einen Zug setzten und auf nimmer Wiedersehen irgendwohin fahren.

sorry für das #bla, aber ich weiß nicht mehr weiter

vlg

Beitrag von jujo79 02.05.11 - 14:10 Uhr

Hallo!
Ich denke, ich würde mir in deiner Situation die nötige Beratung holen und zu einem Notar und Anwalt gehen. Der kann dich am besten darüber informieren und danach weißt du bescheid. Am besten wäre es natürlich, wenn dein Vater bereit ist, mitzukommen.
Grüße JUJO

Beitrag von greeneyes 02.05.11 - 17:24 Uhr

Dem stimme ich auch zu!! Gehe zum Anwalt der sich damit auskennt und lasse dich umfassend beraten!

LG

Beitrag von ciara_78 02.05.11 - 14:16 Uhr

Warum geht ihr nicht gemeinsam mit deinem Vater zu den Banken und klaert alles so, das euch nichts mehr passieren kann?

600,- Euro im Monat finde ich für ein Haus jetzt nicht so viel. Darauf vertrauen dass dein Vater die 200,- Euro jeden Monat zahlt wuerde ich aber nicht. Ich wuerde eine zufriedenstellende Regelung für alle Beteiligten suchen und das geht nur, wenn ihr alle gemeinsam zu den Banken geht.

LG, Ciara

Beitrag von juju0980 02.05.11 - 14:36 Uhr

Das würde ich auch machen. Mit allen Beteiligten (und da gehören auch die Banken dazu) eine Regelung finden. 600 € sind mehr als ok.

Wenns an den 200 € hängt, dann soll Dein Vater die 200 € an Euch überweisen (nachdem ihr das mit den Banken geklärt und SCHRIFTLICH festgehalten habt) und ihr überweist das Geld an die Banken.

Beitrag von zahnweh 02.05.11 - 16:57 Uhr

"Wenns an den 200 € hängt, dann soll Dein Vater die 200 € an Euch überweisen (nachdem ihr das mit den Banken geklärt und SCHRIFTLICH festgehalten habt) und ihr überweist das Geld an die Banken. "

das war auch mein erster Gedanke.

Beitrag von twins 02.05.11 - 16:56 Uhr

Hi,
entweder lasst Ihr alles über einen Anwalt laufen, auch die Übertragung des Hauses oder ihr steht irgendwann im Streit gegenüber und zieht den kürzeren. Das Haus gehört immer noch den Eltern, egal, was ihr zahlen wird in Zukunft.

Ich würde mit den Vater sprechen, das ihr die 30.000 Euro übernimmt + weitere Zahlung und das das Haus dann Euch gehört, vielleicht noch weitere Zahlungen an den Vater, da das Haus sicherlich mehr wert ist.

Also nur 400,00 Eurp zahlen und der Vater, der eh nicht mehr drin wohnt soll 200,00 zahlen?! Das geht doch "never ever" gut!

Entweder ihr übernimmt das Haus komplett oder zahlt Miete und das mit Vertrag, etc.

Grüße
Lisa

Beitrag von bi_di 02.05.11 - 19:50 Uhr

Ihr macht ja ein schönes Kuddelmuddel.
Im Grunde genommen gibt es zwei saubere Varianten:

- Mietvertrag. Ihr zahlt Miete an Deinen Vater, er kann davon seine Verbindlichkeiten begleichen. Hat für Euch den Vorteil der Rechtssicherheit: Selbst wenn Dein Vater die Kredite nicht bedient und es zur Zwangsversteigerung kommt, habt Ihr noch den Mietvertrag, den der neue Besitzer (erstmal) übernehmen muss.

- Ihr kauft Deinem Vater das Haus ab. Richtig mit Notar und Eintrag im Grundbuch. Das wäre übrigens auch die einzige Konstellation, mit der ich viel Geld in eine Immobilie investieren würde. Alles andere wäre mir zu unsicher.

Grüsse
BiDi

Beitrag von mauseannie 02.05.11 - 20:26 Uhr

Bezahlt die 200 Euro selbst und lasst Deinen Vater es statt an die Bank an Euch bezahlen. Problem geloest.

Beitrag von maschm2579 02.05.11 - 20:28 Uhr

Hallo,

ich würden den zuständigen von der Bank anrufen und ihm sagen das wenn die Zahlungen ausbleiben er sich bitte umgehend an Dich wenden möchte. Oder Ihr zahlt gleich die 600 Euro - ist ja auch echt wenig für ein Haus.

Ansonsten sollen Deine Eltern Euch das Haus überschreiben und Ihr zahlt die Kredite selber ab, dafür gehört das Haus dann Euch.

lg

Beitrag von berry26 03.05.11 - 11:13 Uhr

Hi,

ich sehe das wie die anderen.

Entweder macht ihr einen sauberen Mietvertrag und besprecht mit den Banken das ihr diese Miete direkt an sie abtretet (also das Geld nicht über deinen Vater läuft!)

oder

Ihr kauft das Haus bzw. lässt es dir überschreiben und kannst dann tun und lassen was du willst.

Egal wie... Diese Wischi-Waschi-Verabredung die ihr da treffen wollt, ist absoluter Schwachsinn! Nichts ist genau geregelt und wenn etwas schief läuft, seid ihr die Blöden.

LG

Judith