Ist das das Ende?

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von viofemme 02.05.11 - 14:14 Uhr

Und mal wieder eine Frage an die erfahrenen Stillmütter...
Mein Sohn ist nun gute 14 Monate alt und wird noch gestillt. Aber irgendwie bekomme ich mehr und mehr das Gefühl, dass er eigentlich nicht mehr recht will. Schon seit mehreren Monaten braucht er tagsüber meine Brust gar nicht mehr. Ich habe sie ihm zwar anfangs noch „ungefragt“ angeboten, aber mehr als ein sehr kurzes Nuckeln war nicht drin. Einschlafenstillen war irgendwann auch vorbei. Nach seinem Mittag- und Abendessen war er wohn satt genug und wollte nicht mehr an die Brust, sodass wir andere Wege zum Schlafen finden mussten.
Seit etwa zwei Monaten will er auch nachts nicht mehr gestillt werden. Er schläft zwar nicht immer durch, aber anstatt zu trinken, will er nachts wenn er wach wird lieber erzählen und mit spielen. Ich habe immer wieder versucht, ihn wie früher im Halbschlaf zu stillen, um dann nach kurzer Zeit weiter schlafen aber mitunter hatte er dann meine Brustwarze einfach im Mund, ohne zu saugen und hat mich völlig verständnislos angeschaut. ;-)
So blieb uns nur noch das morgendliche „Aufwachstillen“. Mehr und mehr wird dieses aber auch zum Kampf. Mein Sohn nuckelt kurz – keine Ahnung, ob er dabei überhaupt richtig trinkt – und setzt sich hin, krabbelt durchs Bett, macht Licht an und aus, spielt mit dem Wecker.... Ich hole ihn zurück – das gleiche Spiel. Gut, ab und an trinkt er wieder richtig schön und lange. Aber das wird immer mehr zur Ausnahme. Dabei ist es völlig gleich, ob ich ihn im Dunkeln oder Hellen stille. Er scheint auch direkt nach dem Aufwachen keine Ruhe mehr dafür zu haben und auch im Dunkeln weiß er mittlerweile genau, wo die spannenden Sachen stehen. (Und nun kann er auch noch Licht selbst an und aus schalten,... L)
Ich möchte einerseits aber aus gesundheitlichen Gründen eigentlich auch das zweite Lebensjahr noch weiter stillen. Er wird nun doch erst recht mit diversen Allergenen, Bakterien, Viren, Krankheitserregern konfrontiert und er braucht ja auch noch einiges an Milch. Soll ich denn jetzt noch auf Pre-Milch umsteigen? Hey, ich habe doch die beste Milch dabei! Kuhmilch bekommt er abends in seinen Brei und diese Menge möchte ich noch nicht erhöhen.
Und noch was, das ist jetzt aber schon eher ein SILOPO: Ich vermisse den kleinen Kerl, der so gierig und fleißig an meiner Brust getrunken hat, der selig geschmatzt hat und mir deutlich gezeigt hat, wie sehr er es genießt und braucht und der dann zufrieden eingeschlafen ist. Ach, das war im Nachhinein betrachtet wundervoll... Na gut, diese Zeit ist wohl vorbei und das ist ja auch nicht mein eigentliches Problem, aber sicher geht es vielen Stillmüttern so? (Hey, ich kann nicht loslassen... ;-))

Dass er sich jetzt schon von alleine abstillt, halte ich eher für ungewöhnlich, andererseits kann und will ich ihn auch nicht „Zwangsstillen“. Also: Stillt er sich wirklich gerade schon selber ab oder deute ich die Zeichen falsch? Sollte ich ihm dann noch zusätzlich Pre-Milch geben, um seinen Milchbedarf zu decken?
Am liebsten wäre es mir natürlich, ihr hättet Tipps, wie ich unsere Stillzeit noch deutlich länger gestalten kann.

Beitrag von nsd 02.05.11 - 14:56 Uhr

Meine Hebi hat mir gesagt, dass die Kleinen 200ml Milch brauchen. Das kann auch über Kuhmilch sein. Ich würde ihn nicht zwingen.

Beitrag von flammerie07 02.05.11 - 15:29 Uhr

dein beitrag hätte von mir stammen können. mein sohn hat sich auch mit 13 monatn nachts abgestillt. er wollte infach nicht mehr. er wolllte ab da nachts nur noch kuscheln und dann bei mama weiterschlafen...

war so traurig, aber ich hab mich dran gewöhnt ;-)

LG
flammerie07

Beitrag von schnuffel0101 02.05.11 - 20:12 Uhr

Warum sollte sich ein Kind in dem Alter nicht selber abstillen? Bin zwar keine Stillmama, aber für mich hört sich das ganz danach an.

Beitrag von viofemme 02.05.11 - 22:23 Uhr

Das durchschnittliche Alter, in dem sich Kinder selber freiwillig abstillen, liegt deutlich höher. Natürlich gibt es statistische Ausreißer nach oben und unten. Aber Johannes war ein Beikostspätstarter. Richtig angefangen haben wir erst mit sieben Monaten und es hat ewig gedauert, bis die erste Mahlzeit ersetzt war. Daher fände ich es irgendwie seltsam, dass er ausgerechnet jetzt zu den schnelleren gehören soll.

Beitrag von schnuffel0101 03.05.11 - 14:41 Uhr

Warum nicht? Bei Kindern kann sich alles so schnell ändern.

Beitrag von viofemme 03.05.11 - 15:37 Uhr

Ich fürchte, du könntest recht haben...

Beitrag von schnuffel0101 03.05.11 - 17:56 Uhr

Warum fürchtest Du? Er ist 14 Monate, da kann er doch locker vom Familientisch mitessen. Sei doch froh, dass er jetzt einen weiteren Schritt in seiner Entwicklung macht. Meiner ist jetzt 18 Monate und war immer ein Flaschenkind. Manchmal denke ich auch, meine Güte wo ist mein kleines Baby hin aber im nächsten Moment freue ich mich schon wieder viel mehr über seine neuen Fortschritte.

Beitrag von thalia.81 02.05.11 - 21:21 Uhr

Hallo du,

da ich erst seit 8 Monaten stille, bin ich in der Hinsicht keine erfahrene Stillmama und kann dir überhaupt nicht helfen. Aber was du schreibst, davor habe ich jetzt schon Angst. Irgendwie klingt es so, wie ich mir das Abstillen vorstelle.

Diesen Absatz hast du so schön geschrieben und ich mag mir noch gar nicht vorstellen, dass mein Kleiner das mal nicht mehr macht #heul

"Und noch was, das ist jetzt aber schon eher ein SILOPO: Ich vermisse den kleinen Kerl, der so gierig und fleißig an meiner Brust getrunken hat, der selig geschmatzt hat und mir deutlich gezeigt hat, wie sehr er es genießt und braucht und der dann zufrieden eingeschlafen ist. Ach, das war im Nachhinein betrachtet wundervoll... Na gut, diese Zeit ist wohl vorbei und das ist ja auch nicht mein eigentliches Problem, aber sicher geht es vielen Stillmüttern so? (Hey, ich kann nicht loslassen... )"

Auch ohne Hilfe, ganz liebe Grüße und ich wünsche dir, dass er doch noch eine Weile stillen möchte #herzlich

Thalia

Beitrag von viofemme 02.05.11 - 22:30 Uhr

Danke! Ihr habt ja sicher noch eine lange Stilzeit vor euch. Genieße sie! Ich hätte nie gedacht, dass ich mal sowas schreiben würde, nachdem ich die ersten Wochen echt unter blutigen Bruswarzen und Dauerstillen gelitten habe und nich vor einigen Jahren hätte ich mit gar nicht vorstellen können, überhaupt zu stillen.
Aber ich bleibe dran: Ich habe schon eine Mail an die LaLecheLiga geschrieben - mal sehen, was dabei raus kommt.
Wenn es das Ende ist, dann ist das eben so. Ich habe halt nur Angst, irgendwas falsch zu interpretieren und so lange ich mir nicht absolut sicher bin, würde es mir wohl ziemlich lange sehr leid tun, nicht doch alles versucht zu haben.

Beitrag von hella10 02.05.11 - 22:30 Uhr

Oh weh, mein Kleiner ist erst sieben Monate und auch ich habe Angst vor dieser Zeit. Immer diese Abschiede......ich werde bestimmt auch nicht loslassen können.
Vielleicht stillt er sich ja nicht endgültig ab? Vielleicht ist es jetzt eine Phase, in der er weniger stillen möchte, weil es so viel zu entdecken gibt? Und er wird aber trotzdem noch regelmäßig genug weiter stillen.
Hm, ich hoffe es für Dich.
LG und berichte mal, wenn Du Lust hast, es würde mich interessieren.

Beitrag von viofemme 02.05.11 - 22:37 Uhr

Und es werden noch so viele Abschiede auf uns zu kommen... Aber ihr habt noch Zeit! Dass, was du schreibst, ist auch meine Hoffnung.

Beitrag von sarahjane 02.05.11 - 22:49 Uhr

Ein Kleinkind im Alter Deines Kindes braucht noch 250 bis 300 ml Milch(produkte) am Tag. Bei einem gesunden Kind, das nicht unter einer Laktoseintoleranz oder (Kuh)milcheiweißallergie leidet, ist es egal, ob dies über Kuhvollmilch, Premilch oder Frauenmilch gedeckt wird.

Wobei ein gesundes Kind ab 1 Jahr ganz normale Kuhvollmilch(produkte) verzehren kann und weder Frauen-, noch Premilch wirklich braucht.

Nichtsdestotrotz kann man auch Einjährigen noch Frauen- und/oder Premilch anbieten, wenn die Kinder dies (noch) annehmen.

An die Brust zwingen solltest Du das Kind nicht. Es gehört zur natürlichen Entwicklung eines Kindes, sich von Brust/Fläschchen zu entwöhnen. Das sollte man akzeptieren und sich darüber freuen, dass die Kleinen groß, älter und selbstständiger werden.

Kuscheln kann man auch ausgiebig, wenn man das Kind nicht an Brust/Fläschchen saugt.

Wenn Dir irgendwas an Nähe fehlen sollte, aktiviere Deinen Partner.

Zitat: "Er wird nun doch erst recht mit diversen Allergenen, Bakterien, Viren, Krankheitserregern konfrontiert und er braucht ja auch noch einiges an Milch."

Dir ist aber schon klar, dass Frauenmilch ihn davor (wenn überhaupt) nur wenig schützen kann?

Beitrag von viofemme 02.05.11 - 23:04 Uhr

Deine Antwort hat mir gerade noch gefehlt und ich weiß, dass es eigentlich wenig sinnvoll ist, dir überhaupt zu antworten. Leider bist du ja ohnehin nicht in der Lage, dich einer Diskussion zu stellen.

Ich weiß nicht, ob du meinen Beitrag überhaupt gelesewn hast bzw. wie es mit deiner Lesekompetenz aussieht. Aber es geht mir nicht ums Kuscheln oder Nähe und dass du mein Bedauern, dass Stillen nicht mehr wie früher ist, darauf zurück führst, zeigt nur, dass du sicher niemals gestillt hast.
Ansonsten kann ich dich beruhigen, mein Partner war niemals deaktiviert (und das, obwohl er Beamter ist... )

Was deine letzten Absätze angeht, so bist du überraschenderweise falsch informiert oder betreibst bewusste Fehlinformation. Sicherlich hast du gestern in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung nicht den Artikel im Wissenschaftsteil übers Stillen, u.a.über speziellen Zuckermoleküle der "Frauenmilch" gelesen, an deren Nachbildung auch deine Säuglingsnahrungsindustrie ein großes Interesse hat. Diese werden in direkte Verbindung mit nachgewisenen höheren Immunschutz gestillter Kinder gebracht, wobei man eben nach wie vor fieberhaft daran forscht.
Und man kann ja auch gerne über Quellen streiten, doch gerade die Frankfurter Allgemeine steht wohl nicht in Verdacht, das Zentralorgan der dogmatischen Ökomutti zu sein.

Eigentlich ist es mir wurscht, was du denkst und schreibst. Aber auf die Gefahr hin, dass eben andere deine Ausführungen glauben könnten, finde ich es doch wichtig, dir zu antworten und deine Aussagen zu relativieren.

Beitrag von hoffnung2010 03.05.11 - 13:23 Uhr

Mehr is dem nicht hinzuzufügen!!!!

Da labert doch jemand sch... Am laufenden Band - und dann immer diese abenteuerlichen nicknamen #augen

Angebl hat sie ja auch mal gestillt, entweder den Luca oder den Hartmut, keine Ahnung ;-)

Lg