Babys ohne jeglichen Rhythmus/ Gewohnheiten - was wurde draus?

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von nele27 02.05.11 - 14:54 Uhr

Moin Ihr Lieben,

wer hat ein Kleinkind, das als Baby keinerlei Rhythmus/Gewohnheiten hatte??

Unsere Alma ist 5 Monate und ich glaube nicht mehr, dass sie noch irgendeinen Rhythmus entwickelt #schwitz Jeder Tag ist eine Überraschung. Sie hat weder feste Zeiten, zu denen sie müde ist, noch irgendwelche festen Vorlieben. Mal mag sie dies, mal das: Auf dem Schoß sitzen oder doch lieber in Liegeposition, stillen zum Einschlafen oder doch den Schnuller oder Händchenhalten, auf dem Bauch liegen ist manchmal ganz toll und manchmal schreit sie wie sonstwas.
Es ist ein ewiges Rumprobieren.

Jetzt würde mich mal interessieren, wie es bei solchen Babys später weitergeht? Gibts auch Kleinkinder ganz ohne Gewohnheiten? Oder entwickelt sich das dann halt später?

Unser Großer hatte von Anfang an seine festen Zeiten für alles mögliche und war viel leichter berechenbar. Bei der Kurzen rätseln wir oft...

LG, Nele

Beitrag von schullek 02.05.11 - 16:35 Uhr

hallo,

meiner war so ähnlich. er hat zudem noch wenig geschlafen, tagsüber sowieso und dann auch nur so 20minutennickerchen. und auch nie zur selbern zeit. irgendwann gabs ne grobe richtung, aber nie so, dass ich sagen konnte: um 12 ist mittagschlaf.
er hat sich sehr gut entwickelt. war sehr früh dran mit allem. mit 7 monaten krabbeln, mit 11 laufen udn mit 1,5 in ganzen sätzen reden. ich hatte immer das gefühl, er will mehr, als er kann udn ist deswegen frustriert. hatte er dann endlich den entwicklungsschritt gepackt war er zusehends ausgeglichener.

er ist heute noch kein kind, dass seinen bestimmten rhythmus ganz streng braucht. bei ihm ist es egal, ob wir um 18.00, 18.30 oder 19.00 uhr abendessen. wichtig ist, dass er satt wird:-)
ebenso beim schlafen. klar, er ist jetzt 5 und mit kiga etc. ist der tagesablauf automatisch geregelter. aber wir können mit ihm auch laaange auf feiern verweilen und ihm machts nichts aus. er holt den schlaf dann die nach. hat also auch seine vorteile mit diesen kindern, wenn sie älter werden.

ich habe früher auch die mütter beneidet, die so nen verlässlichen rhtyhmus hatten. aber ab dem kleinkindalter fand ich es sehr positiv, wie es bei uns lief.

lg

Beitrag von nele27 02.05.11 - 17:06 Uhr

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ich hatte immer das gefühl, er will mehr, als er kann udn ist deswegen frustriert. hatte er dann endlich den entwicklungsschritt gepackt war er zusehends ausgeglichener.
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Genau DAS ist Alma ... zurzeit versucht sie sich z.B. schon im Robben (mit mäßigem Erfolg) und ist total enttäuscht, wenn ihr nach 1 Meter die Puste ausgeht. Seit sie das erste Mal gerobbt ist, ist sie mies drauf (seit 6 Tagen #schwitz).

Wir waren nie Ritualfanatiker - ich habe mit Anton sogar mal einen Nachtbus von Hamburg nach Frankfurt genommen und all sowas, was andere nie tun würden. Also nie Bettgehzeiten etc. beachtet. Trotzdem ist Anton ein kleiner Spießer geworden, während Alma keinerlei Rhythmus hat, obwohl es heute bei uns viel geregelter zugeht (schon allein durch den Großen). Komisch, nicht wahr?

Beitrag von chickhicks 02.05.11 - 17:20 Uhr

da sieht man mal wieder, wie unterschiedlich kinder sein können. ist für euch sicher ne umgewöhnung, nachdem ihr so ein rhythmuskind zuerst hattet. ich kenn es ja nur so und war und bin manchmal echt überrascht, wie es bei anderen kindern läuft.
meine kiä hat mir mal, nachdem ich völlig übernächtigt bei ihr saß, gesagt, dass solche kinder einem später mal keine probleme machen,. sie sind meist superfit in der schule, lernen schnell, immer wissbegierig...
bis jetzt scheint sich das ganze zu bewahrheiten. meiner ist ständig am denken udn tun, weiß viel etc.

als er kleiner war, war seine laune tatsächlich auch von entwicklungsschritten abhängig. er wollte bspw. NIE liegen. erst als er was greifen konnte und sich im liegen beschäftigen konnte gings. dann gings ans krabbeln, laufen etc. und erst als er sich im buggy beschäftigen konnte und nicht nur untätig rumsitzen musste, war er auch da zufrieden.
war schon sehr anstrengnd mit ihm teilweise. aber wie gesagt, heute daf+r um so entspannter.

lg

Beitrag von smurfine 02.05.11 - 20:50 Uhr

Klingt etwas nach meiner Tochter. Wobei mich die zudem ein knappes Jahr angeschrien hat...
Heute ist sie 21 Monate, geht seit heute in den Kindergarten, schläft pünktlich um 12:30 Uhr und 20:00 Uhr ein und neuerdings auch durch. Ein pflegeleichtes Kind, überall gerne gesehen. Vermutlich ausgleichende Gerechtigkeit für das erste Jahr #freu.

Einfach aussitzen. Bei uns kamen die ersten festen Zeiten mit 9 Monaten, relativ zeitgleich mit dem Abstillen. Ab da ging sie Vormittag um halbzehn und Nachmittag um zwei schlafen. Abends war immer etwas formabhängig.


Liebe Grüße,
FINA

Beitrag von nele27 03.05.11 - 09:08 Uhr

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Einfach aussitzen
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Ja, das sowieso :-)
Es stört mich auch nicht, bin auch kein Ritualmensch - ist nur blöd, wenn man immer wieder aufs Neue raten muss, ob sie nun müde ist, Hunger hat oder was anderes will. Komm mir vor wie beim ersten Kind #schwitz

Beitrag von hedda.gabler 02.05.11 - 21:31 Uhr

Hallo.

Ich habe es mir in den ersten 15 Monaten, in denen ich non stop mit meiner Tochter zusammen war, leicht gemacht ... ich habe mich komplett auf sie eingestellt (das ist bei Dir natürlich etwas schwieriger, weil Du noch ein Kind hast) ...

... Hunger, egal wann, es wurde angedockt .... schlafen, wann und wo sie wollte (Bett, Sofa, Laufstall, Kinderwagen ... egal ... es gab Phasen, da wollte sie abends partout erst einmal bei mir auf dem Sofa schlafen, auch gut) ...

... mit Einführung von Beikost gab es in etwa Essenszeiten ... aber auch erst einmal nicht wirklich, da sie das alles nicht mochte und wir mehr oder minder bis zum 10. Monat weiter voll gestillt haben und dann direkt an den Familientisch gewechselt sind. So gab es da einen Rhythmus.

Schlafen pendelte sich irgendwann ein ... ausschlafen ... Vormittagsschläfchen, Nachmittagsschläfchen und dann zu einer genehmen Zeit ins Bett, weiß gar nicht mehr wann das war.

Ab dem 15. Lebensmonat ging sie dann zur Tagesmutter, die als erstes mal den Mittagsschlaf nach hinten schob ...

... und so kam dann über den geregelten Tagesablauf bei der Tagesmutter und die Nachmittage dann mit mir ein ganz normaler Rhythmus, der bis heute gut läuft.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von nele27 03.05.11 - 09:13 Uhr

Moin,

von mir aus bräuchten wir auch keine festen Zeiten - ich bin nicht so ein Ritualmensch. Aber durch Anton ist der Tagesablauf schon ziemlich geregelt - von der Losgehzeit in die Kita bis hin zur Abendbrotszeit.

Klar, Alma wird da irgendwo mit reingeschoben und nach Bedarf rungetragen, gestillt etc. Aber es wundert mich, dass sie sich so gar keine Gewohnheiten zugelegt hat #kratz Anton lief damals wie ein Uhrwerk.

Ja, wahrscheinlich wird sie dann spätestens mit Beginn der Krippe einen Tagesablauf bekommen... also mit 14 Monaten.

LG, Nele