Ohren stechen

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Forum: Körper & Fitness

Sich in seinem Körper wohl zu fühlen und ihn schön zu finden, ist für fast jeden Menschen ein wichtiges Thema. Ob es um die richtige Diät und gemeinsames Abnehmen, Tattoos,  oder auch um Sport und Fitness geht, hier ist der richtige Platz dafür.

Beitrag von ttonjaa 02.05.11 - 19:21 Uhr

Hi Leute,

ich möchte gerne meine Ohren stechen lassen in Ingolstadt, wo wäre es am besten und nicht zu teuer. Wo und was kosten die midizinische Ohrringe. Könnt ihr mir bitte ein Rat geben?

Danke!

Beitrag von f.anni 02.05.11 - 19:31 Uhr

Hi!

Kenne mich in Ingolstadt überhaupt nicht aus... aber ich kann dir nur den Tipp geben: geh in ein vernünftiges Piercingstudio und NICHT zum Juwelier!! Im Piercingstudio werden die Ohrringe gestochen und beim Juwelier geschossen. Das Stechen ist wesentlich gesünder!!!

LG

Beitrag von mama2012 02.05.11 - 19:59 Uhr

hallo,

wir kommen nicht aus deiner gegend aber ich kann dir von unserer tochter berichten. letzte woche dienstag war ich mit ihr beim juwelier. dort hat sie ihre ohrlöcher gestochen bekommen. sie konnte sich aus verschiedenen ohringen welche aussuchen. preise waren für die einen 25 und für andere 27 euro (inkl. stechen).
ich kenn es von mir noch das es mit einer art pistole gestochen wurde. das ist jetzt aber nicht mehr so. ist so eine art tacker...macht keine geräusche, ist schonender und tut so gut wie nicht weh ;-)

lg
mama2012

Beitrag von tauchmaus01 02.05.11 - 20:09 Uhr

Du hast vergessen zu erwähnen dass ein Juwelier zwar schießen kann, aber keinerlei Ahnung ´haben wird von den Akupressurpunkten im Ohr die er NICHt treffen darf.
Bei der Aufklärung heutzutage frage ich mich echt, warum man immer noch den Weg zum Juwelier macht zum Ohren schießen statt zum Piercer der mehr Ahnung hat und das professionell macht.
Meine Kinder dürfen gerne Ohrringe haben, aber nur von einem Piercer und ich bis jetzt schreckt sie das so ab dass sie es lassen#schein

Beitrag von koji 02.05.11 - 21:24 Uhr

Es ist dasselbe Prinzip wie mit der Pistole, da ist nichts schonender und professionell gestochen auch nicht. Siehe meinen Beitrag unten.

Beitrag von tauchmaus01 02.05.11 - 21:42 Uhr

Na, dann weißt Du ja auch dass man wohl das Innenleben einer Ohrlochpistole nicht reinigen und desinfizieren kann. Das widerum bedeutet dass die Gefahr der Infektion mit bestimmten Erkrankungen nicht ausgeschlossen werden kann.
Das Gewebe im Ohr wird durch den schnellen Schuss zerfetzt (auch wenn nicht sichtbar).

Beim Piercen hat man Einmalkanülen und arbeitet steril. Die Nadel wird langsamer durchgeschoben und es gibt einen Kanal durch den dann der Ohrstecker geführt wird.

Die Stecker beim Juwelier sind nicht so lang, so gibt es bei einer Schwellung dann doch eher mal Probleme.

Auch beschäftigen sich Piercer eher mit Akupunkturpunkten als ein Juwelier der einfach nur den Service des Ohrlochschießens anbietet.

Aber gut dass Du es besser weißt....

Beitrag von tauchmaus01 02.05.11 - 21:43 Uhr

Häh?

Entschuldige...irgendwie bin ich heute einfach nicht zurechnungsfähig. Vergiss meinen Beitrag einfach....#schwitz

Beitrag von koji 02.05.11 - 21:51 Uhr

Oh, du hast gedacht, dass ich deinen Beitrag kritisiert habe? Nein, nein. Aber gut, dass wir derselben Meinung sind. ;-)

Beitrag von tauchmaus01 02.05.11 - 22:06 Uhr

Ja, ich gebe es zu......#hicks aber Du meinst ja den Tacker, oder?
Ich versteh es auch nicht......kann man sich ja denken wenn man das Teil nur sieht dass es nicht so sauber ist wie eine Einmalkanüle.

Ich habe meinen Kindern erklärt warum es keine Ohrringe beim Juwelier gibt und ihnen gesagt, dass ich wenn sie wollen sofort bereit bin mit ihnen zum Piercer zu gehen. Dann hab ich ihnen erklärt wie der Piercer das machen würde............und welch Zufall.....meine Kinder haben es gar nicht mehr so eilig Ohrringe zu bekommen.

ALlein auch nur das geringste Risiko einzugehen, meinen Kindern durch den "SChuss" ein Leben lang vielleicht irgendein Leiden anzutun......ich könnte das jedenfalls nicht verantworten.
Vielleicht wurde echt einer vorher geschossen der Aids hatte....nun klebt da ein nicht sichtbares Stück seines Ohrgewebes an dem Teil, dann wird eines meiner Kinder damit "geschossen" und infiziert sich...

Aber daran denken die Mamas ja nicht, da geht es eher darum dass das Kind entweder süß ausschaut oder seinen Willen bekommt und ausserdem ist da noch die Sache mit dem Ziegel der einem auf den Kopf fallen könnte;-)


Mona

Beitrag von koji 02.05.11 - 22:22 Uhr

Stimme dir absolut zu! Natürlich, Hunderte vorher ging es gut, aber es ist ein Risiko, dass einfach zu vermeiden ist.

Ohrringe sind ein Schmuckstück, keine medizinische oder ästhetische Notwendigkeit. Keine Ohrringe beeinträchtigen nicht das normale Leben oder ähnliches.

Ich habe keine Kinder, aber ich kann mir auch nicht vorstellen, dass 5-jährige eine Idee von den Schmerzen haben, wenn sie Ohrringe möchten oder auch die Zeit, nachdem sie gestochen wurden. Ausserdem ist es mir wichtig, dass das Kind alt und reif genug ist, um sich selber um die Wunde zu kümmern - sie also selber säubern, desinfizieren und bei einer Entzündung, Auswuchs oder Allergie auch selbstständig Bescheid sagen, respektive zum Piercer gehen und sich professionelle Hilfe holen. Das hat auch mit dem Bewusstsein für den eigenen Körper zu tun. Dazu kommt, dass viele Piercer oft ein bisschen einschüchtern sind, was auch wichtig ist, weil vorlaute Teenager, die mal eben sich kurz was stechen lassen wollen, weil es cool ist, eingeschüchtert werden. Mein Kind muss also überzeugt sein und die Wünsche auch kommunizieren können und die Risiken verstehen.

Beitrag von koji 02.05.11 - 21:22 Uhr

Bitte lies dir meinen Beitrag ganz durch, denn anscheinend bist du nicht ganz aufgeklärt, was Piercings angeht.
Ich hatte Piercings in zweistelliger Anzahl, viele davon im Gesicht, an empfindlichen Stellen und nie ein Problem gehabt, während meine Ohrlöcher, die ich damals noch beim Juwelier machen liess, teilweise entzündet waren.

Ich finde es mittlerweile auch unverantwortlich den eigenen Kinder beim Juwelier die Ohren stechen zu lassen, auch wenn oberflächlich gesehen nichts passiert. Obwohl ich mit 13 mein erstes Nicht-Ohren-Piercing hatte und gleich darauf weitere Gesichtspiercings würde ich meinem Kind das nur erlauben, wenn sie es selber bezahlen und halt ab 16 Jahren, weil die meisten seriösen Piercer diese Alterslimite haben. Auch wenn es Ohrringe sind, man lebt nicht kürzer, ohne diese.
Ausserdem, wenn man die Ohrlöcher richtig gestochen hat, kann man auch gut mal ein halbes Jahr oder länger ohne Piercing herumlaufen, ohne das es zuwächst und eine Narbe gibt.

Und beim Piercer gibt es in der Regel keine Betäubung, aber es tut auch nicht so weh. Die unten stehenden Texte habe ich vor längerem Mal einer Freundin geschrieben, als sie sich informiert hat:

Piercen ist teurer, meiner ist ab 70€ aufwärts, allerdings hoher Standart, international bekannt, etc. pp. Gibt für Ohrlöcher sicher auch billigeres. (Allerdings gebe ich mich persönlich jetzt mit dem Studio zufrieden, als Stammgast gibt's ja auch Rabatt. Aber lieber ein wenig mehr zahlen, schliesslich fügst du deinem Körper medizinisch gesehen eine Wunde zu und die soll sauber sein.)

Aber definitiv piercen/ stechen lassen. Schiessen ist aus drei sehr guten Gründen eher nicht zu empfehlen:

1) Diese Maschine ist nicht sterilisierbar.
2) Das Gewebe wird zertrümmert/ zerdrückt, aber nicht sauber durchtrennt.
3) Der Schmuck ist nicht flexibel.

Zu 1):
Das ist natürlich ein Grund, denn im Gegensatz zum Piercen, wo jedes Mal neues Material (Nadel, Korken, Klemme, Schmuck etc. pp.) gebraucht wird, wandern die Maschinen von einem Ohr zum nächsten. Sie sind hübsche Überträger. Beim Piercen wird das Risiko auf ein Minimum gesenkt. (Wohlgemerkt, ich spreche von Studios, die sich an Hygienerichtlinien halten! Irgendwelche Hinterhöfe sind wieder ein anderes Thema.)

Zu 2):
Beim Piercen wird mit einer spitzen, sterilen Nadel das Gewebe durchstochen und dann der Schmuck durchgezogen.
Die Maschine drückt aber den meist eher stumpfen Schmuck durch das Gewebe durch. Dies wird dann sozusagen "zerstört" und bildet einen guten Nährboden für Keime. Es hat auch wieder damit zu tun, dass die Arbeit mit der Pistole nicht so sauber durchgeführt werden kann.
Während bei einer Maschine nach dem Schiessen die Stelle meist rot, geschwollen und heiss wird, passiert das beim Stechen eher nicht. (Ok, zumindest mir nicht.) Das ist ein deutliches Zeichen bei einer Entzündung.

Zu 3):
Während beim Stechen der Piercer den Körper vorher untersucht und abschätzen kann, wie der Schmuck liegen könnte, kann er dabei auch den Schmuck aussuchen. Oder dich halt wieder nach Hause schicken, wenn die Stelle anatomisch nicht möglich ist. Beim Piercer wird die Schwellung mit einbezogen, der Ersteinsatz ist grösser und aus bestimmten Material. Bei der Ohrlochpistole handelt es sich meist um dieselbe Länge und wenn die Körperstelle dann anschwillt, drückt der Schmuck von beiden Seiten auf die Wunde. Das irritiert und verzögert oder verhindert gar die Heilung.

Wenn du öfters Probleme hattest, dann würde ich einen Piercer aufsuchen und ihm das Problem schildern. Dann kann er dementsprechend rangehen.
Und es wird teurer, ja. Aber das sollte einem die Gesundheit wert sein.

Ausserdem, über Piercings beim Juwelier:

"Ein weiteres, grosses Problem ist, dass die Pistole nicht fachgerecht sterilisiert werden kann."

"Die herkömmliche Piercingpistole ist seit Herbst 2005, vom Bundesamt für Gesundheit auf eine Liste gesundheits-gefährdender Geräte aufgenommen worden. Somit ist es in der Schweiz nicht mehr erlaubt mit der herkömmlichen Piercingpistole zu piercen."

http://www.jammingpiercing.ch/infos/piercing-pistole.html

"Für gewöhnlich werden Sie überhaupt nicht gereinigt, oder mit Alkohol abgewischt, was aber im Vergleich zur Sterilisation, nicht alle Bakterien und Keime abtötet."

"Auch Pistolen mit Einweg Adapter können genommen werden, wobei hier zwar die Adapter jeweils neu sind, aber der Sprühnebel von Blutpartikeln weiterhin die "Pistole" benetzt. Somit bleibt ein solcher Schussapparat ein lebensgefährlicher Krankheitsüberträger. Die "schießende" Person trägt zudem oftmals nicht einmal Handschuhe, geschweige denn Mundschutz, und auch die Stelle, wo der Schmuck sitzen soll wird nicht richtig desinfiziert (Einwirkzeit je nach Desinfektionsmittel mind. 15 sek bis 1 min). "

http://www.sam-piercing.de/pages/piercing.html

Ich habe dieses in Ingolstadt gefunden und es macht einen wirklich guten Eindruck. Du musst dich auch wohl fühlen dort und wenn du selbstbewusst und sorgfältig überlegt dort auftrittst, sind sie auch sehr nett. http://www.cee-kay-art.de/

Beitrag von lilalaus2000 03.05.11 - 00:21 Uhr

Hallo
ich habe meiner Tochter die Ohren stechen lassen, und es war beim Arzt! Das war ein Internist und der hat gleich medizinische Stecker rein. Das kostete nur 15€ - alles zusammen!


Frage mal bei deinem Arzt nach, die machen es super und meist billiger als Juweliere oder Tattoo-Piercingstudios #pro

Beitrag von koji 03.05.11 - 00:56 Uhr

Du hast deiner 10 Monate alten Tochter die Ohren beim Arzt schiessen lassen? :-[
Warum fügt man einem Baby Schmerzen und die Risiken von Krankheitsübertragung und Infektionen zu?
Ist die Gesundheit deiner Tochter, wenn es schon Ohrlöcher sein müssen - nur 15 Euro wert?

Für den Preis hat er wahrscheinlich auch eine Pistole oder einen Tacker verwendet, oder?
Ein Arzt hat genauso wie Juweliere weder die Ausbildung, noch die tägliche Übung, so etwas sauber zu machen und dann bei Problemen noch zu behandeln.
Ausserdem, tauchmaus und ich versuchen gerade Unwissende aufzuklären, also fände ich es schön, wenn man das akzeptieren könnte und dann nicht unqualifizierte Aussagen macht, die exakt querschiessen.

Keine Piercings beim Juwelier oder Arzt! Du lässt dir auch keine gebrauchte Spritze von jemanden setzen, der nicht täglich in der Handhabung als Mediziner geübt ist, oder?

Beitrag von windsbraut69 03.05.11 - 07:07 Uhr

"noch die tägliche Übung, so etwas sauber zu machen und dann bei Problemen noch zu behandeln. "

Soso und wo laßt Ihr Euch behandeln, wenn der Piercer mit seinem Latein am Ende ist oder mit seinem Desinfektionsmittel?
Das Hygieneproblem ist nicht Dein Ernst - was glaubst Du denn, wie medizinische Geräte in Arztpraxen gereinigt werden?

Gruß,

W

Beitrag von koji 03.05.11 - 08:45 Uhr

Das mit dem Hygieneproblem ist mein Ernst, da du offensichtlich - sorry - den Punkt vermisst, dass es mir nicht um die Verfügbarkeit von Desinfektionsmittel geht, sondern um die Tatsache, dass ein Arzt mit einem Gerät schiesst - nicht sauber sticht! - das nicht 100%ig zu reinigen ist und immer Restpartikel von vorherigen Kunden an sich trägt, die weitergegeben werden, während der Piercer Materialien verwendet, die erst vor dem Kunden geöffnet werden und danach weggeworfen. Ganz, wie eine Spritze oder andere medizinische Materialien beim Arzt - und ich kann dir auch gleich sagen, wieso ein Arzt nur schiesst und nicht sticht: weil es eine aufwendige Austattung ist und eine Ausbildung benötigt, die ein Arzt nicht hat, aber jeder kann mit einem pistolenartigen Gerät Schmuck in Körper schiessen. Ist wie ein Anfängerset für Piercer.
Und das habe ich auch klar und deutlich geschrieben.

Wenn sich das Piercing entzündet, aus mehreren Gründen, dann gehe ich zurück zum Piercer, der in guten Studios auch ein medizinisches Grundwissen hat, und er kann sich das ansehen. Das kann eine Allergie sein, obwohl das nicht sein sollte. Ein guter Piercer verwendet chirurgisches Metall, dass übrigens auch am Flughafen keinen Alarm auslöst, im Sicherheitsdurchgang. Es kann auch der falsche Sitz, nachlässige Pflege, ein zu kleines oder grosses Piercing sein, dass er nach Bedarf ersetzen kann und ansonsten halt rausnehmen, zuwachsen lassen und neu stechen.
Wenn im schlimmsten Falle der Piercer sagt, dass mein Ohrläppchen abfällt und ich zum Arzt muss, dann gehe ich. Und dann bin ich erst in einem ärztlichen Zuständigkeitsbereich.
Vorher hat der Piercer tatsächlich mehr Ahnung.

Beitrag von windsbraut69 03.05.11 - 09:28 Uhr

Ich sprech nicht von Desinfektionsmitteln beim Arzt, sondern davon, dass der auch andere medizinische Instrumente reinigt, die mehrfach verwandt werden....
Ich hab übrigens die med. Ohrstecker geschossen bekommen, die dann auch im Loch verblieben sind und nicht im Gerät verbleiben und bis zum nächsten Kunden dort vor sich hin kompostieren.

Wie gesagt, ein Piercer kann sich kosmetisch an den Wunden austoben, sobald es Infektionen (oder auch Allergien) gibt, hat er keine Handhabe mehr und DANN ist der unhygienische Arzt gut genug, der weder von Hygiene noch von Anatomie Kenntnis hat?

Beitrag von lilalaus2000 03.05.11 - 08:09 Uhr

Ich habe deine Einstellung schon gemerkt...... du bist irgendwie und immer dagengen, wie? ;-)


Also ich habe mir in jungen jahren mal in einem Piercing Studio die Zunge stechen lassen (mit 18 - oje was dachte ich mir nur dabei, hihi) Es wure drin geraucht und die Piercer sahen sehr unheimlich aus.

Daher entschloß ich mich NUR noch bei einem Arzt sowas zu machen. Wer sonst als ein Arzt ist wirklich sauber und steril???

Wenn sich ein Piercing entzünden sollte, gehst du dann zu deinem Piercer ins Studio? Nein, da geht man zum ARZT


UND JA - meine Tochter hat Ohrringe! Mit 11 Wochen gestochen, beim Arzt. Sie weinte nicht mal. Und da hat sich nichts entzündet, dazu habe ich klasse Wunddesinfektionsspray bekommen, das habe ich immer drauf... meine Kleine fand das immer lustig, wohl das Sprühgeräusch!



Ich bekam die Ohrringe mit 2 Tagen.


UND der Internist kann auch Akkupunktur! Denn im Ohr sind viele Akkupunkturpunkte die man eben nicht treffen sollte!!!!


Beitrag von yulunga 03.05.11 - 08:45 Uhr

>UND JA - meine Tochter hat Ohrringe! Mit 11 Wochen gestochen, beim Arzt.<

Welcher vernünftige und verantwortungsvolle Arzt macht denn sowas? Dem sollte man seine Lizenz entziehen... Ohrringe im Kleinkind- bzw. hier noch Babyalter bergen ein extrem großes Verletzungsrisiko!

Das kann ich weder von Seiten der Eltern noch des Arztes verstehen.

Beitrag von koji 03.05.11 - 09:03 Uhr

Ich denke, dass ich nicht genug geschrieben habe, um meine Einstellung zu bemerken. Und nein, ich bin nicht immer nur dagegen - ausserdem haben hier wir keinen Meinungsaustausch beim einem Kaffeekränzchen, sondern es geht u reine Fakten. Und wenn du dir meinen langen Beitrag mit Zitaten und weiterem gelesen hättest, oder zumindest Ernst genommen hättest, würdest du sehen, dass ich gültige Begründungen mit Fremdzitat anführe, während ich noch keine Quelle gesehen habe, die eure Meinung unterstützt.
Sondern nur "Aber der Arzt hat auch Desinfektionsspray." - Ich auch, trotzdem mache ich mein Londoner Studio nicht zum nächsten Piercingstudio um ein bisschen Geld zu verdienen.

So, ich habe mir ebenfalls mit 18 Jahren die Zunge stechen lassen. Und mein Lippenbändchen und die Unterlippe mittig, zweites Brustwarzenpiercing, also endlich alles, wofür mir meine Mami vorher nicht die Unterschrift geben wollte. Mundpiercings waren für mich aber immer nur temporär, da durch die Reibung das Zahnfleisch schneller abgenutzt wird. Jetzt habe ich beinahe alle 14? 15?Piercings draussen, weil ich mich ehrlich zu alt fühle. (Nach nur drei Jahren!)
Ich habe alles in einem international anerkannten Studio machen lassen und ich finde den Inhaber heute noch unheimlich - wie du. Mit Ausnahme, dass bei ihm Rauchen und Mobiltelefone verboten sind.

Aber dass dein Piercer nicht sauber war, heisst nicht, dass alle Piercer nicht sauber sind und mit 18 Jahren würde man eine gewisse Reife erwarten, sich ein anständiges Studio aussuchen zu können.
Und deswegen: Ein seriöser Piercer macht das sauber und steril und ab 16 bis 18 Jahren.

Wenn sich beim Piercing entzündet, dann gehe ich zum Piercer, weil er es gestochen hat, weil er solche Fälle regelmässig sieht - und nicht zwischen Erbrechen, Kopfschmerzen und einem gebrochenen Bein einmal in einem halben Jahr wie beim Arzt.

Auch ein Piercer kann Akkupunktur. Einfach fragen, informieren. Aber das Problem ist, dass bei der Pistole nicht einfach das Gewebe durchstochen wird, wie beim Piercer oder Akkupunktur und alles sauber ist. Das Gewebe wird zertrümmert und gedrückt, da kann der Arzt noch so gut sein, er kann die Wunde, die die Pistole anrichtet, nicht beeinflussen und weniger gut steuern, als mit einer Nadel.
Den Rest kannst du aus meinen Beitrag an windsbraut entnehmen.

Und nochmal, es geht mir nicht darum dir ans Bein zu pinkeln - tut mir Leid, dass ich den ersten Teil etwas grob formuliert habe, ich finde es immernoch schockierend - und gut, wenn deine Tocher keine Schmerzen hatte (Wurde es betäubt?) und ich hoffe ehrlich, dass sie nie Probleme haben wird damit. Aber es geht hier effektiv um Aufklärung und ich denke, dass man das auch annehmen und für's nächste Mal abspeichern kann.
Und bitte keine persönlichen Anspielungen an meine Einstellung - sollte ich nur Ärger machen wollen, würde ich im Babyforum rumwälzen, wo ich wirklich keine Ahnung habe. Ich lese dort aber nur nach und mache mir meine Gedanken. Hier weiss ich Bescheid, ok?

Beitrag von windsbraut69 03.05.11 - 09:25 Uhr

Der Arzt hat - im Gegensatz zum Piercer - ein medizinisches Studium hinter sich UND die Kenntnisse und Befugnisse, über das Desinfektionsspray hinaus zu behandeln....

DAS ist der Unterschied. Wie gesagt, wenn der Piercer mit seinem frei verkäuflichen Desinfektionskrams nicht weiter kommt, geht es eh zum Arzt, oder?

Ich befürworte aber nicht das Stechen oder Schießen oder was auch immer von Ohrlöchern im Säuglingsalter bzw. vor einem Alter, in dem das Kind das Risiko selbst abschätzen kann.

Gruß,

W

Beitrag von lilalaus2000 03.05.11 - 09:45 Uhr

OK :-)

Ich bin aber immernoch der Ansicht, dass man bei einer Entzündung bei einem Arzt besser aufgehoben ist.

Beitrag von tauchmaus01 03.05.11 - 10:30 Uhr

Was ist dass denn für ein Assiarzt der einem Baby Ohrringe stechen läßt?
Dein armes Kind.......schade dass es echt noch Mütter gibt die so blind durchs Leben laufen, ohne sich zu informieren ihre Kinder verletzen lassen.

Das Ohr wächst viele Jahre, erst dann sollte man überhaupt Ohrringe schießen/stechen lassen. Bis dahin kann das Ohrloch wandern und sitzt dann an unmöglicher Stelle.

Aber was solls, hauptsache DU findest es ja so niedlich. Anscheinend bist Du auch noch stolz drauf dass Dein Kind als Baby gepierct wurde. In Berlin habe ich das ja öfter gesehen, auf dem Spielplatz Kleinkinder mit Ohrringen und dann immer der Spruch "Aber sie wollte das doch so unbedingt!" klar, mit 2!
Dein Kind konnte ja noch nicht mal irgendwas dazu sagen.

Mona