Als Kann-Kind Einschulung in Sonderschule

Archiv des urbia-Forums Leben mit Handicaps.

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Forum: Leben mit Handicaps

Stolpersteine im Leben sind manchmal überwindbar, manchmal muss man sich mit ihnen arrangieren. Hier ist der Ort, um darüber zu sprechen: Entwicklungsverzögerung beim Kind, ADHS, das Down-Syndrom, Spina Bifida, Leben im Rollstuhl ...

Beitrag von textzauber 02.05.11 - 20:28 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

ich habe eine Frage: Unser Sohn wird Anfang Dezember 2011 sechs JAhre alt und wird aller Voraussicht nach auf eine Sonderschule gehen. Heute habe ich eine Waldorff-Sonderschule besucht, die uns gut gefällt und von der wir denken, dass er dort gut gefördert wird.

Die Beraterin hat uns gesagt, dass wir ihn entweder 2012 einschulen könnten - da wäre er dann sechs. Wir könnten ihn aber auch jetzt im August / September einschulen, als Kann-Kind - das gäbe es in der Sonderschule auch.

Ich versuche gerade zu vergleichen, wo er besser gefördert wird und was mehr Sinn macht - im Kindergarten mit seinem I-Platz oder in einer Schule für Praktisch Bildbare?

Was meint Ihr dazu? Danke für Eure Meinungen,

Simone

Beitrag von frech1995 02.05.11 - 20:51 Uhr

Wenn das Kind eh eine FÖrderschule besuchen wird, würde ich mir keinerlei Gedanken über eine vorzeitige Einschulung machen. Das Kind würde regulär eingeschult werden.

Beitrag von marion1981 03.05.11 - 07:17 Uhr

Also ich denke du solltest wie bei einer normalen Schule entscheiden. Beobachte ein paar Tage deinen Sohn und entscheide aus dem Bauch heraus.
Ich werde das bei meinem Sohn (er ist gesund und von Nov) später auch so machen. Wenn ich merke, dass er sich weiterhin (macht er im Moment) nur an den Älteren orientiert und dort mit halten möchte, werde ich ihn auch schon 2013 einschulen.
Das würde ich bei einem "besonderen" Kind auch so machen!

Liebe Grüße

Beitrag von krokolady 03.05.11 - 07:55 Uhr

wo liegen denn seine Probleme?
Wenn er ziemlich entwicklungsverzögert ist solltest Du von der Waldorfschule absehen......bzw. diese Schulform solltest Du nur wählen wenn er keinerlei gesonderte Betreuung benötigt, und wenn er problemlos im Unterricht mitkommt.

Ganz ehrlich - wenn er speziellen Förderbedarf hat solltest Du ihn auch auf eine Förderschule schicken die mit seinen Problemen klarkommen.
Und über eine vorzeitige Einschulung solltest Du gar nicht erst nachdenken - es sei denn er ist hochbegabt!

Beitrag von textzauber 03.05.11 - 08:25 Uhr

Hi Krokolady,

vielleicht habe ich mich falsch ausgedrückt: Die Schule, um die es geht ist eine Schule für Praktisch Bildbare, also eine klassische Sonderschule für geistig und körperlich Behinderte, eben nur auf der Philosophie von Rudolf Steiner basierend, d.h., dass die Fächer zB die gleichen sind wie an der klassischen Waldorff-Schule.

Ansonten sind aber zB in den Klassen nur 8 Kinder mit einem Lehrer und 2 Betreuern. Neben einigen klar betroffenen Kindern gibt es dort auch Kinder, die Traumata haben und dadurch in ihrer Entwicklung gestört sind.

Mene Frage geht eher dain: Mein Sohn ist seit seinem 2. Geburtstag schon im Kindergarten (wir haben im Ausland gelebt, wo die KIgazeit einfach eher anfängt) und ich langsam das Gefühl habe, dass er im Kiga nicht mehr so richtig weiterkommt.

LG

Beitrag von krokolady 03.05.11 - 09:28 Uhr

ach sooo, es ist also keine "normale" Schule.....das ist dann natürlich was anderes!

Trotzdem würde ich ihn nicht mit 5 einschulen lassen.....eben weil er bereits "hinterher hängt"
Gönn ihm das eine Jahr im KiGa noch - und die dadurch entstehende Förderung!
Wie schon gesagt.....wenn er hochbegabt wäre, wäre das was Anderes.

Beitrag von visilo 03.05.11 - 13:00 Uhr

Seid ihr sicher mit der Sonderschule? Lukas hätte auch letztes Jahr in die Schule gesollt ( wurde im Nov 6) da hätte er aber auf die Sonderschule gemußt da er einfach noch nicht Regelschultauglich war. Wir lassen ihn nun dieses Jahr einschulen und er wird auf die Regelschule gehen, er hat den Test diesmal problemlos bestanden ( auch die vorangegangenen Tests im SPZ) dieses eine Jahr Kiga hat ihm noch sehr viel geholfen er hat rießige Sprünge gemacht. Ich finde das letzte Jahr als I-Kind hat sehr viel gebracht die Föderung war ideal um ihn auf die Regelschule vorzubereiten. Ich persönlich halte nichts von Waldorf aber das tut ja nichts zur Sache. Ich würde auf jeden Fall noch ein Jahr im I-Kiga machen und dann erst mit knapp 7 als ganz normales Schulkind ( also keine Frühzeitige Einschulung) einschulen lassen.

LG
visilo+Lukas (16.11.04)

Beitrag von golm1512 03.05.11 - 13:43 Uhr

Würde er in der Waldorfschule nicht sowieso regulär erst mit dem 7. Lebensjahr eingeschult? Und alles vorher kommt noch in eine Art Vorschule?
So wäre es hier gewesen, weil Antroposophen davon ausgehen, dass sich alle 7 Jahre alles erneuert und Kinder erst im "2. Jahrsiebt" in die Schule sollen.
Wenn man euch also eine Art Vorschule angeboten hat, dann würde ich das machen. Dann hätte euer sohn die chance, dort schon anzukommen und sich einzuleben und man könnte ihn schon kennenlernen. Wenn ihr ihn trotz Entwicklungsverzögerun als Kann-Kind richtig einschulen wollt, dann würde ich euch davon nur abraten.
Ich habe ein November- undein Dezemberkind. Beide hätten vom Itellekt gut mit 5,5 jahren in die Schule gekonnt. Trotzdem bin ich froh, dass der Ältere zurückgestellt wurde und beim zweiten versuchen wir das auch. Schulreife beinhaltet eine Menge mehr als nur Intelligenz.....

Beitrag von lisasimpson 03.05.11 - 14:22 Uhr

besprich das mit dem kiga und der schule.
evtl. kann er ja mal zum schnuppern in die schule kommen, so daß sich die lehrer ein bild davon machen können- ebenso die Rücksprache mit dem kiga, in welcher form er denn im nächsten jahr gefördert werden könnte, wenn er noch ein jahr bleiben sollte.

ansonsten ist das ja schwer aus der ferne zu beurteilen:9

lisasimpson

Beitrag von geli0178 06.05.11 - 10:09 Uhr

Hallo,

lass ihn regulär 2012 einschulen und überlege ob er nicht als I-Kind auf eine reguläre Schule gehen kann.

VG Geli