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Archiv des urbia-Forums Erziehung.

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von nise1986 02.05.11 - 21:58 Uhr

Meine Große Tochter hat eine Freundin beide 4,5 J
Diese Freundin hat einen Bruder E. 2,5j
Mein Kleiner M. wird in Aug 2J
Dieser E. schlägt, schubst meinen M bei jeder Gelegheit. Wenn er in den Sandasten will schreit er NEIN! so dass er sich nicht mehr rein traut... Bei jeder Gelgenheit tut er ihm weh, nimmt ihm seine Sachen... Die Mutter schimpft zwar mit ihm, aber nach 2 min geht es gleich weiter,aißer wenn E ihm Sachen wegnimmt, da sagt sie eigentlich nie viel. Ich habe die Treffen sehr reduziert, weil mir das einfach weh tut. Er hat einfach Angst. Letztes Mal, hat die Mutter dauernd mit einer getratscht, sodass ich dauernd auf ihn schauen musste, und ich hab gleich gesehen, wenn er wieder kurz vor einem anhschlag steht, was die mutter meistens übersieht, und es ist eigentlich gut gegangen. kaum ist die mutter wieder gekommen, hat er ihn gesrtoßen und ihn von einer erhöhung runtergeschubst!
Was würdet ihr da zu dem kind sagen? euch dauernd einmischen oder warten (wie bisher immer) bis die mutter was sagt?

NOCHWAS:
sagt ihr immer etwas, wenn andere kinder eurem kind etwas nimmt, obwohl die mütter es sehen und NICHTS sagen >:/

Beitrag von perserkater 02.05.11 - 22:51 Uhr

Hallo

Meistens schauen die Mütter nach ihren Kindern, greifen ein wenn das eigene Kind schubst oder Sachen weg nehmen wollen. Sehr selten, dass Mütter gar nichts machen. Nach einigen netten Versuchen würde ich bestimmter werden und auf jeden Fall versuchen mit der Mutter zu reden. In deinem Fall kennt ihr euch ja auch ein wenig. Versucht das zusammen zu lösen, es gibt Phasen bei Kindern die muss man einfach überstehen aber nichts machen ist der falsche Weg. Sollte sie uneinsichtig sein würde ich die Treffen weiter reduzieren.

Wenn ein anderes Kind etwas nimmt was nicht ihm gehört warte ich die Reaktion meines (kleinen) Kindes ab. Stört es mein Kind nicht, so sage ich zum anderen Kind: S. leiht dir gerne seine Schaufel aus, bring sie wieder wenn du fertig bist. Je nach dem wie alt das Kind ist erwarte ich schon, dass es fragt.

LG

Beitrag von zahnweh 02.05.11 - 23:52 Uhr

Hallo,

ich habe mich einfach oft neben mein Kind gestellt/gesetzt und sie mit meiner Rückendeckung machen lassen. Oder ihr Tipps gegeben, was sie jetzt machen kann. "schau, die andere Schaufel ist grade frei" "schrei zurück: NEIN", später als sie reden konnte "frag einfach mal, ob du mitmachen darfst"

Wenn meine öfter mal ausgeteilt hat mit Sachen wegnehmen, hauen etc. bin ich direkt bei ihr geblieben und hab Übergriffe sofort abgefangen oder bin mit ihr gegangen.

Umgekehrt, wenn meine öfter mal eins drauf bekommen hat, hab ich mich zu beiden Kindern gesetzt und auch mal die Hand des anderen Kindes abgefangen oder direkt dem Kind was gesagt.


Was ich selbst nicht leiden kann. Wenn eine Mutter sieht, was mein Kind anstellt, erst mal versucht mich aufmerksam zu machen, ich die Situation aber nicht zu 99% oder mehr gesehen habe und dann eingreifen soll.
Ich finde es toll, wenn Mütter dann mein Kind direkt ansprechen und ihr freundlich aber bestimmt sagen, wo der Hase lang läuft.

Umgekehrt mache ich das auch. Jedenfalls bei Müttern die ich kenne. Ich kann meine Augen nicht überall gleichzeitig haben und sie auch nicht. Also wechseln wir uns ab: wer es sieht, sagt was zum Kind direkt.

Meine hat übrigens schnell kapiert, wenn andere Mütter MICH ansprechen statt sie, dass ich a) unsicher werde und b) sie mit dem Verhalten eher durchkommt.
Als ich noch auf die Reaktion der anderen Mütter wartete, wurde mein Kind unsicher und wartete mit mir. Seit sie von mir abgeschaut hat, dass ich auch was direkt sage, sagt sie auch was.


Immer sage ich nichts. Kommt sehr auf Größenverhältnis und Altersverhältnis an. Ist ein Kind im klaren Nachteil, sag ich was. Wenn nicht, lass ich die Kinder mal machen und beobachte. Zeige ggf. Präsenz und setze mich direkt dazu. Das wirkt auch oft.
Sofort eingegriffen haben wir Mütter, wenn ein Kind gebissen wurde oder stärker gehauen. Wobei beides stark nachgelassen hat, als sie sich sprachlich besser ausdrücken konnten :-)

Beitrag von jucell78 05.05.11 - 09:50 Uhr

Das hast du SEHR gut geschrieben!
Genauso versuch ich es auch immer! Ích habe auch gemerkt, dass mein Kind viel besser hört, wenn das Elternteil des anderen Kindes etwas zu ihr sagt, bzw. andere Kinder sofort prima reagieren, wenn ich was sage!

LG ju#blume

Beitrag von deoris 03.05.11 - 07:15 Uhr

Hallo
ich gehöre zu den Müttern die dann mit dem Kind "schimpfen" ,auch wenn es nicht meins ist,wenn deren Mütter das Verhalten ignorieren ,dann bin ich die jenige die mein Kind beschützt.Aber nicht missverstehen ,ich möchte auch dass mein Kind es lernt sich zu währen.Doch so lange es das nicht kann, bin ich die Mauer,egal ob die Mütter auf mich dann sauer sind oder nicht.ich habe die Erfahrung gemacht ,dass nach einiger Zeit sich meine Kinder mehr getraut haben sich zu währen,nach dem ich dem Kind ein klares Wort gesagt habe.Mein Kind mach mich dann nach und sagt dann auch "Nein!"
Schubsen geht gar nicht und da gehe ich zu dem Kind und sage "Hör auf zu schubsen".Oder ",das ist nicht dein Sandkasten ,der M darf auch drin spielen!" Und meistens ist das so ,wenn diese gesehen haben ,dass die Kinder beschützt werden ,haben sie auch aufgehört zu ärgern.
Wenn es den Müttern nicht passt ,sollen sie wo anders spielen ,gehen und wenn ich mich mit der Mutter gut verstehe ,versuche ich die Treffen ohne Kinder zu gestalten ,oder ich rede mit ihr ,dass es so nicht geht.

LG Ewa

Beitrag von marion2 03.05.11 - 08:19 Uhr

Hallo,

wie viel Gelegenheit hatten die Kinder die Verhältnisse zu klären?

Gehst du immer gleich dazwischen?

Gruß Marion

Beitrag von juniorette 03.05.11 - 09:01 Uhr

Hallo,

als mein Sohn in dem Alter war, habe ich natürlich sofort was gesagt, wenn er anderen Kindern was weggenommen hat, wie soll er es denn sonst lernen, dass er das nicht darf? #kratz

Wenn meinem Sohn geärgert wurde, habe ich abgewartet, wie er reagiert und erst eingegriffen, wenn mein Sohn geweint hat.
Wenn es so weit gekommen ist, dass mein Sohn geweint hat (und dazu gehörte schon viel, weil mein Sohn in dem Alter oft erst gar nicht kapiert hat, dass man ihn gerade ärgert - er hat solche Situationen erstmal als Spiel gesehen), DANN hatte ich auch nie Probleme fremden Kindern deutliche Worte zu sagen.

Bei Kindern, die ich kenne, habe ich erst Recht was gesagt.

"sagt ihr immer etwas, wenn andere kinder eurem kind etwas nimmt, obwohl die mütter es sehen und NICHTS sagen "

Siehe oben: ich würde erst abwarten, ob es meinen Sohn stört.
Ich war nie in der Situation, dass man meinem Sohn was weggenommen hat, aber ich hätte ihn ermutigt, sich das wieder zu holen.

Im Juni wird mein Sohn 5 Jahre alt, und ich habe mit ihm schon vor zwei Jahren geübt, dass er laut "Nein!" oder "Lass das!" rufen soll, wenn er geärgert wird - klappt ganz gut.

Eingreifen bei 2Jährigen: ja. Trotzdem muss man mit Kindern üben, dass sie sich auch ohne Hilfe von Erwachsenen durchsetzen.

LG,
J.

Beitrag von twins 03.05.11 - 14:32 Uhr

Bei uns nimmt keiner dem anderen was weg, denn unsere Kinder haben gelernt zu Fragen. Und dann schauen die meisten Mütter ganz erstaunt aus der Wäsche und sagen "jajaja, nimms Dir, da brauchst Du nicht zu fragen".....tja, und das ist das Verhalten, was deren Kinder auch an den Tag legen: "Nehmen und nicht fragen".

Kinder müssen aber auch lernen sich zu wehren oder auch zu teilen. Schlimm finde ich es nicht, wenn in einem Sandkasten hin und her geteilt wird, bei uns findet alles zum Schluss sein richtiges Plätzchen wieder.

Grüße
Lisa

Beitrag von juniorette 03.05.11 - 15:38 Uhr

"Und dann schauen die meisten Mütter ganz erstaunt aus der Wäsche und sagen "jajaja, nimms Dir, da brauchst Du nicht zu fragen".....tja, und das ist das Verhalten, was deren Kinder auch an den Tag legen: "Nehmen und nicht fragen". "

So ist das!

Eine ehemalige Nachbarin von mir (ihr Sohn 3 Jahre älter als meiner) hat sich mal kringelig gelacht, als mein Sohn ihren gefragt hat, ob er mit dessen Traktor fahren darf #augen

Mein Sohn war damals gerade 4, ihrer 7, und ihr Sohn wusste mit 7 Jahren noch nicht, dass man gefälligst vorher zu fragen hat, bevor man sich irgendwelche Sachen krallt - übrigens nicht nur bei Spielzeug, sondern auch bei Erwachsenensachen (furchtbares Kind) #augen

LG,
J.

Beitrag von aggie69 04.05.11 - 15:00 Uhr

Ich würde einfach zusammen mit den Kindern im Sandkasten spielen. Auch die fremden Kinder mit ins Spiel einbeziehen und eventuell auch mit Obst oder Süßigkeiten "bestechen" . Kinder die stänkern, tun dies oft nicht aus Böswilligkeit sondern weil sie zu wenig Aufmerksamkeit bekommen. Denn gerade weil die Mutter sich nicht kümmert - will der Junge wohl auf sich aufmerksam machen. Leider muß Dein Kind darunter leiden. Gib ein bißchenvon Deiner Aufmerksamkeit ab und Ihr habt alle was davon.

Beitrag von a79 05.05.11 - 15:29 Uhr

Hallo,

ich habe zwei Jungs und der Kleine ist auch gerade in einer solchen Phase. Bei meinem ersten Sohn habe ich mich noch sehr schwer getan, die Kinder STreitigkeiten möglichst allein lösen zu lassen; jetzt, beim zweiten Kind, schaue ich eher mal zu, welche Strategien sich die beiden einfallen lassen, um Probleme selbst zu lösen, gerade wenn es um Hauen o.ä. geht.
Prinzipiell würde ich dann eingreifen, wenn deutlich wird, dass das angegriffene Kind sich weder verbal noch in anderen Verhaltensweisen zur Wehr zu setzen weiß und seine Position nicht verdeutlichen kann. In der von Dir beschriebenen Situation hätte ich eingegriffen, indem ich das Kind - nach Absprache mit der Mutter- aus dem Sandkasten entfernt hätte und zur Mutter geschickt. Nach wenigen Minuten bei der Mutter bleiben hätte ich es nochmals versucht mit den beiden.
Ich denke, gerade in dem Alter ist es wichtig, die "Fronten" zu klären und das agressive Kind bei Bedarf kurz aus der Situation raus zu nehmen, sozusagen als logische Konsequenz auf sein Verhalten. Vorher wird sich noch entschuldigt und dann würde ich noch mit der Mutter sprechen, dass sie doch bitte auch ein Auge auf ihren Sohn haben möge, damit sowas bald nicht mehr so häufig vorkommt.

Du musst immer bedenken, dass Kinder in dem Alter noch nicht unbedingt sehr empathisch reagieren und ihnen die Konsequenz bzw. die Folgen von Schlägen und Schubsen noch nicht klar sind.

LG

Andrea