Zeckenbiss - wie schützen?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von pollerkermit 02.05.11 - 22:28 Uhr

Hallo zusammen,

ich habe heute bei meiner Maus eine Zecke gefunden.....noch ganz klein und mittels Zeckenzange problemlos und vollständig zu entfernen.

Sie war heute im Wald, allerdings mit langer Kleidung, da es nicht so warm war. trotzdem hat sich das Vieh in der Armbeuge festgebissen.
Wir wohnen nicht in einem FSME Risikogebiet (NRW), sind daher nicht geimpft. Jetzt bin ich natürlich etwas panisch!

ich selber hatte noch nie eine Zecke, ich dachte immer, lange Kleidung soll schützen!?!?
Was kann ich noch tun? Gibt es für Kinder spezielle Abwehrmittel? Und wer kann mich etwas beruhigen?

Danke!
Doro

Beitrag von sunflower.1976 02.05.11 - 22:33 Uhr

Hallo!

Es gibt so eine Lotion (z.B. Autan), die auch gegen Zecken wirken soll. Außer lange Hose anziehen und jeden Abend nach Zecken (acuh krabbelnden) absuchen, kann man sonst nicht viel machen. Meist krabbeln die Viecher eine Weile herum, bis sie sich festsaugen und wenn man sie dann noch in den ersten Stunden vernünftig entfernt, dürfte nichts passieren.

LG Silvia

Beitrag von lagefrau78 02.05.11 - 23:20 Uhr

Hallo!

Ich kann Dich insofern beruhigen, als dass man der Einstichstelle nach kurzer Zeit ansieht, ob die Zecke infiziert war oder nicht. Wenn sich am Arm Deiner Kleinen nichts verändert, gibt es kein Problem. Sollte die Stelle anschwellen und rot werden, musst Du sofort mit ihr zum Arzt.
Am Arm ist das aber ziemlich gut sichtbar. Wenn Du sehr unsicher bist, ruf morgen einen Arzt an und frag nach worauf Du achten musst. Er kann Dich auch über Impfungen aufklären, aber soweit ich weiß, wird das in NRW kaum gemacht, weil Nutzen und Impfrisiko in keinem Verhältnis stehen.
Ich bin selbst mal in NRW von einer (leider infizierten) Zecke gebissen worden, da war das noch so, das ist jetzt allerdings 10 Jahre her.

Alles Gute und keine Panik! Selbst wenn das Vieh eine Infektion übertragen haben sollte, ist das gut behandelbar, wenn man es rechtzeitig bemerkt. Und das ist am Arm wohl der Fall.

Beste Grüße!

Beitrag von redegewandte 02.05.11 - 23:47 Uhr

Hallo,

noch eine Anmerkung zu der Stelle des Zeckenbiß. Nicht immer, taucht eine Rotfärbung oder der typische Borreliose-Kreis auch an der Stelle auf wo der Zeckenbiß war.

Bei meiner Borreliose hatte ich einen Zeckenbiß am Arm und hatte die Rötung dann am Innenschenkel.
Ich wurde aufgrund des Bißes noch schnell beim Arzt gegen FSME geimpft - dies war letztendlich aber gar nicht das Problem - sondern die Borreliose.

Viele Grüße
redegewandte

Beitrag von miau2 03.05.11 - 08:50 Uhr

Hi,
es gibt von Autan ein Mittel, das m.W. für Kinder ab 2 Jahren geeignet ist und im Test auch gut war.

Wichtig sind nicht nur lange Sachen, sondern auch enge Bündchen bzw. Socken über die Hose gezogen. 100% vermeiden kann es allerdings nicht.

Zur Borrelliosegefahr gilt: je schneller die Zecke draußen ist, desto geringer ist die chance, dass etwas übertragen wird. Heißt: wenn du dein Kind direkt nach dem Waldspaziergang absuchst minderst du das Risiko schon mal ganz gewaltig. Dazu sollte man natürlich auf den schon genannten roten Kreis ("Wanderröte") achten, und auch z.B. grippeähnliche Symptome o.ä. nach einem Zeckenbiss sollten zumindest daran denken lassen, dass etwas sein könnte.

Was auch möglich ist, ich meinem Kind aber nur im Zweifel antun würde: es gibt wohl einige Zeit nach einem zeckenbiss (2 Wochen, wenn ich mich richtig erinnere - ohne Gewähr) die Möglichkeit einer Blutuntersuchung. Wenn irgendein Zweifel besteht ob eine Infektion möglich wäre würde ich das machen lassen - aber nicht ohne jeden Anlass, Blutabnahmen machen ja nicht wirklich Spaß.

Bei FSME gilt das mit "je länger drin, je größer das Risiko" leider nicht. Wenn die Zecke das überträgt, dann sofort. Da sollte man aber berücksichtigen, dass ihr ja eh nicht in einem Risikogebiet wohnt, das Risiko also sehr gering ist. Und dazu kommt, dass FSME-Infektionen bei Kindern meistens (Garantie gibts leider nicht) erheblich leichter verlaufen als bei Erwachsenen, das sind die zwei Gründe, warum unser Kinderarzt von Impfungen dagegen für Kinder, die nicht in Risikogebieten wohnen (oder Urlaub machen) abrät. Das Nutzen-Risiko-Verhältnis der Impfung ist ihm dann einfach zu sehr sehr "risikolastig".

Keine Panik.

viele Grüße
Miau2

Beitrag von soulcat1 03.05.11 - 10:18 Uhr

Hallo! #winke

Ich verstehe Deine Angst sehr gut - mir geht es immer ähnlich.

Mich fängts schon an zu kribbeln, wenn wir durch Wald und Wiesen tingeln (wie z.Bsp. am Sonntag - da waren wir auf einer recht hohe Wiese Drachen steigen lassen #schock).

ABER sollen wir uns wegen Zecken nicht mehr raustrauen??? :-[

Ich habe Anti-Zecken-Spray von Autan im Haus. #cool

Da wird das nicht immer sprühen (wer weiß was alles da drin ist), suchen wir nach JEDEM Tag im Freien gründlich unsere Körper ab.

Schaffts ne Zecke trotzdem:

Stelle beabachten (Wanderröte), Kind beobachten (Fieber etc.) und ggf. zum Arzt Blut abnehmen und testen lassen (alles schon hinter uns ;-)).

Zudem sind wir gegen FSME geimpft obwohl wir in keinem FSME-Gebiet leben. Sicher ist sicher. Wir haben die 3 Impfungen auch sehr gut vertragen.

Ja, mehr kann man wohl garnicht tun.

Schönen Sommer!!!

Liebe Grüße

#winke

Petra & Joelina 7 (die schon mehrere Zecken hatte) :-p

Beitrag von dusa30 03.05.11 - 13:38 Uhr

Hallo Doro,
dir wird nichts anderes übrig bleiben, als dein Kind täglich (evtl. auch mehrmals) nach Zecken anzusuchen. Auf die ganzen Sprays und was es sonst noch gibt kannst du dich nämlich nicht verlassen.
Die Zecken lieben übrigens nicht nur den Wald, sondern sind überall dort zu finden, wo es grün ist. Unser Sohn hatte sich eine Zecke auf der Wiese vor dem Haus eingefangen. Erst 8 Wochen später kam die Wanderröte zum Vorschein. Er hatte eine ziemlich heftige Borrelliose Infektion. Er bekam einmal 3 Wochen und dann nochmals 4 Wochen Antibiotika. Nach 1 Jahr wurde das Blut kontrolliert und zum erstaunen der Ärztin ist nichts mehr nachweisbar.
Man kann sich zwar gegen FSME impfen lassen aber gegen Borrelien gibt es leider noch nichts1
Viele Grüße
Sabine