40% Magenbitter in Schultasche? 1.Klasse! (lang)

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von jillrips 02.05.11 - 22:55 Uhr

Hallo ihr Lieben #klee

gestern Abend habe ich den Tornister meiner Tochter nochmal kontrolliert und dabei auch alle kleineren Fächer und Taschen nachgesehen. Da habe ich was gefunden, was mich vollkommen geschockt hat.
Es war eine knapp 1/4 gefüllte, kleine Flasche Magenbitter mit 40% Alkohol... #schock

Leider hatte meine Tochter schon geschlafen und ich konnte nicht mehr mit ihr reden. Das habe ich dann sofort heute morgen gemacht. Ich habe sie gefragt was das ist, ob sie davon getrunken hat und wo sie die Flasche her hat. Sie sagte dann, sie habe daraus nichts getrunken,das wäre ein Geschenk ihres Schulfreundes M*** und dass er daraus getrunken hat. (Sie hat es nicht gesehen, er hat es ihr nur gesagt.)

Nachdem ich sie zur Schule gebracht habe, habe ich mit M*** Mutter gesprochen und ihr vollkommen ohne Wertung oder Vorwurf gesagt, was meine Tochter mir gesagt hat. Die Mutter ist sofort ausgeflippt. Sie hat meine Tochter als Lügnerin bezichtigt und sofort ausgeschlossen, dass ihr Sohn was damit zu tun hat. #augen

Anfangs habe ich wirklich keinen Moment daran gedacht, dass er die Flasche von zuhause mitgenommen hat, sondern mir ging es nur darum, dass wir zusammen die Herkunft klären. Mit der Klassenlehrerin habe ich die Sache besprochen, sie wird die Kinder sensibilisieren und ihnen sagen, dass sie solche Dinge niemals aufheben dürfen wenn sie irgendwo rumliegen und sofort jemandem Bescheid sagen sollen, der es wegräumen kann.

Nachmittags habe ich das in der Betreuung angesprochen und dort hat meine Tochter alles haargenauso geschildert, wie sie es mir morgens gesagt hat. Die Betreuerin ist dann auch mit M*** in eine ruhige Ecke gegangen und hat mit ihm gesprochen. Als er abgeholt wurde, hat sie mir eine kurze Rückmeldung gegeben. Er habe diese Flasche von zuhause mitgebracht und sie meiner Tochter geschenkt.

Naja, am Abend hat mich die Mutter nochmal angerufen und dieses Gespräch war wirklich zum Kotzen. Ich verstehe nicht, wieso sie das so persönlich nimmt und wieso sie alle "Schuld" (die ich ihr ja überhaupt nicht zugeschrieben und das auch mehrfach betont habe) immer wieder von sich geschoben hat. Ich empfinde es als sehr seltsam, wenn sich jemand immer und immer wieder für etwas rechtfertigt, ohne dass man einen Vorwurf gemacht hat. Und ich verstehe nicht, wieso sie so ausflippt, nur weil ich es auch in der Schule/Betreuung angesprochen habe.

Ich nehme es nicht auf die leichte Schulter, wenn meine Tochter mit hochprozentigem Alkohol aus der Schule kommt und will natürlich wissen, woher sie das hat UND selbstverständlich will ich wissen, ob sie davon getrunken hat.

Was haltet ihr davon? Ist meine Reaktion wirklich so überzogen? #kratz

Ich persönlich finde, dass ich mich sehr fair verhalten habe. Zuerst habe ich versucht, die Situation mit ihr zu klären und dann bin ich erst an die Schule herangetreten.

Bin gespannt auf eure Meinungen #blume

Beitrag von bambolina 02.05.11 - 23:14 Uhr

Na ja, ich weiß nicht ob ich die Mutter angerufen hätte, auf keinen Fall auch noch in der Beteuung. Wohl hätte ich bloß die Lehrerin angesprochen, damit sie das in der Klasse und mit dem Kind klären kann und auch die Mutter kontaktiert.
Ich finde, Vorfälle die in der Schule passieren sollten der /dem KL gemeldet werden. Die werden wie gesagt bei ernsten Fällen schon die Eltern kontaktieren.
Viele Mütter reagiren auch allergisch, wenn gutes-Kidn-Mutter die böses-Kond-Mutter anruft, dein Kind hat meinem Kind...

Mutter anrufen, Betreuung melden, Lehrerin melden... da wäre ich als Mutter wohl auch etwas angepisst gewesen.

Allerdings finde ich die erste Reaktion der Mutter von M*** auch total überzogen. Ich wollte wissen, wenn mein Kind aus dem Barfach sich nen 40 prozentigen raus holt und mit in die Schule nimmt.

Mein Sohn wurde auch mal als 2 Klässler von einem 5 Klässler bedroht (am Hals gehoben und Schläge angedroht), weil er mit dessen kleinem Bruder (ebenfalls 2. Klasse) eine Rangelei hatte.
Die Lehrer(innen) beider Klassen haben das mit den Kindern geklärt.Der Große hat sich entschuldigt und es kam nie wieder etwas vor. Keine Ahnung, ob die Eltern des 5. Klässlers informiert wurde.

lg bambolina

Beitrag von jazzbassist 03.05.11 - 01:42 Uhr

Also ich hätte sicherlich auch gestaunt, wenn ich aus dem Schultornister eines Erstklässlers Alkohol gezaubert hätte. Wenn mein Sohn mir dann gesagt hätte, das er den von einem Klassenkameraden geschenkt bekommen hat, wäre ich mir auch sicher gewesen, ob er mir da dann gerade auch die Wahrheit sagt, oder eher schwindelt, weil er weiß, dass er ansonsten ärger bekäme. Von daher wäre das für mich kein Thema mehr gewesen, was ich über Schule oder Betreuung hätte ansprechen oder klären wollen. Zwar finde ich es durchaus eine gute Idee, wenn auch die Klassenlehrerin die Kids einmal daran erinnert, dass, sollten die solche Gegenstände (Flaschen, Spritzen etc.) mal irgendwo finden, die diese liegen lassen sollten - aber - für mich gehört es eigentlich zur normalen Aufgabe von Erziehung, Kindern genau solche Dinge beizubringen, bevor wir die längere Zeit unbeaufsichtigt lassen.

Auch, wenn sich das jetzt im Nachhinein sicherlich leicht schreiben lässt, aber ich denke, es wäre wahrscheinlich mein erster Gedanke gewesen, dass der Junge die Flasche dann wohl aus der elterlichen Bar stibitzt hat. Ich denke nicht, dass Erstklässler schon Alkohol aus Getränkemärkten stehlen o.ä. Von daher hätte ich mir diesen ganzen »Ihr Sohn hat meiner…« Hick-Hack gesparrt (das geht grundsätzlich schief; Mütter reagieren da - wie bambolina schon geschrieben hat - in der Tat oftmals total allergisch drauf), und, dort einfach an dem Morgen angerufen und mal nachgefragt, ob die genau diesen Magenbitter zufällig im Haus haben; und wenn ja - doch bitte mal schnell nachgucken würden, ob der denn noch immer dort steht, wo man ihn vermutet. Das hätte zwar möglicherweise nichts daran geändert, dass die Mutter dann ebenfalls ausgeflippt wäre - aber - hätte die wahrscheinlich besser verkraftet, als jetzt, wo es auch noch die Betreuung und die Klassenlehrerin und morgen wahrscheinlich das halbe Dorf weiß. Also kann ich schon verstehen, dass die Mutter am Abend am Telefon dann etwas launischer geklungen hat; andererseits: Selber Schuld, sie haben ihr ja durchaus die Möglichkeit gegeben, dass »unter Erwachsenen« zu klären.

Hatten Sie denn Zweifel daran, ob ihre Tochter ihnen da überhaupt die Wahrheit gesagt hatte, oder - dass sie die Flasche selbst auf den Schulweg gefunden und dann eingesteckt hat o.ä.? Wenn ja, finde ich Ihr Verhalten mehr als fair. Wenn nein, naja - ich möchte Ihnen da nichts unterstellen - aber, dass klingt dann für mich schon nach so einer Art »Trotzreaktion« i.S.v.: »Wenn die schon ihren Sohn nicht fragt, soll doch bitte die Lehrerin und/oder die Betreuung diese Erziehungsaufgabe übernehmen«. Sie wussten dann ja schon, dass die Flasche von diesem Kind kommt. Da hätte man mE schon ahnen können, dass das in etwa so enden wird, wie es dann auch geendet hat. Dass fände ich dann höchstens noch semi-fair #huepf

Beitrag von jillrips 03.05.11 - 10:38 Uhr

Hallo,

ich habe ihr morgens in dem Gespäch schon gesagt, dass ich auf jeden Fall die Schule informieren werde. Und bis 16 Uhr bin ich davon ausgegangen, dass die Flasche eher gefunde wurde, als dass die Möglichkeit besteht, dass er sie von zuhause hat. Ich habe die Mutter am Abend nicht mehr über die Aussage der Betreuerin informiert (die ihren Sohn gefragt hat). Ich finde, ab da ist das dann ihre Sache.

Meine Tochter gibt eigentlich immer sehr schnell zu, wenn sie Mist gemacht hat und erst geflunkert hat. Sie hat auch keinen Ärger bekommen.

Beitrag von arienne41 03.05.11 - 06:40 Uhr

Hallo

Was haben die Lehrer damit zu tun und die Betreuung?

Sie sollen die Kinder sensibilisieren? Das ist Aufgabe der Eltern.

Ich wäre auch sauer gewesen.

Beitrag von jillrips 03.05.11 - 10:47 Uhr

Hallo,

als ich damals zur Schule ging, war direkt neben der Schule ein kleiner Wald. Den durften wir natürlich nicht betreten. Dort wurde aber auch getrunken (fremde Erwachsene, keine Schüler natürlich) und manchmal lagen da auch Spritzen rum. Es kam regelmäßig Polizei und Lehrerschaft auf uns zu um uns aufzuklären.

Genau das war mein Bestreben. Kinder lernen, dass die Schule ein sicherer Ort ist. Aber wenn dort Abends Alkohol getrunken wird und Flaschen rumliegen (man kann nicht alles sehen und wegräumen), dann müssen die Kinder im Rahmen der Schule das nochmal lernen.

Beitrag von bambolina 03.05.11 - 12:51 Uhr

Also es sind Dinge die in der Schule passiert sind, andere Kinder werden das vielleicht auch mitbekommen haben, deshalb finde ich nicht schlecht, wenn die Lehrerin Bescheid weiß. Diese hat ja auch super reagiert, wie sie im allgemeinen das Thema in der Klasse angesprochen hat.
Natürlich sollten die Kinder von den Eltern sensibilisiert werden, das ist sicher nicht Aufgabe der Schule.

Bei uns werde solche Dinge dann per Hausaufgabenheft den Eltern mitgeteilt, in der Form "ihr Sohn hatte 40%igen dabei und es einem anderen Kind geschenkt, bitte reden sie mit ihrem Kind"

Da wären keine Namen gefallen, die Mutter hätte das mit M*** klären können und keiner hätte sich aufgeregt.

lg bambolina

Beitrag von litalia 03.05.11 - 09:15 Uhr

ich denke ich hätte es nicht gleich "rumgepetzt" sondern mein kinder selber richtig aufgeklärt.
die mutter hätte ich auch informiert das ihr kind hochprozentigen alkohol rumreicht. ob die dann ausgeflipt wäre oder nicht wäre mir scheiss egal ....da weiß man doch direkt mit welchen menschen man es zu tun hat!

Beitrag von jillrips 03.05.11 - 10:50 Uhr

Hallo,

ich finde nicht, dass das Petzen ist. Ich habe mir eine Art Hilfe seitens der Schule erhofft und natürlich auch erstmal keine Namen genannt und schon gar nicht habe ich gesagt, dass er den Alk wohl zuhause mitgehen lassen hat.

Beitrag von sobinichnunmal 03.05.11 - 09:18 Uhr

Also ehrlich gesagt, ich finde, du hast auch etwas überreagiert. Klar, ich wäre auch entsetzt gewesen, wenn ich die Flasche gefunden hätte. Auch ich hätte meine Tochter zur Rede gestellt und hätte auch die Mutter des anderen Kindes informiert. Aber die Schule und die Betreuung hätte ich nicht drüber informiert. Ich hätte mit meiner Tochter das Thema selber nochmal erörtert, dass das nix für Kinder ist, keine Sachen von Fremden annehmen usw.

Der einzige Gedanke, der mir noch so eingefallen ist, dass die Mutter so gar überzogen reagiert hat: Hat sie ein Alkohol Problem? Das würde nämlich ein verteidigendes Verhalten erklären.

LG Sandy

Beitrag von jillrips 03.05.11 - 10:54 Uhr

Hallo,

meine Tochter hat ja in dem Fall nichts von einem Fremden angenommen, sondern von ihrem Freund.
Dass Kinder keinen Alkohol trinken dürfen, das weiß sie natürlich. Es geht hier auch nicht um das Trinken (das glaube ich auch nicht, sie hätten sofort gespuckt) sondern darum, dass die Reaktion mir wirklich zu denken gegeben hat.

Ob sie ein Alkoholproblem hat oder nicht, das kann ich in keiner Weise beurteilen. Aber es soll Leute geben, die um ihren Ruf fürchten. Vielleicht war das so. Allerdings wird sie das dann selber tun, denn ich habe keine Namen genannt.

Beitrag von bambolina 03.05.11 - 14:06 Uhr

ich finde schon, dass es auch Sache der Schule ist, zumal es auch andere Kinder mitbekommen haben könnten...

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&tid=3129969&pid=19820798&bid=6

Beitrag von njeri 03.05.11 - 09:37 Uhr

Ich finde, du hast überreagiert.
Eigentlich ist ja nichts weiter Schlimmes passiert. M**** hat verbotenerweise von zu Hause ein Fläschchen Schnaps mitgehen lassen, vermutlich fand er es besonders cool und wollte seine Mitschüler beeindrucken. Deshalb hat er es dann auch deiner Tochter geschenkt, etwas anderes konnte er damit ja eh nicht anfangen.
Selbst wenn die Kinder heimlich den Magenbitter probiert hätten, wäre wohl nichts weiter dabei herausgekommen außer Ekel.

Ich hätte mit meiner Tochter gesprochen, ihr nochmals deutlich erklärt, warum Schnaps nichts für Kinder ist und dass sie sich so etwas nicht schenken lassen darf.
Bei einem einzigen derartigen Vorfall hätte ich vermutlich noch nicht mal direkt M****s Mutter angerufen, sondern ihr die Geschichte irgendwann lustig verpackt erzählt. Vermutlich hätte sie dann ebenfalls besser auf ihre Hausbar aufgepasst und darum geht es doch letztendlich, oder?

Ich finde, so ein eigentlich harmloser, einmaliger Vorfall gehört nun wirklich nicht in Schule und Betreuung breitgetreten. Kein Wunder, dass sich M****s Mutter angegriffen und angeschwärzt fühlt.

Beitrag von jillrips 03.05.11 - 11:01 Uhr

Hallo,

ich finde nicht, dass das ein harmloser Vorfall ist. Und da das in der Schule passiert ist, muss es allemal dort besprochen werden.

Bzw. hat auch die Betreuerin gesagt, dass ich das nächste Mal sofort zu denen kommen soll und nicht die Mutter ansprechen soll. Die Mutter flippt wohl bei jeder Kritik gegen ihren Sohn aus.

Und natürlich weiß meine Tochter, dass sie keinen Schnaps trinken, annehmen etc soll. Sie hat es aber doch getan. Und entschuldige, aber ich rechne wirklich nicht damit, dass das in der 1.Klasse ein Problem sein würde.

Beitrag von njeri 03.05.11 - 11:49 Uhr

"ich finde nicht, dass das ein harmloser Vorfall ist. Und da das in der Schule passiert ist, muss es allemal dort besprochen werden. "

Naja, sicher ist es unschön und sicher muss man irgendwie darauf reagieren, doch generell ist ja nichts weiter passiert und es hätte auch nicht großartig etwas passieren können.
Solange es sich wirklich nur um ein einziges Vorkommnis dieser Art handelt, würde ich es als das sehen, was es ist, nämlich der dumme Jungen- Streich eines Erstklässlers, der sich wichtig machen wollte.
Sollte so etwas häufiger vorkommen, würde ich selbstverständlich auch Kontakt mit der Schule aufnehmen.

"Und natürlich weiß meine Tochter, dass sie keinen Schnaps trinken, annehmen etc soll. Sie hat es aber doch getan. Und entschuldige, aber ich rechne wirklich nicht damit, dass das in der 1.Klasse ein Problem sein würde. "

Im Endeffekt kannst du deine Tochter ja auch nur vor solchen Vorfällen schützen, indem du ihr lernst Eigenverantwortung zu übernehmen. Nutze doch diese gute Gelegenheit ihr nochmals ernsthaft ins Gewissen zu reden, damit sie das nächste mal nicht mehr mitmacht sondern sich distanziert.
Und doch, gerade in der Grundschule ist es "in" verbotene Sachen in die Schule zu schmuggeln. Dass es in diesem Fall Alkohol war, war vermutlich einfach Zufall. Schließlich weißt du ja gar nicht, ob in dieser Familie ein Alkoholproblem vorliegt.


Beitrag von carlotka 03.05.11 - 09:46 Uhr

Ich hätte wohl so wie du reagiert.
Die Mutter hat abgestritten, dass es ihr Sohn war. Ich weiß nicht, ob sie trotzdem ein Gespräch mit ihm geführt hat. Ich als Mutter des anderen Kindes wäre sogar auf die Klassenlehrerin zugegangen, damit sie auch nochmal ein auge darauf hat.
Dennoch wäre ich wohl auch an die Klassenlehrerin getreten, damit sie das Thema nochmal mit der ganzen Klasse ansprechen kann. Letztlich weiß man ja nicht wo es herkommt und wie cool die Kinder so ein Fläschchen Alkohol finden.
Nein, ich hätte nicht anders reagiert als Du.
Grüße

Beitrag von himbeere_11 03.05.11 - 09:54 Uhr

ich bin ehrlich gesagt verwundert über die Antworten - ich finde Dein Verhalten relativ normal und das der anderen Mutter auf allen Ebenen nicht nachvollziehbar. Du hast erst die Mutter angesprochen, die alle Schuld von sich weisst und behauptet, Deine Tochter lügt. Dann finde ich es relativ nahe liegend, dass man versucht heraus zu finden, woher der Schnaps kommt.
ich fände es im übrigen auch nicht trivial, wenn meine Tochter hochprozentigen Schnaps in der Schule geschenkt bekommt und wenn dies in der Schule geschieht, ist das meines Erachtens auch ein Sachverhalt, den man mit der Schule erörtern sollte.

Warum die Schule nicht der richtige Ort ist, Kinder zu solchen Themen zu sensibilisieren, leuchtet mir nicht ein. Das schließt ja nicht aus, dass dies zu Hause ebenfalls geschieht.

Wieso hier so Partei für die andere Mutter ergriffen wird, verstehe ich nicht.

Beitrag von juliane1978 03.05.11 - 10:00 Uhr

Hallo,

meine Meinung dazu: seltsam.

Wären die Kinder jetzt schon älter würde ich sagen, ok, Machogetue. Aber 1. Klasse? Meine ist in der 2. und weiß noch nichtmal wo das Barfach ist.

Ob ich zur Lehrerin gegangen wäre weiß ich nicht, aber die Mutter hätte ich sicher angesprochen. Wenn diese so austickt wie du geschrieben hast, würde ich mir sicher so meine Gedanken zu ihrem Verhältnis zu Alkohol machen...

LG,
Juliane

Beitrag von juniorette 03.05.11 - 10:06 Uhr

Hallo,

da hast du schon schwere Geschütze aufgefahren, aber ich kann dich verstehen.

Mütter, die ganz entrüstet sagen "MEIN Kind macht sowas nicht!", finde ich zum Kotzen.

Bei solchen Müttern würde es mir diebischen Spaß machen, zu beweisen, dass deren Kinder sehr wohl "sowas" machen und sie vor anderen bloß zu stellen.

Abgesehen davon ist es eine Unverschämtheit zu sagen "mein Kind macht sowas nicht", weil man seinem Gegenüber damit unterstellt, dass es lügt bzw. in deinem Fall deinem Kind unterstellt wurde, dass es lügt.

Dass die andere Mutter bei deinem 2.Anruf nicht mehr ganz so freundlich war, ist aber logisch, schließlich hast du sie ja bloß gestellt.
Der 2.Anruf hatte etwas von "Ätschibätschi, das hast du nun davon, dass du mir nicht geglaubt hast".

"Ich nehme es nicht auf die leichte Schulter, wenn meine Tochter mit hochprozentigem Alkohol aus der Schule kommt und will natürlich wissen, woher sie das hat UND selbstverständlich will ich wissen, ob sie davon getrunken hat. "

Man muss das nicht auf die leichte Schulter nehmen, man muss es aber auch nicht überdramatisieren.
Mit der allerhöchsten Wahrscheinlichkeit hätte deine Tochter den Magenbitter sofort wieder ausgespuckt, wenn sie ihn probiert hätte.

Dass in der Schule das Geschehnis thematisiert wurde, finde ich gut, da alle Kinder was daraus lernen können.

Sowohl M. als auch deine Tochter haben sich falsch verhalten. M. hat seine Eltern beklaut, noch dazu etwas, was für Kinder nicht geeignet ist, und deine Tochter hat unreflektiert etwas angenommen, von dem sie hätte wissen müssen, dass das nichts für Kinder ist. Und das wusste sie anscheinend genau, sonst hätte sie dir ja sofort das "tolle" Geschenk von M. gezeigt.

LG,
J.

Beitrag von manavgat 03.05.11 - 10:24 Uhr

Du kannst davon ausgehen, dass die Frau Alkoholikerin ist.


Sag ihr klipp und klar:

sollte sich so ein Vorfall wiederholen, dann würdest Du Anzeige erstatten.

Sie soll ihren Alk gefälligst kindersicher wegschließen.


Ich habe ein Nachhilfeinstitut. Leider sind wir öfter mit Familien mit Suchtproblematik befaßt, als man glauben könnte. Meistens ahnt man es, Beweise gibt es selten.

Gruß

Manavgat

Beitrag von urmel.1978 03.05.11 - 10:30 Uhr

Genau das habe ich aufgrund der geschilderten Reaktion auch vermutet!
Traurig aber wahr....

Beitrag von blueeyed 03.05.11 - 10:37 Uhr

Die Reaktion der Frau ist in der Tat die typische Reaktion einer ertappten Alkoholikerin. Die weiß ganz genau, dass sie die Schuld trägt, nur deshalb reagiert sie so kategorisch.

Beitrag von ayshe 03.05.11 - 12:34 Uhr

Daß du die Herkunft und den ganzen Vorgang um und mit dieser Flasche klären willst, finde ich ganz normal.
Es ist auch gut, wenn Kindern klargemacht wird, daß sie auch nichts aufheben sollen, was sie evtl. draußen stehen sehen (in Städten sieht man nach einem WE immer mal irgendwelche Flaschen).



Ich schließe mich aber denen an, die es auch übertrieben finden, gleich das Umfeld zu informieren und die Mutter steht dann ja sogar hier schon als Alkoholikerin da, nur weil sie sauer ist.
Mich würde es auch ankotzen, wenn schon durch andere alles bis in den Hort breitgetreten wurde.
Und ich habe auch solche kleinen Schnapsflaschen zuhause, weil mir für so geringe Verwendung wie Backen und Kochen keine großen Pullen anschaffe.

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Ich verstehe nicht, wieso sie das so persönlich nimmt und wieso sie alle "Schuld" (die ich ihr ja überhaupt nicht zugeschrieben und das auch mehrfach betont habe) immer wieder von sich geschoben hat. Ich empfinde es als sehr seltsam, wenn sich jemand immer und immer wieder für etwas rechtfertigt, ohne dass man einen Vorwurf gemacht hat. Und ich verstehe nicht, wieso sie so ausflippt, nur weil ich es auch in der Schule/Betreuung angesprochen habe.
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Meiner Meinung nach kann es viele Gründe geben, warum sie so reagiert.
Es gibt auch genug Eltern, die Probleme mit der Erziehung haben und allergisch auf jede Kritik reagieren.
Manche haben auch kein realistisches Bild mehr von Kindern und glauben tatsächlich, daß "ihre" niemals irgendwelchen Mist machen würden.
Auch wenn Alkoholiker wahrscheinlich in diesem Fall verleugnend reagieren werden, heißt das nicht, daß diese Frau zwangsläufig eine ist und auch wenn das hier schon manche sogar aus deiner einen und groben Beschreibung diagnostizieren #augen

Beitrag von juniorette 03.05.11 - 15:43 Uhr

"Auch wenn Alkoholiker wahrscheinlich in diesem Fall verleugnend reagieren werden, heißt das nicht, daß diese Frau zwangsläufig eine ist und auch wenn das hier schon manche sogar aus deiner einen und groben Beschreibung diagnostizieren "

Ich frage mich auch die ganze Zeit, woran festgemacht wird, dass diese Frau Alkoholikerin ist #kratz

Wir haben auch eine prall gefüllte Hausbar und mein Sohn könnte theoretisch daraus was klauen und weiterverschenken, das macht mich noch lange nicht zur Alkoholikerin #augen

Beitrag von ayshe 03.05.11 - 16:09 Uhr

Weil diese Mutter des M*** sich eben so aufgeregt hat und die Te schrieb, daß sie nicht versteht, warum sie so leugnet und es von sich weist, obwohl sie ihr gar keinen Vorwurf gemacht hatte.


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Wir haben auch eine prall gefüllte Hausbar und mein Sohn könnte theoretisch daraus was klauen und weiterverschenken, das macht mich noch lange nicht zur Alkoholikerin
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Ja, bisher ist es bei uns auch nicht weggeschlossen.
Und wie gesagt, solche "Flachmänner" verschiedener Sorten habe ich auch, Kirschwasser, Rum, Cointreau und solches Zeug, weil sich große Flaschen auch gar nicht lohnen.

Aber ich habe auch einmal vielsagende Blicke an der Kasse von anderen geerntet, als ich mal ein paar gekauft habe #rofl

Ja klar, jeder der solche Flachmänner kauft, kippt sie sich gleich auf dem Supermarktklo hinter die Binde, weil er sonst schon zittert #augen

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