Die Geburt meiner Tochter Melina und was danach so passierte!

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Forum: Geburtsberichte

Herzlichen Glückwunsch zur Geburt! Egal ob spontan, mit Einleitung oder Kaiserschnitt, im Wasser oder in der Hocke - hier sind alle Geburtsberichte willkommen!

Beitrag von moosmuzel 02.05.11 - 22:56 Uhr

Hallo liebe Leute.

Endlich finde ich auch mal Zeit, von der Geburt meiner Tochter zu berichten.

Alsooooo........

Der errechnete ET war der 16.1.11. Bis dahin hatte sich noch nichts getan. Keine Wehen aufm CTG und Mumu war auch noch feste verschlossen. Lange 14 Tage hab ich noch warten dürfen bis ich zur Einleitung ins KH bestellt wurde. Hat auch die Nase voll. Fühlte mich wie ein Walross.

Am Sonntag den 30.1. bin ich also früh um 8 Uhr im Kreissaal erschienen. Natürlich war ich voll aufgeregt. Erst ma CTG und Mumu untersucht. Befund war immer noch beim Alten. Dann wurde ich vermessen und mir wurde bescheinigt. dass das Köpfchen durch mein Becken passen wird. Freu. Gegen um 9 Uhr wurde mir dann ne Tablette an denn Mumu gelegt. Dann hieß es abwarten und Tee trinken.

Irgendwann so gegen 10 oder 11 Uhr wurde ich auf mein Zimmer auf Station gebracht( war ein Einzelzimmer, weil nix anderes mehr frei war. Freu.) Mein Freund war schon wieder müde und ich schickte ihn noch mal heim. Wehen waren ja eh noch keine da.

Um 16 Uhr bin ich wieder in den Kreissaal zum CTG. Befund war immer noch der selbe. Ich stellte mich auf ein ruhige Nacht ein. Man hat mich dann noch mal für 19 Uhr zum CTG bestellt.

Ich also wieder auf mein Zimmer und schön am TV gucken, da ziehts auf einmal im Bauch. Ich denk noch so: Oh schön ne Wehe.:-). Aber 1-2 min später kam noch eine und dann noch eine und noch eine......... War unangenehm aber auszuhalten. So gegen 18 Uhr bin ich dann zur Schwester geschlappt, um zu fragen ob ich nich schon eher zum CTG gehen kann, weil ich Aua im Bauch habe. Ging nich. Die hatten wohl zu tun.

Bin dann also gegen 19 Uhr, wie verabredet zum CTG ( Freund war auch wieder da). Diesmal zeigte es die Wehen schön an. Aaaaaber, nicht Mumuwirksam. Da hab ich angefangen zu heulen. Hatte ja nun schon zwei Stunden Wehen und die taten schon ein bisschen weh. Wie peinlich.#hicks Wenn ich gewusst hätte was da noch auf mich zukommt, hätte ich natürlich nicht geflennt.

Die Hebamme im Dienst hat mich dann ganz lieb getröstet. Ich durfte dann in die wnne zum Entspannen. Herrlich. Da war doch alles wieder zu ertragen. Lag so ca. 1 Std. wie ein Walross im Wasser und plauderte angeregt mit der Hebamme über dies und das. Wir einigten uns darauf dass wir meinen Freund noch mal Heim schicken, weil wir der Meinung waren das die ganze Angelegenheit noch ne Weile dauern würde.

Ich also dann so gegen 21 wieder raus aus der Wanne und ab ins Entspannungszimmer. Die Wehen wurden schmerzhafter und ich blieb tapfer und hab nich wieder angefangen zu heule. Kurz darauf wurde mir dann auch mal kurz schlecht und ich wurde mein Abendbrot wieder los.

Nach dem Schichtwechsel war dann eine andere Hebamme für mich zuständig. Die legte mich auch wieder ans CTG, welches ich nicht mehr los wurde.;-).

22:30 Uhr wieder zur Untersuchung und siehe da. Mumu war schon 2-3 cm auf. Die Hebamme wollte die Blase noch nicht sprengen. Wir also zu meinem Freund gesagt dass er nach Hause fahren kann. Der war schon wieder müde. Bin dann vom Stuhl runter gehopst und es macht blopp. Höschen nass. Mein Freund ist übrigens dann doch nicht mehr gefahren.:-)

Dann kam so das, was man allgemein als Eröffnungswehen bezeichnet. Und aua, die tun scheiße weh.#schock. Ich die nächste Stunde nur noch am jammern. Aua aua aua. Hab mir immer Sorgen gemacht, ob es meinen Freund gut geht und ob er mich noch lieb hat ( weil ich so gejammert hab)#klatsch Völlig bescheuert. Was einem da durch den Kopf geht.

Um kurz vor 0 Uhr hab ich dann keinen Bock mehr gehabt und nach nem Schmerzmittel verlangt. Es tat doch so weh. Die Hebammer vertröstete mich noch um 15 min.

" Wir schauen dann noch mal nach dem Mumu und dann bekommen Sie was gegen die Schmerzen."

Pahh. Pustekuchen. Noch wärend ich untersucht wurde bekam ich die erste Presswehe. ( Komisch. Die Pressenwehen sind dann wieder auszuhalten und nicht mehr so schmerzhaft.) War also nix mit Schmerzmittel.

Ich also noch ne 3/4 Stunde gedrückt und gepresst und geschoben. Wau is das anstrengend gewesen. Und um 1:15 Uhr war das Werk vollbracht.
Mit einem kurzen Quack begrüßte uns unsere Tochter Melina. Sie wurde mir auch sogleich auf den Bauch gelegt. (Dort blieb sie leider nicht lange, da sie wie wild am strampeln war) Ich war sofort verliebt bis über beide Ohren. Die ersten Worte der Hebamme waren: " Die hätte noch ein paar Tage Zeit gehabt. ( Hallo? Ich war schon 14 Tage drüber)"

Melina ist also am 31.1. 2011 um 1:15 Uhr geboren. Sie wog stolze 3690 g und maß 52 cm.#verliebt

Es war im großen und ganzen ein super Geburt, bloß was danach kam war nicht mehr so lustig.

Es fing damit an, dass sich die Plazenta nur schwer löste. Mit Eis aufm Bauch war sie dann nach ner halben Stunde endlichdraußen. Ich hatte aber keine Nachwehen und die Gebärmutter hat sich nicht zurückgezogen. Ich blutete und blutete. Habe dann noch noch mal Tabletten bekommen die leichte Kontraktionen ausgelöst haben, bekommen. Nachdem die GM bis unter den Bauchnabelgeschrumpft war bin ich schnell duschen gegangen( gleich im Kreissaal). Hätte ich mir sparen können. Es rann nur so die Beine runter. #schock. Hab dann auch schnell Probleme mit dem Kreislauf bekommen.

Um 4 Uhr morgens wurde ich in meinem Bett auf Station gefahren. Meine Kleine hatte der der Papa schon 1 h zuvor bei der Nachtschwester abgegeben. Man war ich müde.

Aber an schlafen war nicht zu denken. Ich blutete immer noch extrem. Jede Stunde kam ein Schwester und mussste mich wieder trocken legen. Zur Visite war mein GM wieder vergrößert ( übern Bauchnabel). Die Ärztin entschied, dass ich noch mal nen Wehentropf bekomme. Och nö. Ich hatte noch mal 2 Stunden super starke Wehen( und ein Presswehe) die ich sogar veratmen musste. Und immer wieder kam jemand und drückte mir aufm Bauch rum. Das tat höllisch weh.

Die starke Blutung hörte aber einfach nicht auf. Mein Kreislauf war nun gänzlich am Boden. Konnte nicht mal mehr aufstehen um auf Klo zu gehen, geschweige denn mein Kind aus seinem Bettchen zu nehemn.

Am frühen Nachmittag wurde ich endlich mal mit Ultraschall untersucht. Es stellt sich heraus , dass sich geronnenes Blut vor den Ausgang gesammelt hat und das frische quasi nicht ablaufen konnte. Die oberärztin hat dann beherzt auf meinem Bauch gedrückt. Ich hab die ganze Station zusammengebrüllt, so weh tat es. Aber danach war das Problem behoben und die superstarke Blutung hörte auf. Im Großen und Ganzen hab ich 2 Liter !!!! #zitterBlut verloren. Kein Wunder das mein Kreislauf schlapp gemacht hat. Hätte auch dumm ausgehen können.

Am nächsten Tag hab ich noch 2 Beutel neues Blut bekommen. Trotzdem kamen mir 5 Meter zu Fuss wie ein Maraton vor. ( bin richtig aus der Puste gekommen). Mir ging es aber von Tag zu Tag besser.

Ich hab also an den ersten 2 Tagen im Leben meiner Tochter flachgelegen und konnte mein neues Glück nicht genießen, weil es mir so dreckig ging. Sie lag immer nur schlummernterweise neben mir im Bettchen und ich hatte nicht die Kraft sie raus zunehmen und zu genießen. Im Nachhinnein macht mich das immer wieder traurig.

Jetzt is aber alles wieder gut. Meinen Mäuschen geht es super. Sie ist nun mittlerweile 13 Wochen alt und einfach nur zuckersüß. Jeden Tag hab ich sie noch ein bisschen mehr lieb.#verliebt#verliebt#verliebt

So das war es erst mal. Is doch ganz schön lang geworden. Sorry. Für evtl. Rechtschreibfehler und fehlende Satzzeichen entschuldige ich mich.

LG moosmuzel mit klein Melina

Beitrag von novi-w-1987 03.05.11 - 08:16 Uhr

Zum Glück ging es dir ja dann doch recht schnell wieder so gut und ihr konntet/könnt nun die Zeit zu zweit bzw. zu dritt genießen.

Lasst es euch gut gehen.

LG Jenny