Schwangerschaft und neuer Arbeitsplatz

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Beitrag von anna81 03.05.11 - 08:41 Uhr

Hallo :-),

ich stecke derzeit in einem kleinen großen Dilemma und weiß nicht so genau, wie ich das Ganze am Besten angehe.

Und zwar ist vor Kurzem mein Arbeitsvertrag ausgelaufen und ich hatte keine Ambitionen, aus versch. Gründen, bei dem Arbeitgeber weiterhin beschäftigt zu sein.

Nun ist es so, das ich quasi 2 Zusagen habe und mich nur noch entscheiden muß.
Allerdings habe ich festgestellt, das ich schwanger bin.

Für MICH kein Grund, nicht arbeiten zu gehen, aber ich bezweifele, das mein neuer Arbeitgeber das so prickelnd finden wird#gruebel.

Nun wäre mein Anliegen, wie ich mich am Besten verhalte?!
Gelesen habe ich, das ich nicht unbedingt sofort sagen muß, das ich schwanger bin--stimmt das?

Wie lange kann/darf ich das verheimlichen?

Hat das Konsequenzen?

Und wie ist das, wenn man z.B nur einen befristeten Vertrag hat, ich sage mal, 1 Jahr z.B.?
Es besteht doch Kündigungsschutz; aber läuft der Vertrag dann in dem Erziehungsjahr still aus oder verlängert/verschiebt sich dieses Jahr um die Zeit, die man wirklich arbeitet?


Ich hoffe, ihr habt einen Tip.

Lb Grüße,

Anna

Beitrag von 16061986 03.05.11 - 08:54 Uhr

Naja schwere situation... entweder du sagst es gleich und riskierst den job nicht zu bekommen oder du sagst nichts (was du auch erst nach der 12. woche tun müsstest).

also wenn der vertrag ein jahr befristet ist läuft der vertrag einfach aus,da wird nichts verlängert auch wenn es in der elternzeit ist.

Beitrag von anna81 03.05.11 - 09:11 Uhr

Hallo,

danke für deine Antwort.

Ich finde die Situation mehr, als schwer.

Einerseits möchte ich den Job unbedingt, andererseits rollen sich mir die moralischen Nägel hoch, wenn ich es absichtlich verheimliche.

Ist natürlich keine gute Anfangsbasis.

Zuhause bleiben möchte ich aber auch nicht.

Es ist verhext :-(

Lb Gruß,

Anna

Beitrag von fuxx 03.05.11 - 09:23 Uhr

vergiss die Moral. Du musst auch an das Elterngeld denken. Wenn Du nun jedem potentiellen AG gleich erzählst, dass Du ss bist, bekommst Du sicherlich keinen Job mehr.
Sieh es einfach als Etappenziel - bis zur Geburt noch möglichst viel Geld verdienen, danach musst Du Dich sicherlich sowieso wieder neu orientieren. Und wenn der Vertrag nur befristet ist, würde ich mir solche "Vorwürfe" nicht machen.

Beitrag von anna81 03.05.11 - 11:05 Uhr

Hallo,

danke, ich denke, ich werde das auch so handhaben #schwitz


Lb Gruß,

Anna

Beitrag von windsbraut69 03.05.11 - 09:39 Uhr

Sie müßte auch nach der 12. Woche nichts sagen!

Beitrag von 16061986 03.05.11 - 10:36 Uhr

naja es kommt auch auf den job an...nacharbeit? frühdienst? schwer heben etc? das sind schon kriterien die man bedenken muss...

Beitrag von ichbins04 03.05.11 - 10:42 Uhr

das muß die schwangere selbst endscheiden..... aber generell sagen muß sie nichts. es greift allerdings dann auch kein muschu gesetz.

dies greift erst mit bekanntgabe der ss

Beitrag von windsbraut69 03.05.11 - 10:52 Uhr

Es ist aber ihre Entscheidung.
Natürlich kann sie nicht auf Einhaltung der Mutterschutzrichtlinien pochen, wenn sie nicht Bescheid sagt, aber sie ist definitiv NICHT verpflichtet, über die Schwangerschaft zu informieren.

Gruß,

W

Beitrag von anna81 03.05.11 - 11:04 Uhr

Hallo W,

danke für die Antwort; wußte gar nicht, das man grundsätzlich generell nichts sagen muß.

Mit den Mutterschutzrichtlinien ist natürlich wieder ein anderes Thema, aber es ging ja darum, ob und wann und wie auch immer man eine Schwangerschaft bekanntgeben "muß"


Lb Gruß,

Anna

Beitrag von windsbraut69 03.05.11 - 13:05 Uhr

Hallo Anna,

ja, das bleibt Dir überlassen und das hat auch einen Grund.

LG und alles Gute,

W

Beitrag von derhimmelmusswarten 03.05.11 - 11:32 Uhr

Es gibt keine Frist von 12 Wochen für die Bekanntgabe einer Schwangerschaft. Man kann´s theoretisch so lange geheim halten wie man lustig ist.

Beitrag von manavgat 03.05.11 - 10:47 Uhr

Für MICH kein Grund, nicht arbeiten zu gehen, aber ich bezweifele, das mein neuer Arbeitgeber das so prickelnd finden wird



Was soll der Müll?


Frauen können schwanger werden. Na und?


Mund halten solange es geht. Du musst bis zur Geburt nichts sagen, wenn Du nicht willst.

Bei einem befristeten Vertrag hast Du mit Zitronen gehandelt, der läuft aus und wird dann einfach nicht verlängert.

Sollte eines dieser Angebote unbefristet sein, dann nimm dieses.


Mach Dir keinen Kopp ob der AG das prickelnd findet. Jederzeit können Arbeitnehmer plötzlich ausfallen. Das muss ich einkalkulieren: Unfall, Herzinfarkt, Schlaganfall, Probleme in der Familie, Lebenspartner zieht um und Mitarbeiter geht mit, normale Kündigung weil es woanders schöner ist usw. usw. usw.

Schwangerschaften meiner MA sind das geringste Problem.

Gruß

Manavgat

Beitrag von anna81 03.05.11 - 11:01 Uhr

Hallo Manavgat,

öy, nur, weil ich versucht hatte, mich in den Arbeitgeber hineinzuversetzen, ist das noch lange kein Müll #aerger


Aber grundsätzlich gebe ich dir wohl Recht: ich sollte aufhören, zu überlegen, wie Andere irgendetwas finden könnten und lieber an mein Pöpöchen denken und wie ich diesen an die Wand bekomme.


Lb Gruß,

Anna

Beitrag von leonie133 03.05.11 - 13:57 Uhr

Hallo,
ich finde es gut, dass du dich auch in den AG hinein versetzt! Es gibt doch immer zwei Seiten... und strikt nach Gesetz gehen, ist vielleicht auch nicht immer der beste Weg!

Die Realität ist, und das weiß ich nach vielen Jahren in einem großen Konzern, dass Frauen, die bereits schwanger eine neue Stelle antreten, grundsätzlich erst mal blöd angeguckt werden. Das ist noch das geringste Übel. Aber leicht haben die es nie und nimmer. Die, die sich bewährt haben, sind diejenigen die dann 8 Wochen nach der Geburt wieder angetreten sind, und die einen exzellenten Job gemacht haben, trotz Schlafentzug, Stilldemenz und Hormonchaos.

Und dass man eine Schwangerschaft bis zum Schluss nicht melden muss ist theoetisch möglich, praktisch aber grober Humbug. Solche Frauen werden mitunter als psychisch krank eingestuft, da sie ihre Schwangerschaft in den Augen der Anderen verleugnen... Also pass' auf was du in dieser Hinsicht nach außen darstellen willst. Ansehen wird man es dir ja sowieso bald.

Ich kann dir ehrlich gesagt keinen vernünftigen Tipp geben, da ich zu sehr "vorbelastet" bin. Ich habe erlebt, wie ich in meiner eigenen Schwangerschaft behandelt wurde (Mobbing war es nicht, aber ein konsequentes Ignorieren), und ich habe auch verstanden, warum Chefs manchmal einen Rappel bei dem Thema kriegen...

Viel Glück #herzlich

Beitrag von manavgat 03.05.11 - 16:06 Uhr

um es mit Karlson zu sagen:

das interessiert doch keinen großen Geist!


Was sagt man über die Frauen, die nicht arbeiten, weil sie schwanger keiner einstellen wollte?

Sch...ß-Hartz-4-Pack (hört man oft genug)


Wo ist hier bitte die Logik?

Gruß

Manavgat

Beitrag von leonie133 03.05.11 - 19:48 Uhr

ich stimme dir im Prinzip zu. Deshalb kann ich auch keinen Tipp geben, wie hier am besten zu verfahren ist. Jede Frau hat das Recht, auch schwanger noch als vollwertiges Mitglied der (arbeitenden) Gesellschaft anerkannt zu werden.

Aber die Realität sieht anders aus.

Wir sollten uns annähern an Länder wie Schweden, wo es selbstverständlich ist, dass BEIDE Eltern Elternzeit nehmen, wo eine Frau nicht schief angeguckt wird, wenn sie das Kind früh ganztags betreuen lässt, wo Chefs keinen Herzklabaster bekommen, wenn die MA schwanger wird...

LG

Beitrag von derhimmelmusswarten 03.05.11 - 11:32 Uhr

Sag bloß nicht, dass du schwanger bist, sondern unterschreib einen der beiden möglichen Verträge. Natürlich am Besten den, wo du mehr verdienst! Es kann dir ja egal sein, wie der AG das findet. Ich war wieder schwanger als ich eine neue Stelle angetreten habe, wusste das aber weder bei Vertragsunterzeichnung, noch bei Arbeitsantritt. Der neue Chef hat sich dann als absolut wahnsinniger Choleriker und Mobber heraus gestellt.Aber er konnte nix tun. Ich hatte ja Kündigungsschutz. Gott sei Dank habe ich zu Beginn der Schwangerschaft diese neue Stelle angetreten. Denn das wirkt sich doch positiv aufs Elterngeld aus! Und wenn es ein netter Chef ist (sind ja nicht alle so bekloppt wie meiner), nimmt er dich sicher auch wieder zurück nach der Elternzeit.

Beitrag von ninnifee2000 03.05.11 - 11:43 Uhr

Es ist kein Wunder, dass der Wirtschaft Millionenumsätze flöten gehen und am Ende Arbeitsplätze, wenn man solche Arbeitnehmer hat, die einen von hinten bis vorne bescheissen. Mein Wirtschaftler-Herz blutet...

Vom Menschlichen her gönne ich jedem, der arbeiten gehen WILL, den Job und das Geld. Aber wenn man den Arbeitgeber bescheisst, dann braucht sich der AN nicht wundern, wenn er von Chef und Kollegen gemobbt wird.

Du hast vielleicht nicht betrogen. Aber Betrug von anderen zu fördern, ist unter aller Sau.

Beitrag von litalia 03.05.11 - 12:03 Uhr

so ein schwachsinn!


wenn man halbwegs intelligent ist dann sagt man NICHT das man schwanger ist! wozu???

was hätte sie davon? am ende keinen job.

ganz tolle logik!

dein wirtschaftler-herz..... sorry, nu wirds wirklich lächerlich!

Beitrag von fuxx 03.05.11 - 12:37 Uhr

Blödsinn.

Mal sehen, wie weit Du kommst mit Deiner Loyalität.
Loyalität ist ein schönes Wort, bringt Dich im Berufsleben aber leider meistens nicht weiter.
Würden doch die ganzen hohen Tiere auch mal so ein schlechtes Gewissen haben, wie Du es der TE versuchst einzureden, wenn sie bald wieder Menschen in Massen entlassen weil die Gewinne kurzzeitig stagnieren oder die Kosten unbedingt gesenkt werden müssen um noch rentabler zu werden.

Beitrag von kerstini 03.05.11 - 11:45 Uhr

Hallo Anna,

ich war 2010 in einer ähnlichen Situation (wir waren allerdings in einer KiWu-Praxis in Behandlung) und das Resultat ist jetzt nebenan und macht ihren Mittagsschlaf #verliebt

Ich hatte ein tolles Jobangebot und wusste aber das ich evtl. schwanger bin. Hatte auch ein tooootal schlechtes Gewissen aber in so einer Situation musst du auf dich achten!

Ich habe erstmal nichts gesagt und auch bis zum 4. Monat ganz normal in 3 Schichten gearbeitet. Erst als ich Ende 4. Monat war habe ich es meinem neuen AG gebeichtet. Ich dachte er reißt mir bestimmt den Kopf ab und konnte schon Tage vorher nicht mehr schlafen. Tja und was war... er hat sich riesig für mich gefreut und mir gratuliert. Alle Sorgen also um sonst! Auch die Kolleginnen waren prima und haben mir viel abgenommen.

Der Vertrag ist dann im MuSchu leider ausgelaufen. Das ist zwar Pech, aber jetzt suche ich mir nach der Elternzeit eben etwas neues und freu mich auch schon drauf.

Also mach dir keinen Streß, such dir das bessere Angebot raus und sag erstmal nichts. Ich würde die "kritischen" Monate abwarten.

Alles Gute #winke



Kerstin mit Ida #verliebt (13 Wochen) und #stern Madita #stern Leo + #stern 12.SSW

Beitrag von susannea 03.05.11 - 23:17 Uhr

Du bist erst verpflichtet die Geburt anzuzeigen, vorher brauchst du es gar nicht sagen und darf auf dei frage sogar lügen! Und ja befristete Vertäge laufen aus.