schwanger und neue arbeitstselle?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von gizo 03.05.11 - 08:57 Uhr

hallo, ich war bis 15. februar noch als teilzeitkraft tätig ..danach habe ich gekündigt.... ich bekomme arbeitslosengeld2 ....
natürlcih hatte ch mich auf verschiedenen stellen beworben...
ich bin im märz schwanger geworden und jetzt in der 8. woche...
was passiert wenn ich jetzt einen job bekommen würde ich muss ja nicht erwähnen das ich schwanger bin.
hab ich dann noch die chance auf mutterschaft etc ??
oder wäre das nicht fair gegenüber dem arbeitgeber??
ich will nicht bis dezember arbeitlos bleiben....
kann man mich auch in der probezeit kündigen wenn die erfahren ich bin schwanger?

für antworten wäre ich dankbar...
lg

Beitrag von ballroomy 03.05.11 - 08:59 Uhr

Nein, du kannst schwanger nicht gekündigt werden. Und ich finde es völlig ok, wenn du die SS verschweigst!

Beitrag von annibremen 03.05.11 - 09:02 Uhr

Das ist eine Einstellung, die ich überhaupt nicht verstehen kann.

Beitrag von windsbraut69 03.05.11 - 09:33 Uhr

Das ist keine Einstellung, sondern geltendes Recht.

Soll sie besser der Allgemeinheit auf der Tasche liegen?
Dass Frauen schwanger werden, ist normales Lebens- bzw. AG-Risiko und es ist ja nicht gesagt, dass sie sofort dann im neuen Job krank feiert und 3 Jahre Elternzeit nimmt...

Beitrag von touvalu 03.05.11 - 09:33 Uhr

Ich kann deine Einstellung auch nicht wirklich verstehen.

Ich glaube das keiner gerne von Arbeitslosengeld lebt, wenn man eigentlich arbeiten könnte.
Das Leben läuft eben nicht immer nach Plan, auch nicht für Arbeitgeber. Warum sollte man also als Arbeitnehmer Rücksicht auf seinen (eh skrupellosen) Arbeitgeber nehmen.

Ich war auch in der Situation, Positiv getestet zu haben kurz bevor ich eine neue Arbeitsstelle angenommen habe.

Meine Arbeitgeber weis mittlerweile das ich schwanger bin und ist trotzdem zufrieden mit mir.

Beitrag von annibremen 03.05.11 - 09:01 Uhr

Du bist unkündbar, wenn du schwanger bist, Probezeit oder nicht ist egal. Ich persönlich wäre als Arbeitgeber aber total stinkig und würde dich das auch merken lassen, wenn du mir verschweigen würdest, dass du bei der Einstellung bereits schwanger bist.

Meiner Ansicht nach ist es eine Schweinerei, sich schwanger auf einen neuen Job zu bewerben und den wahllos ausgesuchten Arbeitgeber dann blechen zu lassen. Der hat von dir als Arbeitskraft im Prinzip gar nichts, im Gegenteil, er darf die ganze Zeit zahlen und muss dir auch noch einen Arbeitsplatz freihalten, obwohl du noch nichts für ihn geleistet hast.

Das gehört sich nicht, es ist unfair und vor allem ziemlich verlogen und egoistisch.

Tu dir und deinem Gewissen den Gefallen und lass es. Dann würde ich lieber mit offenen Karten spielen und versuchen, in einer Zeitarbeitsfirma o.ä. vorübergehend was zu bekommen.

VG Anni

Beitrag von gizo 03.05.11 - 09:03 Uhr

annibremen, ich hatte mich auf die stelle schon beworben da war ich noch nicht schwanger ....

Beitrag von annibremen 03.05.11 - 09:05 Uhr

Das macht meiner Ansicht nach keinen Unterschied ...

Kommt mir auch ehrlich gesagt etwas komisch vor, wenn du schon so weit bist - dann brauchen die ja Monate fürs Auswahlverfahren ... merkwürdig ;-)

Beitrag von gizo 03.05.11 - 09:38 Uhr

annibremen : ich weiss es doch auch erst seit kurz vor ostern ....
ich habe mich genau am 15. 3 beworben und jetzt haben wir mai ... und ich hab heute erst die mail erhalten das ich mich umgehend bei denen melden soll wenn ich noch interesse habe....

Beitrag von windsbraut69 03.05.11 - 09:34 Uhr

"wahllos ausgesuchten Arbeitgeber dann blechen zu lassen. Der hat von dir als Arbeitskraft im Prinzip gar nichts, im Gegenteil, er darf die ganze Zeit zahlen und muss dir auch noch einen Arbeitsplatz freihalten, obwohl du noch nichts für ihn geleistet hast. "

Wozu gibt es wohl das Mutterschutzgesetz?
Und welche "ganze Zeit" meinst Du denn?
Sie kann doch mit großer Wahrscheinlichkeit bis 6 Wochen vor ET arbeiten und muß anschließend nur 8 Wochen Zuhause bleiben...

Beitrag von sterntaler100 03.05.11 - 09:03 Uhr

Hallo, #winke

ich bin in einer ähnlichen Situation wie du. Ich habe eine Halbtagsstelle und habe mich gerade auf eine weitere Halbtagsstelle beworben.

Zu deiner Frage: Nein, du musst es nicht sagen. Dein Arbeitgeber darf dich auch nicht nach einer SS fragen. Allerdings stehst du unter Kündigungsschutz wenn du bereits einen Vertrag unterschrieben hast. (auch in der Probezeit).

Ich habe auch überlegt was ich mache und habe mich dazu entschieden mit offenen Karten zu spielen. Ich denke auch, dass es darauf ankommt ob du in Elternzeit oder nur in Mutterschutz gehen willst. Meiner Meinung nach, wird es kein tolles Arbeitsklima sein, wenn du die SS verheimlichst und sich später raus stellt, dass du bei Einstellung schon davon wusstest.

LG Sterntaler

Beitrag von feroza 03.05.11 - 09:04 Uhr

Du kannst ohen weiteres die SS verschweigen!

Dein Gehalt wird dann auf das Mutterschaftsgeld angerechnet.

Nur, erwarte nicht, das Dein Arbeitgeber nach der Verkündung der SS "juhu" schreit, nach der Elternzeit wirste Dir wohl was neues suchen müssen...

Aber ansonsten spricht da nix gegen, hast sogar noch was davon: Beschäftigung in der SS und mehr Kohle in der Elternzeit!

Beitrag von gizo 03.05.11 - 09:07 Uhr

ich verstehe das mit dem chef das er stinkig wird etc.... aber habe doch auch ein recht auf arbeit und warum sollte ich mich zwingen arbeitslos zu bleiben bis dezember?
ich habe schon ein praktikum absagen muessen für meine neue ausbildung weil es nicht geht...
die bewerbungen waren alle bevor ich schwanger wurde... ich weiss erst seit donnerstag vor ostern das ich schwanger bin... :-(
und ich muss vom arbeitsamt ja nun auch auflagen erfüllen u mich weiter bewerben.... für mich ist das genauso scheisse wie für den arbeitgeber...

Beitrag von feroza 03.05.11 - 09:13 Uhr

ich sach ja:
nimm die Arbeit an, und versuch dem Arbeitgeber gerecht zu werden.
Wenn Du nicht mehr kannst, lass Dir ein BV geben, damit der AG wenigstens nicht für Dirch zahlen muss.
Nach der Elternzeit suchst halt was neues.

Beitrag von gizo 03.05.11 - 09:18 Uhr

ja so seh ich das auch.hab morgen ein vorstellungsgespräch und dann seh ich weiter...

vielen dank fuer eure ehrlichen meinungen...

Beitrag von anne-88 03.05.11 - 09:44 Uhr

hallo
ich war in der gleichen situation wie du...
war arbeitslos und auf jobsuche, das arbeitsamt hat zu mir gesagt ich müßte mich bewerben auch wenn ich schwanger sei.
habe dann verschwiegen das ich schwanger bin, den job auch bekommen.
habe dann dem arbeitgeber später bescheid gegeben, er war der meinung ich hätte es schon gewust mußt du halt auf ahnungslos tun und das irgendwie verkaufen... er wird nciht erfreut sein, aber kündigen kann er dich anschließend nicht mehr.
lg

Beitrag von gizo 03.05.11 - 09:48 Uhr

Schwangerschaft
Häufigster Fall ist, dass weibliche Bewerber gefragt werden, ob sie schwanger seien oder eine baldige Schwangerschaft planen würden. Doch die Frage nach der Schwangerschaft ist unzulässig, da hierin eine Diskrimierung der Frau liegt. Diese ist neuerdings auch durch das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) in § 7 Abs. 1, § 3 Abs. 1 S. 2, § 2 Abs. 1 Nr. 1 AGG verboten. Auch der Europäische Gerichtshof hat bestätigt, dass es unzulässig ist eine schwangere Frau deswegen nicht einzustellen, weil sie für die Dauer der Schwangerschaft nicht beschäftigt werden kann (EuGH, 03.02.2000, Az.: C-207/98). Die Schwangere hat sogar dann ein Recht zur Lüge, wenn sie nur befristet eingestellt werden sollte und während dieses Zeitraumes nicht eingesetzt werden kann. Dass der Vertrag für den Arbeitgeber dann quasi nutzlos ist, sei unerheblich (EuGH, 04.10.2001, Az.: C-109/00).

Beitrag von juliz85 03.05.11 - 10:15 Uhr

in der probezeit kommt es auf deinen vertrag an! entweder der vertragsbeginn ist der beginn der probezeit, dann läuft der nach der probezeit einfach weiter und er kann dich nicht kündigen. wenn aber die probezeit dem richtigen vertrag vorläuft und der danach neu aufgesetzt würde, bist du kündbar bzw is es ja dann keine kündigung, sondern der vertrag der probezeit läuft einfach aus!
ich würde es auch nicht sagen! man brauch da keine bedenken haben, weil der ag es andersrum genauso wenig hätte! denk an dein kind! nicht an den ag!

Beitrag von guitti 03.05.11 - 13:38 Uhr

Danke, endlich mal jemand der es verstanden hat. Viele geben hier absolut falsche Informationen weiter.

Aber für alle anderen hier nochmal ein Link wo es richtig steht:

http://www.kinder-aktuell.de/recht-sicherheit/schwangerschaft-probezeit-kuendigung-1213/

LG Guitti 22. SSW