Auch eine Frage zur neuen Arbeitsstelle während der SS

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von steffisternchen87 03.05.11 - 09:36 Uhr

Hallo ihr Lieben,

kurz zu meiner Situation: Ich habe die Pille genommen und bin trotzdem schwanger geworden. Erstmal waren wir ziemlich geschockt, jetzt freuen wir uns aber. Unverhofft kommt oft :-) Es ist nun so: Ich arbeite bis zum 30.06. bei meinem jetzigen Arbeitgeber. Ab dem 1.07 habe ich einen neuen Arbeitsplatz, den ich gerne antreten möchte. Als ich mich dort beworben habe, dass Vorstellungsgespräch hatte, und den Vertrag unterschrieben habe, war ich nicht schwanger! Ich habe nun große Angst wie der Arbeitgeber reagieren wird. ET wäre im Dezember. Ich möchte einerseits mit offenen Karten spielen, andererseits ist es mir auch vor der 11 ten Woche zu riskant.

Ich bitte um Antworten, die aber nicht vor einem finanziellen Hintergrund sind, mein Mann ist Lehrer und deswegen geht es darum bei uns nicht.

Ich möchte 2 Jahre zu Hause bleiben. Es wäre für mich auch in Ordnung wenn der Arbeitgeber sagt, ich kann nun bis Dezember dort arbeiten, ich mich aber darauf einstellen soll, mir danach etwas anderes zu suchen. Ich sehe das ganz realistisch, ich wäre in seiner Situation auch super sauer! Ich bin nur nicht bereit einen Aufhebungsvertrag zu unterschreiben, da ich nicht bis Dezember arbeitslos sein möchte und ich auch nicht verbrochen habe. Ich möchte ja dort arbeiten und in diese tolle Kanzlei zu kommenn war schon länger mein Traum.

Ich hoffe auf nette, aber auch ehrliche Antworten! #herzlich

Liebe Grüße Steffi #ei 7 SSW

Beitrag von bjerla 03.05.11 - 10:01 Uhr

Also ich würde einfach die Stelle antreten und den AG dann über die SS informieren. Im Grunde bleibt ihm erstmal nichts anderes übrig, als dich zu behalten und dich auch nach der Elternzeit erstmal zurückzunehmen. Als Kanzlei werden die das ja wissen ;-)

Ich selbst hatte beim 1. Kind (ungeplant) auch gerade eine neue Stelle angenommen und wurde dann nach 4 Wochen ss. Mein AG fand das völlig daneben und bot mir eine Aufhebungsvereinbarung an, schließlich können sie mich ja nun nicht mehr uneingeschränkt einsetzen. Da bekam ich von meiner FÄ wegen Mobbing ein BV.

Nach der EZ bin ich dann ausgestiegen, da ich die Schichten nicht mehr machen kann (wegen der Kinderbetreuung). Jetzt bin ich mein eigener Boss.

LG B. mit Nr.2 in der 18.ssw

Beitrag von juliz85 03.05.11 - 10:04 Uhr

Hallo!
Also rein rechtlich musst du garnix unterschreiben, da bist du auf der sicheren Seite. Du hast einen Vertrag unterschrieben und der ist gültig. Musst nur mal nachsehen, ob der Vertrag ab 1.7. gilt und nach der Probezeit verlängert wird, dann kann er dich nicht rausschmeißen. Wenn der Vertrag aber erst nach der Probezeit richtig geschlossen wird, dann muss er dich nach der Probezeit nicht übernehmen, weil der richtige Arbeitsvertrag erst ab dann gelten würde.
Jedenfalls würde ich mir da moralisch keine Gedanken machen, würde dein Arbeitgeber auch nicht. Du hast jetzt ne VErantwortung gegenüber deiner Familie, nicht gegenüber deinem AG! Der sorgt schon für sich selbst! Du kannst es ihm zwar sagen, wenn du willst, aber dann gilt trotzdem das Mutterschutzgesetz!
Liebe Grüße

Beitrag von wiebke7 03.05.11 - 10:19 Uhr

Also mir ging es im letzten Jahr ähnlich:
Ich habe Anfang September einen Arbeitsvertrag für eine neue Stelle ab 1.12.10 unterschrieben und 4 Wochen später erfahren, dass ich schwanger bin. An meinem ersten Arbeitstag war ich dann in der 13.ssw und habe es meinem Chef direkt gesagt. Klar, ist das für den Arbeitgeber eine blöde Situation. Mein Chef hatte den Anstand mit zu gratulieren (ob ehrlich gemeint oder nicht, keine Anhnung, es wirkte zumindest so) und ich habe bis heute keine Mobbingprobleme oder ähnliches am Arbeitsplatz! Gott dei Dank! Ich wurde sogar jetzt gegen Ende immer wieder von Kollegen und Vorgesetzten ermahnt, mir nicht zu viel zuzumuten und auf mich und mein Baby zu achten.

Alles Gute für Dich! Tritt den Job an und spiele aber gleich am ersten Tag mit offenen Karten! Du hast Dir nichts vorzuwerfen, somit lass Dich auch auf nichts ein. Reiche ganz normal Deine Elternzeit ein und wenn Du bis zum Mutterschutz Deinen Job gut machst, dann wird Dein AG auch keinen Anlaß haben, Dich nach der Elternzeit zu kündigen!

wiebke7 34.ssw

Beitrag von steffisternchen87 03.05.11 - 11:32 Uhr

Danke schonmal für eure netten Antworten. Irgendwie werde ich das auch hinbekommen, aber ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass der Chef positiv reagiert, da er ja weiss was da alles auf Ihn zukommt. Mehr Kosten etc. In der Schwangerschaft weiss man nicht wie es jemandem gesundheitlich geht. Ich habe Angst dass ich öfters ausfalle, obwohl ich das nicht möchte :-( man ist nunmal anfälliger.. Ich habe jetzt schon den ganzen Tag Übelkeit und erbrechen! Zum Glück habe ich diese und nächste Woche noch Urlaub :-)

LG Steffi