Milch wird immer weniger

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. 

Beitrag von emily..erdbeer 03.05.11 - 09:41 Uhr

Guten Morgen,

Ich habe jetzt auch mal ein Still-Problem. Meine Tochter ist 8 Monate alt und ich habe irgendwie nicht mehr genug Milch.
Sie hat vor ca. 2 Wochen Zähne bekommen und dem entsprechend sehr schlecht gestillt. Essen wollte sie da auch nicht richtig.
Seit ca. 6 Tagen sind die Zähne nun draußen und die kleine Maus ist eine Raupe nimmersatt. Ich habe schon nachgesehen ob sie irgendwo ein Loch hat:-p;-).
Meine Milch hat sich jedenfalls stark zurück gebildet in der Zeit und nun kommt die Brust nicht mehr hinterher. Ich lege sie ständig an. Seit 3 Tagen auch schon vor den Mahlzeiten ( sie bekommt Mittagsbrei, abends Brot und zwischendurch Obst )in der Hoffnung es würde dann wieder mehr werden. Bis jetzt aber ohne Erfolg.
Ich könnte jetzt natürlich sagen, dass es nicht so schlimm ist, weil sie ja schon Beikost bekommt, aber sie möchte zwischendurch noch oft an die Brust und dann kommt fast nichts.
Gerade Abends vor dem schlafen, ist es einfach zu wenig.
Letzte Nacht hat sie 3 mal gestillt, normalerweise schläft sie durch. ich denke mal sie versucht so,dass zu bekommen, was Tagsüber fehlt. Doch auch Nachts ist kaum was da um sie wirklich ruhig zu bekommen.
Wenn ich wenigstens merken würde, dass es mehr wird, wäre ich ja schon beruhigt, aber das ist leider nicht der Fall. Ich bin schon drauf und dran Milchpulver zu kaufen.#aerger
hat jemand einen Tipp, was ich machen kann, oder kann mir jemand sagen, dass es sich wieder einpendelt? Büdde#schmoll

Sorry, ist doch länger geworden.

Liebe Grüße

Ach so, ich trinke auch 3 Tassen Milchbildungstee

Beitrag von meandco 03.05.11 - 09:47 Uhr

probier mal den tee:

je 1 el fenchel, anis, kümmel in 2 l kaltes wasser und dann 5 min kochen lassen
je 1 prise brennessel und geißrautenkraut zugeben und 10 min zugedeckt ziehen lassen
noch mal aufkochen
nach geschmack mit schlehensirup süßen, mindestens 3 tage trinken ...

ansonsten:
kann es sein, dass schon wieder zähne einschießen und sie deshalb so unruhig schläft? wenn sie nämlich das alles isst was du sagst, kann es ja auch sein, dass sie nur zum trinken und nuckeln ran will - und sie eigentlich ein anderes prob hat ...

lg
me

Beitrag von emily..erdbeer 03.05.11 - 09:59 Uhr

Bis jetzt ist von weiteren Zähnen nichts zu sehen. Ich habe einfach das Gefühl, dass da nicht mehr genug kommt. Sie trinkt 1 Minute, dann fängt sie an unruhig zu werden und ich wechsel die Brust. Nach kurzer Zeit ist sie aber auch dann wieder unruhig ,so das ich bestimmt 4 mal die Seiten wechsel.
Mann merkt ja auch irgendwie, wenn die Milch läuft. dazu kommt noch, das es bei mir auch ewig dauert bis der Milchspendereflex einsetzt.

Wo bekomme ich denn Schlehensirup her?

Beitrag von meandco 03.05.11 - 10:12 Uhr

biomarkt, drogeriemärkte ... gibts von weleda #pro würd aber den gesüßten nehmen, ich glaub das heißt dann elixier - einfach lesen was drauf steht #pro

zu den zähnen:
sie sind auch unruhig wenn die einschießen - da siehst du weit und breit noch gar nix, das spielt sich alles intern ab #schwitz

und zum stillen:
also ich würd sie nicht schon nach 1 min umlegen - sie sollte schon mal 10 min an einer seite bleiben und nuckeln - sonst kann ich mir vorstellen dass das mühsam ist mit dem spendereflex!

lg
me

Beitrag von emily..erdbeer 03.05.11 - 10:28 Uhr

Sie geht aber leider dann ab von der Brust und will auch erst wieder, wenn ich die andere Seite nehme. Ich mach das auch erst, wenn der Spendereflex schon da war.
Das mit dem Tee, werde ich aber mal ausprobieren. Wirkt ja vielleicht besser, als der herkömmliche Stilltee.

Danke

Beitrag von meandco 03.05.11 - 11:01 Uhr

also bei mir hat der wahre wunder bewirkt ;-)

lg

Beitrag von sarahjane 03.05.11 - 09:58 Uhr

Was an Milch nicht ausreichend aus den Brüsten fließt, kannst Du mit Premilch oder Milchgetreidebrei nachfüttern. Du siehst, es gibt gar kein Problem.

Beitrag von emily..erdbeer 03.05.11 - 10:01 Uhr

Wenn du meinen Text genau gelesen hättest, wüßtest du, das ich nicht die schlechtere Alternative möchte. Dazu kommt noch, dass mein Kind keine Flasche nimmt.
Es gibt also doch ein Problem!

Beitrag von sarahjane 03.05.11 - 15:13 Uhr

Kein Problem: Du kannst auch aus einem Becher, mit dem Brusternährungsset (Anwendung bitte von Hebamme bzw. Brusternährungsberaterin zeigen lassen), Spritze/Fingefeeder (Anwendung bitte von Hebamme bzw. Brusternährungsberaterin zeigen lassen), Löffel, Medela Camla, Medela Softcup etc. nachfüttern.

Du siehst: Du musst Dich nicht verrückt machen. :-)

Beitrag von emily..erdbeer 03.05.11 - 15:42 Uhr

Du hast recht, ich könnte natürlich den einfachen Weg nehmen und ihr Kunstmilch geben. Doch hätte ich das gewollt, wäre ich schon in den ersten 7 Wochen los gelaufen und hätte mir das tolle Pulverchen gekauft, denn ich habe mir das problemlose stillen hart erkämpfen müssen.
Ich möchte für meine Tochter nur das Beste und das ist nun mal Muttermilch. Da kommt deine so hoch angepriesene Ersatzmilch nicht mal ansatzweise mit.
Für Mütter die wirklich nicht stillen können, ist es ok und besser als Kuhmilch mit Gries ( das hat meine Schwester bekommen vor 30 Jahren )
Ich habe jedenfalls mit meiner Hebamme gesprochen und viele nützliche Tipps bekommen. Ich denke meine Produktion wird sich wieder regeln.
Und wenn nicht, dann suche ich nochmal den Kontakt zu dir, denn du kommst da bestimmt günstiger ran, so als Hipp-Vertreter;-)

Beitrag von italyelfchen 03.05.11 - 10:12 Uhr

Huhu,

ja, kommt mir bekannt vor, leider!

Mein Schatz ist 7,5 Monate und eigentlich stille ich noch vormittags und abends zum Einschlafen und nachts. Leider wird es immer weniger und Milchmenge steigern durch häufigeres Anlegen ist bei uns nicht, da er wach nicht mehr an die Brust geht, keine Chance!
Sonst habe ich nachts ein Mal gestillt, jetzt stille ich in der Regel schon so um 3-4 Uhr zum zweiten Mal und er wir völlig fuchsig, weil fast nichts da ist! Ich dachte schon, gut, dann gewöhnt er sich schonend dran, dass es nachts weniger gibt, aber das Ende vom Lied, ist, dass er schon um 6 Uhr totla quengelig wach wird, nur mit viel Mühe weiterschläft und wenn ich versuche, dann aufzustehen, geht hier die Welt fast unter, weil er müde und so heulig und jammerig ist! Er geht nämlich erst zwischen 21 und 22 Uhr ins Bett!
Ich habe just heute beschlossen, dass es das nicht wert ist! Ich möchte nicht ständig an der Plastikpumpe hängen, um die Menge wieder anzuregen!
Ab heute stille ich nur noch abends und evtl. in der tiefen Nacht! Früh morgens bekommt er halt im Bett ein Fläschchen (nimmt er problemlos) und gut ist!
Ich finde es schön, dass er überhaupt noch Muttermilch bekommt, ist doch schon gut, und ob es jetzt 150 oder 350 ml sind, wird keinen anderen Menschen aus ihm machen! ;-) Abends zählt für uns eh mehr die Kuscheleinheit! Da wäre ihm sogar wurscht, wenn garnichts kommt, denn er hat 1-2 Studen vorher gut Abendbreit gegessen und pennt oft schon ein, bevor der Milchspendereflex einsetzt!

Ich denke, gerade hier durch Urbia, wird dem Stillen neben der Beikost ein viel zu großes Gewicht beigemessen! Klar, wenn es klappt ist das toll, aber viel viele Mütter sich quälen, weil sie sich verpflichtet fühlen und manchmal sogar, obwohl es dem Baby selbst nichts ausmachen würde...

LG
Elfchen

Beitrag von emily..erdbeer 03.05.11 - 10:24 Uhr

Ja das stimmt schon, man setzt sich selbst unter Druck. Ich wäre ja schon froh, wenn sie auch so gut Abendbrei essen würde. Nur leider mag sie den gar nicht und bekommt darum Brot. Allerdings schafft sie vielleicht eine halbe Scheibe, denn kauen ist ja auch mühselig ohne Zähne. Da helfen auch die 2 unteren nicht.
Sie hat also noch hunger hinterher. Flasche nimmt meine nicht, ich müsste also aus dem Becher füttern und da habe ich ehrlich gesagt keine Lust zu. Ich wollte ja auch eigentlich noch ein paar Monate stillen.
Aber ist ja schön, dass es für euch in Ordnung ist.

Liebe Grüße

Beitrag von marjatta 03.05.11 - 11:20 Uhr

Also, dass sich die Stillmahlzeiten im Laufe der Zeit ändern, ist nichts ungewöhnliches.

Sei versichert, da kommt noch mehr als genug Milch. Sie macht vermutlich gerade einen Entwicklungsschub durch, weshalb sie soviel in sich reinmampft und auch häufiger stillt.

Auch wenn Dein Busen sich jetzt weicher anfühlt, wird immer noch genügend Milch gebildet. Die meisten denken, dass wenn der Busen nicht mehr so groß und prall vor dem Stillen gefüllt ist, es wäre keine Milch mehr da. Dem ist nicht so. Ich kann das sicher bestätigen.

Die Milch wird jetzt während des Stillens gebildet und nicht mehr "auf Vorrat". Dadurch bekommt Dein Kind immer noch viel Muttermilch.

Mein Sohn ist jetzt 2 Jahre alt und wir stillen weiterhin nach Bedarf (was in der SS etwas schwieriger ist, aber es geht). Es gab Zeiten, da hat er nur noch einmal abends zum Einschlafen gestillt und dann wie jetzt während Entwicklungsschub und Zahnen bis zu fünf mal am Tag.

Mach Dich nicht verrückt. Sei froh, denn ab jetzt lassen sich schicke BHs in der alten Größe und Stillen prima kombinieren ;-). Auch verändert sich die Zusammensetzung der Milch entsprechend des Alters. Im Laufe der Zeit erhöht sich die Menge an Immunglobulinen, die die Kinder vor Infekten schützen.

Du wirst froh sein, wenn Dein Kind in die Krippe kommt und es nur noch abends/nachst bzw. in Deiner Anwesenheit stillt... Der Busen macht das alles prima mit. Spreche aus Erfahrung von jetzt 1 Jahr 30h/Woche berufstätig, Sohn in der Krippe (wo er mitisst, wie alle anderen Kinder auch).

Gruß
marjatta mit Sohn und #ei, 30.SSW