Umgangskontakt obwohl sich mein Sohn dagegen wert... HILFE...

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von jema27072005 03.05.11 - 11:50 Uhr

Hallo alle zusammen...

Ich habe mich gerade neu angemeldet weil ich ganz dringend mal ein paar Meinung von aussen stehenden brauche und die vielleicht auch schon so etwas durch gemacht haben!

Es geht um den Umgangskontakt mit dem "Erzeuger" meines Sohnes! Hört sich mies an aber es ist einfach so...

Der Vater von meinen Sohn hat sich seit 16 Monaten nicht einmal gemeldet geschweige denn irgendwie versucht Kontakt zu ihm aufzunehmen! Nun hab ich Anfang Februar diesen Jahres das Alleinige Sorgerecht beantragt weil es im letzten Jahr immer wieder vorkam das ich zum Jugendamt musste weil der Vater unauffindbar war und ich die Einverständis vom Ihm brauchte das ich meinen Sohn bei Schule etc. anmelden konnte...

Den Gerichtstermin haben wir schon hinter uns und ich habe erstmal die Generallvollmacht erhalten, was ja nicht schlecht ist aber dem Vater wurde auch ein Umgangsrecht zu gesprochen.

Mein Sohn ist 5 Jahre alt und musste vor Gericht aussagen, angeblich hat er doch gesagt das er seinen Papa sehen möchte. Im Gerichtsgebäude musste mein Sohn dann auch gleich auf seinen Vater treffen, er hat Ihn nicht erkannt und das auch laut gesagt das er nicht wüsste wo sein Vater wäre. Mein Sohn drehte sich nur zu mir um und sagt: Mama wo ist denn mein Papa Martin (zur Erklärung das ist mein Lebensgefährter) gut ich hab ihm versucht zu erklären das er ja nicht hier ist da es ja um seinen Richtigen Papa gehen würde... Marlon (mein Sohn) meinte nur, den will ich nicht sehen...
Vom Gericht wurde das aber absolut nicht angenommen! Da der Vater ja immer noch Rechte hat aber seine Pflichte nicht nach kommen muss!!!

Nu hatten wir ein erstes Treffen auf neutralen Boden und mein Sohn hat ihm eigentlich klar gemacht das er das nicht will. Er hat sich hinter mir versteckt, er hat geweint und immer wieder gesagt ich will das nicht! Das treffen dauerte ganze 4,5 min. Der Vater hat das ganze mit den Worten: Na dann hat das keinen Sinn, beendet!

Ich muss dazu sagen, das seitdem wir den Besuch vom Gerichtsbeistand für meinen Sohn hatten, mein Sohn sehr Aggressiv mir gegenüber geworden ist! Er nässt Nachts wieder ins Bett und auch so ist sehr vom Verhalten verändert!

Jetzt stellen sich mir einige Frage... was muss noch alles passieren? Was muss ich alles noch mit machen? Wie weit kann ich gehen um mein Kind zu schützen? Wie lange muss mein Kind das noch mit machen? Seelisch ist er schon total fertig!!!

Bitte helft mir, vielleicht habt ihr auch ein paar Paragrapfen die ich dem J-Amt mal unter der Nase halten kann... Bitte...

Achso... er hat vor dem J-Amt die Aussage getätigt nach dem Er gefragt wurde ob er sich bei mir gemeldet hätte wenn ich das Sorgerecht nicht eingeklagt hätte mit einen NEIN beantwortet!

Termin bei meinen Rechtsanwalt habe ich nächste Woche!

Ich bedanke mich schon mal im voraus

LG Jenny

Beitrag von ajl138 03.05.11 - 11:54 Uhr

Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe,dann seid ihr euch doch einig,dass kein Kontakt und keine Besuche mehr kommen werde.
Was genau willst du dann jetzt wissen?

Beitrag von ajl138 03.05.11 - 11:58 Uhr

P.S:Der Vater hat doch gesagt,dann bringt das nichts.
Meld dich von dich aus nicht mehr beim Vater des Jungen.Wenn es so ist wie du schreibst,dann wird er sich doch wohl auch kaum von alleine melden,oder?

Beitrag von redrose123 03.05.11 - 12:02 Uhr

Hallo,

also ich glaube das die Situation, erst die Verhandlung dann das Treffen für den Anfang einfach zuviel waren, deshalb alles zu kappen find ich übereilt. Dem Kind würde ich mehr Zeit lassen und die Treffen öfters aber nicht so lange in Anwesenheit einer Person die er kennt stattfinden lassen.....

Beitrag von ajl138 03.05.11 - 12:08 Uhr

Sie schrieb aber: der Vater sagte: dann bringt das ja nichts.
Wer nicht will,der hat schon.Ich würde da nicht hinterherlaufen,wenn das Kind den Vater gar nicht sehen will.
So meinte ich das.

Beitrag von redrose123 03.05.11 - 12:26 Uhr

Ok missverstanden, ich versteh nur nicht sie hat den Umgang erst zugelassen und er geht vor gericht......

Beitrag von ajl138 03.05.11 - 18:22 Uhr

Nein,sie hat das alleinige Sorgerecht beantragt.

Beitrag von redrose123 03.05.11 - 12:00 Uhr

Hosa das ist ja mal was. Der kleine erkennt nach 16 monaten nicht mehr? Hat er Ihn vorher auch selten gesehen?

Vieleicht wäre ein betreuter Umgang erstmal förderlich das sie sich annähern, oder gibt es driftige Gründe den Umgang nicht mehr zu fördern?

Ich denke alles in allem mit Verhandlung usw. und anschliessendem Treffen war es das erste mal zuviel und zu schnell.

Beitrag von jema27072005 03.05.11 - 12:08 Uhr

Danke für eure Antworten...

Doch leider soll es zu weiteren treffen kommen! Da das Gericht ja das gute in dem Vater sieht...

Leider zeigt die Vergangenheit aber das es nicht von dauer ist! Wir waren seit der Trennung immer wieder beim J-amt weil es nichts gebracht hatte da er sich nicht regelmäßig gemeldet hat bzw. auch die Vereinbarungen nicht eingehalten hat!

Na ja aber gut das Gericht will so und mir sind die Hände gebunden!

Deswegen war ja meine Frage ob es wirklich soweit kommen muss das mein Sohn noch weiter leidet... Ich hab dem Vater immer alle Türen offen gelassen das er her kommen kann usw. bis heute war nicht einmal hier!!! Warum wird das nicht beim J-Amt angenommen... mir zeigt es völliges Desinteresse an seinem Kind!!!

LG Jenny

Beitrag von ajl138 03.05.11 - 12:16 Uhr

Dann such dir wirklich einen Kinderpsychologen.Und lass es dir bescheinigen.

Was anderes wird dir sicherlich leider nicht mehr übrig bleiben.
Bestehe auf begleiteten Kontakt beim Jugenamt oder sonstiges,so dass du immer Zeugen hast,die nicht voreingenommen sind.

Ich wünsch euch wirklich viel Kraft und das dieser Spuk sich entweder noch zum Guten wendet oder bald vorbei ist.

Beitrag von redrose123 03.05.11 - 12:21 Uhr

Das ist schade du hast es zugelassen und er nimmt es sich dann unter zwang warum? Warum ist er vor gericht wenn du Ihm den Umgang nicht verwehrst?

Beitrag von ppg 03.05.11 - 12:01 Uhr

Ja, das Theater hab ich auch gerade, nur sind meine Kinder wesentlich älter und werden auch angehört werden.

Nimm Dir einen Kinderpychologen und laß ein Gutachten erstellen. Aus diesem Gutachten muß klar hervorgehen, das in der jetztigen Situation Umgangskomtakte dem Kindeswohl schaden.

Vergess das Jugendamt!

Ute

Beitrag von jema27072005 03.05.11 - 12:21 Uhr

Ja auf die hab ich eh schon keine Lust mehr... Die reden immer so als wenn mein Sohn ein stück Papier ist und wollen immer das er seinen Vater sieht...

Angehört wurde mein Sohn im Gericht auch! Ich habe denen gesagt das das Sie bitte die Namen von dem Vater und meinen Lebensgefährten nennen sollen, wenn die Frage kommt willst du deinen Papa sehen, damit für meinen Sohn keine Verwechslung aufkommt, und die das leider nicht gemacht haben hat mein Sohn mit Ja geantwortet... und als wir dann auf ihn im Gericht getroffen sind hat mich mein Sohn nur gefragt wo ist mein Papa Martin... seinen richtigen Vater hat er aber nicht erkannt!!!

LG Jenny

Beitrag von ppg 03.05.11 - 12:27 Uhr

Naja, es ist ohnehin negativ, wenn Du zuläßt das das Dein Sohn den neuen LG mit "Papa" anspricht.

Die Fauxpas mußt Du Dir zuschreiben - das hättest Du von Anfang an unterbinden müssen. Jetzt stehst Du so da, das Du mit neuem Mann einen auf heile Familie machen willst und ganz bewußt den leiblichen vater außen vor gelassen hast - also Du hast jetzt die A....karte - zumindest in der schwarz / weiß Welt der Jungendämter.

So aber jetzt ist das Kind in den Brunnen gefallen, das wird letztendlich nur noch ein Gutachten helfen.


Ute

Beitrag von jema27072005 03.05.11 - 12:33 Uhr

Zugelassen habe ich es nicht... er ist zu meinen LG gegangen und hat ihn quasie gefragt ob er nicht sein Papa sein kann da sein richtiger Papa nicht mehr kommt! Das kommt daher das er Ihn immer mit Martin angesprochen hat auch wenn andere Kinder hier zum spielen waren und die dann natürlich gefragt haben warum er nicht Papa sagt! Wir haben versucht es zu erklären aber einen damals 4 Jährigen das zu erklären ist auch ein bisschen schwierig!

Marlon kann ganz gut unterscheiden wer sein richtiger Papa ist und wer nicht und er sagt auch so wenn wir reden weder zu meinen LG noch zu seinem Vater Papa. Er nennt die beiden bei Vornamen!

LG Jenny

Beitrag von ppg 03.05.11 - 12:36 Uhr

Ja, aber dein Sohn hat eine andere Aussenwirkung gezeigt, als es darauf ankam.

Jetzt bist Du das Elternteil, das sich schädigend dem anderen gegenüber verhalten hat.

Aus dem Dilemma, kann Dir nur noch ein Gutachten helfen, was den Sachverhalt aufklärt.

ute

Beitrag von phili0979 03.05.11 - 13:47 Uhr

Entschuldige aber das es negativ ist dass das Kind den neuen Lebenspatner Papa nennt ist wirklich Blödsinn!!!!

Wenn ein KV sich nicht kümmert, der neue Lebenspatner aber mit dem Kind zusammenlebt, ihm Geschichten vorliest, es zum Kindergarten bringt, mit dem Kind spielt kurz: für es sorgt- dann ist er der Papa!

Sorry aber einem Vater der nicht in der Lage ist sich in 16 Monaten auch nur einmal zumelden, den kann ich nicht als einen "Papa" betrachten! Ein Papa kümmert sich etc. oder steht dieses Wort nur leiblichen KV zu? Wenn ja dann hätten ja alle Pflege- Adoptivkinder dieser Welt weder Mama noch Papa!

lg

Beitrag von redrose123 03.05.11 - 13:55 Uhr

Meinem Mann seine Ex spielt nie mit Ihren Kindern, liest ihnen auch nie vor trotzdem ist sie die Mutter und nicht ich......

Einem 5 jährigen kann man aber auch erklären das er eben zwei Papas hat, und der eine eben nicht da ist aber lebt.....

Beitrag von phili0979 03.05.11 - 14:00 Uhr

ich sag gar nix dagegen wenn ein Kind 2 Papas hat, warum auch nicht. Ich wehre mich nur dagegen wenn man es als negativ betrachtet und der Mutter Vorwürfe macht (dass sie es zulässt), wenn ein Kind den neuen Lebenspatner als Papa sieht und diesen auch als solchen bezeichnet!

lg

Beitrag von janamausi 03.05.11 - 14:57 Uhr

Hallo,

ist dann eine Freundin vom getrennt lebenden Vater auch die Mama? Die liest ja auch Geschichten vor, bringt das Kind Abends ins Bett etc. und sorgt für das Kind.

Wenn eine Mutter mehrere Lebensabschnittspartner hat und diese sich während der Beziehung mit um die Kinder künmmern, sind dass dann alles Väter?

Heutzutage halten viele Beziehungen nicht ein Leben lang/lange, da kann man doch nicht den Partner nach kurzer Zeit als "Papa" repräsentieren. Viele Väter kümmern sich nach einer Trennung nicht um die eigenen Kinder, da gibt es sicherlich noch viel mehr Männer, die sich nach einer Trennung nicht um die Kinder der Mütter kümmern und auch kümmern dürfen.

LG janamausi

Beitrag von phili0979 03.05.11 - 16:33 Uhr

Hallo Janamausi,

ich glaub du willst mich nicht so Recht verstehen, also nehm ich jetzt mal ein beispiel:

z.B. Mutter & der Kindvater trennen sich als das Kind noch sehr klein ist. Der leibliche KV, kümmert sich gar nicht um sein Kind, sieht es nicht, überweist lediglich den Unterhalt. Die Mutter lernt einen neuen Mann kennern, zieht zusammen mit ihm. Dieser übernimmt alle Aufgaben und Pflichten eines Vaters für das Kind. Begleitet es ins Krankenhaus, spielt und finanziert meinetwegen auch Sachen für das Kind, die sich die Mutter (wäre sie alleinerziehend ) nicht erlauben könnte. Kurz sie werden/ leben wie eine "echte" kleinen Familie, führen eine stabilie Beziehung etc.

Das Kind fängt irgendwann an den Lebenspatner Papa zu nennen weil sich sich gegenseitig als Vater und Sohn betrachten. Da soll dann die Mutter dazwischen gehen und sagen: "Nee so nicht mein Kind, du hast ein Papa! Gut der kümmert sich nicht um dich, macht sich nichts aus dir- aber trotzdem hast du diesen Papa zu nennen, nicht meinen Lebensgefährten!"

Wo möglich bekommen die Mutter und der LG dann noch ein Kind und dieses darf ihn dann Papa nennen aber das"mitgebrachte" Kind, wächst mit einem "Papa" auf dem Papier auf. -für mich persönlich eine grausame Vorstellung!


Hoffe ich hab es jetzt so erklärt dass du verstehen kannst was ich meine.
Aber es ist auch ein sehr emotionales Thema was jeder anders für sich betrachtet.

lg

Lg

Beitrag von nadineriemer 03.05.11 - 17:30 Uhr

Hallo,
#prostimme dir da zu!

Nadine

Beitrag von ppg 03.05.11 - 21:20 Uhr

Genau diesen Fall hatte ich: Und mein Kind , was meinen LG quasi von Geburt an kannte, hat zu meinem Freund "Dirk " gesagt, obwohl er ein hingebungsvoller Stiefdaddy war. "Papa" habe ich direkt im Keim erstickt - obwohl er es wohl gern gehabt hätte.

Ja, war, denn das ganze hat nicht gehalten, wir haben uns nach vielen Jahren getrennt, der Kontakt zu den Kindern ist abgerissen, weil er es nicht "ertrug" mich bei den Besuchen zu sehen. Die Kinder wurden somit ganz schnell zur Nebensache.

Nach vielen Jahren gibt es nun wieder einen Mann in meinem Leben - zunächst einmal sind wir beste Freunde, ob wirklich sich da eine Beziehung entwickelt ist fraglich / nicht ausgeschlossen...aber meine Tochter liebt ihn heiß und inning. Er ist der Mann, der sie einst zu Altar führen wird - nicht ihr Vater. Aber sie nennt ihn beim Vornamen: Den innigen Gefühlen füreinander tat das keinen Abbruch.

Mit diesem andauernd neuem Papagewese verwirrt man gerade keine Kinder enorm - und wohin dann ein solcher Lojalitätskonflikt den kleinen Mann bringt, sieht man doch im Fall der TE wunderbar.

Wie würdest Du es finden, wenn die neue Freundin vom KV von deinem Kind Mama genannt würde - ist dann doch gar nicht mehr toll, oder?

Ute

Beitrag von nadineriemer 03.05.11 - 21:29 Uhr

Hey,
das ist ja richtig,aber man muß ja nicht gleich der Mutter böses unterstellen und ihr ankreiden,das sie sich völlig falsch verhalten hat.Ich denke das sie das überhaupt nicht mit böser Absicht getan hat,nicht zu reagieren und das weiter so laufen zu lassen,da der Kindsvater sich ja auch überhaupt nicht um sein Kind gekümmert hat.
Mich ärgert das einfach,wenn ich immer wieder höre,das der Vater Rechte hat,was auch völlig ok ist,aber wo sind die Pflichten?
Hat er nicht die Pflicht auch wenn man es nicht einklagen kann,sich regelmäßig um sein Kind zu kümmern und nicht mal alle 2 Jahre?
Der Mutter wird gleich unterstellt,sich falsch verhalten zu haben,wo ich denke das es nicht mit Absicht war und der Vater der sich ziemlich daneben benimmt indem er sich mal alle jubel Jahre um sein Kind kümmert,der bekommt nicht mal eine auf den.....

Nadine

Beitrag von ppg 03.05.11 - 22:28 Uhr

Ich unterstelle der Mutter gar nix böses - sie hat einfach nur nicht vernüftig nachgedacht - vorher. Passiert offensichtlich häufiger.

Sie hat sich aber durch ihr kurzsichtiges Verhalten in eine sehr ungünstugen Position gegenüber Gericht und Jugendamt gebracht. Und was noch schlimmer ist, das eigene Kind in einen schlimmen Loyalitätskonflikt gestürzt, der wohl nur noch therapeutisch aufzuarbeiten sein wird.

Wie und ob der Vater seine Rechte und Pflichten wahrnehmen wird steht auf einem ganz anderen Blatt - hier hat ein 5 Jähriger ein Trauma erlitten, das in dieser Form nicht nötig gewesen wäre, wenn die betroffenen Erwachsenen einfach mal Vorher über die Konsquenzen ihres Handelns nachgedacht hätten

Meine Meinung

Ute

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