Einschulung in den neuen Bundesländern

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Beitrag von schullek 03.05.11 - 12:44 Uhr

Hallo,

nach der unten stehenden Diskussion zu Einschulungsfeiern, wo wieder einmal bestaunt wurde, wie groß das ganze in den neuen Bundesländern

(ich finde langsam könnte mal nen neuer Begriff her, oder wir lassen es ganz. Die neuen Bundesländer sind als solche schon 20 Jahre alt und bestanden als Regionen so schon min. genauso lange wie das ehrwürdige Bayern. Im Osten liegen bei Weitem nicht alle, nur wenn man sich genau westlich davon befindet, um es genau zu nehmen. Für die Bayern, sind wir aber im Norden und Mecklenburg Vormpommern als Osten zu bezeichnen macht wenig Sinn, da es sich im Norden genau neben Schleswig Holstein befindet. Sachsen Anhalt und Thüringen liegen eher in der Mitte. Das dazu)

gefeiert wird. Und immer wieder leicht bissige Kommentare, generell, nciht unbedingt in dieser Diskussion.

Meine Meinung dazu: leben und leben lassen. Ich finde kirchliche Trauungen bei Menschen, die sonst der Kirche eher fern als nah bleiben und Taufen in Familien, die die Kirche nur von außen sehen ebenfalls gelinde gesagt 'merkwürdig'. Ich bin für Aufrichtigkeit und die erkenne ich bei vielen, die Beschriebenes so handhaben eher nicht. Meine persönliche Erfahrung dazu.

Hintergrund: Die Einschulung ist im alten Osten etwas Wichtiges und Großes. Wenn man nun noch bedenkt, dass beim Großteil der Bevölkerung kirchliche Festivitäten, wie Kommunion und Konfirmation, Taufe etc. wegfallen, einfach aus kulturhistorischer Sicht, kann man sicher eher verstehen, warum die Einschulung als große Etappe eben groß gefeiert wird.

Ist verständlich, nicht schwer zu verstehen und daher könnte die Verwunderung abebben und die bissigen Kommentare versiegen.

In diesem Sinne!

lg

Beitrag von litalia 03.05.11 - 13:04 Uhr

Aha!

Beitrag von schullek 03.05.11 - 13:08 Uhr

siehste du, einer mehr erhellt ;-)

Beitrag von litalia 03.05.11 - 13:15 Uhr

ja, ich habe deinen text wissbegierig gelesen ;-)

Beitrag von kenni74 03.05.11 - 13:30 Uhr

#danke

Beitrag von rienchen77 03.05.11 - 13:39 Uhr



neue Bundesländer? ach hab den Begriff schon lange nicht mehr gehört oder darüber hinweggelesen...ich unterscheide da gar nicht mehr....

Beitrag von woodgo 03.05.11 - 17:47 Uhr

Hallo,

wir, aus dem Osten Deutschlands kommend, haben den Schulanfang unserer Tochter prächtig gefeiert und ich hätte mich geärgert, hätten wir das nicht getan. Bekannte, aus dem Osten Deutschlands stammend, aber im Süden Deutschlands wohnend, waren sehr traurig, daß keinerlei Feier zum Schulanfang stattfand und haben so am Wochenende darauf eine riesen Party gemacht. Sie hätten sich ebenfalls geärgert, hätten sie es nicht getan.
Soll doch jeder machen, wie er denkt.


LG

Beitrag von cateye82 03.05.11 - 20:40 Uhr

#pro

Beitrag von fascia 04.05.11 - 17:58 Uhr

Nu, schullek!

In der Region, in der ich geboren bin, gibt es einen Spruch:
Wat de Buur nit kennt, dat freet hej nit.
(Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht.)
Ich stamme aus dem Bergischen Land, NRW.
Seit 18 Jahren leb ich nun in Sachsen.

So kommt es, dass mein Mann und ich Gepflogenheiten annehmen, die uns vorher nicht geläufig waren.
Ich find es schön, dass die Einschulung hier so "groß" gefeiert wird.
Davon "heben" die Kinder nicht "ab".
Sie sind doch so herrlich stolz, in die Schule zu kommen - freuen sich schon so lange drauf...
Da kann man sie ruhig hochleben lassen.
Ihnen zu zeigen, dass man sich mit ihnen freut und darum mit ihnen feiert - das finde ich bei dem Anlass sehr passend.

Überhaupt habe ich nicht den Eindruck, dass die Kinder hier durch solche Aktionen "verwöhnter" wären als anderswo. Beileibe nicht.

Es lebe die Vielfalt. Beim Feiern und "bej´d Freten"...

f.





Beitrag von fascia 04.05.11 - 18:59 Uhr

...ach, da fällt mir noch was zu den "neuen" Bundesländern ein.
Die mir in vielen Zusammenhängen inzwischen auch nicht mehr passend erscheinen.

Im Bekanntenkreis hier sagen wir spasseshalber statt "die alten Bundesländer":
Die gebrauchten Bundesländer...