Kredit fürs Hauskaufen?

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von anja_20_ 03.05.11 - 12:58 Uhr

Hallo ihr lieben!!

Mein Schatz und ich wollen bauen!

Ich mache mir im mom mächtig Gedanken wie man das so stemmen wird.

Wir haben einen 6 jährigen Sohn, wollen demnächst gern nochmal nachwuchs.

Ich arbeite als Krankenschwester, mein LG im Aussendienst.

Da wir wahrscheinlich voll finanzieren werden, benötigen wir wohl in etwa 260 000 € Wobei wir dann nicht nur das zu bauende Haus als Sicherheit hätten, sondern noch Eigentum mit Wert von 110 000 €
Wir wollen dieses eigentlich nur im äussersten Notfall verkaufen.

Finanziell stehen wir eigentlich nicht so schlecht da. Von schlimmsten Fall (ich in Elternzeit) hätten wir monatlich 3500 € Einkommen.
Ausgaben, mit allem drum und dran, Essen, Tanken, Versicherungen, Auto, sonstiges brauchen wir in etwa 1500 euro. 500€ als Rücklagen.

D.h. wir hätten theoretisch 1500 € für Kredit.

Kennt sich da jemand von euch aus?

Wie ist das mit der Bewilligung? Weil 260 000 € sind ja doch ein haufen geld.

Termin auf der Bank haben wir erst.

Bin euch für Meinungen dankbar!

lg anja


Beitrag von wemauchimmer 03.05.11 - 14:20 Uhr

Kein Problem:
Das ist keine Vollfinanzierung, wenn Ihr eine abbezahlte Immobilie im Wert von 110.000€ besitzt. Dann ist die Beleihung bei 260.000/(260.000+110.000) das heisst 70%, da seid Ihr in dem Bereich, wo jede Bank problemlos und zu guten Konditionen mitspielt.
1500€ im Monat sind etwa 7% Annuität von 260.000€, das bedeutet eine Anfangstilgung von 2,5-3% und somit auch eine recht schnelle und nicht allzu teure Rückzahlung.

Es sollte also kein Problem sein, selbst wenn die Bank ein wenig Sicherheitsabschläge für die Bestandsimmobilie macht und wenn Du in Deinen 260.000 noch ein paar Erwerbsnebenkosten drinnehattest. Natürlich immer vorausgesetzt, die vorhandene Wohnung ist schuldenfrei.
Es gilt der schöne alte Satz: "Die erste Immobilie ist immer am schwersten, bei den nächsten wird es immer einfacher".
LG

Beitrag von gr202 03.05.11 - 14:22 Uhr

Sprecht erstmal mit der Bank, eine Vollfinanierung wird nicht immer gemacht, wenigstens die Baunebenkosten sollte man bezahlen können.

Bitte nicht vergessen: während Ihr baut, fallen schon die ersten Raten an, bei uns waren es 30 % des Kaufpreises beim ersten Spatenstich, 30 % nach Vollendung des Rohbaus und dann nach und nach der Rest. In der Zeit haben wir alles doppelt bezahlt, bzw. machen es noch immer, da wir unsere ETW noch nicht verkauft bekommen haben.

Gruß
GR

Beitrag von catch-up 03.05.11 - 14:23 Uhr

Also ich kann dir schon mal sagen, dass dein Elterngeld nicht als Einkommen angerechnet wird. Dein Einkommen in der Elternzeit wird mit sage und schreibe 0 EUR berücksichtigt werden.

Hab das grad selbst hinter mir! Wir haben ein Grundstück gekauft. Dafür haben wir über eine Bausparkasse noch 24.000 EUR aufgenommen. Meine Eltern müssen jetzt 2 Monate für uns bürgen, weil ich "kein" Einkommen hab! Total bescheuert!

Also wenn ihr bauen wollt, dann macht es, bevor das Kind da ist! In der Elternzeit bekommt ihr sonst ohne Unterstützung (uns wer bürgt schon für 260.000 EUR?) jedenfalls keinen Kredit! Alles, was nach Vertragsabschluss kommt, kann die Bank ja nicht beeinflussen!

Ansonsten: Viel Erfolg!

Beitrag von zwiebelchen1977 03.05.11 - 20:24 Uhr

Hallo

Das stimmt nicht. Wir haben auch währedn meiner Elternzeit, ohne Bürgen den Kredit für unser Haus bekommen

Bianca

Beitrag von turmmariechen 03.05.11 - 20:31 Uhr

Wir ganz genauso ... mein Sohn ist im Sommer geboren und im Nov haben wir gekauft - ohne Bürgen. Es gibt ja auch Familien mit einem Einkommen die bauen / kaufen . So pauschal kann man das sicher nicht sagen.

Beitrag von mauskewitzki 03.05.11 - 17:13 Uhr

Hallo,

eine Kredit bekommt ihr bestimmt, ihr habt ja Eigenkapital (Sicherheit), eure Wohnung.

Du musst aber miteinrechnen, dass ihr bei einem Haus viel höhere Nebenkosten habt. Grundsteuer, Gebäudebrand, Wasser, Strom, Heizung..... oder ist dass schon bei den 1500€ dabei?
Die Rücklagen sind für Auto, Reperaturen uws. oder? Wollt ihr auch mal in Urlaub oder euch sonst was gönnen, würde ich die Rate nicht ganz so hoch ansetzten, schließlich legt man sich ja für sie nächsten 10 Jahre oder so fest.

Wir haben 3800€ netto (Einkommen meines Mannes und Kindergeld) zahlen 500€ ab, wobei die Rate auf 770€ steigt. Zusätzlich zahlen wir in einen Bausparer ein und lösen den anderen Kredit in 10 Jahren ab. Diese Summe, die wir in den Bausparer zahlen, können wir beliebig verändern. Wenn es also mal eng werden sollte mit dem Geld, habe wir unser aus Haus halt nicht in 20 sondern vielleicht in 23 Jahren abgezezahlt. Außerdem verdiene ich ja auch mal wieder was, mit diesem Geld könnten wir dann auch tilgen, wenn wir wollen.

LG

Beitrag von coppeliaa 03.05.11 - 18:24 Uhr


mir kommt das alles ein bißchen knapp aber nicht unrealistisch vor. 260 000 euro kredit kommen bei 30 jahren und 5,5% zinsen effektiv auf knappe 1500 euro im monat. ihr müsst allerdings noch nebenkosten auch finanzieren. gut für euch ist aber das vorhandene vermögen.

was ich mich aber frage: ist es wirklich möglich um 260 000 einen grund zu kaufen und ein haus zu bauen? bei uns wäre das unmöglich!

lg

Beitrag von catch-up 03.05.11 - 19:30 Uhr

Dicke geht das!!!!!

Hier (Speckgürtel um Berlin) kann ich für 260.000 EUR zwei Häuser bauen!

Für unser Grundstück haben wir 35.000 EUR gezahlt. Das Haus schlägt noch mal mit 155.0000 EUR zubuche.

Passt schon!

Beitrag von anja_20_ 03.05.11 - 19:57 Uhr

Bei uns geht das hier auch! Grundstück von 570qm kostet 90 000 und fürs Häuschen sind 150 000 geplant! 20 000 sind als Puffer gedacht.

Danke für eure Antworten!

Beitrag von zwiebelchen1977 03.05.11 - 20:25 Uhr

Hallo

Hier bekommst du da eine Minidoppelhaushälfte ohne Keller auf kleinem Grundstück