Mein Mann hat wieder gespielt... :-(

Archiv des urbia-Forums Partnerschaft.

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von enttäuscht 03.05.11 - 13:25 Uhr

Hallo alle zusammen,

ich hab folgendes Problem:

bevor mein Mann und ich uns kennenlernten, war er sehr oft in Spielhallen, hat viel Geld verzockt (im fünfstelligen Bereich). Das kam aber erst im Laufe der Beziehung raus.
Seit er mit mir zusammen war, hat er komplett die Finger davon gelassen.
Wir haben eine kleine süße Tochter(2) die extrem an ihm hängt.

Nun ist es so, dass mein Mann sich extrem zurückzieht, weil sein Papa schwer krank ist. Er redet überhaupt nicht mit mir. Macht nur noch sein Ding.
Tja und nun hat er mir gestanden, nach ewigem Bohren von mir, dass er gestern spielen war. Es waren angeblich nur 50 Euro. Fast 4 Jahre war Ruhe und nun wieder das. Ist das ein ernstzunehmnder Rückfall? Was soll ich denn jetzt machen? Ich kann doch der Kleinen nicht ihren geliebten Papa wegnehmen? Für mich ist das Vertrauen weg. Wie soll das je wieder gut werden? Ich muss doch jedes Mal denken, wenn er aus dem HAus geht, dass er wieder zum spielen fährt. Und da ist es auch egal, wenn er mir 1000 mal sagt, er macht es nicht. Ich kann es nicht mehr gleuben und das Misstrauen bleibt.
Er ist auch ein Mensch, der nie zu ner Therapie gehen würde.
Wenn ich ihn verlassen würde, würde er es so hinnehmen und es mit sich selbst ausmachen. Verzweifel grad. :-(

Beitrag von alpenbaby711 03.05.11 - 13:40 Uhr

Wenn dsa Problem wieder los geht versucht er damit seine anderen zu überdecken. Dadurch das er aber nie zu einer Therapie gehen würden will er weiterhin seine Probleme damit nicht sehen. Das heißt aber für mich das nicht klar ist ob ihm geholfen werden kann.
Ela

Beitrag von Frau eines Spielers 03.05.11 - 13:40 Uhr

Es liest sich so, als schreibst Du von meinem Mann.

Auch ich habe recht spät herausgefunden, dass er spielt, da er zu unserer Anfangszeit einige Jahre spielfrei war.

Dann hat er ein paar Jahre einmal monatlich ca. € 150,-- bis € 400,-- verspielt.
Er hat mir zwischenzeitlich seine Kontokarte gegeben, hat sich dann aber Vorschüsse von seinem AG geholt oder sich von seiner Mutter etwas geliehen.

Als das mit unserer Ehe sehr auf der Kippe stand, hat er ein Schreiben an seinen AG aufgesetzt, dass er zukünftig unwiderrufliche keine Vorschüsse mehr ausgezahlt haben möchte.

Eine Therapie würde er ebenfalls nicht machen und eine Trennung würde er hinnehmen.

Er hat momentan keinen Zugang zu Geld und ist beruflich nicht mehr so belastet wie noch vor einem halben Jahr.
Er spielt, wenn er sich überfordert fühlt und entlastet sich damit.

Momentan ist er seit 6 Monaten spielfrei!

Mal sehen, wie lange es anhält.

Dein Mann muß lernen, gewisse Dinge auch mal auszuhalten und sich nicht in die Spielsucht zu flüchten.
Läßt er sich nicht therapieren, so kannst Du versuchen, ihm den Geldhahn abzudrehen.
Viel mehr kannst Du nicht machen.

Beitrag von anke78 03.05.11 - 13:42 Uhr

Hallo,

mein Ex (Noch - Ehemann) war und ist spielsüchtig. Hier ein paar Links zu Seiten, die mir sehr weiter geholfen haben. Darüber hinaus kannst du dort erfahren, wo es Selbsthilfegruppen für Angehörige (in deiner Nähe) gibt oder welche Möglichkeiten du noch hast bzw. ihr noch habt.

http://www.die-spielsucht.de/

http://www.forum-gluecksspielsucht.de/forum/

Mein Mann hat auch jegliche Therapie (und SHG) abgelehnt, aber für mich war es wichtig, ebenfalls Hilfe zu finden / zu bekommen.

Ich wünsche dir viel Kraft!

LG Anke