Stottern (extrem?)

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von junge_mami22 03.05.11 - 13:59 Uhr

Hallo,
mein Sohn ist fast 4 (geb. 04.09.07) und stottert seit ca 3 Monaten. Erst war es noch OK und er hat bis vor 2 Wochen nur die ganzen Wörter wiederholt.
Beispiel: Ich ich ich hab heute alles auf auf aufgegessen Mama.
Der KiA meinte auch, wir sollen ihn ja nicht schimpfen, es sei ein Entwicklungsstottern und es würde von alleine wieder aufhörn. Nun ist es seit 2 Wochen wirklich sehr schlimm, so dass ich ihn, wenn er stottert, kaum verstehe. Er stottert aber auch nicht durchgehend, bekommt den gleichen Satz auch ohne Stottern hin.
Beispiel: Iiii Iii Iiich hab gggg gggg ggg ggeestern alles auf auf ggggg ggggessen.
Er wiederholt die Anfangsbuchstaben bestimmt 20 mal und kommt aus dem Wort nicht mehr raus. Ich merk richtig, wie schwer er sich da tut. Er fasst sich auch an den Mund und versucht dann auch es richtig auszusprechen, während er stottert.
Der KiA meinte, ich solle warten bis er 4 wird. Soll ich wirklich noch warten?
Er tut mir so leid! :-( Ist das nun ein Entwicklungsstottern????

LG


Beitrag von margarita73 03.05.11 - 14:05 Uhr

Hallo,

wenn das Stottern nicht mehr locker, sondern verkrampft ist, so wie Du es schilderst, dann ist es sehr wahrscheinlich kein Entwicklungsstottern mehr! Chronisches Stottern kennzeichnet sich u.a. durch solche krampfhaften Wiederholungen und kann auch von sogenannten Ticks begleitet werden. Ein Tick kann zB sein, mit dem Fuß aufzustampfen, die Augen zuzukneifen, o.ä. während des Stotterns. Ich würde auf jeden Fall zum Logopäden oder Sprachtherapeuten gehen und das abklären lassen. Kinderärzte sind leider keine Experten für kindliche Sprachentwicklung. Ich spreche aus Erfahrung. Arbeite als Sprachtherapeutin und habe schon oft die Erfahrung gemacht, dass die Kinderärzte die Kinder sehr spät geschickt haben. Wenn Du noch Fragen hast, kannst Du mir auch gern über VK schreiben.

LG Sabine

Beitrag von mell242 03.05.11 - 14:14 Uhr

Hallo,

Ich bin gerade in einer ähnlichen Situation, darum wollte ich dir mal antworten.

Ich hab Zwillinge und eine meiner Süßen fing kurz vor ihrem dritten Geburtstag mit dem Stottern an. Zunächst auch wie du es beschreibst mit kompletten Wortwiederholungen und später wurde es immer schlimmer.
Zuletzt bekam sie fast keinen vernünftigen Satz mehr raus :-(
Der Kinderarzt sprach bei der U-Untersuchung (ohne sich das Kind anzuhören sondern nur aufgrund meiner Beschreibung) auch von Entwicklungsstottern und nuschelte etwas von "abwarten".
Das hab ich dann gemacht. Ein halbes Jahr später war es noch immer nicht besser geworden. Eher das Gegenteil. Sie fing an mit dem Fuß wütend aufzustampfen wenn es nicht klappte mit dem Reden und brach auch schonmal frustriert ab.
Ich mußte noch zweimal zum KiArzt und drängeln bevor er mich zu einem Facharzt für Phoniatrie überwies, bei dem ich zwei Monate auf einen Termin warten mußte. Der Arzt hat mir sofort eine Logopädin aufgeschrieben die eine Analyse gemacht hat: und was soll ich sagen: kein Entwicklungsstottern!
Bis aber alles am Laufen war und ich tatsächlich bei der Logopädin angekommen bin ist fast ein dreiviertel Jahr ins Land gegangen!

Ich kann dir nur raten es abklären zu lassen. Und zwar von einem Logopäden, denn die Kinderärzte kennen sich auf dem Gebiet meist nicht so im Detail aus. Wir sind immer noch in Behandlung und meine Süße macht langsam auch Fortschritte. Aber weg ist das Stottern noch lange nicht.
Außerdem kann dir nur ein Logopäde sagen, wie du dich verhalten sollst wenn dein Kind stottert. Da kann man nämlich auch viel verschlimmbessern wie ich lernen mußte.

Viele Grüße,
Mell

Beitrag von twins 03.05.11 - 14:19 Uhr

Hi,
bei Stern TV hatten sie in der letzten oder vorletzten Sendung das Thema stottern. Da gab es eine Lerntherapie, wo die Kinder/Erwachsene eine andere Atemtechnik gerlent haben und nach einigen Monaten stotterfrei waren.

Ich war fasziniert vom Vorher-Nachher Ergebnis.

Grüße
Lisa

Beitrag von junge_mami22 03.05.11 - 14:25 Uhr

Ich danke euch für die Antworten.
Werde natürlich nun nicht bis zu seinem 4. Geburtstag warten. Hoffe, dass sich das schnell wieder legt und er wieder normal reden kann.


Grüsse....

Beitrag von yvonne-vom-see 03.05.11 - 14:38 Uhr

Hallo

Bei meinem ist es uns kurz vor Weihnachten aufgefallen, wir dachten zuerst, Nikolay ( knapp 3 ) imitiert andere Kinder, weil er in einem Satz sich wahnsinnig schwer getan hat, und im gleichen Moment fehlerfrei ein Lied singen konnte....Aber es hat sich nur zum Teil gebessert, bei ihm kommen die Froschwörter (dadada ist... oder Schlangenwörter ( laaaaaaaaanggezogene Wörter) wenn er aufgeregt ist und was erzählen will...

Gehe mit Ihm JETZT zu einem Logopäden, ich hatte am Montag meine erste Sitzung, und sie meinte, je früher man anfängt, deso besser kann man erfolge erzielen, und wenn man wie zu früheren Zeiten wartet bis die Kinder zwischen 4 und 5 Jahren sind, hat sich die Aussprach so festgesetzt dass man oft nicht mehr viel machen kann ausser dem Kind das Selbbewusstsein zu stärken!

Sprich deinen Kinderarzt darauf an, und lasse Dir eine Überweisung zu einem Logopäden geben, die ersten 2 Stunden sind erstmal Diagnostik

Liebe Grüße und viel Erfolg!!!

P.S. Würd mich freuen zu hören wie es bei euch weitergeht! :-)

Beitrag von zaubertroll1972 03.05.11 - 15:40 Uhr

Hallo,
ich würde einen Logopäden aufsuchen. Lieber früher als später.

LG Z.

Beitrag von junge_mami22 03.05.11 - 17:21 Uhr

So, wollte euch nur kurz mitteilen, dass wir einen Termin beim Logopäden in schon 2 Wochen bekommen haben :) #huepf


Beitrag von yvonne-vom-see 03.05.11 - 20:07 Uhr

Wünsch euch viel Erfolg