Erneuerbare Energien

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Forum: Energie sparen

Willkommen im Forum Energie sparen. Hier diskutieren wir, wie wir gesünder leben und viel Energie und Geld sparen können. Mit kleinen Schritten können wir unseren CO2-Bilanz um 10% innerhalb eines Jahres reduzieren. Und darum geht es hier: Welche kleinen Schritte machen Sie? Welche Fragen und Ideen haben Sie? Jeden Donnerstag schauen Energiesparberater hier ins Forum, um Ihre Fragen zu beantworten. Jede(r) BeraterIn ist in einer Umweltorganisation engagiert. Wir arbeiten ehrenamtlich und freuen uns auf Anregungen und Fragen. Mehr Infos lesen Sie auf 10:10 Deutschland.

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Beitrag von sabsluf123 03.05.11 - 14:13 Uhr

Hallo, ich wollte mal bei euch nachfragen, was ihr von erneuerbaren Energien haltet?

Beitrag von matthiaskruemmel1010 03.05.11 - 21:08 Uhr

viel#sonne#wolke#winke#ole#huepf#pc#blume#augen#cool#bla

Beitrag von matthiaskruemmel1010 03.05.11 - 21:16 Uhr

soll heißen: ich halte viel von solarenergie und von windkraft in deutschland, die aber intelligent und mit nachwachsenden energieträgern kombiniert werden muss. (+geothermie) es besteht aber noch furchtbar viel aufklärungsbedarf. (Übersetzung der smileys oben)
wir werden einen energiemix bekommen, der nachwachsend und permanent, intelligent gesteuert und auch mit weniger grundlast auskommen wird (werden muss) - brückentechnologie = gasdampfkraftwerke in kombination mit kwk,
Haushaltsmäßig wid der Verbrauch durch bessere Geräte weiter zurückgehen, last und zeitabhängige Tarife erfordern smartgrids,
Energiesparen ist bei wertvoller werdender Energie immer wichtiger, deswegen ist derjenige vorn dran, der bereits auf effiziente Lebensführung umgestellt hat ...

Beitrag von wemauchimmer 04.05.11 - 08:30 Uhr

Na, es führt ja gar kein Weg daran vorbei, weil das Verfeuern von fossilen Energieträgern wie Öl, Kohle und Gas in absehbarer Zeit vorbei sein wird. Die Vorräte gehen zur Neige, es wird immer schwieriger, die Reste aus der Erde zu kratzen. Und vergiß nicht, daß man mit (z.B.) Öl noch wesentlich wichtigere Dinge anstellen kann als Verbrennen. Z.B. Kunststoffe oder Medikamente herstellen. Man wird also irgendwann bevor das Öl alle ist schon damit aufhören, es zur Energiegewinnung zu nutzen.
Und schließlich wird es mit Sicherheit so laufen, daß wenn das Öl mal nicht mehr für alle reicht, die USA sich auf jeden Fall nehmen werden, was immer sie brauchen. Das ist ganz klar die Strategie hinter deren übertriebener militärischer Hochrüstung seit Jahrzehnten. So daß es für alle anderen eben noch weniger geben wird.
Und deshalb wird es in ein paar Jahren sehr, sehr ungemütlich werden für diejenigen, die weiterhin auf fossile Energiequellen angewiesen sind. Also ist es richtig, jetzt, wo wir noch im Genuß billiger Energie sind, alles daranzusetzen, die Umstellung auf Erneuerbare voranzutreiben. Dann werden wir einerseits unseren Lebensstandard zumindest annähernd halten können und andererseits weiterhin gefragte Technologien exportieren können.

Insofern finde ich es richtig, wenn wir auf EE setzen, auch wenn ich mir wünschen würde, daß solche unsozialen Auswüchse wie die Solarstromförderung schleunigst korrigiert werden.
LG

Beitrag von sunny993 05.05.11 - 13:14 Uhr

"auch wenn ich mir wünschen würde, daß solche unsozialen Auswüchse wie die Solarstromförderung schleunigst korrigiert werden."

...wieso ist dass unsozial ?

Wenn es diese Förderung nicht gäbe, würden halt die großen Stromanbieter Anlagen installieren. Die Kosten würden doch auch umgelegt werden.

Die meinst doch bestimmt die Einspeisevergütung nach dem EEG für Photovoltaikanlagen.


Sunny

Beitrag von wemauchimmer 05.05.11 - 15:32 Uhr

"Wenn es diese Förderung nicht gäbe, würden halt die großen Stromanbieter Anlagen installieren. Die Kosten würden doch auch umgelegt werden. "

Nö. Dann würden die großen Stromanbieter keine Anlagen installieren, solange der Strompreis nicht konkurrenzfähig ist.

Es ist ja so, daß Leute, vor allem die, die vor ein paar Jahren so ein Ding auf ihr Dach gesetzt haben, ein Vielfaches ihrer Investition wieder reinholen, also eine fette Einnahmequelle haben. Und bezahlt wird das von allen Stromkunden, auch dem kleinen Mieter in seiner Stadtwohnung. Also Robin Hood mal andersum, den Armen nehmen und den Reichen (=Häuslebesitzer) geben. Im Kollegen- und Bekanntenkreis habe ich jede Menge Gutverdiener mit abbezahltem Haus, die ihr überschüssiges Geld in was stecken? Genau: Photovoltaikanlagen. Und natürlich deswegen, weil die Rendite viel besser und sicherer ist als wenn man das Geld auf die Bank oder an die Börse trägt. Und die Zeche bezahlt der kleine Mann.

Ich verstehe nicht so recht, warum man hier nicht einfach den üblichen Weg gegangen ist: Der Bau der Anlage wird gefördert, ansonsten freut sich der Besitzer über den eingesparten Strom. Bei Solarthermieanlagen kommt ja auch keiner auf die Idee, dem Besitzer für jeden Liter heißes Wasser, den die Anlage produziert, noch ein paar Cent extra zu überweisen.

Erklären kann ich es mir im Grunde nur so, daß man den Staatshaushalt seinerzeit nicht mit den Fördergeldern belasten wollte und sich überhaupt nicht so einen Run auf die Photovoltaik vorstellen konnte. Aber jetzt müssen diese Auswüchse doch dringendst korrigiert werden, es wird sonst ja bald ein großer Teil der Stromausgaben jedes Haushalts in die Taschen der Photovoltaikanlagenbetreiber fließen...
LG

Beitrag von dentatus77 05.05.11 - 15:59 Uhr

Naja,
zum Einen läuft die Förderung ja nun aus, und zum anderen: irgendwo müssen dies Anlagen ja installiert werden, wenn man tatsächlich solarenergie nutzen möchte. Und da sind die Millionen von bisher ungenutzten Dachflächen doch ein guter Ort, da stören sie jedenfalls nicht.
Die Energieversorger müssten sonst riesige Flächen aufkaufen, und die Dinger würden die Landschaft verschandeln.

Gut, du hast natürlich recht, dass sich die Hausbesitzer an so etwas keine goldene Nase verdienen müssen, aber irgendwie rentieren muss es sich schon. Und man darf ja leider seinen Privatstrom nicht über Photovoltaikanlagen selbst produzieren. Sonst würd ich das sicher machen, da hätt ich dann alles selbst in der Hand. Wenn ich für die Energieversorger produziere, will ich zumindest die Investitionskosten raushaben und möglicherweise im Endeffekt eine niedrigere Stromrechnung haben.
Und im übrigen muss der arme Mieter in der Stadt ja den Strom gar nicht zwangsläufig teurer bezahlen. Die Subventionen werden ja von Vater Staat aus unserer aller Steuergelder getragen. Und Steuern zahlt jawohl der Gutverdiener auch deutlich mehr als der von dir angesprochene Mieter mit kleinem Portemonait.

Liebe Grüße!

Beitrag von wemauchimmer 05.05.11 - 16:15 Uhr

Tja, sie verdienen aber nunmal eine goldene Nase.
Der Punkt ist doch folgender: Hätte man dieselben Summen, die jetzt über die Ökostromförderung von den Stromkunden eingezogen werden, direkt in den Ausbau von erneuerbaren Energien gesteckt, wäre man da heute viel, viel weiter. Man hat eine Technologie gefördert, die völlig unwirtschaftlich war, und hat sie so gefördert, daß letztlich die Betreiber noch einen Haufen Geld damit verdienen (der also nicht dem Ausbau Erneuerbarer Energien zugute kommt).
LG

Beitrag von matthiaskruemmel1010 12.05.11 - 15:56 Uhr

seh ich auch so :-)

Eher am Rande: man kann die soziale Schieflage dieser Problematik ganz gut sehen, wenn man zb auf der A9 von Ost- nach Westdeutschland, insbesondere nach Bayern fährt. Die Dichte der Solardächer nimmt abrupt zu und Solar- bzw Photovoltaikenergie anlagemn bestimmen schlagartig das Landschaftsbild...
Eine Folge unterschiedlicher sozialer, volkswirtschaftlicher Verhältnisse.

Beitrag von miss.sunshine01 30.06.11 - 22:42 Uhr

So ein Spruch macht mich wütend!
Wir verdienen uns keine goldene Nase an unserer Anlage!
Wir haben einen Kredit aufgenommen und mit der Einspeisevergütung zahlen wir ihn ab (über lange Jahre).
Unsere Beweggründe waren: Erneuerbare Energie nutzen (also ökologische Gesichtspunkte), energietechnisch unabhängig sein (haben auch Solarthermie) und in die Zukunft (auch für unsere Kinder) investieren.

Außerdem: Ist es in unserem Staat nicht überall so, dass immer welche für andere mitbezahlen? Wie viele Menschen gibt es, die sich auf Kosten der Steuerzahler nen blauen Lenz machen, weil es von der Agentur für Arbeit bequemer Geld gibt? Oder die, die ihre Gesundheit mit sog. Genussmitteln gefährden und die Krankenkassen belasten, so dass die Beiträge für ALLE steigen, auch für die, die immer bemüht sind, gesund zu leben und nie medizinische Hilfe in Anspruch nehmen (müssen).
Da gibt es wirklich ärgerlichere Abgaben als die, etwas für die Umwelt zu tun.

Beitrag von wemauchimmer 01.07.11 - 08:44 Uhr

Sorry, Du vetrtrittst einen recht naiven Standpunkt.
Wie schon anderswo geschrieben, die Realität sieht so aus, daß im Wesentlichen die Gutverdiener von dieser Konstruktion profitieren. Du brauchst nämlich möglichst ein Haus, oder Kapital, oder Bonität, und das haben die "kleinen Leute" nun mal nicht. Und dann ist es wohl recht schwer, eine Geldanlageform zu finden, die bei ähnlicher Sicherheit (staatliche Garantie) eine ähnliche Rendite aufweist. Ich bin selber Hausbesitzer und werde geradezu überschwemmt von Prospekten zum Thema. Tu nicht so, als hättest Du die nicht auch gelesen.
Ich kenne viele, die haben ihr Häuschen abgezahlt, jetzt haben sie Geld über - was machen sie ? Solaranlagen, Solarbeteiligungen usw. "Ökologische Gesichtspunkte" haha, Du verwechselst da was. es heisst "Ökonomische Gesichtspunkte". Zum Thema Ökologie, informier Dich mal über die Herstellung und Entsorgung von Solarzellen. Eine wunderbar saubere Sache :-p

"Wir haben einen Kredit aufgenommen und mit der Einspeisevergütung zahlen wir ihn ab (über lange Jahre). " Kotz! Das heisst nichts anderes als: Der deutsche Stromkunde bezahlt Dir eine Photovoltaikanlage für Dein Haus. Am Ende hast Du eine Photovoltaikanlage und die Bank einen Zinsgewinn. Warum soll der Stromkunde das tun? Würde er mit dem Geld nicht vielleicht lieber etwas anderes tun? Zum Beispiel den etwas teureren Ökostrom einkaufen? Warum bezahlst Du die Anlage nicht selbst, wenn Dir angeblich soviel an der Ökologie und an der Zukunft Deiner Kinder liegt?

Und Dein "Außerdem... ist es nicht so, daß immer welche für andere mitbezahlen".. ist ja wirklich ein super Standpunkt. Aber nur weil es Menschen gibt (deren Zahl dank RTL2 und co. zweifellos stark überschätzt wird), die in fragwürdiger Weise das System zu ihren Gunsten manipulieren, muß ich mich nicht auf das gleiche Niveau begeben.
"Oder die, die ihre Gesundheit mit sog. Genussmitteln gefährden und die Krankenkassen belasten, so dass die Beiträge für ALLE steigen"
Weißt Du, dieses Faß würde ich gar nicht aufmachen wollen. Wer bist Du denn, daß Du beurteilen kannst, ob eine Person zu Recht oder zu Unrecht, selbstverschuldet oder nicht selbstverschuldet eine Krankenversicherung in Anspruch nimmt? Aber bei der Solarstromförderung, da ist es ganz einfach und ohne Wenn und Aber eine Bereicherung der Reichen auf Kosten der Armen, ein umgekehrter Robin Hood.

Man muß natürlich moralisch schon etwas gefestigt sein, um bei dieser Umverteilung von unten nach oben nicht mitzumachen, wenn man zu denen gehört, die legal die Möglichkeit dazu haben. Oder man macht es sich einfach, so wie Du, lügt sich ein bisschen hehre Motive zurecht und ist dann natürlich entrüstet, wenn wer auch immer das Kind beim Namen zu nennen wagt.
LG

Beitrag von lassiter 05.05.11 - 20:20 Uhr

 Und man darf ja leider seinen Privatstrom nicht über Photovoltaikanlagen selbst produzieren. Sonst würd ich das sicher machen, da hätt ich dann alles selbst in der Hand.  #rofl

Du hast nicht wirklich Ahnung von der Sache.

Denk noch mal nach!



Josef