Vater willigt in Adoption ein, was kommt jetzt auf uns zu?

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Forum: Familienleben

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Beitrag von lillyfeechen 03.05.11 - 14:49 Uhr

Hallo,
meine Tochter ist 6 Jahre alt. Mein Mann möchte sie gerne adoptieren und der Vater willigt auch ein. Wir waren jetzt schon beim Notar der alles Nötige vorbereitet hat.
Eine Mitarbeiterin des Jugendamtes rief heute an und hat mit uns einen Termin vereinbart. Sie möchte mit uns sprechen. So wie sie das aber geschildert hat kam es mir so vor als möchte sie unser genzes Leben zerpflücken und jede Einzelheit genau wissen. Außerdem möchte sie eine Schweigepflichtentbindung für den Kindergarten dass sie mit denen auch sprechen kann. Sie meinte wenn das nicht passt dann stimmt das Jugendamt der Adoption nicht zu und das Gericht somit auch nicht. Sie wollte mir aber nicht sagen was sie genau prüfen möchte oder muss.
Was kommt da jetzt auf uns zu? Hat das Jugendamt da wirklich so großen Einfluss darauf wenn der leibliche Vater der Adoption zustimmt? Auf was muss ich mich vorbereiten?

Beitrag von stormkite 03.05.11 - 16:34 Uhr

Ich schreibe hier völlig ohne Kompetenz - aber ich wüsste jetzt erst mal nicht, was das Jugendamt mit der Sache überhaupt zu tun hat?

Ist das üblich, das das Jugendamt da ""mitmischen" darf, muss, soll?

Verwundert, Kite

Beitrag von helikopta 03.05.11 - 17:03 Uhr

Hallo,

damit das gericht, was schlussendlich über eine adoption entscheiden muss, weiß worüber es zu entscheiden hat wird das Jungendamt einbezogen um eine sog. Gutachterliche Stellungnahme zur Adoption zu schreiben.
Und Ja, sie werden veiles wissen wollen. Es geht um die Beziehung zwischen dir und deinem Mann (verheiratet, und wie lange), es geht um die beziehung zwischen deiner Tochter und ihrem Vater, es geht darum wie die Beziehung zwischen deiner Tochter und dem Mann der sie adoptieren will usw.
Es geht um finanzielle Sachen, darum das sich vieles Verändert, wenn jemand anders zu deinem "leiblichen" Vater erklärt wird.
Eine Adoption muss zum Wohle des Kindes erfolgen, das Kind muss wissen was passiert und was es bedeutet.
Das ist eine schwerwiegende Veränderung, die ja auch weitreichende Konsequenzen für deinen Mann und seine weitere Familie hat.
Sowas ist nicht einfach damit getan das ein Vater sagt ich will das Kind nicht mehr.
Eure Beweggründe für eine Adoption werden genau unter die Lupe genommen und es muss geprüft werden ob eine Adoption zum Wohle des Kindes geschieht.

Eine Adoption ist nicht rückgängig zu machen. Ob ein Stiefvater ein Vater für ein Kind ist oder nicht macht sich auch nicht an einer Adoption fest, sondern am täglichen Umgang miteinander.
Bei den heutigen scheidungszahlen sollte auch die wahrescheinlichkeit berücksichtigt werden das es auch ein zweites mal nicht gut geht mit der beziehung und so evtl der Stiefvater, welcher ja durch Adoption zum Vater mit alles rechten und vor allem auch Pflichten gemacht wurde weiterhin der vater für das Adoptierte Kind bleibt.

Ich finde es durchaus gerechtfertigt, das solche stellungnahmen mit anschließender Empfehlung durch das Jungendamt angefertigt werden. Ein Kind ist ja schließlich kein Hund den ich mal einfach per Vertrag an einen anderen Besitzer ubergeben kann.

Darüber hinaus sollte man überlegen ob es denn eine Adoption sein muss, oder ob eine Einbenennung nicht auch den erwünschten Zweck erfüllt.

LG

Helikopta

Beitrag von bruchetta 03.05.11 - 21:42 Uhr

Gut geschrieben. Besonders das:

Bei den heutigen scheidungszahlen sollte auch die wahrescheinlichkeit berücksichtigt werden das es auch ein zweites mal nicht gut geht mit der beziehung

gibt mir auch zu denken.

Zur TE: Du bist erst Mitte 20, da kann partnerschaftlich noch allerhand passieren.
Das Kind weiß dann irgendwann auch nicht mehr, wo es väterlicherseits hingehört.

Leiblicher Vater ist nicht mehr der Vater, Adoptivvater kümmert sich vielleicht auch irgendwann nicht mehr....

Ich würde es lassen!

Beitrag von rienchen77 04.05.11 - 06:57 Uhr

das Jugendamt vertritt die Interessen den Kindes und guckt ob alles seinen richtigen Weg nimmt...ist doch gut egal ob jetzt nun bei euch oder wo anders

Beitrag von ichbins04 04.05.11 - 08:59 Uhr

hallo,

was ich so gar nicht verstehe:

das thema adoption steht sicher schon eine weile bei euch im raum.

warum informiere ich mich nicht erst einmal, was nötig ist, was kommen wird. wies abläuft ??

ich kenne das nicht anders... vorab informieren damit man dann, wenn wie bei euch die adoption spruchreif wird, klar ist was wann und wie kommen wird....

das wirkt alles so hoppla die hopp und nicht informiert.

glg