KIA macht Hebi schlecht *silopo*

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Beitrag von jadzia82 03.05.11 - 15:48 Uhr

Sooo, bevor ich gleich meinem Mann die Ohren vollnöle frag ich mal kurz nach euren Erfahrungen zum Thema:

Wir hatten heute den 1. Impftermin für unseren 2. Sohn. Mir wurde vom KIA geraten, mich selber auch impfen zu lassen, weil Keuchhusten, Diphterie und Tetanus abgelaufen seien, und ich so potentielle Ansteckungsquelle für Oscar bin.

Gestern habe ich meine Hebi dazu befragt, bin zwar Impfbefürworter, habe aber große Angst vor Spritzen #zitter
Da meinte sie, in der Stillzeit sollte ich mich keinesfalls impfen lassen, das wäre für den kleinen schlecht.

Heute habe ich das den KIA gefragt und da regt er sich fürchterlich über die Hebamme auf und wurde mir gegenüber recht unfreundlich.

Ich bin nun irgendwie von seiner Art vor den Kopf gestoßen und bin total enttäuscht von ihm.
Abgesehen vom inhaltlichen Thema (da hat er mich nun überzeugt...), ich finde das geht nicht, so mit einer Mutter zu reden, bloß weil sie eine kritische Frage stellt.
Und dann auch noch meine Hebi schlecht machen ("Die versteht ja nix von ihrem Handwerk!"), sie ist nämlich eine riesen Hilfe und auch wenn das nicht richtig ist mit dem Impfen sagt das noch lange nichts über ihre anderen Qualitäten aus.

Nun bin ich so sauer wegen seines Verhaltens, dass ich am liebsten schmollen möchte und gar nicht mehr zu ihm hin will. Was aber blöd ist, habe erst vor kurzem zu ihm gewechselt, weil mir der 1. KIA vom Großen nicht immer 100%ig gefallen hat. Ich kann ja nicht immer woanders hingehen, sobald mal was blöd läuft. Aber mein Vetrauen in ihn als Ansprechpartner für meine Sorgen und Fragen rund um die Kinder ist erschüttert.

Sind denn alle KIÄ so oder ist das nur bei mir der Fall? Findet ihr das normal/ muss man das einfach hinnehmen?

LG, Saskia

Beitrag von thalia.81 03.05.11 - 16:15 Uhr

Also mal ganz ehrlich, in der Stillzeit denke ich über jede Paracetamol nach. Da würde ich mich auf keinen Fall niemals nicht impfen lassen. Lasse doch deinen Titer bestimmen. Häufig besteht noch Impfschutz, aber an der Impfung verdienen die Ärzte ja mehr #augen

Dass er deine Hebamme schlecht macht, finde ich unmöglich. Das gehört sich nicht. Ich habe allerdings auch die Erfahrung gemacht, dass vielen Ärzten die Hebammen ein Dorn im Auge sind. Woran es liegt? Keine Ahnung. Evtl. weil sie sich auch echt auskennen und lieber mal was in der pflanzlichen Richtung anraten anstatt gleich zu medizin. Keulen zu greifen?

Beitrag von fascia 03.05.11 - 17:03 Uhr

Hallo thalia,

wie schlecht stellt die Hebamme denn mit ihrer Aussage den Arzt hin?:

Der empfiehlt eine Schutzimpfung - und sie behauptet: diese Impfung sei kein Schutz, sondern Schaden!
(Daran könnte es z.B. liegen, wenn DIESE Hebamme DIESEM Arzt in DIESER Sache allerdings ein fetter Dorn im Auge ist.)


Pflanzliche Mittel sind nicht automatisch harmloser für gestillte Säuglinge als synthetische Mittel.

Im Gegensatz zu Medikamenten/Impfungen in der Stillzeit, sind pflanzliche Mittel in dieser Hinsicht kaum systematisch untersucht. Zum Nachteil der Kinder, deren Mütter glauben: Wenn´s doch pflanzlich ist, kann´s ja nicht schaden... immer rein damit. Ein Irrtum.

Paracetamol und andere sind dagegen sehr gut untersucht. P. geht über die Muttermilch in den kindl. Organismus über. Darum soll sich eine Stillende genau an die Dosierungsempfehlung halten.

LG,
f.



Beitrag von zwei-erdmaennchen 03.05.11 - 20:35 Uhr

Hi,

ein Arzt verdient mit Sicherheit mehr wenn er erst eine Titerbestimmung durchführt und dann danach (entweder sofort oder in ein paar Jahren) impft.

Außerdem finde ich es echt daneben jedem Arzt sofort vordergründig finanzielle Interessen zu unterstellen - die Hebammen hingegen verdienen durch ihre planzlichen Aktionen auch ne Menge Geld - aber die machen das ja nur aus purer Nächstenliebe #augen.

Ich persönlich halte nicht viel von Hebammen. Meiner Meinung nach sind sie gut für's Kinderkriegen und die Aktionen drumherum. Aber ich würde z.B. niemals auf die Idee kommen eine Hebamme nach einem Hausmittelchen (das wie gesagt normalerweise gar nicht getestet ist) bei einem Wehwehchen zu fragen. Ich habe überhaupt keine Ahnung warum alle Mütter so blind in Hebammenaussagen vertrauen - insbesondere wenn es nur entfernt oder auch gar nicht mit ihrem eigentlichen Fachgebiet zu tun hat. Ich schüttel hier im Forum darüber permanent ausgiebig den Kopf.

Meiner Meinung ist, dass das auch der Grund ist warum Ärzte nicht viel von Hebammen halten. Die können sich den Mund fusselig reden und alle sind skeptisch. Würde eine Hebamme genau das Gleiche sagen wären die Mamis sofort überzeugt. Das würde mich an der Stelle von Ärzten auch nerven - insbesondere wenn sie solchen Müll verzapfen wie den hier genannten und sich die Ärzte dann eins abstrampeln können um das wieder gerade zu rücken. Dafür bekommen sie nämlich kein Geld!!!

Ich hatte schon mit so vielen Hebammen zu tun und die haben echt alle unterschiedliche Meinungen zu fast jedem Thema. 100 Hebammen - mindestens 80 verschiedene Thesen. Meine persönliche Erfahrung ist leider, dass sie oft einen solchen Mist von sich geben, dass es einem wirklich die Nackenhaare aufstellt. Ich persönlich glaube Hebammen kein Wort mehr (außerhalb des Kreißsaals ;-)) und weiß auch genau warum...



Was das Impfen angeht... was genau wären denn deine Befürchtungen sich in der Stillzeit impfen zu lassen???

Liebe Grüße
Ina #winke

Beitrag von thalia.81 03.05.11 - 20:55 Uhr

Darüber, dass ich einem Arzt nicht jedes Wort glaube, möchte ich hier nicht diskutieren. Ihr dürft das gerne tun, ich habe gute Gründe, das nicht zu tun. Ich sehe in Ärzten durchaus auch Geschäftsmänner. Aber ich möchte das hier nicht zur Bedatte stellen.

Wenn du bei einem Arzt bist, deine Beschwerde schilderst und der erst einmal per I-Phone im Internet recherchiert und dir dann zeigt, was du haben könntest, verlierst du jeden Glauben in die Medizin. Selber erlebt, nicht ausgedacht. Ebenso wenn du Bekannte hast, die in großen Pharmakonzernen tätig sind...


Der Arzt verdient bei einer Titerbestimmung nur an der Blutabnahme. Den Rest rechnet das Labor ab #aha

Beitrag von zwei-erdmaennchen 03.05.11 - 22:51 Uhr

Wer sagt dir denn, dass ich jedem Arzt jedes Wort glaube #kratz

Ich kenne selber ebenfalls genug Ärzte und auch Leute von Münchner Pharmaunternehmen. Bin also sicherlich nicht blind unterwegs - ganz im Gegenteil. Ich habe schon so manchen Arzt ins Schwitzen gebracht...

Und es wäre von Vorteil wenn du lesen würdest was jemand anders schreibt. Dass der Arzt bei einer Titerbestimmung nur an der Blutabnahme verdient ist mir auch klar. Dennoch ersetzt eine Titerbestimmung die Impfung nicht sondern verschiebt sie höchstens für eine Weile. Die geschäftstüchtigen Ärzte die ich kenne empfehlen zuerst eine Titerbestimmung um danach auch noch an der Impfung zu verdienen #aha

Wie ist es denn deiner Meinung nach - was sind denn Hebammen??? Ich meine wenn Ärzte Geschäftsmänner sind als was siehst du dann die Hebammen? Denkst du sie machen alles aus purer Nächstenliebe? Wenn du doch so kritisch bist wie du es darstellst - warum klammerst du Hebammen in diesem Punkt aus?

Und wenn du zu einem Arzt gehst der im Internet Krankheiten recherchieren muss bist du schlichtweg selber schuld.

Im Übrigen warte ich immer noch gespannt auf deine kritisch hinterfragte Sorge bezüglich des Impfens in der Stillzeit...

Beitrag von fascia 03.05.11 - 16:30 Uhr

Hallo Saskia,

ich habe großes Verständnis für deinen KA.
Die Hebamme ist zu weit gegangen.

Die Erklärung der Hebamme, auf welche Weise ausgerechnet diese Impfungen an dir dem Kind schaden könnten, fände ich interessant.

Die Hebamme hebelt hier mal eben den ärztlichen Rat aus den Angeln.
Das sollte sie ziemlich gut begründen und erklären können.
Ich bin sicher, sie kann es nicht.
So geht das doch nicht!

Das Ergebnis solcher Aktionen stellt sich schnell und gründlich ein:
Vertrauensschwund.
Sie mag sonst wunderbare Arbeit leisten...- hier hat sie einen großen Fehler gemacht - inhaltlich und in Bezug auf ihre Berufspflichten und -rechte.

Ärzte sind arme Schweine, wirklich.

Diese Impfungen schaden dem Kleinen kein bisschen.

Für dich ist das natürlich unangenehm. Zwischen zwei Stühlen ist es immer unbequem.

Freu dich über deine engagierte Hebamme -
aber vertrau dennoch deinem Arzt.

LG,
f.

Beitrag von boesesbunny 03.05.11 - 16:44 Uhr

Hm komisch meine KÄ hat auch angeboten mich zu impfen, aber erst wenn ich abgestillt habe! Welcher Aussage soll man denn nun vertrauen? Ärzte haben anscheinend auch unterschiedliche Meinungen. Hebammen sind keine Ärzte aber gewisse Medizinische Grundkenntnisse haben sie auch, zumindest was Schwangerschaft und Stillzeit betrifft.

LG Yvonne

Beitrag von fascia 03.05.11 - 17:49 Uhr

Hallo Yvonne,

ja klar haben Ärzte auch unterschiedliche Ansichten.
Möglicherweise gibt es auch Unterschiede zwischen dir und der TE, die ein und den selben Arzt zu unterschiedlichen Empfehlungen veranlassen würden.
Ihr seid ja zwei verschiedene Personen.

Natürlich haben Hebammen sehr spezifisches Fachwissen und medizinisches Grundlagenwissen.
Ich denke aber: "Gewisse" medizinische Grundlagen sind nicht ausreichend, um einen ärztlichen Rat mal eben ins Gegenteil zu drehen. Da sollte man doch lieber genau geprüft haben, was man sagt. Zum Beispiel bescheid wissen über: die Muttermilchgängigkeit eines (eines bestimmten!) Impfstoffes. Oder der mütterlichen Antikörper. Oder etwaiger Nebenwirkungen bei der Mutter, die sich auf das Kind/das Stillen auswirken könnten usw. Oder auch irgendetwas Allgemeineres - aber es muss doch eine Basis haben!
Abwägung von Nutzen und Risiken geht doch nicht mal eben so aus dem Bauch heraus...
Das muss doch zu Verunsicherung und Ärger führen.

Wissen erfordert doch einen verantwortungsvollen Umgang.
Und "gewisses" Wissen erfordert größere Vorsicht als hier gezeigt.

Und auch das - versteht sich - ist nur eine Meinung.
Und die Erfahrung von über zwanzig Berufsjahren zwischen vielen Stühlen.

LG, f.

Beitrag von boesesbunny 03.05.11 - 18:17 Uhr

War ja nicht böse gemeint.
Nur meiner Meinung nach, sollte man auch einem ärztlichen Rat nicht 'Blind' vertrauen! Spreche da aus Erfahrung. Und ein Arzt wirkt auch nicht professioneller, wenn er die Hebamme schlecht macht anstatt ihre Bedenken mit Argumenten zu wiederlegen!

LG Yvonne

Beitrag von fascia 03.05.11 - 23:12 Uhr

Oja, Yvonne,

hier stimm ich dir in jedem Wort zu.

Es wird nicht klug kommuniziert.
Patienten - oder ihre Mütter - werden zu oft nicht wie denkende Wesen behandelt. Sondern wie bedürfnislose Doofis.
Leute, deren Fragen nicht blöde sind (und erst recht keine Beleidigung).
Sondern deren Fragen v.a. eine wahre Antwort verdient haben.
Solche Antworten machen Mühe und kosten Zeit.
Das scheint Vielen in mehrfacher Hinsicht zu "teuer", zu aufwändig.
(Das Schlimme daran: Es ist tatsächlich zu teuer.)

Wahre Antworten sind aber an sich schon ein Problem.
Denn wir wissen so furchtbar viele Dinge nicht. Oder nicht genau genug.
"Die Medizin" weiß Vieles nicht sicher.
Für Ärzte gibt es ein Problem dadurch: Sie müssen nämlich handeln. Und dafür bestehen Richtlinien und Empfehlungen.
Empfehlungen müssen sie nicht folgen.
Aber wenn sie Empfehlungen nicht folgen und dadurch einem Menschen ein Nachteil entsteht, kriegen sie trotzdem Ärger.
Deswegen meine ich: Ärzte sind arme Schweine. Menschen eben.

Gute Nahacht...,
f.

Beitrag von schullek 03.05.11 - 21:10 Uhr

"Diese Impfungen schaden dem Kleinen kein bisschen. "

und das gibst du der posterin schriftlich? bzw. allen eltern von zu imofenden kindern?
das, wo impfschadensfälle erwiesen sind bzw. keine versicherung dir jemals diese klausel irgendwo mit hineinnehmen würde.

lg

Beitrag von fascia 03.05.11 - 21:32 Uhr

Hallo schullek,

ist jemals ein Impfschaden bei einem Stillkind aufgetreten oder/und erwiesen worden, weil dessen Mutter geimpft wurde? Bei dieser Impfung:Tetanus, Keuchhusten, Diphtherie? Einzeln oder dreifach?


Doch ja - was ich schrieb, meinte ich.
Man kann also durchaus sagen: Ich geb ihr das schriftlich.
(Bin keine Versicherung, welche auch immer. Versicherungsklauseln sind auch nicht mein Maßstab.)

Gruß,
fascia.

Beitrag von fairy74 03.05.11 - 17:17 Uhr

#winke

immer dieses Kompetenzgerangel. #augen

Natürlich ist es nicht ok, wenn der KiA sich im Ton vergreift. #nanana

ABER: mich würde auch mal interessieren, wie deine Hebamme ihre Aussage begründet?
Inwiefern ist es schlecht für das Kind?
Oder ist die Hebi einfach nur eine Impfgegnerin?

Impfen in der Stillzeit ist laut Robert-Koch-Institut (STIKO) unbedenklich möglich.
Und das Kind selber wird doch auch geimpft...also was genau soll da der Meinung der Hebi nach passieren?

wenn du aber fachlich mit deinem KIA zufrioeden bist, warum stellst du ihn dann nur wegen dieser Sache jetzt in Frage.

Du sagst ja selber inhaltlich hat er dich überzeugt.

Lg


Beitrag von zwillinge2005 03.05.11 - 17:52 Uhr

Hallo,

ob sich Dein Kinderarzt vielleicht im Ton vergriffen hat kann ich aus Deiner Posting nicht erkennen - da fehlt der genaue Wortlaut.

Aber Dein Kinderarzt hat Recht, dass es sinnvoll ist, wenn auch Erwachsene und Elterm einen Impfschutz gegen Tetanus, Diphterie und vor allem gegen Keuchhusten haben. Und eine indizierte Impfung mit Todimpfstoffen ist auch in der Stillzeit durchaus möglich. Was genau soll Deinem Kind denn passieren laut Deiner Hebamme?

LG, Andrea

Beitrag von lilly7686 03.05.11 - 18:22 Uhr

Hallo!

Äh, ganz ehrlich?
Deine Hebi hat keine Meinung zum Impfen zu haben. Und dein KiA hat nichts zum Thema Impfen in der Stillzeit zu sagen. Beide überschreiten ihre Kompetenzen damit!
Allerdings Impfen in der Stillzeit, dazu darf deine Hebi sehr wohl etwas sagen. Oder eine IBCLC-Stillberaterin!

Und ein Arzt hat meines Erachtens keine Kollegin schlecht zu machen. Und eine Hebamme ist in gewisser Hinsicht eine Kollegin. Ebenso umgekehrt.

Zum Impfen: ich würde in der Stillzeit nicht impfen.
Außerdem bist du auch geimpft eine Ansteckungsquelle. Denn nur weil du geimpft bist, heißt es nicht, dass du nicht Träger sein kannst. Die Bakterien und Viren kannst du trotzdem auf dir haben und dein Baby damit anstecken. Das hat mit Impfen nichts zu tun.

Lg

Beitrag von widowwadman 03.05.11 - 19:35 Uhr

Er hat sich doch zurecht drueber aufgeregt, wenn deine Hebi Ammen-Maerchen verbreitet. Leider scheinen einige Hebammen ihre Kompetenzen zu ueberschreiten, und verbreiten Stuss, der ihrer Meinung und nicht den Fakten entspricht.