Ist man als Alleinerziehende nur noch 2. Wahl?

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von fisch512 03.05.11 - 20:39 Uhr

Partnerschaftlich? Im Freundes- und Bekanntenkreis? Beruflich?

Diese Frage geistert mir schon seit Wochen im Kopf rum!#gruebel

Was denkt ihr darüber?

Ich bin gespannt auf eure Antworten.

LG Fisch512 (seit 3 jahren alleinerziehend:-()

Beitrag von blaue-rose 03.05.11 - 21:02 Uhr

Hallo Fisch,



mit " Ja" möchte ich deine Frage nicht beantworten. Ich denke es kommt auch viel darauf an wie du mit der Situation umgehst.

Es kann sein das sich du dich eventuell Partnerschaftlich und auch im Bekanntenkreis auf andere Personen einstellen musst. Aber als zweite Wahl möchte ich es nicht bezeichnen.

Beruflich denke ich kommt es auch auf dein Umfeld an und auch auch auf den Arbeitgeber. Es gibt genügend alleinerziehende die es schaffen sich ums Kind zu kümmern und noch ihren Job nach zu gehen. Einfacher ist es aber ohne Kind.


Freundliche Grüße

Beitrag von janamausi 03.05.11 - 21:06 Uhr

Hallo,

ich denke, dass man beruflich schon benachteiligt ist - zumindest wenn es um Bewerbungen geht. Wenn es dann heißt allein Erziehend, macht sich gleich der Arbeitgeber Sorgen was ist wenn das Kind krank ist, was ist wenn mal Überstunden anfallen etc. Aber wenn man sich dann bewährt hat, glaube ich nicht, dass man benachteiligt ist.

Partnerschaftlich hängt evtl. bißchen vom Alter ab. Mit 25 Jahren möchten sicherlich nicht viele Männer - die selbst noch keine Kinder haben - eine Partnerin mit Kind. Aber in meinem Alterskreis - ich bin 36 Jahre - gibt es nur noch wenige Männer ohne Kinder und ich glaube diesen Männern, die Kinder haben aber getrennt sind, macht es weniger aus eine Freundin mit Kind zu haben. Oder es hängt auch damit zusammen, dass man sich "ausgetobt" hat und nicht jedes Wochenende in die Disco rennen muss und keine Angst hat, dass wenn man eine Partnerin mit Kind hat, dass man etwas verpasst.

Freundes- und Bekanntenkreis: Jeder kann sich ja seine Freunde selber aussuchen. Und auch eine allein Erziehende kann sich einen neuen Freundeskreis z.B. mit anderen allein Erziehenden aufbauen. Da sehe ich keine "2. Wahl".

LG janamausi

Beitrag von october 03.05.11 - 21:23 Uhr

Hallo,

im Freundes- und Bekanntenkreis habe ich die Erfahrung nicht gemacht. Ich schaff mir ab und an Freiheiten, um auch mit kinderlosen Freunden weggehen zu können. Viele meiner Freunde freuen sich, wenn ich die Kleine mitbringe oder wenn wir gemeinsame Ausflüge machen.
Ansonsten habe ich auch neue Freunde mit Kindern gefunden, alles Paare.

Partnerschaftlich: Ich bin seit 2 Jahren Single. Das Kind ist zum Einen der "Nachteil", dass ich noch anspruchsvoller geworden bin und zum Anderen natürlich sicher auch ein K.O.-Kriterium für viele Männer.

Beruflich: Sicher. Ich habe allerdings überraschenderweise die gegenteilige Erfahrung gemacht. Ich mich letztens intern auf eine Stelle beworben. Meine jetzige Chefin hat zu mir gesagt, dass u.a. ein Pluspunkt war, dass durch das Kind das Risiko deutlich geringer ist, dass ich nach wenigen Jahren das Unternehmen wechsele.

LG Annika

Beitrag von marathonbaby 03.05.11 - 21:33 Uhr

Partnerschaftlich - gute Frage, wahrscheinlich insofern, als dass man viel weniger Gelegenheiten hat, Männer kennen zu lernen. Ich konnte es jedenfalls noch nicht live ausprobieren, da unsere Firma klein ist (nix dabei) und auf den Spielplätzen hängen immer nur Mütter oder beeheringte Männer rum... Auf die Internetkennenlerne hab ich - zumindest zurzeit - keinen Nerv.

Freundeskreis - nö bis ?. Der alte ist mir erhalten geblieben (die mögen mich auch mit Kind ohne Mann ;-)). Schwierig find ich es mit neuen Bekanntschaften im Elternkreis - da kenn ich welche, die sich in Krabbelgruppen kennengelernt haben und jetzt zusammen in Urlaub fahren oder sich oft am WE treffen - das fände ich für mich auch toll, aber weil bei mir der Mann dazu fehlt, fühle ich mich da manchmal 2. Klasse (kein Paar will mit einer alleinerziehenden Mama in Urlaub fahren oder einen richtig engen Kontakt aufbauen, habe ich zumindest den Eindruck).

Büro - mein Chef weiß das nicht, auch die meisten Kollegen nicht, ich finde, es geht da auch niemanden was an, solange ich meinen Job gut mache.

Viele Grüße, Marathonbaby mit Pauline (18 Monate)

Beitrag von imzadi 03.05.11 - 22:55 Uhr

Beruflich ich würde ich sagen eher dritte Wahl, da ist man ja schon zweite wenn man ein Kind (oder noch schlimmer Kinder) hat trotz Mann.

Partnerschaftlich. Ich glaube wenn jeder die Wahl hätte zwischen dem gleichen Partner mit Kinder oder ohne Kinder, würden die meisten den einfacheren Weg wählen ohne Kinder (schliesslich kann man die selber machen). Am Ende zählt aber die Liebe.

Beitrag von outlawmama 03.05.11 - 23:09 Uhr

NEIN....

im Gegenteil...viele tolle Leute, die einen unterstützen, sei es Chef, Mittagsbetreuung, Kindergarten oder Verein....nööö

ich habe auch ganz viele Allein-Erziehende getroffen, denen es genauso geht

Beitrag von rmwib 04.05.11 - 08:25 Uhr

HUHU

den Eindruck hab ich bisher nicht.

Zumindest was die partnerschaftliche und freundschaftliche Seite angeht.

Ich bin "frisch" getrennt aber kann mich jetzt schon vor lauter Bewerbern kaum retten #rofl dabei wollt ich doch erstmal meine Ruhe haben #rofl ich weiß jetzt allerdings noch nicht, wie ich das mit Zwergi mache, falls mir mal jemand gefällt. Da sind ja doch noch ein paar mehr Sachen wichtig als nur er und ich und davor hab ich schon irgendwie Angst #schwitz dass er mein Kind nicht mag oder mein Kind ihn nicht oder dass er da nicht so mit umgehen kann, wie ich es mir für meinen Zwerg wünsche, dass der Papa am Rad dreht... #schwitz *PANIK* neee also ich bleib erstmal alleine #rofl

Meine Freunde/Freundinnen/Bekannten sind die selben wie immer und ich wurde da bisher auch nicht "diskriminiert" eher im Gegenteil, alle sind super lieb und aufmerksam, rufen ständig an, wie es mir geht, ob sie mir helfen können, ob wir was unternehmen wollen #schein mal sehen, wie sich das gibt, wenn die momentane "Ausnahmesituation" nachher Alltag wird.

Beruflich kann ich nicht sagen, ich arbeite neben dem Studium in der Firma meines Vaters, das läuft quasi außer Konkurrenz ;-)

GLG

Beitrag von anarchie 04.05.11 - 09:30 Uhr

Hallo!


jein.

beruflich sicher, wenn Kind krank, dann bist du nicht da...
Überstunden? Oft ein Problem...

Im Freundeskreis? Wenn ja, hast du den falschen freundeskreis!
Meine AE bekannten und Freunde sehe ich nicht anders, als die , die einen Partner haben. warum auch?

Partnerschaftlich?
Du meinst, als potentielle Partner eben mit Kind?
na, ist hjalt nicht so unbeschwert...und man hat auf einmal ne ganze Familie, das schreckt sicher ab...aber die, die es abschreckt, wären eh nicht die richtigen gewesen, es trennt sich eher die Spreu vom Weizen denke ich...

generell haben es AE oft sicher nicht leicht...

lg

melanie

Beitrag von clautsches 05.05.11 - 21:36 Uhr

Partnerschaftlich - überhaupt nicht!

Im Freundeskreis - schon gar nicht!

Beruflich - ja, da ist es viel schwieriger geworden..


LG Claudi