Auto-Kindersitz gruppe 1

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Beitrag von nadine-mia 03.05.11 - 21:14 Uhr

Hallo,

unsere Mia wird jetzt 9monate alt.Da dachten wir,wir kaufen mal einen neuen Kindersitz fürs Auto.Bei SpieleMax meinte die Verkäuferin man solle erst einen neuen kaufen wenn die Mäuse mit den Kopf hinten über ragen,am besten solange wie möglich Babyschale!(wegen Unfall ect.)

Andere wiederrum sagen,wenn die Füße rüber baumeln,solle man ihn wechseln.

Wir sind leicht verwirrt#kratz

Was habt ihr für Erfahrungen/Meinung??
Danke jetzt schon#danke

LG Nadine+Mia

Beitrag von elistra 03.05.11 - 21:22 Uhr

erlaubt ist der wechsel erst wenn das kind mindestens 9kg wiegt. vorher ist vorwärts fahren verboten.

empfohlen wird der wechsel erst wenn eines diese dinge eintritt:

- der kopf des kindes anfängt über den rand der schale zu gucken, die füße sind egal
- das kind mehr als 13kg wiegt
- die schultergurte zuweit unterhalb der schulter aus dem sitz kommen udn drohen von den schultern zu rutschen.

das kind sollte so lange es geht rückwärts fahren, vorwärts fahren mit 9monaten könnte bei einer vollbremsung einen genickbruch bedeuten, wenn es ganz schlimm kommt. der kopf wird ja nicht von der schale aufgefangen sondern fliegt ungebremst nach vorn.

hier mal zwei links:

http://www.faz.net/s/Rub1DABC609A05048D997A5F315BF55A001/Doc~E8A6E010285CB48A4A9FA7A75E91F870A~ATpl~Ecommon~Scontent.html

http://www.youtube.com/watch?v=NwmF10xgoVY&feature=youtu.be

ideal ist das kind die ersten 3 bis 4 jahre rückwärts fahren zu lassen, also nach der babyschale auch einen rückwräts gerichteten folgesitz zu kaufen wie z.b. den besafe izi combi von www.hts.no

aber wenigstens die ersten 18monate sollte das kind schon rückwärts fahren. also solange in die babyschale quetschen wie es irgendwie geht.

wegen der beine, manche meinen ja, man solle wechseln, wenn die füße über den rand gucken, weil das kind sich ja sonst beim unfall ein bein brechen könnte. aber mal ehrlich lieber einen beinbruch als einen genickbruch risikieren.

Beitrag von queequeg 03.05.11 - 21:44 Uhr

Was ist, wenn das Kind die Babyschale verweigert?????

Meine ist so ein Kandidat. Auto fahren ist die Hölle weil nur panisch geschrien wird. Logisch, denn sie sieht mich ja nicht wenn ich vorn sitze. Und immer nur die Rücklehne anstarren ist ja mal voll doof.

Ich bin monatelang kein Auto gefahren..hab nicht mal meine Eltern besucht weil sie sofort geschrien hat als sie in die Babyschale sollte.

Frag mich ernstlich wie sich manche Kinder das gefallen lassen.

Sie sitzt jetzt vorwärts und ist das liebste Kind beim Auto fahren. Aber ich fahr eh so gut wie nie, und wenn, dann nur um die Ecke ins Kaufland.

Also rückwärts gerichtet kam für uns nie wieder in Frage.

Lg

Beitrag von elistra 03.05.11 - 22:24 Uhr

mein sohn war genauso. er hat die babyschale gehasst, zum teil schon geschrieen, wenn ich ihn ausserhalb des autos reinsetzen wollte. trotzdem fährt er mit seinen 3,5 jahren noch gerne rückwärts!

ein reboardsitz ist keine babyschale, das darf/kann man nicht vergleichen.

stell dir dochmal euren vorwärts gerichteten sitz, einfach rückwärts eingebaut vor. das ist doch kein vergleich mit der babyschale. das kind sitzt und es sitzt vorallem auch viel höher, es hat den vollen panoramablick aus der heckscheibe und kann ohne probleme seitlich rausgucken. wenn man dann noch die kopfstütze aus der rückbank nimmt, kann es nach hinten raus, viel mehr gucken als vorwärts fahrend. zum eltern sehen kann man einen spiegel anbringen, dann ist auch das kein problem mehr.

die meisten kinder schreien die babyschale irgendwann an, weil sie entweder nicht mehr liegend fahren wollen oder weil sie eben soweit unten liegen und nix sehen. aber das kann man beides auch mit einem großen rückwärts gerichteten sitz beheben und das kind weiter sicher autofahren lassen.

klar gar nicht autofahren eine lange zeit ist auch eine lösung, aber für viele familien nicht umsetzbar, vorallem nicht wenn man mehrere kinder hat und diese auch termine haben.

Beitrag von brille09 03.05.11 - 23:06 Uhr

Also, nur weil dein Kind 9 Monate alt ist oder weil die Füße rausschauen würd ich nicht wechseln. Wenn dein Kind die Schale noch akzeptiert, lass es drin. Als zweiten Sitz würd ich einen mit Fangkörper benutzen, die schneiden in den Test am besten ab - z.B. die von Kiddy. Reboarder werden hier als Allgemeinlösung gepriesen. So ganz stimmt das aber nicht, denn sie sind ausschließlich bei Frontalaufprällen am sichersten. Ich muss nur leider sagen, dass wahrscheinlich - trotz Sitz - die wenigsten Kinder nen krassen Frontalaufprall überleben, wenn man mal ehrlich ist. Wenn zwei Autos mit 100 gegeneinander krachen, ist wahrscheinlich nicht mehr viel übrig. Bei Auffahrunfällen, Seitencrashs, etc. schneiden die mit Fangkörper super ab und auch die Belastung auf das Genick bei Vollbremsung (oder leichtem Frontalaufprall) wird stark gemindert, weil der Körper nicht an den Schultern absolut festgezurrt ist (wie bei den normalen Sitzen) sondern an der Brust abgefangen wird.

Für uns war das MC schon mit 9 Monaten der Horror und ein weiterer Reboarder wär mir nicht ins Haus gekommen. Mein Sohn brüllt grundsätzlich, wenn er mich nicht sieht, also wohl in jedem Reboarder genauso. Und das Gebrüll beeinträchtigt die Sicherheit am allermeisten.

Beitrag von nsd 04.05.11 - 07:38 Uhr

Hi!
In der Anleitung vom Maxi Cosi steht drin, dass man wechselt, wenn der Kopf drüber ist....

Beitrag von miau2 04.05.11 - 08:39 Uhr

Hi,
ein #pro für die Aussage der Verkäuferin, die von echter Ahnung zeugt!

Sie hat vollkommen recht: je länger rückwärts, desto besser. Der ADAC empfiehlt bis 18 Monate rückwärts, andere Länder schreiben bis 4 Jahre vor. Und das nicht grundlos.

Beinchen drüber ist nicht schlimm - lieber ein erhöhtes risiko für ein gebrochenes Bein als ein erhöhtes Risiko für ein gebrochenes Genick.

Also abwarten - so lange wie möglich.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von mani52 04.05.11 - 09:53 Uhr

Guten Morgen,
zunächst einmal ist es ja wohl so, daß der Kindersitz zum Kind und zum Auto passen muss. Es gibt nicht "den" richtigen Kindersitz.
Es stimmt, daß Kinder rückwärts gerichtet bis 95 % bei schweren Unfällen geschützt sind. Ein vorwärts gerichteter schützt "nur" ca. 60 %. Und trotzdem muss man seine eigenen Prioritäten setzen. Stiftung Warentest und ADAC können hier nur eine Anleitung sein. Ein "gut" getesteter Sitz kann in einem Fahrzeug funktionieren und in einem anderen eben nicht. Getestet wird in einem Opel Astra und die Testergebnisse gelten auch nur für den Opel Astra. Deshalb kann ein Test immer nur ein Hilfsmittel sein. Und es stimmt auch, daß es Unfälle gibt, bei denen niemand überleben kann.
Kindersitze müssen richtig eingesetzt werden.
Ein rückwärts gerichteter Sitz kann übergangslos nach der Babyschale - auch schon mit z.B. 6 Monaten verwendet werden. Ein Fangkörpersitz kann erst funktionieren, wenn der Oberkörper des Kindes so weit aus dem Fangkörper herausschaut, daß er über dem Fangkörper bei einem Unfall "abrollen" kannn. Wenn das Kind um die 9 Monate alt ist, wird es die gleichen hohen Nackenbelastungen haben, wie bei einem Sitz mit 5-Punkt-Gurt.
Im Normalfall werden Kindersitze in Gruppe I nicht ständig aus und eingebaut. Wenn es aber so sein muss, ist ein vorwärts gerichteter Sitz eben besser...das muss man dann einfach akzeptieren.
Wenn man sein "eigenes" Für und Wider abgewogen hat, hat man den richtigen Kindersitz gewählt.
Leider gibt es ja keine wirklichen Gesetze zu diesem Thema und Europa ist sich hier auch nicht einig. Versicherungsstudien über lange Zeit gibt es nur aus Schweden (mehr als 40 Jahre) und deshalb fahren die Schweden Ihre Kinder bis ca. 4 Jahre rückwärts. Das ist dort auch kein Gesetzt, sondern das ist so gewachsen. Wir fahren unsere Kinder in Deutschland vorwärts und das ist auch so gewachsen. Seit 15 Jahren werden rückwärts gerichtete Kindersitze in Deutschland angeboten, konnten sich aber nicht durchsetzen. Fangkörpersysteme gibt es ebenfalls so lange. Erst durch die ständigen "gut" in den Tests sind sie besser angesehn.
Dies soll die Befürworter und Gegner bestimmter Richtungen mal neutralisieren.
Einen schönen Tag noch.