Warum heißt es immer 24/7 Job?

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von altehippe 03.05.11 - 21:41 Uhr

Hallöchen,

ich frag mich, wieso ich so oft lese, dass Muttersein ein 24 Stunden Job ist.

Schlafen diese Kinder dann nicht?#kratz

Wenn der Mann-oder Frau-8 Stunden arbeiten geht, wird öfters angeführt, dass derejenige zu Haus ja nie frei hat.


Lieben Gruß von Belinda deren Kinder sich angewöhnt haben Nachts zu schlafen und Tagsüber auch verrückterweise mal etwas allein spielen können. :-)

Beitrag von evie 03.05.11 - 21:48 Uhr

Hi,

naja, aber auch wenn Deine Kinder schlafen noder sich selbst beschäftigen, dann bist Du trotzdem immer da. Im Büro kannst Du den PC ausmachen und nach Hause gehen (ist nur ein Beispiel).

Mein Sohn schläft auch nachts und er schafft es auch mal, sich selbst zu beschäftigen (sehr sehr sehr selten im Moment, hat aber andere Gründe), trotzdem bin ich ja hier zu hause permanent "am Arbeitsplatz".

Ich denke darum gehts.

Schönen Abend,

Evie

Beitrag von altehippe 03.05.11 - 21:52 Uhr

Ja, aber warum wird sich die Kindererziehung denn nicht geteilt, wenn der Partner zu Hause ist?
Mein Heim betrachte ich zum Glück nicht als Arbeitsplatz.

Beitrag von windsbraut69 04.05.11 - 07:02 Uhr

"naja, aber auch wenn Deine Kinder schlafen noder sich selbst beschäftigen, dann bist Du trotzdem immer da. Im Büro kannst Du den PC ausmachen und nach Hause gehen (ist nur ein Beispiel). "

Da könnt man auch sagen, sie spart sich den Weg und ist sofort Zuhause.
Wenn Du das Zuhause als Arbeitsplatz siehst, dann ist es das ja auch für Leute, die nach der aushäusigen bezahlten Arbeit noch Haushalt und Kinder versorgen....

Gruß,

W

Beitrag von elistra 04.05.11 - 08:32 Uhr

hat denn jemand behauptet, wenn jemand einer bezahlten tätigkeit nachgeht und danach zu hause die kinder versorgt ist das keine 24h/7t tätigkeit? man gibt doch nur die kinderbetreeung zeitweise ab (wobei man ja trotzdem immer auf abruf sein muss, trotz bezahlter arbeit, wenn mit dem kind in der betreuung irgendwas ist)

nein jemand der neben den kindern arbeitet, hat doch genauso 24h rund um die uhr zur verfügung zu stehen, wie jemand der nur zu hause ist. etwas anderes wäre es wenn jemand keine kinder hat, und nach der arbeit nur sein "bischen" haushalt macht und dann frei hat. derjenige wäre ja unabhängig und könnte auch jederzeit seine wohnung verlassen und was anderes tun.

Beitrag von caitlynn 03.05.11 - 21:48 Uhr

Hähä also ich erinnere mich noch an die phasen wo es wirklich ein 24 stunden job war und wir uns hier turnusmäßig abgeklatscht haben nach dem motto: ey komm es is 12 uhr nu bist du dran mit schlafen :-D #rofl

mittlerweile (und daran habe ich damals nicht im mindesten geglaubt egal wie oft ich zu hören bekam: das wird beessser...warts nur ab) tadaaaa: mein kind schläft abends ein und wacht morgens ausgeruht auf und lässt mama vormittags in ruhe haushalt machen und spielt mit seinem krimskrams...

Mein Mann geht morgens um 5 aus dem haus und ist um 15:30 wieder da, dann gibts wieder den fliegenden wechsel :-D und ich gehe von 17 bis 21 uhr arbeiten und übernehme dafür ggf die nachtschichten... also nix mehr von 24 stunden job und ich bin nach den ganzen horrormonaten sowas von tiefenentspannt, mich schockt nu nix mehr. Und ich verstehe die ganzen nörgelnden mütter auch nicht ganz aber mütter von ganz kleinen schreihälsen kann ich nachvollziehen und ich leide dann solidarisch mit.


okay jetz hab ich gegen ende des textes vergessen worum es ging aber dat macht ja nüscht... wollte eigentlich nur sagen dass du recht hast...

lg cait mit john 15 mon

Beitrag von altehippe 03.05.11 - 21:55 Uhr

Ohja, Eltern von Schreikindern meinte ich auch nicht. Das ist sicher eine Belastung, die ich mir nicht ausmalen kann.
So abklatschmäßig ist es bei uns auch. Schließlich sollen ja auch beide Eltern erziehen.

Beitrag von knutschy 03.05.11 - 21:50 Uhr

Hallo,

:-) da geb ich Dir Recht.

Ich "arbeite auch nur von 7/8-12 Uhr, dann habe ich 2/3 h Pause. Und dann Arbeite ich nochmal bis 19Uhr #rofl

Und ich empfinde das Mama sein auch nicht als 24h Job.

Liebe Grüße Anja

Beitrag von altehippe 03.05.11 - 22:01 Uhr

Und dann stell dir vor, es geht bald mit dem Kindergarten los...
Im übrigen ist es schön, dass du Gänsefüßchen beim arbeiten gemacht hast. Genau darum ging es mir.

Beitrag von sunflower.1976 03.05.11 - 21:51 Uhr

Hallo!

Ich denke, jedes Kind ist anders.
Mein kleiner Sohn hat z.B. Neurodermitis und schläft nachts häufig unruhig. Unabhängig davon ist er morgens schon um 5 Uhr wach. Ja, normalerweise kann ich durchschlafen, aber mein Schlaf ist anders als noch zu Zeiten, als ich keine Kinder hatte und mein eigentlicher Rhythmus ist ein ganz anderer als der meines kleinen Sohnes. Das ist aber okay.
Trotzdem...so richtig frei habe ich selten (okay, jetzt gerade im Moment ;-)), auch wenn ich das nicht als 24-Stunden-Job empfinde. Man ist eben nicht mehr so unabhängig und flexibel wie ohne Kinder. Ich denke mal, dass das viele so empfinden wie einen 24-Stunden-Job.

LG Silvia

Beitrag von altehippe 03.05.11 - 22:06 Uhr

Ja der Mann kann aber auch nicht mehr so spontan sein, wie vor dem Kind. Das wäre dann ja ne Doppelbelastung ;-)

Beitrag von sunflower.1976 03.05.11 - 22:17 Uhr

Klar, das betrifft schon beide Elternteile. Trotzdem liegt die Hauptverantwortung bei mir weil ich mit den Kindern zuhause bin und "nur" 15-20 Stunden wöchentlich für mein Fernstudium arbeite. Aber die Zeiten kann ich ja flexibel einteilen.

Mein kleiner Sohn schläft durch seit er knapp 2,5 Jahre alt ist (auch durch die Neurodermitis). Das ist dann schon irgendwie wie ein 24-Stunden-"Job". Denn ich brauchte immer eine halbe Stunde, bis ich nachts wiede eingeschlafen bin und zwei Stunden später weinte mein Sohn wieder und fing an sich zu kratzen. Mittlerweile ist es viel besser geworden *auf Holz klopf*. Aber es gab wirklich Zeiten, in denen ich mir gewünscht habe, nachts einfach mal 6 Stunden am Stück schlafen zu dürfen.

Im Bekanntenkreis erlebe ich insgesamt, dass es eher die Männer sind, die problemloser ihren Hobbys nachgehen können bzw. es einfach machen, v.a. wenn die Kinder noch sehr klein bzw. im Babyalter sind. Und wenn das Kind dann noch wenig schläft, viel weint usw., kann es sich für die Mutter schon wie ein 24-Stunden-Job anfühlen.

Das klingt jetzt alles so negativ, ist es aber eigentlich nicht!



Beitrag von xyz74 03.05.11 - 21:51 Uhr

Lieben Gruß von Belinda deren Kinder sich angewöhnt haben Nachts zu schlafen und Tagsüber auch verrückterweise mal etwas allein spielen können.
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Freu Dich einfach, dass bei Dir alles so einfach ist.
Das Glück hat nicht jeder.

Übrigens ... auch wenn die kids schlafen oder mal ein bißchen allein spielen, so ist der betreuende Elternteil immer im Bereitschaftsdienst.

http://de.wikipedia.org/wiki/Bereitschaftsdienst

Beitrag von altehippe 03.05.11 - 21:59 Uhr

Schade, dass du Familie als Dienst siehst. Wir leben einfach miteinander. Man kann sich den Streß auch selbst machen teilweise. Und ich meine damit jetzt nicht kranke oder wie schon erwähnt Schreikinder.

Beitrag von xyz74 03.05.11 - 22:19 Uhr

Man kann sich den Streß auch selbst machen teilweise.
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Naja, wenn Du meinst....

Ob Du noch so locker wärst nach zwei Schrekindern in 19Monaten und zwei Schwangerschaften in denen Du Dich nur noch unter Schmerzen bewegt hast.

Und ja... Kinder erziehen ist ein harten Job, der viel zu wenig gewürdigt wird.
Leider am allerwenigsten von anderen Frauen.

Und noch mal ja... Meine Kinder schlafen jetzt endlich beide.
Was aber nicht heißt, dass ich gerade tun und lassen kann was ich möchte.
Ich muss hier bleiben um da zu sein falls einer wach wird.
Das nennt man dann wohl 24/7.
Im Büro hab ich inrgendwann mal Feierabend und mus nicht Gewehr bei Fuß stehen.

Beitrag von altehippe 03.05.11 - 22:26 Uhr

Ich schrieb doch, dass ich Schreikinder außen vorlasse #kratz

Andererseits: ist dein Mann denn nie zu Hause? Geht er dann nicht mal schauen, wenn was ist. Und wie oft in der Woche ist abends denn noch was, dass man echt nochmal aufstehen müsste?
Weil du schreibst ja, dass du immer parat stehen muss...gehst du nie mal weg?

Beitrag von xyz74 03.05.11 - 23:43 Uhr


Andererseits: ist dein Mann denn nie zu Hause?
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Er ist oft auf Dienstreise (so wie heute) und ich allein mit den Kids.

Geht er dann nicht mal schauen, wenn was ist.
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Doch tut er. Allerdings braucht er es bei der Kleinen gar nicht zu versuchen.
Die ist durch und durch Mama-Kind.

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Und wie oft in der Woche ist abends denn noch was, dass man echt nochmal aufstehen müsste?
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Deine Kinder müssen sehr pflegeleicht sein.
Bei uns ist fast jeden Abend was los.
Einer findet immer einen Grund um noch zu quacken.

Weil du schreibst ja, dass du immer parat stehen muss...gehst du nie mal weg?
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Doch aber erst seit kurzem wieder.
Allerdings nicht so oft wie ich gern würde.
Ich bin abends meistens einfach müde.
Mein Großer ist Frühaufsteher und steht schon um 05:00 auf der Matte #heul und meine Kleine schläft sehr unruhig.
Außerdem arbeite ich abends noch am Rechner und bearbeite meine Fotos.

Beitrag von elistra 04.05.11 - 08:47 Uhr

"wir leben einfach miteinander" schließt ja nicht aus, das dieses leben eben auch arbeit bedeutet.

das haus putzt sich nicht von allein, da essen kommt nicht fertig auf den teller geflogen, der einkauf bringt sich nicht selbst nach hause, die kinder werden nicht ohne pflege groß, ihre fragen beantworten sich nicht von alleine usw.

natürlich ist das auch alles miteinander leben, aber trotzdem kostet es auch viel kraft, arbeits-/lebenszeit das alles zu organisieren und am laufen zu halten.

wenn du abends mit deinem mann ausgehen willst, kannst du das ja auch nicht einfach so machen, da brauchst du auch jemanden der kommt und euren job übernimmt und sich um die kinder kümmert. wenn man sich nen bezahlten babysitter holt, dann verdient der auch sein geld damit, das er genau das tut, was ihr als eltern sonst "kostenlos" macht. trotzdem ist es ein job, auch wenn man als eltern keine bezahlung dafür kriegt.

24/7 bedeutet einfach, das man jederzeit verfügbar ist, jederzeit in rufbereitschaft, jederzeit darauf eingestellt, etwas für seine familie/kinder zu tun und wenn es eben nur dasein und aufpassen ist, während sie schlafen.

Beitrag von postrennmaus 03.05.11 - 22:20 Uhr

Ich sehe das Muttersein nicht als Job sondern als Erfüllung. Ich habe einen 8 Stundenjob pro Tag auf der echten Arbeit und wenn ich meine Kleine vom Kindergarten hole, haben wir gemeinsame Freizeit #huepf Und wenn es um die Hausarbeit geht, so habe ich schon eine kleine Helferin, die gerne den Tisch abwischt und mir beim Spülmaschine ausräumen hilft.

Lg postrennmaus mit Lotte (2,5J)

Beitrag von altehippe 03.05.11 - 22:21 Uhr

Das ist schön zu lesen:-)

Beitrag von xyz74 03.05.11 - 22:23 Uhr

Sorry, aber genau das ist der Punkt.
Du hast Dein Kind NICHT den ganzen Tag um dich herum.
Wenn ich im Büro bin, ist das wir Urlaub.
Nach so einem Tag eile ich auch fröhlich pfeiffend zu meinem Kind.
Nicht zu vergleichen mit einem Tag mit meinen Beiden ( 2,5 + 10Monate).

Beitrag von altehippe 03.05.11 - 22:28 Uhr

Und wenn dein Mann dann nach so einem Tag nach Hause kommt, dann " eilt er nicht so fröhlich" zu eurem Kind?

In der Zeit hättest du dann ja sozusagen frei, wenn man das ganze als arbeit betrachten will

Beitrag von xyz74 03.05.11 - 22:55 Uhr

Und wenn dein Mann dann nach so einem Tag nach Hause kommt, dann " eilt er nicht so fröhlich" zu eurem Kind?
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Ich frage mich gerade was das mit meinem Posting zu tun hat aber ja, er freut sich auf die Kids wenn er Heim kommt.


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In der Zeit hättest du dann ja sozusagen frei, wenn man das ganze als arbeit betrachten will.
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Wir teilen uns dann abends den Kinderjob.
Jeder macht ein Kind fürs Bett fertig.
Allerdings kleben irgendwann wieder beide an mir, da der Große momentan sehr auf mich fixiert ist und die Kleine eh ein totales Mama-Kind ist.
Ja, es ist Arbeit, harte Arbeit.
Ich finde es schade, dass das so viele nicht als Arbeit anerkennen wollen.
Wie gesagt, vorallem Frauen sind es, die das was sie leisten klein machen. Wobei ich gestehen muss, dass ich solche Frauen nur hier bei Urbia antreffe.
Im Real Life, hab ich noch keine Mutter getroffen, die nicht total platt ist und alles als heititeiti ansieht.

Beitrag von altehippe 03.05.11 - 23:03 Uhr

na du musst ja auch immer zu hause bleiben, da kann man schlecht wen treffen ;-) sicher gibt es phasen wo ich auch platt bin, aber das istt doch kein dauerzustand. und bei meinen freunden auch nicht.
aber nun gut. du hast damit eben harte arbeit. jeder ist seiner glückes schmied.

Beitrag von nochmal 04.05.11 - 07:35 Uhr

Hallo,

ich bin ein wenig platt über deine Antworten.

Dein Mutterdasein scheint dich nicht wirklich zu erfreuen - das ist sehr schade.

Ja, ich bin Mutter von zwei Kindern und beide waren geplant - ich wusste also was auch mich zukommt.
Meine beiden Schwangerschaften waren die Hölle - dies erwähne ich hier nur weil du sie mit zum Muttersein 24/7 vorhin irgendwo aufzähltest.
Mein grosser Sohn war ein absoluter Nichtschläfer 16x die Nacht das war nichts - auch musste wir wo er 4 war ins Schlaflabor und nun mit 8 Jahren wird er noch immer einmal die Nacht wach - ich höre das und bin auch wach.
Mein Kleiner ist nun 2,5 Jahre alt und auch er wird ab und an wach.

Klar ist jedes Kind mal ein Mutterkind - mein Kleiner auch gerade, aber du bist auch selber Schuld, wenn du alles mit dir machen lässt.
Es gibt einen Vater zu diesen Kindern und die Kinder sollten vielleicht auch mal lernen, das eine Mutter auch noch einen Bedarf hat.

Ich kann mir ebenfalls nciht vorstellen, das du 24/7 nur mit deinen Kindern beschäftigt bist.

Gruß

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