Wohin verschwindet Liebe?

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von reality2011 03.05.11 - 22:38 Uhr

Mich treibt eine "philosophische" Frage um: Wohin verschwindet Liebe? Wie kann es sein, dass ich jemand, der sagen wir vor 20 Jahren mein Lebensinhalt war, heute gefühlte 20 mal und reelle 5 mal nur noch den Finger zeige?

Wir sind verheiratet, zwei Kinder, aber 3x täglich denk ich: leck mikch, KLugscheißer.

Trennung derzeit nicht möglich - ohne zum Sozialfall zu werden.

Kann man das, was mal war, irgendwie wiederbeleben?

Wenn nein, was tut man dann?

Bin 40 Jahre alt und wiege 20 kg mehr als zu Anfangszeiten (und er auch)

Beitrag von kanische 03.05.11 - 22:43 Uhr

Ich denke das liegt einfach daran, das Menschen sich ändern. Die Liebe zwischen den zwei Menschen von damals ist vielleicht noch da, aber die Menschen und die Umgebung ist einfach nicht mehr so wie damals. Der Alltag, daran scheitern ja oftmals die Beziehungen. Ich denke es ist nur sehr schwierig das wieder in Ordnung zu bringen, vor allem wird es bestimmt nicht wieder so wie damals. Beide müssen es wollen und vor allem intensiv daran arbeiten. Ich denke nach so langer zeit hilft vielleicht nur noch eine Eheberatung. Außenstehende können da oft viel besser einwirken und helfen.

Lg

Beitrag von wohingehtliebe 03.05.11 - 22:46 Uhr

Ich habe mich auch lange mit dieser Frage beschäftigt.
Wohin geht die Liebe? Ich denke, sie zieht sich zurück.
Das Paar verändert sich. Sie funktioniert nicht mehr so wie am Anfang, will beflügelt werden. Keine Zeit, kein Raum.
Ich lebe in der Phanthasie, Illusion. Traurig, aber wahr.

Beitrag von reality2011 03.05.11 - 22:56 Uhr

Lebst Dú allein? Was nützen Dir deine Illusionen? Ich kompensiere auch mit vielem, das schlimmste ist aber dass ich denke, womit hab ich das verdient? Andere trennen sich, heiraten wieder, kriegen neue kinder von neuen oder "halben" Vätern (0.Ton meine Tochter) und mein plan ist, aussitzen bis die kinder weg sind und dann "arsch lecken". aber ich verstehs nicht dass ich so denke, dieser mann war jahrelang der einzige der mich kennt und versteht aber es reicht nicht offenbar

Beitrag von wohingehtliebe 03.05.11 - 23:12 Uhr

Nein, ich lebe nicht alleine.
Vor 2 Jahren noch waren wir ein Traumpaar, haben unsere Träume geteilt, Zeit verbracht. Jetzt mit Kind hat uns der Alltag gefressen. Ich liebe mein Kind über alles, bereue nichts, kann mir ein Leben ohne meinen Sohn nicht mehr vorstellen.
ABER: Ich bin 15 kg schwerer als vorher, vorher schon an der Grenze zum Moppeligen, bin nicht mehr so knackig wie vorher, geniere mich nackt. ER sitzt vorm TV, isst Chips, lässt sich gehen. Komplimente? Vielleicht über die neue Jacke. Keine Leidenschaft mehr, kein Ich liebe Dich, kein Sex.
Die Illusionen, wie es wieder sein könnte retten mich vorm ausbrechen. Ich träume von dem Mann, der mich begehrt, mir sagt, dass ich eine tolle Frau bin. Gucke in den Spiegel, sehe die fette Qualle.
Habe Diät begonnen, habe Angst...
Angst vor dem was kommt, neuem Selbstbewustsein, suche nach Bestätigung. Von ihm? Der abends im Unterhemd Nachrichtensender guckt? Will ich den dann noch? Er war ein attraktiver Mann, groß, schlank, roch so gut.....
Suche Leidenschaft, Begehren,...
Alle sagen mir, ich würde immer attraktiver... Er? Sagt dass es ihm egal ist, aber schlank gesünder ist.
Frau sein? Hier zu Hause nicht. Da bin ich Mutter und Hausfrau. Mit 31 Jahren.

Beitrag von bringt nichts 03.05.11 - 23:21 Uhr

Warum änderst du nichts?
Im Selbstmitleid baden bringt dich nicht weiter.

Beitrag von wohingehtliebe 03.05.11 - 23:24 Uhr

9 Monate Paartherapie haben uns nichts gebracht.
Trennung würdemich zum Sozialfall machen.
Er sieht keinen Grund sich zu ändern.
Ausserdem "standesgemäß" an diese Beziehung gebunden.

Beitrag von bringt nichts 03.05.11 - 23:27 Uhr

Das sind Ausreden, du willst dich nicht trennen.
Was meinst du mit "standesgemäß"?

Beitrag von wohingehtliebe 03.05.11 - 23:34 Uhr

Ich kann verstehen, dass Du das so siehst. Ich habe das Trennungsprozedere bereits durchgespielt.
DARAUF kam erst die Paartherapie.
Ich würde meinen Sohn verlieren.
Eine einfache Frau, die in den Adel eingeheiratet hat.
Aber tut das hier was zur Sache. In dem Beitrag geht es doch einzig allein um die Gefühle. Nicht um eine Ratsuche in Trennungsfragen. Mehr um eine Situation, mit der man sich abgefunden hat.
Aber ist scheinbar das falsche Forum.

Beitrag von frauke131 04.05.11 - 10:50 Uhr

Frau sein? Hier zu Hause nicht. Da bin ich Mutter und Hausfrau. Mit 31 Jahren.


Selbst Schuld! Niemand zwingt Dich dazu und mit dem Satz: Ich liebe meinen Sohn über alles! Klärst Du selbst die Fronten: DU bist Mutter und mehr nicht. Und das soll Dein Mann attraktiv finden?

Wenn ich so manche Mutti sehe, frage ich mich oft: Waren die immer so muttimäßig ( praktische Klamotten, kein Make up und "flotter" Kurzhaarschnitt und zu allem Übel nur noch Gespräche über Biokost und Baby). Und das hat nichts mit dem Gewicht zu tun.

Dein Mann ist nicht für Dein Glück zuständig: Geh wieder arbeiten und triff Dich mit Freundinnen, mach Dich schön und jammer nicht.

Beitrag von peppina79 04.05.11 - 09:38 Uhr

So ein Quatsch.

Die Liebe verfliegt nur dann wenn man es zulässt und sich gehen lässt.

Wenn Du zugenommen hast und damit offenbar nicht glücklich, dann krieg deinen Arsch (sorry) hoch und tu was dagegen. Nur wenn Du selber glücklicher bist, kannst Du deine Beziehung retten.

Eine richtige Beziehung braucht Pflege, jeden Tag. Ich kenne Paare die sind weit älter als ihr und sind total verliebt, weil sie sich um einander kümmern...

Beitrag von amanda82 03.05.11 - 22:49 Uhr

http://www.youtube.com/watch?v=FwknUcpomnQ

Hör mal ...
Musste ich grad dran denken bei deiner Überschrift ...

LG

Beitrag von razyfazy 03.05.11 - 22:52 Uhr

Das wird erst besser wenn die Kinder aus dem Haus sind, dann ist wieder mehr Zeit für das füreinander.

Wir zeigen uns zwar nicht den Finger, aber lieben uns nach 19 Jahren nun immer noch und ziehen in Erwägung nochmals zu heiraten, aber richtig.

So unterschiedlich kann das sein.

Beitrag von arbeiten 04.05.11 - 08:27 Uhr

auch wenn es in einigen situationen schwer fällt, muß man an der beziehung arbeiten, was dafür tun. wie eine pflanze wasser geben, damit sie wächst und sich "wohlfühlt".
wenn man dies (vielleicht auch unbewußt) vernachlässigt, kehrt der alltag ein und die liebe und zweisamkeit wird immer hinten an gestellt, weil keine zeit oder andere dinge "wichtiger" zu sein scheinen.

die liebe ist vielleicht noch da bei dir/euch. versucht mal mehr zeit zu zweit zu haben, macht dinge, die ihr damals immer zusammen gemacht habt, nur euers (gibts das wort? #kratz) ist.

Beitrag von dickunddünn 04.05.11 - 10:21 Uhr

Hallo
ich stelle mir oft die gleiche Frage -- ich habe einen Mann geheiratet, der schon mal mit 15 in mich verschossen war, mit dem ich ewig befreundet bin, der der Vater meines Kindes ist. Und den ich wahnsinnig geliebt habe...

Trotzdem zeige ich ihm virtuell im Moment auch 5 x am Tag den Mittelfinger. Ich ertrage seine Vorhaltungen nicht mehr, seine Ignoranz, seine unglücklichen Blicke.

Ich möchte mich (im Moment) trennen, nichts lieber als das. Es gibt keinen Anderen, ich will auch nicht. Ich will nur meine Ruhe.

Aber da ist unser Kind, unser gemeinsam erwirtschaftetes Geld, die Buchung für 2 Wo. Urlaub am Mittelmeer, die ganzen Termine die in der nächsten Zeit anstehen. Das Kind würde es wohl kaum verkraften, sie ist jetzt schon extrem launisch und weinerlich weil sie was merkt (?)

Ich verstehe dich. Ich weiss nicht wo die Liebe hingeht. Sie wird verschüttet nehme ich an.

Alles Gute

Beitrag von el-corazon 04.05.11 - 13:46 Uhr

Das hat nicht unbedingt etwas mit dem Gewicht zu tun, nein.:-)

Und wenn du denkst "leck mich", na dann weiss ich nicht.

Als ich das gedacht habe, war klar, das wird nix mehr.

Also, ich denke mal, "leck mich, du Klugscheisser" verheisst nichts Gutes. Überlege dir, wie du, ohne zum Sozialfall zu werden, da eine Änderung bewirken kannst.
Wenn der Gedanke da oben denn von Herzen kommt.