Div. Probleme mit KV - was tun bei Drohungen?

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von joermungander 04.05.11 - 07:58 Uhr

Ganz kurz zur Vorgeschichte: Mein Sohn ist jetzt 21 Monate alt, als er ein Jahr war habe ich mich vom KV getrennt und wir haben das gemeinsame Sorgerecht.
Seitdem läuft es zwar holprig, aber es läuft.

Nachdem wir endlich eine Umgangsregelung gefunden haben, an die sich der KV auch halten kann (will?) und ich den unterhalt eingeklagt habe, bekommt der KV ab- und an immer recht merkwürdige Anwandlungen. Er fängt dann (vor dem Kind #schock) an, mir zu drohen.

Mal droht er mir, meinen neuen Freund zu verprügeln, dann wieder sind es nur leere Worte im Sinne von "du wirst schon sehen" "dir zeig ichs" o.ä. Letztens hat er mir wieder mit dem JA gedroht - dabei hat er bei den Unterhaltsverhandlungen dem JA- Mitarbeiter geschlagen. Ich war nicht dabei, weiß leider nicht genau, was dabei raus gekommen ist.

Ich selbst bin mir relativ sicher, dass er nicht viel machen kann. Trotzdem bleibt bei mir jedes Mal nach solchen Situationen ein ungutes Gefühl. Mein Sohn äußert jetzt schon immer, dass er nicht zu seinem Vater will. Ich bin sehr darum bemüht, dass der Kontakt stattfindet, der KV nimmt den Kleinen einmal die Woche nachmittags und alle 2 Wochen eine Nacht am WoE - wobei diese zweite Nacht mehr nach dem Motto "ich zahle, also bekomm ich auch mein Recht" zustande gekommen ist. Ich versuche das dem Kleinen schmackhaft zu machen. Beim letzten Kontakt hat er aber bitterlich geweint und sich an mich geklammert und immer "nein, nein" geschrien. Ich wollte mir die Blöße nicht geben, aber wieder allein im Auto musste ich ersteinmal eine Runde weinen.

Letzte Situation war besonders schlimm:
es gab - mal wieder - einen Streit über meinen neuen Freund. Mein Sohn sagt mittlerweile auch "papa" zu ihm, himmelt ihn an und liebt ihn sehr. Er wiederum kümmert sich rührend und ist selig, dass der Kleine ihn so mag. Wir haben erst versucht ihm beizubringen, dass mein neuer Freund nicht "Papa" ist, sondern XY. Daraufhin sagte mein Kleiner "nein, Papa" und bestand fest auf seiner Betitelung. mittlerweile haben wir es aufgegeben und wenn ich ehrlich bin freue ich mich für beide. Es könnte eine bereichernde Situation für meinen Sohn sein: Viele Großeltern, zwei "Papas", viele Tanten, Onkels usw. Nur mein Ex kann damit nicht umgehen.
Als er mitbekam, dass mein Sohn Papa zu meinem neuen Freund sagt, ist er fast ausgerastet. Hat sich den Kleinen geschnappt und ist mit den Worten "Wer weiß wann du ihn wieder siehst" losgefahren.
Kann ich in so einer Situation eigentlich irgend etwas machen?

Es war nur eine leere Drohung, aber ich glaube die Meisten von euch können sich denken, was ich bis er wieder da war gezittert habe, ob das Kind auch wieder kommt oder ob er es bei sich behält.

Ich habe Angst, denn er erzählt gerne die Unwahrheit. Und ich bin traurig, weil er nicht dem Kind zuliebe mal über seinen Schatten springen kann und vernünftig mit mir umgehen kann. Bei den Terminen beim Jugendamt oder z.B: in der Krippe (Unterschrift für den Betreuungsvertrag) spielt er sich als der Übervater schlechthin auf! Da erkenne ich ihn kaum wieder. Wie gehe ich mit solchen Drohungen um? Und Warum rafft er es einfach nicht, dass diese Masche alles übers Kind zu regeln im Endeffekt nur dem Kind schadet?
Haltet ihr es für sinnvoll mich beim JA beraten zu lassen?

Beitrag von parzifal 04.05.11 - 08:04 Uhr

"und wenn ich ehrlich bin freue ich mich für beide. "

Dann bezweifele ich aber, dass die Bemühungen das "Papa" zu unterbinden ernsthaft betrieben wurden.

Steh doch dazu, dass es Dir Recht ist.

Beitrag von nadineriemer 04.05.11 - 08:06 Uhr

Hallo,
ich würde bei so einem Verhalten sofort einen Anwalt einschallten.Wegen der Drohungen eine Anzeige machen und eine Verfügung beantragen.Du musst dich gegen solche dinge wehren,sonst hört das nie auf.Aber wichtig ist immer ein Anwalt in solchen Dingen.

Nadine

Beitrag von phili0979 04.05.11 - 08:18 Uhr

Guten Morgen,


Das ist wirklich ätzend was dein Ex da abzieht.

Du sagst du hast alles probiert das ein friedlicher Umgang zustande kommt, aber scheinbar bekommt er es nicht auf die Reihe.

Hab ich es richtig verstanden, er hat den JA- Typ geschlagen? Und die haben nix danach unternommen? Ganz ehrlich, (auch wenn ich hier für meine knallharte Meinung wahrscheinlich gesteinigt werde), ich würde ehr gestern als heute beim JA auf dem Matte stehen und betreuten Umgang beantragen. Wenn Drohungen wie "wer weiß wann du das Kind wieder siehst" dann wäre bei mir ganz schnell der Spaß vorbei! (bin da etwas sensibel, da ich die Polizei schon rufen musste u.a. wegen Kindesentzug!)

Sorry aber einen erwachsenen Menschen der seine Emotionen nicht unter Kontrolle hat, mit Drohungen, Körperlicher Gewalt etc. reagiert, dem vertraue ich nicht allein mein Kind an. Da ist mir egal obs der KV die Oma oder sonst wer ist! Da hört einfach der Spaß auf! desweiteren könnte ich mir vorstellen dass betreuter Umgang vielleicht auch eine Bereicherung für deinen Sohn wäre. Ihr würdet bei der Übergage vor dem JA nicht zusehr in Konflikte geraten und somit wäre es auch entspannter für den Kleinen. Der scheint ja die negative Stimmung schon voll erfasst zuhaben und das ist defenitiv nicht gut für den Kleinen.

Versuche es mal auf diesen Weg!

Lg

Beitrag von joermungander 04.05.11 - 12:53 Uhr

Ich denke, dann werde ich mich jetzt zu allererst um einen Beratungstermin beim Jugendamt bemühen. Die können mir vielleicht schon sagen, wann ich wirklich etwas machen kann.

Er hat diesen Typen vom JA wohl bei einem Termin geschlagen, bei dem es um den Unterhalt ging. Was das ganze nach sich geszogen hat, habe ich bisher leider nicht erfahren können. Sicher ist aber, dass er dafür zahlen musste. Ob es auch ein Verfahren gab, weiß ich so nicht.

Jetzt muss er wohl wegen anderer Vergehen eine Geldstrafe absitzen, weil er nicht zahlen kann.

Gestern war Besuchstag und er kam mit einem üblen blauen Auge an. Meinte er hätte es sich am 1. Mai in Hamburg zugezogen.

Langsam bekomme ich echt etwas Angst. Ich dachte ich kenne ihn, deswegen hatte ich trotz seiner Drohungen, die er bisher zum Glück noch nicht wahr gemacht hat, nie Bedenken das Kind zu ihm zu bringen. Weil bisher war er immer total fürsorglich und vorsichtig mit dem kleinen.

Aber langsam habe ich immer mehr Bauchweh bei der Sache, ich weiß eben auch nicht, wie sehr er da jetzt noch abdrehen wird...

Beitrag von redrose123 04.05.11 - 08:41 Uhr

Er soll das Kind an der Tür holen und gut würd Ihn nicht reinlassen und die Drohungen nicht ernst nehmen, hat er eine Wahr gemacht? Wenn er sich vergreift an deinem neuen Anzeige....

Der Kleine merkt das Ihr euch nicht gerade gut besonnen seid, Ihr solltet den Kontakt wirklich nur auf hallo und tschüss erstmal machen, würd deinem Ex sagen das er mit seiner Art seinem Kind angst macht.....

Mein Mann wäre auch nicht begeistert wenn seine Ex den Kindern einen vorsetzt den sie Papa nennen oder mich Mama da wäre die Ex auch angepisst.

Beitrag von outlawmama 04.05.11 - 09:00 Uhr

Erst mal alles Gute:-)

Ich denke bei den bloßen Drohungen wirst Du wohl kaum eine Chance haben (auch bei seiner Vorgeschichte)

Was helfen kann -auf lange Frist- führe Protokoll, d.h. Datum, Uhrzeit, was hat er gesagt und evtl. Zeugen.

Und das dein Sohn Papa sagt, o.k. was sollst Du machen....

gerade bei kleinen Kinder ist der Wunsch nach einem "echten" Papa enorm, und wenn dein Freund die Rolle für Ihn erfüllt ist das auch o.k.
Du kannst höchstens versuchen, ihm es immer wieder zu erklären, mach aber nicht zu viel Druck auf den Kleinen, nicht das er meint er macht etwas falsch/er ist schuld

Beitrag von joermungander 04.05.11 - 12:42 Uhr

Danke für deine Antwort #blume

Wie gesagt, wir haben anfangs immer den Namen meines neuen Freundes gesagt. Und wir erklären ihm immer wieder, dass der KV sein Papa ist. Seit einiger Zeit sagt mein Sohn dann aber immer "nein" und wird richtig böse wenn wir weiter sprechen. Bisher sind wir der Meinung, dass wir ihn "Papa" zu meinem Freund sagen lassen und immer wieder erklären, dass er zwei Papas hat. Wenn er noch verständiger ist erklären wir es ihm ausführlicher. Ich hatte nie die Absicht, ihm den leiblichen Vater vorzuenthalten.
Und ehrlich gesagt bin ich auch traurig, dass der es sich selbst so schwer macht.

ABER: und das ist die andere Siete der Medaille, ich habe ihm von anfang an angeboten den Kleinen öfter zu sehen. Auf verschiedenste Weise und er ist dem ANgebot NIE nachgekommen. Anfangs hat er fast gar keinen Kontakt zugelassen und hat die Besuchstermine nur sporadisch wahrgenommen... Insofern ist mein Freund für den Kleinen wirklich mehr Papa als mein Ex.

Beitrag von thea21 04.05.11 - 11:41 Uhr

Ich gehe nur auf den Teil "Papa" ein.

Vater lernt neue Freundin kennen und das Kind (dein Kind) nennt sie Mama.

Prickelnd? Oder nicht so?

Beitrag von mtinaaa 04.05.11 - 12:28 Uhr

Schließe mich mal auch zu dem Thema an. Ich sehe wie mein Mann drunter leidet,das sein Sohn den Lebensgewährten seiner Mutter Papa nennen muss.
Wenn er bei uns ist,habe ich ihn immer erinnert,das der Lebensgewährte von seiner Mutter ......... heißt und ihn auch verständlich gemacht,das er nur 1 Papa hat.Wir kamen ja schon selber durcheinander wenn meinte er beim erzählen nun ?
Und sie lernen es auch mit der Zeit #pro
Dein Sohn hat einen Papa der den Umgang wahr nimmt. Also ist er der Papa und einen weiteren gibt es nicht.

Kann da schon verstehen wenn der Papa sich da Luft macht.

L.G Tina#winke

Beitrag von joermungander 04.05.11 - 12:46 Uhr

ich weiß nicht ob ich es so schön fände. ABER:
1. erklären wir weiterhin, wer Papa ist und wer Mamas Freund und dass der "Max" heißt.
2. Engagiert sich der Papa nur mäßig, sodass er wenigstens die Courage haben könnte sich einzugestehen, dass es nicht allein unsere Schuld ist
und
3. Wäre es wirklich der Fall, dass er die neue Freundin meines Exfreundes (die leider immer noch nicht vorhanden ist) Mama nennen würde, würde ich ihr weniger Vorwürfe machen als mir selbst und mich zumindest bemühen mich für das Kind zu freuen, dass es viele menschen lieb hat und viele Menschen hat, die es ebenso lieben wie ich mein Kind lieb habe.

Alles andere ist eine sehr egoistische Sichtweise.

Beitrag von jazzy07 04.05.11 - 14:10 Uhr

Hallo Thea,

auf dieses Thema möchte auch ich gerne mal eingehen. Meine Tochter nennt meinen Mann ebenfalls Papa. Er kam in die Familie, als mein Großer knapp 7 und die Kleine knapp 4 Jahre alt waren. Mein Großer redet ihn bis heute mit seinem Namen an, meine Kleine dagegen erzählt überalls sie hat "2 Papa´s", einen Echten und einen Stiefpapa. Sie hat ihn nach nem 3/4 Jahr gefragt, ob sie ihn so nennen darf und auch wenn wir am Anfang dabei ein ungutes Gefühl hatten, finden wir die Entscheidung lag/liegt bei ihr alleine.

Bei uns ist es so, dass der Vater die Kinder jedes 2.WE zu sich holt und auch vor ihm nennt sie meinen Mann Papa. Er fand es am Anfang nicht toll, aber lebt damit, denn die Kinder seiner Freundin (mit der er auch bereits 4 Jahre zusammen ist) nennen ihn ebenfalls Papa. Auch er kam in die Familie, als die Zwillinge von ihr gerade mal 1 Jahr alt waren. Meine Kleine hat ihn irgendwann gefragt, warum denn die Kinder von XXX ihn Papa nennen dürfen, aber sie meinen Mann nicht. Danach kam das Thema nie wieder auf und er hat es akzeptiert.

Und nun die andere Seite:
Die Freundin von meinem Ex-Mann kümmert sich jedes 2.WE ebenfalls um unsere Kinder. Sie ist für die Beiden da wenn sie krank sind, spielt mit ihnen, macht Hausaufgaben usw. Selbst in den Ferien dürfen die Kinder 1-2 Wochen bei ihr verbringen, auch wenn der Vater keine Lust oder Zeit hat. Man muss dazu sagen, dass die Beiden "noch" nicht zusammen wohnen. Somit holt sie unsere Kinder gerne zu sich, obwohl sie selber 4 Kinder hat.

Sie ist in meinen Augen eine klasse Frau die unsere Kinder wie ihre Eigenen behandelt und immer für sie da ist. Wir verstehen uns Privat sehr gut, unternehmen auch gemeinsam etwas und reden auch über Probleme.

Wir feiern die Geb. der Kinder zusammen, egal ob von ihren oder meinen Kindern, Weihnachten und Silvester ebenfalls.

Eines Tages kam ich um meine Kleine bei ihr abzuholen und sie musste schon lachen. Sie erzählte mir dann, dass meine Kleine sie ausversehen "Mama"nannte und wir mussten schmunzeln. Meine Kleine wollte sich dann bei mir entschuldigen und ich sagte zu ihr, dass sie dies nicht muss. Ihre Erklärung dazu war, dass XXX sich soooo toll um sie kümmert und sie ja wie eine Mama für sie ist und sie gaaaaaaanz doll lieb hat. Und sie hat Recht!

Mir geht das Herz auf, weil ich weiss, dass der Papa eine Freundin an seiner Seite hat, die unsere Kinder liebt und genau deswegen stört es mich absolut gar nicht, wenn meine Kleine mal versehentlich Mama gesagt hat oder sagen wird. Ich muss dann nur grinsen :) Ich weiss, meine Kindern geht es sehr gut bei ihr und das ist mir das Wichtigste.

Ebenso erzählen ihre Kleinen Zwillinge im KiGa, dass sie noch 2 neue Geschwister haben :-D Die Kindergärtnerin war zwar leicht verwirrt, aber nachdem XXX erklärte wen die Zwillinge meinten, musste diese ebenfalls lachen. Ihre Kinder wachsen mit meinen zusammen auf und es ist klasse. Und ihre Zwillinge knuddeln und knutschen mich ab sobald ich die Tür betrete.


Der Eine oder Andere mag es vllt. nicht verstehen, aber das juckt mich nicht. Viele Freunde und Bekannte können oder wollen es nicht nachvollziehen, aber wir können alle gut damit leben. Im Endeffekt macht sie alles für meine Kinder, was eine Mutter auch macht, wenn die Kinder bei ihr sind.


Du siehst, es geht auch anders :)

Lg Jazzy

Beitrag von thea21 04.05.11 - 14:23 Uhr

;-) Danke für dein Posting.

Nur zur Info: Ich, Partner, Tochter ...auf der anderen Seite Papi, Freundin, ihre beiden Söhne.

Wir sind sehr gute Freunde und Sophia lebt 7 Tage bei ihm, dann 7 Tage bei uns. Wir wohnen keine 10 Minuten auseinander.

Die beiden sind ihre "Brüder", der große zum zanken, der kleine zum bemuttern.

Die Freundin ist ne nette, meine Tochter da toll aufgehoben.

Die beiden Jungs nennen ihn Papa Ben, meine Tochter nennt die Jungs Brüder.

Kein Thema.

Nur denke ich, dass man das Verhalten des Vaters durchaus verstehen kann und nicht jede Mutter ein versehentliches Falschbenennen derart locker wie du/oder auch ich sieht.

Beitrag von phili0979 04.05.11 - 22:51 Uhr

Hallo Jazzy!

ich habe deinen Beitrag mit großer Bewunderung gelesen!

Ich finde es toll wir ihr Erwachsene über den eigenen Eitelkeiten steht und die Kinder selbst entscheiden lasst, ob sie eine so große Bindung zu dem Lebenspatner haben, dass sie ihn als Papa/Mama sehen!

Ich kann aus persönlicher Erfahrung nur sagen, dass es eine absolute Bereicherung für ein Kind sein kann. Selbst wenn ich heute zu meinem Vater & seiner Frau fahre, dann fahre ich zu meinen Eltern und meinen Brüdern (5+8 Jahre alt). Zu meiner Mutter habe trotzdem ein gutes Verhältnis und sie ist auf keinen Fall weniger Mutter/ Oma für mich/ meinen Sohn wie die Frau von meinem Vater.

Liebe Grüße Philine

Beitrag von janamausi 04.05.11 - 18:44 Uhr

Hallo,

ich würde da auch vorgehen und mir das nicht gefallen lassen.

Aber bei einem Punkt kann ich deinen Ex verstehen: Mir würde es auch nicht passen, wenn mein Kind zu der Freundin meines Ex Mama sagt #schock

Es ist toll, wenn dein neuer Freund sich rührend kümmert, aber es gibt ja auch noch den richtigen Papa, der sich kümmert. Wenn ein Kind 2 Papas hat und das klappt, mag das evtl. toll sein, aber bei euch klappt es halt nicht.

Und einem 21 Monate altem Kind kann man doch beibringen, wie es deinen Partner nennen soll. Da muss man halt mit Geduld rangehen. Oder sagst Du auch zu deinem Kind wenn es nicht ins Bett will und nein sagt und Theater macht, dass es dann nicht ins Bett braucht?

Vielleicht würde sich dann auch dein Kind dem Vater anders gegenüber verhalten...

LG janamausi

Beitrag von sarai2110 05.05.11 - 09:31 Uhr

Hallo,

ich kann deine Situation sehr gut verstehen,ich mache das auch ebend durch.
Es sit nicht einfach mit diesen Drohungen klar zu kommen und sich immer zu Fragen,was passiert wenn er ernst macht.

Ich habe mich 2,5 Jahre einschüchtern lassen,aus Angst alles noch schlimmer zu machen.

Jetzt bin ich gerade dabei mich zu wehren!

Meine Kleine sagt auch zu meinem Mann Papa und für sie,ist er auch ihr Papa.

Wenn du möchtest,oder Fragen zu diesen Thema hast,kannst du mich gern über VK anschreiben.

Lass dir nicht alles bieten,denn aus Erfahrung kann ich dir sagen,dass dies immer schlimmer werden kann.


Alles Gute für euch #winke

Beitrag von joermungander 05.05.11 - 14:32 Uhr

Hallo an alle,
Nochmal vielen Dank für eure zahlreichen, ehrlichen Antworten.
Ich habe heute endlich die Sozialberatung vom Jugendamt ans Telefon bekommen und auch gleich einen Termin für nächste Woche bekommen.
Dort werde ich dann ersteinmal meine Probleme schildern, vielleicht können die mir dort schon weiter helfen!

Ich habe seit Dienstag echt Bauchweh, wenn ich daran denke, dass der Kleine dorthin geht. Dienstag hatte der KV ersteinmal ein dickes blaues Auge, von irgendeiner Schägerei, genaueres wollte er nicht sagen.

Es häuft sich momentan alles und mir ist elend bei dem Gedanken, dass der KV immer öfter in eine bedenkliche Richtung steuert (Alkohol, Schlägereien, Konflikte mit dem Gesetz, Verlust des Führerscheins, etc).

Beitrag von pois-chiche 08.05.11 - 19:30 Uhr

Hallo,

zum Thema Papa:

der Sohn meiner Cousine hat auch 2 Papas: der Erzeuger ist Papa X und der Freund, demnächst Mann, meiner Cousine ist Papa Y. Der Kleine, 4 Jahre, unterscheidet sehr genau, und versteht das auch. Hat halt 2 Papas und 3 Omas und Opas. Und die Papas kommen auch klar damit.

Wünsch Dir und deiner Familie alles Gute.
pois-chiche

Beitrag von madeliefje 16.05.11 - 23:19 Uhr

Hallo!

Also erstens mal: Wenn das Kind nicht zu seinem Vater will, muss es auch nicht! Du weißt ja nicht, wie er ihn in dieser Zeit behandelt und betreut, was er mit ihm macht etc. Meiner Meinung nach, können Kinder in diesem Alter sehr gut einschätzen was ihnen gut tut und was nicht. Er fühlt sich anscheinend nicht wohl bei seinem leiblichen Vater, das signalisiert er dir bei Übergabe ja deutlich. Ein Kind unter Tränen einem Mann zu übergeben, zu dem es gar nicht will, ist fahrlässig. Wer weiß ob er dem Kind nicht doch was tut, seine Drohungen wahr macht etc?
Unter deinen Umständen würde ich das Kind sowieso nicht übergeben, die Gefahr ist (für mich) zu hoch. Bei Drohungen sofort Polizei rufen! Kind nicht mitgeben! Das ist dein Recht und das Kind bleibt dann eben bei dir! Dann muss man eben auf das freie WE verzichten, zum Wohle des Kindes.
Und ich finde es gut wenn dein Sohn "Papa" zu deinem Freund sagt, bzw. es sagen will. Wenn er so fühlt, dann sollte man es ihm überlassen wie er ihn nennen will. Ich sehe das als Kompliment deinem Freund gegenüber, und als negative Tatsache deinem Ex.
Liebe Grüße und viel Glück bei der Suche nach einer Lösung!