Ich bin echt enttäuscht! Wie würdet ihr euch jetzt verhalten?

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Forum: Liebesleben

Ob Liebeslust oder Liebesfrust, ob erotische Freuden oder "technische" Probleme: Hier ist Platz für Fragen, Sorgen und Tipps. Für das Thema Verhütung gibt es ein eigenes Forum Verhütung.

Beitrag von Enttäuscht 04.05.11 - 08:19 Uhr

Hallo!

Ich schreibe heure hier, weil ich auf Tipps und Hilfe hoffe.

Kurz zu unserem Problem: Früher hatten mein Mann und ich kaum Sex. Vielleicht ein- bis zweimal im Monat. Dies war auch bedingt dadurch, dass er viel auf Montage war. Nun hat er aber seit zwei Jahren einen anderen Job und ist jede Nacht zuhause. Im letzten Jahr hat sich unser Sexleben sehr verändert. Wir hatten drei- bis viermal pro Woche Sex und ich fand es wirklich gut so. Der Sex ist phantastisch. Ich lasse mir auch sehr viel einfallen, damit es nicht langweilig wird. Nach immerhin 11 Jahren kehrt so langsam doch Routine ein. Aber ich dachte immer, dass wir uns das auch zu Nutze machen können, denn immerhin kennen wir uns in- und auswendig, wissen um die Bedürfnisse des anderen. Jedenfalls hatte ich schon mehrfach Anspielungen gemacht, auch mal andere Sachen auszuprobieren, als den "stinknormalen" Sex, aber er wich mir immer aus. Ich sprach es also an. Aber er reagierte ablehnend: Oralsex ist OK, aber er will dabei keinen Orgasmus haben, denn er findet es ekelhaft, wenn ich sein Sperma im Mund habe. Analsex ist widerlich. Pornos möchte er auch nicht mit mir anschauen. Er ist schließlich grundsolide und anständig. #augen Wie schade für uns! Er sagt das zwar immer mit einem Zwinkern, aber irgendwie denke ich, er meint es auch ernst. Zumindest benimmt er sich so. Mich stört es auch seit Langem, dass ich immer die Initiative ergreifen muss. Ich wollte ihm die Chance lassen, mich auch mal "zu erobern", aber in der Zeit lief gar nichts. Nach zwei Wochen brach ich das "Experiment" ab. Ein weiterer Versuch dauerte eine Woche, dann gab ich wieder auf. Von seiner Seite kam rein gar nichts. Gestern Abend ist es dann eskaliert. Wir lagen im Bett und ich dachte, da könne vielleicht mehr gehen, aber er benahm sich wieder so komisch, also sprach ich es an. Er platzte raus und meinte, ihm wäre das mit dem Sex alles zu viel. Früher hätte ich doch auch nicht so oft gewollt. Ihn würde es überfordern, dass wir so oft Sex hätten. Es gäbe ja fast kein anderes Thema mehr bei uns. #schock Ich wollte ihm erklären, dass es früher ja auch nicht so oft möglich war, aber irgendwie lies er gar nicht mit sich reden. Klar hatte ich gespürt, dass er die letzten Male beim Sex irgendwie komisch war. Aber wenn ich es ansprach, sagte er immer, es sei nichts. Woher sollte ich also wissen, wo das Problem liegt? Er meinte, wir hätten zu viel Sex und es sei schon gar nichts Besonderes mehr. Außerdem sei er nach der Arbeit müde. Liebe Güte, mein Tag dauert auch so lange wie seiner. Und ich versuche ja auch, ihm hier zuhause alles abzunehmen. Ich habe auch Verständnis dafür, dass er manchmal zu müde ist. Aber das ist doch kein Grund, gar keinen Sex mehr zu haben. Für mich ist Sex irgendwie eine Art Urlaub vom Alltag. Ich habe ihn nur für mich und umgekehrt. Aber er findet es einfach nur anstrengend. :-(

Ich wusste gar nicht mehr, wie ich reagieren sollte. Er wollte sich dann noch an mich kuscheln, aber da hatte ich nach der Aussage auch keine Lust mehr drauf. Ich bin echt enttäuscht und habe momentan gar keine Ambitionen mehr, mir viel Mühe mit unserem Sexleben zu geben, weil ich denke, dass er es sowieso nicht will. Aber da von seiner Seite aus ja auch nichts kommt, wird unser Sexleben in Zukunft zwangsläufig wieder nicht existent sein. Ich bin aber erst Anfang / Mitte 20 und noch keine 80 und schon gar nicht will ich als vertrocknete Jungfer enden! Ich will und brauche guten Sex. :-(

Wie würdet ihr denn reagieren, wenn ihr an meiner Stelle wäret?

Vielen Dank für ernstgemeinte Ratschläge!

Beitrag von ist doch egal 04.05.11 - 08:28 Uhr

Willkommen Ego-Trip, Auf Wiedersehen Liebe!

An deiner Stelle würde ich erwachsen werden und Verständnis für ihn zeigen.

Ich bin auch häufig abends müde und habe keinen Bock auf Sex. Dann zeigt mein Mann auch Verständnis.

Und mache deinem Mann klar, dass man beim Oralsex überall hinspritzen kann und nicht nur in den Mund.

Ansonsten bist du noch so jung, dass du genügend Zeit, einen anderen Begatter zu finden. Sexuell passt ihr Null zusammen.

Beitrag von Enttäuscht 04.05.11 - 08:41 Uhr

"An deiner Stelle würde ich erwachsen werden und Verständnis für ihn zeigen."

Weißt du, ich habe lange Zeit Verständnis für ihn gezeigt. Ansonsten hätte ich nicht über so einen langen Zeitraum fast gar keinen Sex gehabt. Ich kann auch nicht immer alle meine Bedürfnisse hinten anstellen. In all der Zeit habe ich ihn beruflich unterstützt und habe es ihn nicht spüren lassen, wie sehr es unsere Beziehung belastet, dass ich den kompletten Alltag alleine meistern muss. Neben meinem Job habe ich den Haushalt alleine geschmissen, mich um Schriftlichkeiten gekümmert, etc. pp. Ich habe ihm alles abgenommen, damit er nur noch die Füße hochlegen muss, wenn er nach Hause kommt. Und das tue ich auch heute noch, weil ich schlicht und ergreifend in der Hoffnung gelebt habe, er wäre dann weniger müde und hätte mehr Zeit und Aufmerksamkeit für uns. Und für seine Hobbys hatte er auch immer Zeit. Es ist egal, wie anstrengend ein Tag war. Aber zu einem Match kann er immer gehen und mitspielen. Das ist für mich eigentlich auch vollkommen in Ordnung, wenn dabei nicht unser Liebesleben zu kurz kommen würde.

"Ansonsten bist du noch so jung, dass du genügend Zeit, einen anderen Begatter zu finden."

Zum Einen will ich das gar nicht, denn er ist ansonsten genau der Mann, den ich will. Zum Anderen haben wir ein gemeinsames Kind und ein Haus. Schlechte Idee also.

Im Großen und Ganzen finde ich nicht, dass ein Partner immer nur seine Bedürfnisse durchsetzen sollte. Das möchte ich auch nicht, denn ich wünsche mir, dass wir beide glücklich sind. Aber momentan ist es wie verhext: Entweder ist er unglücklich oder ich bin es. :-(

Beitrag von alltagsphilosoph 04.05.11 - 10:39 Uhr

Liebe ist doch egal,

Wir sind alle sehr froh, dass Dein Mann Verständnis hat.
Das hat sicher was mit Erwachsen-sein zu tun, Kooperationsbereitschaft aber auch.

Zumindest Deiner letzten Ausführung kann ich zustimmen. Auch wenn für mich der Versuch zum Kompromiss irgendwie nahe liegender wäre.

Gruß,
Christian

Beitrag von seelenspiegel 04.05.11 - 10:46 Uhr

Was soll das bitte mit einem "Egotrip" zu tun haben? #kratz

Beitrag von agostea 04.05.11 - 08:32 Uhr

Reden, reden, reden.

Btw. - ihr seid seit 11 Jahren zusammen. Du bist Anfang/Mitte 20. Wie alt warst du denn, als ihr zusammen kamt?! #kratz

Gruss
agostea

Beitrag von Enttäuscht 04.05.11 - 08:44 Uhr

Wir sind kurz nach meinem 14 Geburtstag zusammen gekommen.In ein paar Tagen werde ich 25.

#danke Ich werde es versuchen. Ich hoffe, er blockt nicht ab.

Beitrag von agostea 04.05.11 - 08:50 Uhr

Manchmal sind das nur Flauten. Das legt sich dann wieder.
Manchmal erkennt man aber auch einfach, das die Libido zu unterschiedlich ausgeprägt ist, dann muss man eine Lösung finden, mit der Beide leben können.

Hoffentlich ist er offen genug, für ein ehrliches Gespräch...

Beitrag von Enttäuscht 04.05.11 - 10:00 Uhr

#danke dir!

Beitrag von taipane 04.05.11 - 08:36 Uhr

Guten Morgen,
vielleicht hat er ja eine andere Frau und kann deshalb nicht mehr so oft, weil seine Kraft anderweitig gebraucht wird.
Wenn du das aber verneinen kannst, solltet ihr dringend über deine Wünsche offen reden.
Schlage ihm doch vor, das du dir einen anderen Mann für den Sex suchen könntest, so dass er nicht mehr unter Druck gerät.
Habe schon oft gelesen, das Männer damit einverstanden sind.
Ansonsten mach ihm klar, dass er dir deine Lebensfreude nimmt und ihr euch in dieser Richtung unterschiedlich entwickelt habt. Eine Lösung muß her, sonst hält eure Beziehung nicht lange an.
Und nur weil er keine Lust hat, kann er ja nicht über deinen Kopf hinweg das bestimmen und du hast dich danach zu richten.
Liebe Grüße

Beitrag von Enttäuscht 04.05.11 - 10:12 Uhr

Na ja, die Vermutung mit der anderen Frau hatte ich auch schon. Aber das habe ich schnell wieder verworfen, denn ich traue es meinem Mann absolut nicht zu. Natürlich kann man es nie 100%ig wissen, aber mein Mann ist nicht der Typ für so etwas. Und derzeit deutet auch ansonsten nichts darauf hin.

Was mein Mann über offene Beziehungen denkt, weiß ich recht genau. Wir haben im Freundeskreis ein Pärchen, das eine solche Beziehung führt. Und wenn man so etwas mitbekommt, dann redet man zuhause natürlich auch darüber. Mein Mann vertritt ganz klar die Position, dass er mich nicht teilen will. Es würde ihn verletzen, wenn ich mit einem anderen Mann schlafen würde. Und ich kann es irgendwo verstehen. Klar, wäre es etwas Anderes, wenn mein Mann sich woanders seine Befriedigung holt und dann zuhause nichts mehr geht. Aber mich würde es auch verletzen, wenn er eine andere Frau hätte. An Angeboten scheitert es bei mir nicht. Als ich in der Oberstufe war, lernte ich einen Mann kennen, der mich mehr reizte, als alle anderen Männer zuvor (mein Mann mal ausgenommen). Mit ihm hätte ich mir auf jeden Fall mehr vorstellen können. Und ich weiß, dass es ihm auch so ging. Aber letztendlich ist bei uns niemals mehr gelaufen, auch wenn es mich sehr gereizt hätte. Doch das schlechte Gewissen meinem Mann gegenüber hätte ich nicht ertragen. Ich liebe ihn und will ihn keinesfalls verletzen. Und seit Jahren flirtet ein Bekannter von uns ungeniert mit mir. Ich bin mir sicher, dass auch da mehr gehen könnte. Aber wie gesagt...

Mal sehen, wie ich am besten in ein Gespräch starte, ohne ihn wieder damit zu überfahren.

Beitrag von taipane 04.05.11 - 16:05 Uhr

Ich wünsche Dir auf alle Fälle alles Liebe und Gute und das ihr zwei es schafft!

Beitrag von wartemama 04.05.11 - 08:39 Uhr

Zum einen finde ich es nicht schade für Euch, sondern höchstens schade für Dich, daß er z.B. beim Oralsex nicht zum Orgasmus kommen oder sich keine Pornos mit Dir ansehen möchte. Wenn es ihm nicht gefällt (jeder tickt anders), warum sollte es schade für ihn sein?

Jeder Mensch hat andere Bedürfnisse; dem einen reicht es vielleicht, 1x die Woche miteinander zu schlafen - andere wiederum könnten jeden Tag.

Er hat Dir gesagt, daß er überfordert ist. Ich kann so etwas nachvollziehen, habe es selbst schon erlebt. Ich würde versuchen, einen goldenen Mittelweg zu finden, mit dem Ihr beide zufrieden seid. Wenn es so etwas nicht gibt, mußt Du überlegen, ob Du damit leben kannst/willst.

Du schreibst "Nach immerhin 11 Jahren kehrt so langsam doch Routine ein." Hast Du so früh mit Deinem Mann erste sexuelle Erfahrungen gesammelt, wenn Du erst Anfang/Mitte 20 bist?

LG wartemama

Beitrag von Enttäuscht 04.05.11 - 09:13 Uhr

Wie du dir sicher selbst denken kannst, war mein Mann der erste und einzige Mann, mit dem ich bisher geschlafen habe. Daher habe ich bisher auch keine Erfahrung bspw. mit Analsex und konnte auch vorher keine Erfahrung mit Oralsex sammeln. Der Satz, dass es schade für uns ist, ist so gemeint, dass wir uns möglicherweise die Chance verbauen, etwas Neues und Aufregendes zu entdecken, das eine Bereicherung für unser Sexleben sein könnte. Wie gesagt: Ich habe damit ja auch noch keine Erfahrung, aber ich dachte, es sei einen Versuch wert. Oralsex mochte er nämlich ganz am Anfang auch nicht, weil er es widerlich fand. Und plötzlich wollte er es doch zumindest ausprobieren und siehe da: Es gefällt ihm. Ich sage ja nicht, dass es ein Muss ist. Aber einen Versuch ist es doch wert. Dachte ich zumindest... Denn er hatte ja die Bedenken geäußert, wenn wir zu oft Sex hätten, würde es sicher auf Dauer langweilig werden. #kratz

Ich möchte ganz sicher nicht, dass er seine Bedürfnisse komplett zurückstellt. Aber meine möchte ich doch auch nicht gänzlich vergraben. Wir werden wohl um ein Gespräch nicht herumkommen, auch wenn dann wieder "Sex" das Thema des Tages ist.

Beitrag von lichtchen67 04.05.11 - 08:53 Uhr

Also erstmal würde ich nicht bockig wie ein kleines Kind reagieren, nach dem Motto, Du willst keinen Sex? Dann will ich auch nicht kuscheln #augen

Ganz ehrlich.... 3-4 mal die Woche in einer langen Beziehung, das würde mich persönlich auch überfordern, so oft brauche ich es einfach nicht, auch wenn der Sex phantastisch ist. Ich bin einfach länger "befriedigt" kann man sagen. Wir reden viel drüber.. mein Partner könnte auch mehr, ist aber auch glücklich und zufrieden so wie es ist.

Weißt Du, in einer Ehe hat jeder nunmal seine "Rolle", man ist ein eingespieltes Team. wenn Du jetzt 10 Jahre lang immer dafür zuständig warst, den Anfang zu machen und Dich dann stillschweigend zurückziehst, um mal abzuwarten, dass er den Anfang macht.... wie soll das funktionieren? Woher soll er wissen, was Du erwartest?

Ihr habt unterschiedliche Vorstellungen vom Sex... Du willst ein bisschen mehr die Sau im Bett, er ist der "Saubermann". Du willst viel, ihm reicht weniger. Da wirds schwierig auf einen Nenner zu kommen zumal es nicht so aussieht, als könntest Du entspannt mit Deinem Mann darüber reden und gemeinsam zu einer für beide zufriedenstellenden Lösung kommen....

Lichtchen

Beitrag von Enttäuscht 04.05.11 - 09:57 Uhr

Na ja, ich weiß nicht. Ich reagiere sonst selten so, aber es hat mich einfach getroffen, dass er vorher noch nichts gesagt hat. Ich habe ja gemerkt, dass er irgendwie komisch ist und habe ihn darauf angesprochen. Aber er sagte immer, dass alles in Ordnung ist. Es würde ihn nichts stören. Ich habe ihn sogar schon gefragt, ob es ihm zu viel ist. Da hat er dann gesagt: "Ich würde schon was sagen, wenn's so wäre!" Und das verstehe ich dann nicht. Denn das war erst vor ein paar Tagen und er hätte die Gelegenheit nutzen können und offen mit mir sein können. Aber so hat er mir total vor den Kopf gestoßen und das hat mich verletzt. Ich bin ja durchaus bereit, mich seinen Bedürfnissen anzunähern. Aber reden will er offensichtlich nicht. Zumindest nicht in dem Sinne, dass wir gemeinsam eine Lösung finden. Irgendwie scheint es ihm unangenehm zu sein, mit mir über Sex zu reden. Er signalisiert mir auch überhaupt nicht mal, dass er Sex will. Ich weiß also nie genau, wann der richtige Zeitpunkt dafür ist, ihn "anzumachen". Im Großen und Ganzen habe ich kein Problem damit, diejenige zu sein, die den Anfang macht. Aber ich habe fast immer das Gefühl, ihm passt es gerade nicht in den Kram. Nachdem wir diese zwei Wochen Pause hatten, in denen ich mal auf eine Reaktion seinerseits gehofft hatte, hab' ich gedacht, dass ich dann doch mal den Anfang mache. Es war Samstag, er war ausgeschlafen und unser Kind hatte ich gerade zum Mittagsschlaf hingelegt. Ich hüpfte unter die Dusche und da kam mir die Idee, ich könnte ja... Na ja, also hab' ich ihn gerufen und gefragt, ob er nicht Lust hätte, zu mir unter die Dusche zu kommen. Ich hatte aber schon extra den Schlafzimmerblick aufgelegt, sodass er es eigentlich nicht falsch verstehen konnte. Er guckte mich nur an und meinte: "Nee, wieso? Ich hab' doch gestern erst geduscht!" Als ich ihm dann sagte, dass ich eigentlich auch etwas anderes im Sinn gehabt hätte, meinte er nur: "Na ja, das kam ja jetzt schon ziemlich plötzlich! Damit hatte ich nicht gerechnet!" Was soll ich denn dazu sagen? Ist doch klar, dass mir die Lust dann auch vergeht oder nicht? Er wollte dann zwar noch, aber irgendwie war bei mir die Lust dann im Eimer. So blöd es sich anhört, aber bei ihm hab' ich immer das Gefühl, ich müsste Tage vorher einen Antrag stellen, damit er auch ja frühzeitig vorgewarnt ist. Und das ist schade.

Mal sehen, ob wir heute Abend darüber reden können. Ich will nicht immer so tun, als wäre nichts gewesen. Und das ist auch der eigentliche Grund, warum ich gestern Abend nicht mehr kuscheln wollte. Denn die Sache war nicht vom Tisch.

#danke für deinen Beitrag!

Beitrag von lichtchen67 04.05.11 - 10:26 Uhr

Ok, so verstehe ich das nun, dann entschuldige den "Vorwurf" des Kindergartenverhaltens ;-). Wenn was nicht vom Tisch ist, bin ich auch nicht entspannt und erstmal quasi sauer....

Immer so tun, als wäre nichts, das geht nicht, das türmt sich auf und dann hat man einen riesen Berg Probleme.

Ich will Dir keine Angst machen... aber Du warst damals als ihr zusammenkamt 14. Er dein erster Mann..... Jetzt bist Du erwachsen geworden, hast eine eigene Sexualität mit eigenen Vorstellungen und Wünschen entwickelt.... wo er offensichtlich nicht mehr mithalten kann oder mag. Du bist da so scheint es sehr offen, er verklemmt.

Diese Sache mit der Dusche, lach..... schöne Idee, funktioniert aber nicht bei jedem Mann, einige brauchen da wirklich eine gewisse Vorlaufzeit und funktionieren eben nicht auf Knopfdruck.

Ich erzähl Dir mal was... ich war mit 19 Jahren verheiratet, vorher hatte ich nur einmal das erste Mal mit nem anderen, dann nur noch meinen Mann. 17 Jahre lang. Ich war zufrieden, glücklich wie es war. es gab solche und solche Phasen, mal mehr mal weniger, aber in meinen Augen hatten wir guten Sex, es machte Spaß, wir kamen beide auf unsere Kosten.

Dann Trennung. Heute kann ich Dir sagen... ich fand den Sex damals gut, aber eigentlich war mein Mann der totale "spießer" und ich mag mehr die Sau und bins auch selber. Blasen und dabei kommen, wollte er nicht, fand er auch ekelig. danach immer sofort ins Bad zum waschen #augen. Sex sobald das Kind "aus dem Weg" war ging nicht, das war ihm zu plump. Drüber reden, Wünsche äußern, ging gar nicht. So Sachen.....
heute habe ich das krasse Gegenteil an Mann und ich finds klasse #verliebt

Ich denke manchmal, ob es meinem Ex-Mann ähnlich geht? Und in uns beiden schlummerte, was wir uns nicht trauten rauszulassen? Oder ob er immer noch der pingelige Spießer in Sachen Sex ist?

Also das ganze Thema Sex ist und bleibt schwierig in einer langen Beziehung und wird nicht einfacher, wenn unterschiedliche Bedürfnisse vorhanden sind und einer einfach nicht reden will. Weißt Du, dass Dein Mann auf Deine Nachfragen erstmal nix gesagt hat und dann rausplatzte, ihm sei alles zuviel... nimm es ihm nicht zu übel. Manchmal sagt man "nein ist nichts" weil man in dem Moment einfach keinen Bock auf Diskussionen hat.

Er fühlt sich überfordert, ich denke das ist klar. Vielleicht könnt ihr euch ja in vorsichtigen Gesprächen irgendwie annähern..... und vielleicht fragst Du ihn einfach nicht immer vorher, sondern machst einfach mal..... beim Oralverkehr bis zum Ende. Oder n Porno an.....

Lichtchen

Beitrag von immer das gleiche 04.05.11 - 08:56 Uhr

Ich gehe mal davon aus, dass du ungefähr 25 Jahre alt bist, davon seit ihr nun 11 Jahre zusammen.... In eurer Beziehung sollte der Sex wirklich nicht einen so hohen Stellenwert haben. Habt ihr denn keine anderen Dinge, die ihr gemeinsam macht? Wenn er den ganzen Tag arbeitet, ist es durchaus möglich, dass er abends einfach nur mal kuscheln und seine ruhe haben will. Er ist doch keine Puppe die man aufzieht und los gehts. Er hat auch Bedürfnisse, und die solltest du erforschen. Ich kann mir gut vorstellen, dass er sich überrannt bis überfordert fühlt mit deinen Sexwünschen. Dich verstehe ich aber auch, denn auch ich bin ein Kind das in der Hinsicht schwer sich zufrieden gibt. Deswegen aber den Partner zu bedrängen bringt nach hinten raus nix. Schallte doch mal einen Gang zurück und schau, womit du ihm eine Freude machen kannst, was nix Sexuelles als Hintergrund hat. Wie wäre es mit Abends massieren, aber züchtig! Tu ihm was gutes :-)

Beitrag von Enttäuscht 04.05.11 - 10:22 Uhr

Nein, derzeit haben wir leider nicht viel Zeit nur für uns beide. Wir haben ein Baby, das einen Großteil unserer Zeit in Anspruch nimmt. Und er muss leider auch sehr oft viel arbeiten. Wobei es in den letzten Wochen deutlich besser geworden ist. Ich denke, es wird besser werden, wenn unser Kind dann mal größer ist. Dann kann man es auch mal bedenkenlos eine Nacht bei der Oma lassen und wir können mal wieder etwas für uns tun. Dadurch, dass unser Kind aber schon recht zuverlässig durchschläft, haben wir wenigstens die Abende für uns und können uns diese so schön wie möglich machen.

Ja, du hast wahrscheinlich Recht! Ich sollte ihm vielleicht auch mal wieder etwas Gutes tun, ohne einen Hintergedanken zu haben.

#danke für deinen Beitrag!

Beitrag von peppina79 04.05.11 - 09:12 Uhr

haha...Mitte 20.

Wie könnt ihr seit 11 Jahren zusammen sein, er Jahre lang auf Montage und jetzt bist Du erst Mitte 20?? Wers glaubt wird selig.

Tja, so viel dazu, dass nur Frauen keinen Bock haben.

Ich wäre auch enttäuscht, wenn er sich offensichtlich nicht mitteilt und euer Sexleben so "ekelig" für ihn ist...Kann ich echt nicht nachvollziehen.

Soll er sich doch freuen, dass Du Sex haben willst.

Naja, so ist eben jeder verschieden.

Beitrag von Enttäuscht 04.05.11 - 09:25 Uhr

"haha...Mitte 20.

Wie könnt ihr seit 11 Jahren zusammen sein, er Jahre lang auf Montage und jetzt bist Du erst Mitte 20?? Wers glaubt wird selig."

Einfache Rechnung: Wir sind zusammen, seit meinem 14. Lebensjahr und ich werde in ein paar Tagen 25. Er hat damals noch studiert, ist also älter als ich. Kurz nachdem wir uns kennenlernten, hat er sein Studium abgeschlossen. Seit ich 16 war, ist er regelmäßig auf Montage gewesen, weil das sein Job so mit sich bringt. Nach der Hochzeit vor 4 Jahren, haben wir beide gemerkt, wie sehr die derzeitige Jobsituation uns belastet. Er hat sich dann anderweitig orientiert und hat einen Job angenommen, bei dem er nicht ständig auswärts schlafen muss. De facto sind wir 11 Jahre zusammen, ich bin Mitte 20 und er hat knapp 7 Jahre so gearbeitet. Ich weiß auch, dass das in der heutigen Zeit recht selten vorkommt, aber das heißt ja nicht, dass es unmöglich ist. #gruebel

#danke trotzdem für deine Antwort!

Beitrag von fastgenauso 04.05.11 - 09:50 Uhr

Also bei uns ist es auch so ähnlich. Ich werde im August 24 und Mein Mann ist 26. Wir sind nun fast 9 Jahre zusammen. ich war 14 als wir zusammen gekommen sind. und auch bei uns ist es so, dass wir beide noch keinen anderen Partner hatten.

Ich kenne die Situation. Bei uns war auch eine Phase, in der wir fast null sex hatten, was bei beiden sehr mit der beruflichen sitution zutun gehabt hat.
Ich denke ihr müsst euch beide hinsetzen und reden.

wir haben auch mal so doof das jetzt klingt eine art spiel gespielt das war sehr gut für uns beide. wir haben über eine gewisse zeit jede woche was anderes gemacht z.b. in der ersten woche gar keine berrührungen, zweite dann nur anfassen aber keine Berührung unterhalb der gürtellinie., dritte woche haben wir dann endlich wieder küssen dürfen usw. wir hatten einen richtigen plan und der hat sich dann solange hingezogen bis wir nach 8 Wochen wieder total wuschig auf einander waren. das war sehr schön kann ich nur sagen.

Meiner Meinung nach ist sex wichtig aber nciht alles. Mir ist z.b. einfach kuscheln und seine nähe viel viel wichtiger. aber deswegen sind menschen zum glück unterschiedlich.

Ich wünsch dir viel glück das es wieder wird und redet viel miteinander in einem normalen TOn ohne vorwürfe...

Beitrag von die-ohne-name 05.05.11 - 14:31 Uhr

Hallo.

Was ist daran nicht zu glauben?

Ich bin auch 25werd 26 und seit fast 10 Jahren mit meinem Freund zusammen,
sprich ich war 16....soll vorkommen!

Lg

Beitrag von kann ihn verstehen 04.05.11 - 13:42 Uhr

ich kann deinen mann verstehen.

du lieferst ihm das volle programm.
klingt ja wie ein wettbewerb bei euch!
du brauchst es-du willst es-du - du- und nochmals du.

wahrscheinlich ist er es leid und sucht einfach nur nähe, zuneigung und liebe, harmonie, was man eigentlich in einer langen beziehung aufbaut.

wahrscheinlich bist du ihm zu wider geworden.

vielleicht ist er deiner auch überdrüssig mit deinem ewigen sex hier, sex da!
dein sexbedürfnis wäre mir als mann auch zu anstrengend. deine messlatte hast du sehr hoch gesteckt und wie willst du das noch toppen?

scheinbar ist für ihn alles ausgereizt! wäre es für mich auch. klingt bei dir nach marathon und leistungssport.
er braucht sich nix zu überlegen, denn du hast ja ihm all die jahre das volle programm gegeben.

lange geht das nicht mehr gut. er sucht was heimeliges und keine sexbestie.

Beitrag von Enttäuscht 04.05.11 - 14:27 Uhr

"denn du hast ja ihm all die jahre das volle programm gegeben."

Ich glaube, du hast gar nicht richtig gelesen. Schon in meinem Ausgangsposting habe ich geschrieben, dass unser Sexleben über Jahre auf Eis lag. Um das mal konkreter zu machen: Er war zwei Wochen lang auf Montage, kam dann Samstagabend nach Hause und fuhr am Sonntag wieder für zwei Wochen weg. Meistens hat er die Zeit, in der er zuhause war, schlafend auf dem Sofa verbracht, während ich seine Wäsche gewaschen habe, damit er für die nächsten zwei Wochen wieder genug saubere Kleidung hat. Da blieb wenig Zeit und wenn es hochkam, hatten wir vielleicht einmal im Monat Sex. Unsere längste "Sexpause" hat ganze 3 1/2 Monate gedauert. Ich habe seine Wünsche immer toleriert und habe versucht, ihn auch zu verstehen. Aber wenn wir dann mal Sex hatten und er mir dabei gesagt hat: "Schatz, das sollten wir wirklich öfter machen!", musste ich schon jedes Mal an mich halten, denn an mir liegt's nun wirklich nicht, dass wir es so selten tun. Und Zärtlichkeiten von seiner Seite aus, gab es auch fast nur, wenn er mit mir schlafen wollte. Eine Umarmung oder ein Kuss ohne Hintergedanken von ihm, waren wirklich eine Seltenheit. Traurig aber wahr. :-(

Im Übrigen bekommt er sehr viel Liebe von mir. In all den Jahren habe ich nicht einmal erlebt, dass er mir eine schöne Karte oder sonstige Nettigkeiten mitgebracht hätte. In 11 Jahren komme ich auf stolze 2 Blumensträuße, die er mir geschenkt hat. Die kamen aber nur, weil er sich daneben benommen hatte und dachte, er kann mich damit milde stimmen. Aber das ist OK für mich, denn er zeigt seine Gefühle nicht gerne so offen. Trotz allem bringe ich ihm von unterwegs immer eine Kleinigkeit mit, weil ich hoffe, dass er sich über diese Geste freut. Und wenn es nur seine Lieblingssorte Schokolade ist. Er soll sehen, dass ich an ihn denke. Jeden Abend massiere ich seine Füße und kraule ihm den Kopf, damit er sich entspannen kann und sich von der Arbeit erholt. Ich unterstütze ihn bei seiner Karriere, wo ich kann und nehme ihm hier zuhause jegliche Arbeit ab. Ich zerteile mich seit vielen Jahren, um allen gerecht zu werden: Ich versuche ihm eine gute Ehefrau zu sein, versuche eine gute Hausfrau und Mutter zu sein und nebenbei auch noch mein Studium (bzw. jetzt Job) zu regeln. Dahingehend habe ich mir sicher nichts vorzuwerfen. Und dass ich jetzt versuche, ein wenig Schwung in unser Sexleben zu bringen, halte ich durchaus für legitim. Wenn man unzufrieden mit etwas ist, sollte man daran arbeiten. Dass er es so nicht gut findet, hat er mich bis vor ein paar Tagen nicht spüren lassen und als ich ihn gefragt habe, hat er gesagt, es sei alles OK. Es wäre ja auch durchaus vorher schon Raum und auch Zeit für ein Gespräch gewesen. Den Schuh ziehe ich mir deshalb nicht an.

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