Paartherapie

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Forum: Trennung

Sorgerecht, Umgangsrecht, Unterhaltszahlung ... ? Wenn sich ein Paar zu einer Trennung entschließt, ergeben sich für jedes Elternteil ganz neue Fragen an die eigene Lebensplanung.

Beitrag von olliundsonny 04.05.11 - 09:13 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

hab ja gestern Abend geschrieben, dasa wir uns trennen usw.

Es wurd mir geantwortet, und dabei geschrieben" Paartherapie"

Was macht man da?
Wir wissen unsere Probleme. Können dadrüber sprechen. Und finden den gemeinsamen weg nicht.

Wie kann uns das dann helfen. Ich dachte es wäre für Ehepaare die nicht miteinander reden können oder?
Wenn´s trotzdem helfen sollte, wo find ich einen guten Therapeut. Was kostet den so eine Behandlung. Und was macht der/ die ? Nur zuhören!

Wer hat da schon Erfahrungen mit gemacht. Und hat´s geholfen?

Ich hab halt Angst, wieder hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft zu haben und anschließend wieder so tief zu fallen. Ich kann nicht mehr.

LG Sonja

Beitrag von eva1111 04.05.11 - 11:17 Uhr

Hallo Sonja,

eine Paartherapie kannst du in Einrichtungen der Caritas, der katholischen oder evangelischen Kirche machen. Oder auch bei privaten, nur die privaten sind sehr teuer. Die christlichen sind kostenlos. Du musst auch nicht unbedingt einer Kirche angehören. Allerdings wartet man da meistenst sehr lange auf einen Termin.

Also bei uns lief es so ab. Die Therapeuten fragen warum man gekommen ist. Und alles andere läuft von alleine, ich war erstaunt was sie in 45 Minuten für Emotionen und Gefühle aus einen rausholen.

Die sagen schon ob es sich lohnt daran zu arbeiten oder sich doch besser zu trennen. Geben Tipps, helfen aber auch durch eine Trennung hindurch. Ob allein oder als Paar.

Ich finde einen Versuch ist es wert, auch wenn nichts mehr zu retten ist und du dir da eine Stärkung für die Trennung hollen kannst.

Viel glück.

http://www.evangelische-beratung.info/


Grace

Beitrag von riebele 04.05.11 - 11:25 Uhr

Liebe Sonja,

Paarberatung macht kann wohl selbst (vermeintlich) gut laufenden Partnerschaften etwas bringen. Vor allem aber in einer Situation, in der man wie Ihr vor vielen Fragen steht: Wo liegen die tieferen Ursachen für unsere Konflikte/unser Auseinanderleben - sollen wir uns trennen - wenn ja, wie schaffen wir es, dass es fair abläuft und dass für die Kinder das Beste rauskommt?
Bei den kirchlichen Beratungsstellen ist die Beratung meist kostenfrei oder wird dem finanziellen Spielraum des Paares angepasst. Es gibt aber auch niedergelassene Praxen. Gib einfach mal den Namen deiner Stadt + Paarberatung bei Google ein und schau, was rauskommt. Viele haben Homepages, die auch die Arbeit ganz gut vorstellen.

Adressen bekommt man auch über die kirchlichen Online-Stellen:
http://www.evangelische-beratung.info/angebote/eheberatung-paarberatung
http://www.caritas.de/61554.html

Liebe Grüße und viel Glück,
riebele

P.S. Ich habe selbst noch keine Beratung in Anspruch genommen, aber schon oft mitbekommen, dass da gute Arbeit geleistet wird. Wichtig ist sicherlich auch, dass Ihr nach einem ersten Termin beide feststellen könnt, dass der Therapeut/die Therapeutin für beide von Euch passt. Sonst lieber nochmal wechseln.

Beitrag von krisziska 05.05.11 - 11:15 Uhr

Hey,

wir waren bei einem privaten Therapeuten.
Als "letztes" Mittel, weil keiner aus unserer Familie / Freunde, etc. verstehen konnte, warum es bei uns so krieselt, kein Streit, keine Gewalt und eigentlich (nach außen hin) alles SUPER !!!

In der ersten Sitzung wurde gar nicht über unsere aktuellen Probleme und Erwartungen an seine Hilfe gesprochen, sondern der Therapeut fragte uns wie wir uns kennen gelernt haben und was wir damals (vor über 15 Jahren) beim anderen gesucht und gefunden hatten. (das regt Dich an darüber nachzudenken, was sich zu heute verändert hat, wie Deine aktuellen Wünsche und Erwartungen sind - meine Wünsche hatten sich in den Jahren kaum verändert, nur das Leben hatte uns zu anderen Menschen gemacht)
Es gab von ihm keinen Rat zur Trennung oder dagegen, denn diese Entscheidung trifft das Paar, nicht jemand anderes!!!!

Dann gab er uns als "Hausaufgabe" auf, sich gemeinsam zum Reden zu verabreden, mit "strengen" Regeln. Jeder darf / muss 30 min reden, über das was ihn gerade bewegt, in Bezug auf Partnerschaft, aber auch alle anderen Probleme, der andere muss zuhören und darf keinen Kommentar abgeben. Einfach nur die Worte des anderen bewusst aufnehmen.
Sozusagen ein Monolog mit aktivem Zuhören.
Danach sollte nicht direkt darüber gesprochen werden, sondern jeder sollte mind. 2-3 Stunden Zeit für sich haben, darüber nachzudenken (oder auch nicht).

Als wir 1) und 2) hinter uns hatten, haben wir uns eine Woche später getrennt. Eine weitere Sitzung nicht in Anspruch genommen und ich muss sagen - es war gut so und auch der richtige Zeitpunkt!

Heute (1,5 Jahre später) sind es nur noch knapp 1,5 Wochen bis zum Scheidungstermin und im Sept. kommt mein 1. Kind mit meinem neuen Lebenspartner zur Welt!

Du wirst schon die für Dich richtige Entscheidung treffen (hör auf Dein Bauchgefühl und vertrau darauf).

GLG und alles gute für die kommende Zeit