1 Jahr Elternzeit - Job weg!

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Beitrag von katikeule 04.05.11 - 09:37 Uhr

Hallo,

ich bin 1 Jahr in Elternzeit gewesen und fange jetzt Ende Mai wieder an zu arbeiten. Gestern hatte ich das Gespräch in der Fa., mein alter Job ist weg, bzw. sitzt da jetzt eine Teilzeitkraft, ich habe Vollzeit gearbeitet im Export als Sachbearbeiterin. Ich habe von Beginn an der Schwnagerschaft gesagt, Achtung ich komme nach einem Jahr wieder, Vollzeit. Jetzt bin ich da und mein Job ist trotzdem weg. Jetzt kann ich mir aussuchen wo ich sitzen möchte, im Büro für Sonderlösungen oder in meinem alten Büro wo ich vor dem Exportjob war. Da sitzt jetzt die Assistenz der Niederlassungsleitung. Wir hatten vor Beginn der Elternzeit eine Software Umstellung, habe ich alles noch mitbekommen und auch mit der neuen Software gearbeitet, damals klappte alles noch nicht 100% und ein paar Daten stimmten nicht. Jetzt soll ich die Daten aktualisieren, vervollständigen etc. Es geht um Artikelpflege, Kalkulationen und und und. Ich bin total enttäuscht, ich hab doch von Anfang an gesagt ich komme nach einem Jahr wieder. Hab ich nicht ein Recht auf meinen alten Job?

Was soll ich jetzt machen? Ich habe um 1-2 Tage Bedenkzeit gebeten. Machen muss ich es eh, ob ich jetzt im Export sitze oder nicht. Im Export stimmen die Umsatzzahlen nicht, deswegen setzen Sie mich nicht wieder dazu. Es soll auch nur für eine bestimmte Zeit sein, bis die Umsatzahlen wieder stimmen. Und wenn nicht dann ergeben sich noch andere Perspektiven die aber auch von den Umsatzzahlen abhängig sind, evt. Verkauf Inland. Aber ich kann doch jetzt nichts für die Umsatzzahlen und wenn ich mit der Eingabe fertig bin dann schmeißen sie mich raus oder wie? Soll ich das jetzt einfach so hinnehmen oder soll ich auf meinen alten Platz bestehen, aber es nützt mir ja auch nichts wenn ich da sitze und nichts zu tun habe. Hinzu kommt noch das mein Mann evt. einen neuen Job in Aussicht hat und der wäre nicht an unserem Wohnort, wir müssten also dann auf kurz oder lang eh umziehen und ich müsste mir was neues suchen. Aber das wissen wir jetzt halt alles noch nicht.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht oder weiß jemand wie die Rechtslage aussieht?

Danke für Eure Hilfe.

LG KK#klee

Beitrag von vwpassat 04.05.11 - 09:45 Uhr

Ich versteh Dein Problem nicht.

Beitrag von windsbraut69 04.05.11 - 09:46 Uhr

Du hast keinen Anspruch auf exakt Deinen alten Arbeitsplatz, sondern nur auf einen Gleichwertigen.

Gruß,

W

Beitrag von katikeule 04.05.11 - 10:02 Uhr

Danke für Eure Antworten.

Dann muss ich mich wohl damit abfinden, vielleicht ist es ja wirklich nur vorrübergehend. Kann mir ja sonst auch was Neues suchen.

LG KK#klee

Beitrag von ichclaudia 04.05.11 - 09:47 Uhr

Mit der Situation gehts dir ja noch gut. Ich bin nach der Elternzeit wieder gekommen und hab am 1. Arbeitstag direkt die Kündigung bekommen.#heul Wirklich helfen kann ich dir also nicht...

Beitrag von leonie133 04.05.11 - 09:53 Uhr

hallo KK

ich habe ähnliche Erfahrungen, allerdings wusste ich das vorher. Du hast leider keinen Rechtsanspruch auf deinen Job, sondern nur, dass du beschäftigt wirst und das Gehalt nicht gekürzt wird, egal ob die Beschäftigung nun minderwertiger ist oder nicht (das ist immer Auslegungssache, und "Sachbearbeiter" - bin ich auch - sind für alles und nichts zu gebrauchen ;-) )

Schon kurz nach Bekanntwerden der Schwangerschaft wurde mein Job auf meine Kollegin übertragen, d. h. ich durfte dann noch ein bisschen einarbeiten, und dann habe ich mehr oder weniger da gesessen ohne sinnvolle Beschäftigung. Das kreide ich mir allerdings selber an, denn ich habe einfach nicht gekämpft. War auch schwierig, wg. gesundheitlicher Probleme. Trotzdem bereue ich mein passives Verhalten.

In der Elternzeit wollte ich Teilzeit zurückkehren, hatte Termine mit der Personalabteilung, habe mich ständig intern beworben, es war nichts zu machen. Aber sie hätten mich zum Stichtag "beschäftigt", wie auch immer. Habe dann was Anderes gefunden... war ein Riesenzufall.

Beiß dich durch, nimm das was sie dir anbieten und leiste gute Arbeit. Dann wirst du hoffentlich schnell wieder ähnlich arbeiten können wie früher.

Viel Glück, Leo

Beitrag von katikeule 04.05.11 - 09:55 Uhr

Mein Problem ist das ich einen weniger anspruchsvollen Job machen soll und keinen Kundenkontakt habe. Ich war Sachbearbeiterin und soll jetzt Daten erfassen.

Beitrag von windsbraut69 04.05.11 - 09:58 Uhr

Das ist blöd aber nicht unrechtmäßig.

Gruß,

W

Beitrag von havanna0804 04.05.11 - 13:50 Uhr

Hallo,

also ich kann Dich schon verstehen. Es ist ja nicht so, daß man mit der Geburt des Kindes sein Hirn, seine Fähigkeiten und seine Ansprüche verliert. Und wenn man dann dekradiert wird, ist das schon bitter.

Mir wird ähnliches widerfahren. Ich werde mir das aber erstmal anschauen und es versuchen. Zumal ich die Option 2 Jahre EZ mit 30 Std Teilzeit gewählt habe. Wenn es dauerhaft nichts für mich ist, bleibt mir dann nur weiterzusuchen.
Vielleicht sorgen die AG auch vor, weil ja im ersten Kitajahr auch erstmal mit einigen krankheitsbedingten Ausfällen zu rechnen ist. Und das bleibt ja in den meißten Familien an der Mutter hängen, da Menne ja Hauptverdiener ist.

Versuch es und wenn es nichts für Dich ist, dann halt Bewerbungen schreiben. Als Exportsachbearbeiterin hast Du doch ganz gute Chancen, das ist ja kein 0815-Job.

Ich wünsch Dir alles Gute!
LG Sandra

Beitrag von manavgat 04.05.11 - 10:10 Uhr

Stell Dich nicht so an!


Wenn nix zu tun ist, dann kann dir ein AG ganz schnell betriebsbedingt kündigen. Also halte den Ball flach.

Gruß

Manavgat

Beitrag von fuxx 04.05.11 - 10:21 Uhr

Willst Du nun sagen, dass Du nicht grummeln würdest, wenn Du Deinen geliebten Job aufgeben müsstest und stattdessen eine Arbeit erledigen würdest, die auch locker eine Putzfrau nach Einarbeitung bewältigen kann?

Das glaub ich Dir nicht!

Auch wenn die TE nichts ändern kann an der Situation, so kann ich ihre Gefühle absolut nachvollziehen.

Beitrag von katikeule 05.05.11 - 12:08 Uhr

Ganz tolle Antwort, vielen Dank!

Der AG kann mich sicher nicht so ohne weiteres kündigen, schließlich habe ich eine längere Betriebszugehörigkeit als die Teilzeitkraft die jetzt meinen Job macht und nur übergangsweise eingestellt worden ist. Sollte das doch der Fall sein kann man dann ja gerichtlich gegen vorgehen.

Nur weil man Mutter ist muss man sich doch nicht alles gefallen lassen. Ich habe Ihnen ja gesagt das ich nach einem Jahr wieder komme. Und wenn Sie die Personalplanung, ohne mich zu berücksichtigen, machen dann ist das deren Problem nicht meins. Ich habe schließlich einen gesetzl. Anspruch auf einen gleichwertigen Job!

Letztenendes geht es mir nur darum das ich etwas schriftl. in der Hand habe, den Job muss ich eh machen.

LG KK#klee

Beitrag von manavgat 05.05.11 - 12:43 Uhr

Probiere es doch einfach aus.


Ich sage Dir: er kann.

Nötigenfalls kündigt er der Teilzeitkraft und gibt Dir eine Änderungskündigung von Voll- auf Teilzeit, weil nicht mehr Arbeit da ist.

Gruß

Manavgat