Elterngeld für 14 Mon. nur bei Vaterangabe?

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von manja. 04.05.11 - 12:15 Uhr

Liebe Mädels, ich frage mal etwas für meine Freundin:
Sie ist allein mit ihrem Baby. Der Vater hat weder die Vaterschaft anerkannt, noch steht er auf der Geburtsurkunde, streitet alles ab. Sie hat bisher nichts unternommen, weil sie das Kind unbedingt wollte und meint, es hätte auch seine Vorteile, wenn sie es für sich hat. Sie bekommt keinen Unterhalt.
Problem: Sie hat 14 Monate Elterngeld beantragt, Negativbescheinigung für Sorgerecht vorgelegt, Geburtsurkunde, Bestätigung ihres Vermieters, dass kein Mann in der Wohnung wohnt, hat geschrieben, dass die Vaterschaft bestritten wird.
14 Monate abgelehnt! Sie MUSS den verdächtigen Vater nennen, damit das Elterngeldamt nachprüfen kann, ob sie zusammen leben.
Das wäre die erste und einizige Stelle, wo sie den Vater nennt, das will sie nicht. Ausserdem streitet er ja alles ab, vielleicht kriegt sie dann noch seinen Anwalt auf den Hals gehetzt?
Das Amt sagte ihr, Frauen ohne Vater (Urlaubsflirt usw.) kriegen eben nur 12 Monate, weil sie nicht beweisen können, dass sie nicht mit dem Vater zusammenleben.

Nun habe ich gesagt, die spinnen völlig, sie soll zum Anwalt, aber sie weiß nicht, ob es Sinn macht. Wie wars bei euch??? Stimmt das etws?
manja

Beitrag von silbermond65 04.05.11 - 12:26 Uhr

Sie ist allein mit ihrem Baby. Der Vater hat weder die Vaterschaft anerkannt, noch steht er auf der Geburtsurkunde, streitet alles ab. Sie hat bisher nichts unternommen, weil sie das Kind unbedingt wollte und meint, es hätte auch seine Vorteile, wenn sie es für sich hat. Sie bekommt keinen Unterhalt.

Dann hoffe ich mal für deine Freundin,daß sie auf keine öffentlichen Gelder angewiesen ist und auf Wohngeld,ALG2 und sonstiges verzichtet.
Im übrigen ist es einfach nur dämlich ,auf den Unterhalt fürs Kind zu verzichten.Im Grunde genommen darf sie das auch gar nicht.

Ausserdem streitet er ja alles ab, vielleicht kriegt sie dann noch seinen Anwalt auf den Hals gehetzt?

Entweder weiß sie sicher ,daß ER der Vater ist,dann soll sie beim JA eine Beistandschaft einrichten und ihn gefälligst angeben.
Oder sie weiß es nicht genau und gibt ihn darum nicht an.

Fürs Elterngeld bei meiner Tochter brauchte ich übrigens nur die Negativbescheinigung vom JA um die 14 Monate bekommen.

Beitrag von zwiebelchen1977 04.05.11 - 12:29 Uhr

hallo

Von was woll sie denn leben?

Beitrag von manja. 04.05.11 - 12:39 Uhr

Das verstehe ich nicht? Man lebt doch nicht vom Unterhalt? Nein, sie bekommt Elterngeld und will dann halt wieder arbeiten, bloß jetzt gehts um 12 oder 14 Monate. Ich glaube, sie will das Kind für sich und kann auch beide allein durchbringen. Was ist denn Beistandschaft? Und warum muss man das? Bisher hat wohl niemand was gesagt, dass man einen Vater bracuht. Und ich kenne auch eine, die kennt ihn echt nicht, war auf ner Party und dann wars passiert. Sowas gibts auch. Das ist Klasse-Frau, studiert, taff, so was gibts halt.
manja

Beitrag von zwiebelchen1977 04.05.11 - 12:44 Uhr

Die Frage ist nur, reicht das Eg?

Beitrag von silbermond65 04.05.11 - 12:59 Uhr

"Das verstehe ich nicht? Man lebt doch nicht vom Unterhalt?"

Der Unterhalt steht dem KInd zu .Oder kann sie alles,aber wirklich alles alleine finanzieren in ihrer Elternzeit?


"Ich glaube, sie will das Kind für sich und kann auch beide allein durchbringen. "

Das Kind hat ein Recht auf seinen Vater,ob ihr das nun gefällt oder nicht.


"Bisher hat wohl niemand was gesagt, dass man einen Vater bracuht."

Sorry,aber wie dämlich ist denn diese Aussage? Hab jetzt erstmal geschaut,ob du ein Fake bist und wie alt du bist.
Hab hier ja schon einiges gelesen,aber du bist echt die Krönung.
Eine Beistandschaft kann deine Freundin beim JA kostenlos einrichten.Sie gibt dort den Vater an und das JA kümmert sich um alles ,von Vaterschaftsanerkennung bzw. Vaterschaftsfeststellung ,falls er es abstreitet.
Die Beistandschaft berechnet den Unterhalt fürs Kind und stellt einen Unterhaltstitel aus.Damit kann deine Freundin im Falle daß der KV nicht zahlt ,den Unterhalt pfänden lassen.
Und bis sie vom KV Unterhalt bekommt oder er nicht zahlen kann ,kann sie beim JA Unterhaltsvorschuß beantragen.Sind momentan 133 Euro.
Aber anscheinend schwimmt sie wohl in Geld,da ihr das alles völlig egal zu sein scheint.

Beitrag von windsbraut69 04.05.11 - 14:42 Uhr

"Der Unterhalt steht dem KInd zu .Oder kann sie alles,aber wirklich alles alleine finanzieren in ihrer Elternzeit? "

Selbst, wenn sie das kann, steht dem Kind doch das (zusätzliche) Geld zu, oder?

LG

Beitrag von silbermond65 04.05.11 - 15:04 Uhr

Natürlich steht das Geld dem Kind trotzdem zu.
Aber wenn sie meint drauf verzichten zu wollen,ist das ja ihre Sache.
Nur sollte sie ALG2 oder was auch immer beantragen müssen,wird sie sich um Unterhalt bemühen müssen.Da ist dann nämlich nichts mehr mit "drauf verzichten".
Und das ist auch gut so.
Ganz so dicke scheint die Gute es ja denn ja doch nicht zu haben ,sonst wäre sie nicht so scharf auf die 14 Monate statt nur 12 Elterngeld.

Beitrag von redrose123 04.05.11 - 13:16 Uhr

Na dann bekommt sie eben für 12 Monate Elterngelt oder was sie da will und dann muss sie arbeiten.

Dann soll sie sehen wie sie IHR Kind und sich durchbringt, sobald sie auf Gelder angewiesen ist hoff ich das sie es Ihr verwehren nur weil sie das Kind nicht teilen will, sowas nenn ich nicht Taff sondern dämmlich.....

Beitrag von windsbraut69 04.05.11 - 14:40 Uhr

Ihr Kind hat ein Recht auf den Unterhalt und darauf, seine Herkunft zu erfahren.

Gruß,

W

Beitrag von hanfi 04.05.11 - 12:50 Uhr

Der Unterhalt ist ja nicht für sie sondern fürs Kind.
Selbst wenn er sich darum kümmern möchte hat das Kind trotzdem ein Recht darauf das sich der Vater auch um die finanziellen Sachen kümmert, eben durch den Unterhalt

Ist meine meinung.

Beitrag von redrose123 04.05.11 - 13:18 Uhr

Der Mann soweit er weiss das es sein Kind sein könnte, kann sich ja für glücklich schätzen das er nicht zahlen muss. Das Kind kann die Mutter später mal anzeigen weil sie nicht alles getan hat um an das Geld zu kommen wo Ihm zusteht, und wie sie das dem Kind mal erklären will wieso sie keinen Kontakt zum Papa hatte will ich auch mal wissen.

Beitrag von hedda.gabler 04.05.11 - 18:01 Uhr

Hallo Petra.

>>> Das Kind kann die Mutter später mal anzeigen weil sie nicht alles getan hat um an das Geld zu kommen wo Ihm zusteht, <<<

Dazu hätte ich gerne mal die gesetzliche Grundlage und den Paragraphen, aus dem sich ergibt, dass diese Anzeige dann auch strafrechtlich verfolgt werden würde.
Bitte kläre mich auf.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von redrose123 04.05.11 - 13:13 Uhr

Wer den Vater nicht nennt obwohl sie ihn kennt tja pech oder? Ich will für Ihr Kind nicht zahlen wieso nennt sie dne nicht? Das gericht wird einen Vaterschaftstest anordnen und gut ist....

Beitrag von manja. 04.05.11 - 13:26 Uhr

Was ist denn bei euch im Forum los? Aggressiv geht ihr auf andere los?! Seid ihr alle nur hinter dem Geld her? Die Frage beantwortet keiner mehr?
Ein Glück, dass ich nicht bei euch unterwegs sein muss.
Echt traurig

Beitrag von redrose123 04.05.11 - 13:30 Uhr

Der Antrag wurde abgelehnt da sie den Vater nicht angibt warum auch immer somit soll sie arbeiten oder schaun wie sie selbst an Geld kommt.

Ja man wird eben agro wenn man für andere zahlt weil die ein Kind nicht dem Vater geben wollen #augen

Beitrag von nadineriemer 04.05.11 - 13:51 Uhr

Hallo,
und trotzdem kann man einen anderen Ton anschlagen,mal abgesehen davon das wir die ganzen Hintergründe nicht kennen.
Hier wird es immer schlimmer.

Nadine

Beitrag von redrose123 04.05.11 - 13:57 Uhr

Ich hab sie nicht beleidigt und bin in meinem ersten beitrag auf die Frage eingegangen#kratz Soll ich sie mit samthandschuhen anfassen`?

Beitrag von silbermond65 04.05.11 - 14:13 Uhr

,mal abgesehen davon das wir die ganzen Hintergründe nicht kennen.

Sorry,aber ich lese im Ausgangstext ,daß die Mutter ihr Kind für sich will und darum den Vater wohl noch nirgendwo angegeben hat.
Ich weiß,daß du den Vater deiner Tochter damals glaub ich auch verschweigen wolltest.Und ich kann tatsächlich verstehen,daß man die Idee hat,wenn WIRKLICHE Gründe vorliegen.
In diesem Fall scheint mir das allerdings reiner Egoismus zu sein und sorry,aber dann soll bzw. muß sie eben auch mit den Konsequenzen leben.

Beitrag von hedda.gabler 04.05.11 - 18:03 Uhr

>>> Ja man wird eben agro wenn man für andere zahlt weil die ein Kind nicht dem Vater geben wollen <<<

Mit keinem Wort wurde erwartet oder erwähnt, dass die Allgemeinheit für das Kind aufkommen soll ...

Beitrag von silbermond65 04.05.11 - 14:09 Uhr

Seid ihr alle nur hinter dem Geld her?

Weil wir nicht so dumm sind oder zu bequem ,um auf den Unterhalt für unsere Kinder zu verzichten meinst du?
Deine Freundin scheint doch dann auch hinter dem Geld her zu sein.Oder warum will sie dann krampfhaft die 14 Monate?
Soll sie den Vater nennen und gut ist,mein gott.
Ich versteh das Problem gar nicht.Es sei denn ,sie weiß nicht,wirklich wer der Vater ist.
Ich hab dir die Frage beantwortet.Ich mußte NUR die Negativbescheinigung vom JA vorlegen.Allerdings hatte ich auch einen Vater in der Geburtsurkunde stehen.

Beitrag von janamausi 04.05.11 - 17:42 Uhr

Hallo,

ich glaube nicht das hier einer dir/deiner Freundin etwas Böses will sondern euch nur die Augen öffnen.

Du schreibst, dass hier mal eben der Vater nicht angegeben wird weil die Mutter "keinen Bock" hat und ihr Kind für sich haben will. Hier geht es aber nicht um eine erwachsene Frau, sondern um ein Kind das sich nicht wehren kann.

Es gibt viele Nachteile, wie z.B. das Kind wird nach dem Vater fragen, den Vater vermissen, die Mutter muss mehr arbeiten und hat weniger Zeit für ihr Kind, dass eh schon ohne Vater groß werden muss etc. Dann wird mal eben schnell der neue Freund der "Vater" und wenn man sich von dem trennt "ist Polen offen".

Du schreibst, sie will selbst für ihr Kind aufkommen aber es fängt jetzt schon an, dass es ihr nicht passt, dass sie nur 12 Monate Elterngeld bekommt. Und bei einem kleinen Baby ist es ja noch einfach finanziell über die Runden zu kommen. Je größer die Kinder werden, desto mehr Geld braucht man.

LG janamausi

Beitrag von marjatta 04.05.11 - 14:25 Uhr

Also, dass die Leute hier aggressiv reagieren, kann ich schon verstehen.

1. Deine Freundin tut ihrem Kind entwicklungspsychologisch keinen Gefallen, wenn sie den Vater kennt, ihn aber nicht nennt. Denn das Kind hat einen Rechtsanspruch darauf, seinen Vater zu kennen. Juristische Durchsetzbarkeit bei Verweigerungshaltung der Mutter - schwer einzuschätzen.

2. Wenn die Elterngeldstelle ihr keine 14 Monate zugesteht, dann muss sie eben mit den 12 Monaten leben. Ansonsten bleibt ihr eben nur die Möglichkeit, die Vaterschaft über die Beistandschaft des JA feststellen zu lassen, um die 14 Monate zu bekommen und Unterhalt vom Vater zu verlangen. Dieser Unterhalt gehört nämlich nicht ihr, sondern dem Kind und wird bei älteren Kindern, z.B. über 18 Jahren, auch diesen direkt überwiesen/ausgezahlt.... war bei mir und meinen Brüdern nach der Scheidung der Eltern genauso. Wir haben den Unterhalt des Vaters direkt bekommen.

Warum man den Kindsvater unbedingt raushalten will, kann ich nicht nachvollziehen. Wenn es Probleme gibt, z.B. Gewaltätigkeit, dann kann man ja entsprechend ein Umgangs/Besuchsverbot erwirken. Nur weil sie nicht mit dem Vater kann, darf sie ihr Kind nicht am Umgang hindern.

Es gibt genügend Berichte - darfst ihr das gerne mal erzählen - in denen Kinder erst sehr spät ihre Väter gefunden haben und sich von ihren Mütter betrogen fühlen, viele haben auch Probleme in der Selbstfindung durch Unkenntnis bezüglich des leiblichen Vaters. Denn ob sie will oder nicht, es werden auch Eigenschaften an das Kind weitergegeben, mit denen es sich besser auseinandersetzen kann, wenn es den Vater kennt.

Sorry, aber von mir auch kein Verständnis. Ich lebe zwar mit dem Vater meines Sohnes und ungeborenen Babies zusammen, aber da er nur selten da ist, bin ich defacto alleinerziehend. Finanziell wie arbeitstechnisch. Und es käme mir nie in den Sinn - selbst wenn er irgendwann nicht mehr kommen sollte - ihm die Kinder vorzuenthalten. Im Gegenteil: ich würde alles tun, damit sie ihn auch im Ausland sehen könnten - meinen Urlaub dafür opfern, mehr Geld für den Urlaub ausgeben usw. usf.
Die Entwicklung meiner Kinder steht da über jeglichen subjektiven Gefühlen. Wäre vielleicht anders, wenn ein Mann gewalttätig oder in anderer Weise destruktiv veranlagt wäre. Aber das sind ja doch eher Ausnahmetatbestände....

Gruß
marjatta

Beitrag von nadineriemer 04.05.11 - 14:42 Uhr

Hey,
du hast es aber in einer vernünftigen Art und Weise erklärt.#pro
Es ist leider hier in letzter Zeit so,das hier gleich immer wieder auf User los gegangen wird.

Nadine

Beitrag von manja. 04.05.11 - 14:42 Uhr

Tschüß Leute, selbst wenn ich jemals alleinerziehend werde, hierher würde ich niemals kommen. Ein Glück, dass ich meiner Freundin nicht erzählt habe, dass ich das hier frage. So muß ich ihr auch nicht erzählen, was hier los ist. Unglaublich, ihr urteilt hier nichtmal über dritte, sondern über "vierte" und glaubt, die Weisheit mit Löffeln.....
Und das sie als "Strafe" kein Geld bekommt, was ihr sowieso zustehen würde, was soll das denn? Echt unglaublich, ich urteile jetzt auch mal: ihr seid alle nur frustriert. So, ihr könnt euch jede Antwort sparen, ich komme hier nicht mehr her.

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