Einsteinprojekt! Alles gut und schön aber.....

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von lulu2003 04.05.11 - 13:49 Uhr

.....so langsam geht es mir echt auf die Nerven.


Hallo Ihr Lieben,

unser Großer geht zwar seit September zur Schule, dennoch betrifft es uns, da unser Kleiner ja nun auch irgendwann in den Kindergarten kommt.

Ich fand die Kindergartenzeit immer sehr schön. Es wurde viel gebastelt, gesungen, bei schönem Wetter sind sie auch mal früher raus in den Garten, es gab eine Waldwoche, Laternenlauf mit Laternen basteln im Kindergarten, eine tolle Muttertagsüberraschung mit kleiner Aufführung usw.

So, nun soll es all das nicht mehr geben. Es paßt nicht mehr in das Konzept, seit es dieses Einsteinprojekt gibt.
Es gibt dafür ein Atelier, einen Werkraum, einen Raum zum "Chillen"....

Anfangs hörte es sich ja auch alles toll an. Super, die Kinder werden ja toll gefördert. Mittlerweile frage ich mich aber, ob die Kleinen eigentlich noch Kinder sein dürfen? Sie sollen ab jetzt Zahlen und Buchstaben lernen usw.
Ist dafür nicht die Schule zuständig? Glauben sie wirklich dass Deutschland dadurch bei der Pisa Studie besser abschneidet (wurde bei einer Sitzung nebenbei mal so erwähnt)?

Ich weiß nicht was ich davon halten soll. Wie läuft es in euern Kindergärten?

Liebe Grüsse
Sandra

Beitrag von soulcat1 04.05.11 - 13:54 Uhr

Hallo! #winke

Bei uns war das so, dass die Vorschulkinder ab dem letzten Jahr vor der Schule AUCH Zahlen und Buchstaben gelernt haben.
Das lernen sie, damit der Start in der GS leichter wird.

Warum hast Du ein Problem damit? Bekommst Du mit, dass die Kinder in Eurem Kiga nur noch gedrillt werden? Sonst nichts mehr spielen? NUR noch Zahlen lernen??

Bei uns wurde immer freitags mittags (wenn die Kleinen schon zuhause waren) richtig Programm für die Vorschüler gemacht. Und im täglichen Wechsel durfte ein Vorschulkind mit bei den Erzieherinnen am Tisch Aufgaben lösen.

Meine Tochter fand das total toll und durfte die Aufgaben sogar schon mit 4 1/2 mitmachen (ab und zu ;-)).

Ich finde das auch gut.

Zahlen von 1 bis 10.

Buchstaben.

WARUM NICHT? #kratz

Liebe Grüße

Petra & Joelina 7 (bald in der 2. Klasse) :-p

Beitrag von lulu2003 04.05.11 - 18:56 Uhr

Hallo Petra,

nein, ich habe sicherlich kein Problem damit dass die "Vorschulkinder" Buchstaben und Zahlen lernen. Das hat unser Großer schließlich auch so nebenbei gelernt.

Mich nervt nur dass so schöne Dinge wie Waldwoche, Muttertagsüberraschung etc.pp dafür weichen müssen. Alles was unsere Generation quasi noch kennt, wird einfach gestrichen.

LG
Sandra

Beitrag von loonis 04.05.11 - 14:02 Uhr




Diese Räume gibt es bei uns auch (also zum Chillen,Atelier usw.)
Auch hier lernen d.Kids als Vorschulkinder im KiGa Zahlen,Buchstaben,Mengen usw.
Das konnte mein Großer aber schon vorher ,er interessierte sich
schon sehr früh für Buchstaben & Zahlen & d.Uhrzeit.Er liebte diese
Aufgabenhefte,konnte gar nicht genug davon bekommen.
Es schadet doch nichts ,warum hast Du ein Problem damit?

LG Kerstin

Beitrag von lulu2003 04.05.11 - 18:57 Uhr

Hallo Kerstin,

wenn es nur um die Vorschulkinder ginge, würde ich ja gar nichts sagen. Da finde ich es normal dass sie schon mal ein bissle auf die Schule vorbereitet werden.
Aber sie fangen ja mit den Kleinen schon an und streichen dafür all die anderen schönen Dinge, die den Kindergartenalltag halt so "nett" gemacht haben.

LG
Sandra

Beitrag von claudichma 04.05.11 - 14:13 Uhr

Hallo Sandra,

bei uns wird das kombiniert, die ganzen saisonalen Bastelangebote etc. gibt es für alle Kinder, zusätzlich werden die Vorschulkinder (die also im nächsten Schuljahr eingeschult werden) entsprechend gefördert, dass sie Zahlen und Buchstaben kennen usw.! Außerdem machen die Vorschulkinder bei uns viele tolle Ausflüge, zur Feuerwehr, in eine Bäckerei usw.! Es gibt bestimmte Gruppenprojekte und damit verbundene "Aufgaben", die alle Kinder erledigen sollen während der Projektlaufzeit (z.B. eine Bastel- oder Malaufgabe), aber jedes Kind kann das in seinem eigenen Tempo machen.

Ich bin eigentlich sehr zufrieden mit unserem Kindergarten in der Hinsicht, die Kinder werden sanft gefördert ohne Druck und können trotzdem sehr viel frei spielen, toben usw.!

LG
Claudia

Beitrag von lulu2003 04.05.11 - 19:00 Uhr

Hallo Claudia,

das hört sich bei euch alles wirklich toll an.

Als ich mal den Vorschlag gemacht habe, doch auch mal die Feuerwehr zu besuchen kam gleich von der Leitung, das würde nicht ins Konzept passen.#kratz

Ich finde schade dass so streng nach Plan "gearbeitet" wird und kaum noch nach den Interessen der Kinder gefragt wird.

LG
Sandra

Beitrag von sparrow1967 04.05.11 - 14:14 Uhr

>>Ist dafür nicht die Schule zuständig? Glauben sie wirklich dass Deutschland dadurch bei der Pisa Studie besser abschneidet (wurde bei einer Sitzung nebenbei mal so erwähnt)? <<

Viele Schulen ERWARTEN, dass die Kinder im Kiga schon richtig auf die Schule vorbereitet werden. Nicht alle Schulen, aber doch schon einige. Und damit eure Kinder nicht hinterher hängen, richtet sich der Kindergarten danach.

Andersrum gibt es genug Kinder, die sich schon früh für Zahlen und Buchstaben interessieren ;-)

sparrow

Beitrag von lulu2003 04.05.11 - 19:04 Uhr

Hallo Sparrow,

und genau dies habe ich anders erlebt.
Als unser Großer eingeschult wurde, schlug die Lehrerin die Hände über dem Kopf zusammen. Sie mußte etlichen Kindern das falsch gelernte Schreiben wieder abgewöhnen. Ist sicher nicht die Regel, aber sie ist der Meinung dass es nicht immer gut ist wenn die Kinder schon "alles" können wenn sie in die Schule kommen.

Unser Großer konnte die Buchstaben und Zahlen auch früh genug. Da hätte er nun nicht den Kindergarten für gebraucht. Und leider sind die Erzieherinnen trotz allem nicht unbedingt geeignet, die Kinder zu "fördern". Es lief nämlich für die künftigen Schulkinder 2011 leider einiges falsch.

Liebe Grüsse
Sandra

Beitrag von sparrow1967 04.05.11 - 20:04 Uhr

Falsch gelerntes schreiben?

Unser Junior kann lesen und schreiben ( vieles schon richtig schreiben, vieles wie er spricht). Bei uns in der Schule ist das aber überhaupt kein Problem- so sagte man mir zumindest.

Er fing mit 3 Jahren an sich für Buchstaben zu interessieren, mit 4 las er Wörter, heute liest er kleine Texte mit Betonung.
Ich konnte ihm leider nicht die Augen zuhalten ;-)- und wer lesen kann, will auch schreiben können, wie soll man die Kinder davon abhalten?

Ich denke, wenn sich die Schulen endlich mal auf etwas einheitliches einigen könnten, könnte man im Kindergarten den wissbegierigen die Sachen auch "richtig" zeigen.


sparrow

Beitrag von lulu2003 04.05.11 - 22:21 Uhr

Wow, da habt ihr aber einen echten Pfiffikus daheim. #pro

Und nein, natürlich sollte man die Kinder nicht davon abhalten. Ich kenne das selber. Es geht ja auch nur darum dass es nicht nur noch um Förderung gehen soll sondern der Spaß auch noch mit im Vordergrund stehen sollte. Ich bekomme leider viel zu häufig mit wie hoch der Druck schon in den ersten zwei Schulklassen ist. Da sollte wenigstens die Kindergartenzeit noch etwas entspannter zugehen.

Mit dem "falsch gelernten Schreiben" habe ich mich wohl etwas ungeschickt ausgedrückt.
Es geht wohl um die, wie soll ich es nennen, Schriftführung? Das z.B. die Zahl 1 oft von unten angefangen wird usw.
Es sind vielleicht Kleinigkeiten, aber für eine Lehrerin dennoch etwas Aufwand wenn man auf sowas auch noch achten muss.

Liebe Grüsse
Sandra

Beitrag von sparrow1967 05.05.11 - 09:14 Uhr

Scheinbar sind auch da die Schulen total unterschiedlich. Bei uns ist es egal, ob sie die Buchstaben oder Zahlen von oben oder unten anfangen ;-).

Ja- der Druck ist immens groß auf die Minis. Mit Spaß lernen gibts nur sehr selten in den Schulen- leider.

lg
sparrow

Beitrag von lulu2003 05.05.11 - 10:08 Uhr

Guten Morgen Sparrow,

ich denke genau da liegt auch das Problem. Es gibt keine klare Einheit.

Der Druck ist heute wirklich enorm. Da wird man schon 8 Wochen nach der Einschulung von anderen Müttern gefragt, dass man doch sicher auch möchte dass das Kind auf jeden Fall auf das Gymnasium geht.

Erst gestern habe ich wieder etwas trauriges erlebt.
Ich bin sozusagen "ehrenamtlich" für die Grundschule tätig. Es saß ein Schüler aus der zweiten Klasse vor mir und weinte bitterlich. Er erzählte mir dass er wahrscheinlich eine schlechte Zensur bekommt weil er mit seiner Arbeit nicht rechtzeitig fertig geworden sei. Er weinte und weinte und war gar nicht zu beruhigen. Er sagte dass sein Vater nur gute Zensuren erwarten würde da er auf jeden Fall auf das Gymnasium gehen soll. Dieser kleine Mann tat mir so leid. Er sagte auch noch dass sein Vater der Meinung sei er solle langsam schreiben aber dafür alles richtig und ordentlich. Nun saß der Junge in einer Zwickmühle, da er bei der Arbeit dem Wunsch seines Vaters nachgekommen ist, deshalb aber nicht fertig wurde.

Es ist wirklich traurig was die Kinder heute alles erleben müssen.

Ich bin froh dass es unserem Großen quasi in den Schoss fällt und er unheimlich Spaß an der Schule hat. Ich hoffe es bleibt so.

Liebe Grüsse
Sandra

Beitrag von sparrow1967 05.05.11 - 11:19 Uhr

Hi Sandra,

Oftmals ist es so: was die Eltern nicht geschafft haben, müssen jetzt die Kinder erfüllen. Eltern definieren sich über ihre Kinder.

Der Kleine hätte mir auch sehr leid getan :-( - vielleicht sollte man mal die Lehrerin darauf aufmerksam machen.

lg
sparrow

Beitrag von lulu2003 05.05.11 - 13:56 Uhr

Hallo Sparrow,

da hast du recht. Es handelte sich auch noch um ein Kind aus einem ärmeren Land. Da möchten die Eltern sicher das es ihrem Kind mal besser gehen wird als ihnen.

Ich habe es der Lehrerin dann erzählt und sie ging dann noch mal auf den Jungen zu. Allerdings war ihre lapidare Bemerkung dann mir gegenüber nur, dass der Druck auf die Kinder halt heute leider sehr groß wäre.

Ich kann für den Jungen nur hoffen dass die Eltern früh genug bemerken, dass sie ihrem Sohn damit nichts Gutes tun.

Liebe Grüsse
Sandra

Beitrag von joshua0709 05.05.11 - 06:18 Uhr

Hallo,
meine Mutter-ehemals Fachlehrerin- bessert sich ihre Rente gerade mit Hausaufgabenbetreuung auf und erzählt folgendes:
Die Kinder lernen sehr früh und falsch die Aussprache der einzelnen Buchstaben, was zur Folge hat, dass die Kinder sich mit dem schreiben schwer tun.
Beispiel: "P" versus "pe" oder "c" versus "ce". Das muss dann umgeschult werden. Zeitaufwendig und unnötig.
Fazit: Wenn schon früh fördern, dann richtig.
Meine Kleine fragt mich: "Wie fange ich an?" Ich sage:" Mit "p"."
Sie:"Nein, mit "pe"!" Sie ist 2,7 Jahre alt.
LG
Uta

Beitrag von lulu2003 05.05.11 - 10:12 Uhr

Hallo Uta,

genau dass meine ich. Die Lehrerin schlägt die Hände über dem Kopf zusammen wenn die Mütter am Einschulungstag vor ihr stehen und das Kind auffordern, doch mal das tolle ABC-Lied vorzusingen um zu zeigen was das Kind schon alles kann. ;-)
Dabei führt gerade dieses Lied zu der falschen Aussprache.

Und seien wir doch mal ehrlich. Förderung im Kindergarten hin oder her. Da meist Personalmangel herrscht und auch sonst nicht alles rund läuft, wird doch vieles nur halbherzig gemacht und ob das dann Sinn macht?

Liebe Grüsse
Sandra

Ps: deine Kleine ist aber schon sehr weise für ihr Alter.

Beitrag von joshua0709 05.05.11 - 12:31 Uhr

Hallo,
meine Kleine quatscht wie ein Buch. Das kann manchmal recht anstrengend sein. Irgendwann mit gut einem Jahr hat sie erkannt, dass sie am schnellsten bekommt was sie möchte wenn sie es einfach sagt. Seitdem haben wir den Salat. Und der große Bruder auch.
Wir sind sehr zufrieden mit unserem KiGa: Junges Team, innovativ, halboffenes System. Aber: Es bleibt den Kindern viel Zeit für das beobachtete Freispiel. Da geht die eigene Fantasie nicht verloren.
LG
Uta

Beitrag von twins 04.05.11 - 14:19 Uhr

Sei doch froh!
Bei und im alten Kiga wird in der Vorschule nichts gelernt, nur das sie still sitzen bleiben können und drei Aufgaben hintereinander bearbeiten.

Es gibt wirklich Vorschüler, die können keine Zahlen, etc. ....die müssen jetzt ganz schön in der Schule aufpassen.

Ich bin froh, das unsere Kinder viel Interesse am Schreiben und rechnen haben. Je mehr sie "freiwillig" wissen wollen, um so leichter fällt ihnen nachher die Schule - hoffe ich#schein

Grüße
Lisa

Beitrag von juniorette 04.05.11 - 14:44 Uhr

"Ich bin froh, das unsere Kinder viel Interesse am Schreiben und rechnen haben. Je mehr sie "freiwillig" wissen wollen, um so leichter fällt ihnen nachher die Schule - hoffe ich"

Sehe ich wie du!

LG,
J.

Beitrag von twins 04.05.11 - 14:54 Uhr

Hi,
kann es sein, das wir beide derzeit auf einem Level "ticken"#schein

Aber wirklich, ich bin echt froh drüber, das unsere so gerne Gesellschaftsspiele spielen, Wissbegierig sind und Spaß auch am "lernen" haben. Heute muss ich wieder "Schreiben" üben und unser Mädel will wieder Rechenaufgaben haben.#verliebt

Hab jetzt auch mal so Hefte zum Buchstabenschreiben geholt, damit sie lernen auf der Linie zu schreiben...mal schauen ob sie darauf schon Lust haben.

#winke
Lisa

Beitrag von juniorette 04.05.11 - 15:02 Uhr

Hi,

"kann es sein, das wir beide derzeit auf einem Level "ticken""

ja, es ist wirklich auffällig momentan ;-)

"Hab jetzt auch mal so Hefte zum Buchstabenschreiben geholt, damit sie lernen auf der Linie zu schreiben...mal schauen ob sie darauf schon Lust haben. "

Jepp, hab ich meinem Sohn auch mal mitgebracht, weil er so gerne "geschrieben" hat (war natürlich eher Buchstaben-Malen), aber er hat recht schnell das Interesse daran verloren (und das Heft #rofl). Macht nichts :-)

"
Aber wirklich, ich bin echt froh drüber, das unsere so gerne Gesellschaftsspiele spielen, Wissbegierig sind und Spaß auch am "lernen" haben."

So ist das bei meinem auch und das finde ich toll :-)
Ich komme gar nicht mit Ideen hinterher, was ihn noch reizen könnte zu lernen (also Neues) #schwitz

Mini-Lük kann ich übrigens auch empfehlen. Macht meinem viel Spaß (die Art des Heftes muss natürlich auch dem Interesse des Kindes entsprechen).

LG,
J.

Beitrag von twins 04.05.11 - 15:28 Uhr

Mini-Lük haben wir auch schon mit 6 Heften oder mehr...verliere den Überblick, die Kids müssen mir dann immer sagen, was sie schon haben....peinlich ich weiß.

Was unsere gerne haben möchten ist der Nintendo DS mit Bibi Blocksberg....und auf meinem Laptop spielen sie auch gerne mal auf Kikaninchen...das sieht total süß aus, da sie mit der Eieruhr spielen müssen. Jeder 10 min und dann wechsel...

LG
Lisa

Beitrag von lulu2003 04.05.11 - 19:08 Uhr

Hallo Lisa,

mein Großer hat all dies eher daheim gelernt hat und nicht unbedingt im Kindergarten. Er hat sehr viel Spaß an der Schule und kommt dort mehr als gut zurecht.

Mir geht es auch eher darum warum man solche netten Dinge wie Waldwoche, Laterne basteln usw. komplett entfallen lässt weil es nun nicht mehr ins Konzept paßt.

Liebe Grüsse
Sandra

Beitrag von sunflower.1976 04.05.11 - 14:19 Uhr

Hallo!

Was ist denn daran so schlimm?
Ich hab jetzt nur mal im Internet geschaut , was es mit diesem Einstein-Projekt (Stuttgarter Raum) auf sich hat. Für meinen großen Sohn wäre es ganau das richtige, einfach weil er gerne seine Umwelt "erforscht", Experimente macht, Neues kennen lernen möchte. Nicht weil er muss sondern weil er es spannend findet. Es spricht doch nichts dagegen, auch schon KiGa-Kinder z.B. an klassische Musik heranzuführen und auch Instrumente kennen zu lernen (kein Musikunterricht sondern einfach den klang usw. verschiedener Instrumente). Ich war mit meinem Sohn z.B. mal in einem Kinderkonzert, bei dem die Kinder verschiedene Instrumente vorgestellt bekamen, sie selber ausprobeiren konnte und hinterher noch von Profis ein Konzert aufgeführt wurde. Das fand er sehr spannend und hat sich - von sich aus - viel gemerkt. So ein Projekt fände ich auch im KiGa super.
Genauso hat er von sich aus Interesse an Zahlen und Buchstaben entwickelt. Es ist doch prima, wenn darauf eingegangen wird! Es geht nicht darum, dass er es unbedingt jetzt schon lernen muss. Aber auf die Wünsche von Kindern eingehen, wenn sie daran Interesse haben, ist doch sinnvoll.

Im KiGa meiner Kinder gibt es ein halboffenes Konzept, d.h. die Kinder können nicht nur in ihrem Gruppenraum spielen sondern auch in den anderen Gruppen bzw. "Themenräumen" (z.B. Meditationsraum mit Kuschelecke, vielen Kissen usw.). Das nutzen die Kinder gerne.

Bist Du Dir sicher, dass die Kinder jetzt nicht mehr in den Garten oder Wald gehen?!? Ich denke,dass es genauso Spielzeit gibt, drinnen wie draußen. Aber eben dass die Kinder zusätzlich die Möglichkeit bekommen bzw. angeregt werden, über dieses freie Spiel und festgelegte Angebote hinaus selbstständig Neues zu erkunden.

LG Silvia