Schwiegermutter...alkohol und Enkel......

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von melanie021984 04.05.11 - 14:10 Uhr

Hallo ersteinmal zusammen, ich muss meinen Frust hier einfach mal von der Seele schreiben, und Eure Meinungen dazu hören. Ob ich über reagiere.


Muss mal ein wenig ausholen.... entschuldigt wenn es ein wenig länger wird.....
Ich bin mit meinem Freund nun fast 4 Jahre zusammen, als ich Ihn kennenlernte er kam aus nicht so tollen verhältnissen. Mutter trinkte und sein leiblicher Vater ist nach der Geburt abgehauen und der Stiefvater machte ihn zum psyschichen Vrack..... dennoch denke ich kann ein Mensch für seine Eltern nichts.... ich kleidete Ihn erstmal ein und er lernte mit mir und bei mir ein anderer Mensch zu werden....

Auf jedenfall hatte seine Mutter einen Freund (nachdem der Stiefvater verstorben ist vor vielen Jahren, mit dem hat sie tag täglich nur getrunken, anfangs hat sie mich dafür verantwortlich gemacht ich hätte ihren Sohn weggenommen, auf der Geburstatagsfeier bewarf sie mich mit Gläsern etc. Es war eine verdammt harte und Schwere Zeit. Mein Freund stand von Anfang an zu mir und war auch froh das ich nicht gesagt habe und Tschüss ich habe immer zu den Eltern meiner Freunde ein super verhältnis gehabt, auch heute noch ein super verhältnis zu den Eltern meines Sohnes.

Wie gesagt meine Schwiegermutter trank jedentag und das änderte sich erst nachdem Ihr Lebenspartner 2009 an den Folgen gestorben ist. Man sagt auch nichts gegen ein Gläschen wein. Und wir dachte auch Sie hat es geschafft, unser kleiner hat Ihr leben irgendwie auch auf die gerade bahn geschafft, sie geht wie oma halt immer stolz spazieren....

Das schlimmste was mich echt tod traurig gemacht hat war letztens.
Ich hatte mit meinem Freund einen sehr wichtigen Termin und da wollten wir den kleinen nicht mitnehmen. Ich gebe ihn sonst immer zu meiner Mama wenn wir wegmüssen da weiss ich das er gut aufgehoben ist etc. Aber an diesem Tag hatte meine Mama leider keine Zeit, und als mein Freund sagte er fragt seine Mama kein Problem, sie holte ihn früh ab ging spazieren und nahm ihn mit zu sich. Der Termin war länger wir waren erst Nachmittag zurück..... Zwischendurch wollte ich auch immer anrufen aber mein Schatz sagte es ist alles ok mach dir keinen Kopf....

Nein das war es leider nicht.... Sie war überfordert mit dem kleinen, klar er testet aus und will beschäftigt werden aber nein sie Trank wieder wärend dessen der kleine da war, und nicht wenig als mein Schatz den kleionen bei Ihr abholte merkte er das sie ein intus hatte.... ich war so wütend und sauer zu gleich das ich sagte das Sie ihn nicht mehr nimmt. Ich weiss das er nicht immer leicht ist aber das Sie in seinem beisein wein tirnkt wo sie selber weiss bei ihr gehts recht schnell mit der wirkung fand ich nicht ok.....

Andere sagen ich übertreibe, als ich das meiner Mama anvertraut habe sagte sie auch das darf nicht sein und ich werde mich auch weigern ihr den kleinen alleine mit zu geben.....


Habe ich überreagiert? Was hättet ihr gemacht..... :-(


Ich habe eine verdammt harte Zeit mit Ihr durch habe ihr alles verziehen ihr geholfen wenns um ämter gänge ging und was weis ich nicht alles aber dennoch wenn der Alkohol im spiel war, war ich die böse, Wir haben den Kontakt nicht direkt abgebrochen aber es ist nicht mehr so wie es einmal war. Schatz weiss das ich das nicht mehr will, wir haben unserer eingenen sorgen, aber es tut dennoch wenn ich daran denke ziemlich weh....

Beitrag von redrose123 04.05.11 - 14:14 Uhr

Ich nehme an sie hat keine Therapie gemacht? Und dann hätte ich da kein Kind hin im Leben nicht......

Beitrag von melanie021984 04.05.11 - 14:16 Uhr

Hallo

Danke für deine Antwort nach dem Tod ihres Lebenspartners 2009 hat sie keine Therapie gemacht nein.... Sie hat sich aber total verändert und bis vor kurzem hatten wir gedacht sie hat es gepackt.... :( und ich habe lange gezögert.. und ich weiss ich tue es NIE wieder...

dennoch werd ich hier im "bekannten" kreis angemacht das ich das zu eng sehe.....

Beitrag von redrose123 04.05.11 - 14:21 Uhr

Ich finde es ist ein unterschied ob eine nicht alkoholikerin mal den Enkel hat und ein Gläschen oder ein Fläschchen Bier trinkt oder eine die abhängig ist, man ist auch noch abhängig bzw alkoholiker nach einem Entzug, das ist man sein leben lang.

Was habt Ihr für bekannte#schock Auch wenn sie sich verändert hat hat sie sich ja nicht im Griff wenn sie ein Kleinkind überfordert das sie trinken muss.....Viel glück

Beitrag von de.sindy 06.05.11 - 20:53 Uhr

jetzt mal abgesehen von dem eigentlichen thema aber was hat das mit einer therapie zu tun? das ist auch kein allheilmittel!
ich arbeite selbst in einer psychiatrie auf einer suchtstation, wir machen sowohl alkohol als auch drogentherapie.... aber so traurig es ist, die meisten kommen wieder.
meines erachtens muss erstmal die eigene einstellung stimmen und wenn die stimmt, dann hat man auch den willen und die kraft die hände von dem suchtmittel zu lassen. und dann kann man eine therapie machen damit man noch bisschen gestärkt wird.
meine mutter war 10 jahre lang alkoholikerin und sie hat es von selbst geschafft trocken zu werden ohne jemals einen therapeuten gesehen zu haben.

Beitrag von berry26 04.05.11 - 16:22 Uhr

Nein du hast nicht überreagiert!
Wer sich betrinkt während er auf mein Kind aufpasst wäre bei mir auch unten durch. Hier scheint es ja nicht um ein Gläschchen Wein oder Bier zu handeln sondern um echtes "betrinken" und das geht gar nicht! Auf den Umstand das es sich um eine Alkoholikerin handelt, möchte ich dabei auch gar nicht eingehen.

Diese Frau würde mein Kind unbeaufsichtigt auch nicht mehr zu sehen bekommen.

LG

Judith

Beitrag von alpenbaby711 04.05.11 - 20:00 Uhr

Du hast ganz klar recht einem Alkoholiker ( außer nach Therapie und verlässlich trocken) würde ich mein Kind auch nicht überlassen.
Ela

Beitrag von happymom1979 04.05.11 - 20:57 Uhr

Ich finde auch, dass Du überhaupt nicht überreagiert hast. Sondern ganz im Gegenteil, sehr verantwortungsvoll! Kinder und Alkohol, das verträgt sich meiner Meinung nach überhaupt nicht, das geht gar nicht! Deine Schwiegermutter hat ein echtes Problem. Du hast ja erwähnt, dass Du ihr den Kleinen nicht mehr alleine geben möchtest, und das würde ich auch nicht machen. Wenn die beiden sich hin und wieder sehen, unter Eurer "Aufsicht", dann finde ich das ok, man will ihr ja ihren Enkel auch nicht ganz vorenthalten.
Wünsche Euch, das Ihr da den richtigen Weg, wie der Kontakt ablaufen soll, findet und ich kann Euch absolut verstehen!

Beitrag von missswiss 05.05.11 - 14:43 Uhr

Hi

das war doch erst letztes Jahr, als Zwillinge bei der Oma im Teich ertrunken sind und die Oma sturzbesoffen in der Hängeschaukel lag ??


Nein, ich würde meine Kinder definitiv keinem Alkoholiker anvertrauen.
Punkt.

Alles Gute

Beitrag von de.sindy 06.05.11 - 20:57 Uhr

sie ist alkoholikerin, zu ihr würde ich mein kind auch nicht geben, wenn ich nicht dabei wäre. meine mutter ist seit knapp 5jahren trocken und ich habe trotzdem hemmungen meinen sohn bei ihr alleine zu lassen, obwohl ich 100% weiß, dass sie nichts mehr trinkt.
ich würde ihr, WENN SIE NÜCHTERN IST (insofern es das wirklich gibt), ganz klar meine meinung sagen und auch sagen, dass ihr unendlich enttäuscht seid, dass sie so verantwortlungslos war. ihr müsst ihr aber klar eure gefühle sagen, sicher wird sie bockig sein, aber wenn sie was getrunken hat, dann wird das gespräch keinen sinn haben.
LG

Beitrag von anouk.wagner 06.05.11 - 21:18 Uhr

Ich kann relativ gut nachvollziehen wie du dich gerade fühlst. Ich hatte respektive habe diese Situation auch. Man fühlt sich einfach total beschissen weil mein sein Kind anderen Leuten vorenthält aber ich war mir immer ganz sicher das ich mein Kind nicht einem Alkoholiker anvertraue.
Ich bin froh wenn ich mein Kind einem anderen geben kann (finde Zeit für Omas mit ihrem Enkel alleine sehr wichtig) ABER in der Zeit will ich mir keine Sorgen und Gedanken machen die in dem Fall berechtigt sind.
Natürlich ist es für den Alkoholiker auch nicht schön wenn man ihm offen sagt, dass er das Kind nicht mehr bekommt. Wir hatten endlose Diskussionen darüber. Uns wurde vorgeworfen dass wir dies nur aus Rache etc machen würden. Im Endeffekt lassen wir uns über gar keine Diskussion mehr ein. Die Oma hat (oder wollte) unsere Beweggründe nicht verstehen. Sie würde dem Kind ja nichts böses wollen. Ja klar, davon bin ich überzeugt, aber in dem Moment ist sie nicht mehr zurechnungsfähig. Das ist bitter und mit tut sie auch leid. Aber sie lehnt jede Art von Hilfe ab was ich sehr schade finde. Ich drück euch die Daumen, denn dies ist wirklich eine harte Zeit. #liebdrueck