Mein Sohn fängt an zu prügeln.. HILFE

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Beitrag von mrsbiesley 04.05.11 - 14:45 Uhr

Juhu...

also nun gehen die Probleme erst so richtig los... Aber mal vorne angefangen. Seit 4 Monaten ist mein Sohn (7) großer Bruder! Leider ist Sam ein sehr anhängliches Kind, welches eine Menge Aufmerksamkeit erfordert. Ich denke genau darin liegt unser Problem, aber ich weiss nicht wie ich das lösen soll...

Seit Sam´s Geburt wirkt Julien sehr insich gekehrt und auch die Probleme in der Schule häufen sich. Julien hat keine Lust zu lernen und spielen ist eh wichtiger. Zu Hause ist es genau umgekehrt. Er geht nicht raus, Buchstabiert ununterbrochen alles was er hört. Das mit Julien etwas nicht stimmt habe ich schon sehr früh bemerkt und versuche wirklich mich mehr mit ihm zu beschäftigen. Jede freie Minuter gehört ihm, sofern er möchte. Hinzu kommt, dass mein Lebensgefährte nicht Juliens Vater ist und ihn das auch ein wenig übverfordert. Julien ist im Augenblick ziemlich auf Krawallkurs.

Heute habe ich einen Anruf aus der Schule bekommen, dass Julien eine Mitschülerin derbe verprügelt hat, nur weil sie ihn verpetzt hat.(er war auf einen Tisch geklettert) Die beiden konnten sich allerdings schon im KiGa nicht leiden. Jedenfalls hat er wohl noch mit Füßen auf sie eingetreten als sie auf dem Boden lag. SO kenne ich meinen Sohn garnicht. Er äußert sich bei Wutanfällen eher verbal und läuft dann weg.

Also ich weiss nicht weiter.. Derzeit bin ich auf der Suche nach ner Sportart (Tischtennis) damit er seine überflüssige energie los wird.

So einen Wutanfall habe ich bei Julien noch nie erlebt und hoffe auf Tipps,wie ich den kleinen wieder in den Griff bekomme ohne gleich Therapeuten einschalten zu müssen#schmoll#schmoll#schmoll

Beitrag von rienchen77 04.05.11 - 15:04 Uhr

vielleicht ist es auch nur eine einmalige Sache..einmal Prügeln bedeutet nicht das er es auch weiterhin macht....

Beitrag von mrsbiesley 04.05.11 - 15:05 Uhr

Da hast du auch wohl recht, aber es hat mich ungemein geschockt!

Beitrag von sohnemann_max 04.05.11 - 15:10 Uhr

Hi,

kann gut möglich sein, dass es was mit dem Geschwisterkind zu tun hat. Vielleicht fühlt er sich abgeschoben, nicht mehr verstanden usw.., was natürlich Unfug ist. Kinder denken nun mal aber so.

Mit der Prügelattacke weiss ich auch nicht. Kann eine einmalige Sache gewesen sein, er hat einfach nicht mehr weiter gewusst, oder aber er ist innerlich so aggressiv, dass er sich in Zukunft auch körperlich zur Wehr setzt... musst Du abwarten.

Das mit dem Sport ist doch eine gute Idee! Unserer z. B. ist ein Fernsehjunkie. Er liebt es einfach im Bett zu liegen und zu gucken. Das hat aber dermaßen überhand genommen, dass wir uns auch etwas einfallen lassen mussten. Nun geht er 2 mal die Woche in Kung Fu und ein Mal in der Woche zum Fussball. An den beiden freien Tagen findet sich dann immer ein Freund, der Zeit zum Spielen hat. Am Wochenende sind dann Turniere oder wir sind im Garten und Spielen. An den Tagen wo Sport ist, kommt er heim, isst noch und fällt dann geplättet ins Bett und schläft sofort ein.

Ansonsten ist unser Sohn pflegeleicht. Hat keine Probleme in der Schule und auch kein Problem mit seiner kleinen Schwester. Dennoch tut es ihm gut, in Sport zu gehen, andere Kinder um sich zu haben und auch das Miteinander zu lernen.

LG
Caro mit Max 6,5 Jahre und Lara 2 Monate

Beitrag von bambolina 04.05.11 - 15:24 Uhr

Hallo

ich hatten mit meinem Sohn damals gerade 6 geworden nach der Einschulung solche Probleme. Rückblickend vermute ich, dass er mit den Veränderungen vom KiGa in die Schule bzw. Hort nicht klar kam, zumal er eigentlich eher der ruhige introvertrierte Typ ist, der sich damals aber auch bei Problemen verbal nicht wehren konnte.
Ich kann mich auch damit "rühmen", dass ich keine zwei Wochen nach seiner Einschulung den ersten Elternbrief bekam.

Wir haben Kuschelstunden eingeführt, abends wenn die Kleine im Bett war, war das nur "seine" Zeit. Wir haben über die Schule gesprochen, den Hort, was er in den Pausen gemacht hat, einfach über alles. So hab ich erstens Interesse an ihm bekundet und mitunter auch einiges erfahren. Wir haben auch über irgendwelche Vorfälle in der Schule besprochen über andere Kinder auch über ihn und seinem Verhalten. Es hat wirklich eine Weile gedauert, aber es hat sich wenn auch langsam gebessert.

Eifer sucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft. Ich habe das selbst lange mitgemacht, besser wurde es erst wirklich, als die Kleine zu laufen und babbeln anfing und er mehr mit ihr anfangen konnte.

lg bambolina

Beitrag von janamausi 04.05.11 - 18:52 Uhr

Hallo,

ist denn da Tischtennis (das ist ja eine Sportart bei der man sich nicht sooo viel bewegen muss und auch alleine gegen einen anderen spielt) das Richtige? Wäre da nicht ein Manschaftssport, bei dem er mit anderen als Team zusammenspielen muss (und bei dem er sich auch mehr bewegen muss) nicht evtl. besser?

LG janamausi

Beitrag von mrsbiesley 05.05.11 - 11:25 Uhr

Das werden wir sehen. Da er mir sagte, dass er gerne Tischtennis spielen möchte, denke ich, dass man sich dem Wunsch beugen sollte. Ich versuche mehr auf seine Wünsche einzugehen... Mal gucken obs was bringt