Ich bin ratlos, was soll nur aus dem kleinen werden?

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von kissja 04.05.11 - 20:00 Uhr

Guten Abend,
ich schreibe hier, weil ich am Ende bin mit meinem Latein und ziemlich fertig... #schmoll
Hier ist unsere Geschichte:
Mein Vater lebt mit dem Nesthäkchen (8Jahre) zusammen in einem für die beiden viel zu großen Haus. Im Januar ist unsere Mutter unerwartet verstorben. Jetzt ist mein Vater krankhaft depressiv und völlig mit der Erziehung, Haushalt, Haus und Geld überfordert. Er kommt im Großen und ganzen nicht mit sich und dem Kind klar. Fragt mich ständig um Hilfe. Und wenn ich ihm Antworten auf seine Fragen gebe, behauptet er, ich würde ihm nicht helfen! Eben hab ich mich ausgeheult, weil ich mir wiedermal seine widerlichen Wutausbrüche anhören musste... Ich meiner Mutter auf dem Sterbebett versprochen, dass ich mit meinem anderen Bruder uns um den Kleinen kümmern sollen. Das möchte ich auch tun, weil ich sehe, wie dort alles den Bach runter geht...Ich kann ihn nicht als Pflegekind aufnehmen, weil ich selber 2 kleine Racker hab und berufstätig bin, außerdem habe ich keine Nerven für ein weiteres Kind und nicht die Mittel, Platz etc. Mein Bruder würde ihn nicht aufnehmen. Ich würde dazu tendieren, dass sich jemand vom Jungendamt darum kümmern soll. Dies hab ich ihm auch vorgeschlagen aber dann kam der Satz: die sollen mir mal über die Türschwelle kommen und ich bring die um! Ich würde meine Kinder ja auch nicht weggeben wollen! Ich hab darauf geantwortet: das Wohl der Kinder stünde an erster Stelle, wenn ich sehe, dass es ihnen schlecht ginge bei mir, würde ich sie lieber weggeben oder mit Hilfe suchen.
Aber in seiner Trauer, Wut, Depressionen und anderen finanziellen Problemen will er keinen anhören, aber man sieht ja dass er indirekt nach Hilfe schreit! Oder??
Ich bin völlig überfordert, mich noch um die beiden zu kümmern und auch völlig ratlos. Mein erster Gedanke war, sich ans Jugendamt zu wenden, dass er einen Familienhilfe bekommt, denn Bedarf ist ja dringend da.
Aber ich werde als Verräter dastehen, andererseits ist das Wohl des kleinen wichtiger als die Beziehung zu meinem Vater, auch wenn es verdammt wehtut...
Kann mir jemand einen Rat geben, wohin ich mich wenden soll, auch um evtl. anonym Beratung zu finden, ohne dass das Jungendamt direkt bei ihm vor der Tür steht? Wo kann ich Hilfe für die beiden finden?
Danke!
Viele Grüße
Regina

Beitrag von arienne41 04.05.11 - 20:27 Uhr

Hallo

Ich meiner Mutter auf dem Sterbebett versprochen, dass ich mit meinem anderen Bruder uns um den Kleinen kümmern sollen. Das möchte ich auch ....

Du sollst nicht auf was Antworten was dein Vater fragt sondern aktiv helfen.

Deine Mutter meinte:

Kümmer dich um den Kleinen und sie meint das du ihn zu dir holen sollst.

Du bist nur drauf ich, ich, ich

Wie kommt dein kleiner Bruder klar? Er ist viel zu jung um das ohne Hilfe verkraften zu können. Wie hilfst du ihm?

Wenn man will ist Platz in der kleinsten Hütte....

Wenn das Haus deines Vaters so groß ist warum zieht ihr da nicht ein?

Es ist für alle eine schwere Zeit und wenn man dann nicht füreinander da ist klappt es nicht.
Ja man geht dabei an seine Grenzen aber es geht.

Was du aber wirklich willst: Nicht belastet werden.

Haushaltshilfe wäre da praktischer oder für deinen Bruder ein Kinderheim.
Ein Kinderheim ist einfacher als in eier Wohnung zusammen zurücken das ist wahr.

Denke mal über dein Versprechen nach




Beitrag von kissja 04.05.11 - 20:48 Uhr

Hallo,
wenn man die genauen Hintergründe nicht kennt ist es leicht zu sagen, man wäre egoistisch und denkt an sich. Ich habe wegen meiner Beziehung zu den Eltern eine Therapie gemacht, weil die mich fertig gemacht haben seelisch. ICH muss mich um mich selbst kümmern und um meine Familie! ICH habe Belastung genug in meinem Leben! Aber ich bin auch die Einzige, die sich um die 2 kümmert, meinem anderen Bruder ist das egal, die kommen schon alleine klar sagt er...
Wir würden nie im Leben zu denen ziehen, wie gesagt, die Beziehung ist sehr anstrengend. Ich habe durch die Therapie lernen müssen, an mich selbst zu denken und das tue ich auch, muss ich auch um nicht zu zerbrechen...
Ich tue schon was ich kann, helfe finanziell, kaufe für ihn ein (denn er hat momentan kein Auto und Führerschein), putze das Haus, alles neben meinem selber anstrengenden Leben!
Das Letzte was ich in dieser Situation hören kann ist, dass ich nur an mich selber denke! Tut mir leid, aber ich suche Hilfe und keine Kritik!

Beitrag von trollmama 09.05.11 - 21:41 Uhr

>>Ich tue schon was ich kann, helfe finanziell, kaufe für ihn ein (denn er hat momentan kein Auto und Führerschein), putze das Haus, alles neben meinem selber anstrengenden Leben!<<

Da kann Dir geholfen werden! Laß all diese Dinge ab sofort sein und schon hast im Gegenzug genug Zeit Deinen Bruder zu Dir zu nehmen.

Dein Vater ist ein erwachsener Mensch und für sich selbst verantwortlich! Dein Bruder ist 8 Jahre und hilflos.

Ausreden gibt es ab sofort nicht mehr für Dich!

Viele Grüße
Trollmama

Beitrag von redblackcat 04.05.11 - 21:09 Uhr

gute antwort!!

Beitrag von janamausi 04.05.11 - 21:04 Uhr

Hallo,

ich sehe den Satz von deiner Mutter <<Ich meiner Mutter auf dem Sterbebett versprochen, dass ich mit meinem anderen Bruder uns um den Kleinen kümmern sollen. << anders als meine Vorschreiberin.

Der Satz sagt doch nicht aus, dass Du deine kleine Schwester zu dir nehmen sollst, sondern deinen Vater helfen sollst.

Du schreibst, dein Vater wohnt in einem viel zu großen Haus, hat finanzielle Probleme. Wäre hier nicht schon mal ein kleiner Ansatzpunkt? Ist das Haus Eigentum, soll es verkauft werden, könnte dann dein Vater in deine Nähe ziehen....? Wenn er das finanzielle Problem nicht mehr hat, wird er evtl. auch ruhiger und es wird alles einfacher für ihn. Das heißt ja nicht dass dann alles sofort super läuft, aber evtl. ist es ein Schritt in die richtige Richtung.

Wie unterstützt Du denn deinen Vater? Vielleicht ist die Unterstützung "nicht richtig"?

Ich bin von Anfang an allein Erziehend und die Anfangszeit war nicht leicht. Zum Glück hab ich auch Unterstützung von meinen Eltern bekommen. Am meisten hat mir die Unterstützung geholfen, wenn sie meine Tochter betreut haben und ich "meine Ruhe" hatte. Einfach mal auf dem Sofa sitzen, in Ruhe einen Kaffee trinken, mit einer Freundin telefonieren können etc.

Hätte meine Mutter bei mir geputzt, hätte ich mich sicherlich auch ein bißchen gefreut, aber die Unterstützung wär nicht so gut angekommen. Mir hat viel mehr gehoilfen, dass ich einfach Zeit für mich hatte und wenn es so war das ich nichts gemacht habe.

Für dein Vater ist es sicherlich auch nicht leicht. Er hat seine Frau verloren, hat ein kleines Kind welches die Mutter vermisst und hat finanzielle Sorgen. Und er braucht auch sicherlich einfach mal Zeit für sich...Zeit in der er abschalten kann und nicht funktionieren muss. Eine Hilfe würde zwar evtl. auch sein Haus putzen, aber das heisst dann ja nicht gleichzeitig, dass er dann Zeit für sich hat. Evtl. muss er sich während dessen um seine Tochter kümmern etc.

Kannst Du nicht z.B. nächste Zeit deine Schwester am Wochenende nehmen? So dass sie das Wochenende bei euch verbringt? So viel würde das ja bei dir wahrscheinlich nicht ändern, da Du dich ja eh um zwei Kinder kümmern musst (evtl. wäre dir ja dann deine kleine Schwester eine Hilfe und würde mit den Kindern spielen)...

LG janamausi

Beitrag von kissja 04.05.11 - 22:06 Uhr

Hallo janamausi,
ja das Haus gehört ihm, aber er kann es durch harz4 finanziell nicht halten, allein die Heizölkosten für nächsten Winter sind untragbar. Ich unterstütze ihn damit, dass ich für ihn umsonst Lebensmittel einkaufe, obwohl ich selber knapp bei Kasse bin.
Mein Vater hat sehr viel Zeit für sich, aber er kriegt sein Leben nicht auf die Reihe wegen der überwältigenden Schwierigkeiten in allen Lebensbereichen.
Er ist zu Hause, kann nicht mehr arbeiten, der Kleine ist bis mittags in der Schule. Mein Vater ist schon mit Hausaufgabenmachen überfordert und schreit nur rum. Der kleine wird die 2. Klasse wiederholen müssen, weil er es nicht schafft, kann sich nicht konzentrieren und nicht auswendig lernen, außerdem hat er keinen Respekt vor den Lehrern, wie auch, wenn er daheim nichts positives vorgelebt bekommt...
Am Meisten ärgert er sich darüber, dass der Kleine seine Mutter bereits vergessen hat, das kann er einfach nicht verstehen. Ich habe aber mit einer Psychologin gesprochen, die meinte: Das ist das Verhalten eines Kerngesunden Kindes. Wenn es anders wäre, gäbe es Probleme. Naja schade finde ich es auch, aber besser so, als wenn er durch die Trauer Probleme hätte. Aber so wie es jetzt ist, wird es allen schaden, am meisten dem Kleinen, er ist jetzt 8 bald 9, und wird immer unkontrollierbarer, ich habe Bedenken und Ängste, dass er sich irgendwann einem falschen Freundeskreis anschließt und auf die Schiefe Bahn gerät. Wenn zu Hause kein Rückhalt da ist, sucht man sich den woanders, auch wenn es nicht unbedingt das Gute ist...
Alles in Einem ist es ein sehr kompliziertes Geflecht, die mussten alle in den letzten paar Jahren viel ertragen und haben davon sicherlich auch Schaden genommen, so gut es ging, habe ich meine Eltern und den Kleinen unterstützt, aber nun bin ich an der Grenze zum Zerbrechen und kann nicht mehr und weiß nicht mehr weiter...

Beitrag von janamausi 05.05.11 - 06:36 Uhr

Hallo,

wenn es so Probleme mit dem Haus gibt und es auch absehbar ist, dass sich nichts ändern wird, ist doch das Erste das man sich darum kümmert, entweder durch Verkauf, Vermietung oder man nimmt sich einen Untermieter.

Langfristig hilfst Du deinen Vater nicht, wenn Du ihm immer wieder Geld gibst. Dann brauch er ja nichts ändern weil es irgendwie geht. Unterstütze ihn doch daraufhin, dass er es schafft, wieder sein Leben in den Griff zu bekommen, z.B. schleppe ihn zu einem Schuldnerberater etc.

Und auch wenn dein kleiner Bruder nicht offen über Mama redet, wird es ihn sehr belasten. Es würde mich eher wundern, wenn es keine Probleme gibt. Wenn die Mutter stirbt, gerade bei einem kleinen Kind steckt man das nicht eben mal so weg und geht zur Tagesordnung über. Es muss nicht sein, dass er täglich stundenlang weint, Trauer kann sich auch anders zeigen. Ich bin da sehr verwundert, wass deine Psychologin gesagt hat und halte es für den absoluten Quatsch (mein Vater ist vor 2 Jahren gestorben und er war auch eine wichtige Beszugsperson für meine Tochter und ein bißchen hab ich mich da erkundigt). Nur weil ein Kind nicht offen weint, heißt es nicht das es nicht trauert. Wie wird denn dem Kleinen geholfen? Psychologe?

Kannst du nicht schauen, dass dein Bruder in eine Mittagsbetreuung, Hort kommt und dort Hausaufgaben machen kann? Oder Du nimmst ihn täglich 1 Stunde zu dir und machst Hausaufgaben für dich. So etwas müßte doch machbar sein.

Dein Vater wird auch nicht mehr "der Jüngste" sein und da hat man allgemein nicht mehr die Besten Nerven. Aber das heißt in meinen Augen nicht, dass man ihm das Kind wegnehmen sollte, aber er braucht halt Unterstützung und muss lernen damit umzugehen.

Ich weiß nicht ob es sinnvoll ist, einem Kind das schon die Mutter verloren hat jetzt noch den Vater zu nehmen. Daher würde ich nicht versuchen dass das Kind weg kommt, sondern beim Vater bleiben kann und dort unbeschwert Leben kann.

Was machst denn Du noch wenn die versprochen hast, zu Helfen?

LG janamausi

Beitrag von nadineriemer 05.05.11 - 14:17 Uhr

Hallo,
ok du hast dein Leben deine Familie um die du dich kümmern mußt.Das kann ich gut verstehen!Aber deine Mutter lag im sterben und ich als Mutter kann ich kann mir gut vor stellen,wie schlimm es für sie gewesen sein muß nicht zu wissen wie es mit dem kleinen weiter geht,mit dem wissen das sie stirbt.Das muß ganz schlimm sein.Du hast versprochen ihr zu helfen.Wenn du selber nicht kannst,geh mit deinem Vater zur Beratungstelle,der kleine sollte über den Tag in den Hort damit dein Vater Zeit hat sein Leben neu zu ordnen.Der kleine hat seine Mama verloren und er sollte auch nicht noch seinen Vater verlieren.Du beklagst dich über dein Leben und was du alles leisten musst.Aber der kleine ist dein Bruder.Es gibt Familien wo es schlimme Schicksale gibt und da hilft oft nur ein Miteinander und zusammen rücken.Ich bin selber alleine mit 3 Zwergen.Mein großer ist schwer Herzkrank und die kleine kam auch als Früchen mit einem Herzfehler zur Welt.Und trotzdem würde ich mich nie beklagen und vor allem wenn es um meine Familie geht sagen das ich nicht kann.Heut zu Tage ist sich jeder oft selbst der nächste und das finde ich schlimm.Ja ich weiß du beklagst dich über all das was du leisten musst.Es gibt so viele die jeden Tag für sich und auch andere viel leisten müssen.

Nadine

Beitrag von kissja 05.05.11 - 21:29 Uhr

Hallo Nadine,
ich hab einfach nicht mehr die Kraft was zu tun, all die Jahre haben mich meine Eltern aufgezehrt (meine Nerven), da kann man irgendwann nicht und muss sich teilweise abwenden, um nicht kaputt zu gehen. Aber irgendwann steht man zwischen zwei Stühlen: entweder du gehts selbst kaputt und schadest deiner eigenen Familie oder du denkst mehr an dich! Bin ratlos und werde ständig hin-und-hergerissen. Irgendwann gehts nicht mehr...

Beitrag von kissja 05.05.11 - 21:26 Uhr

Hi,
ja er ist nicht mehr der Jüngste, Mitte 50 wird er bald. Der kleine war auch nicht geplant gewesen, denn die Nerven und Gesundheit waren auch nicht die besten...Naja...
Ich kann da nicht täglich hin, weil es weiter weg ist. Wir haben bereits beim Jungendamt beantragt, dass er einen Zuschuss bekommt für die Nachmittagsbetreuung in der Schule mit Mittagessen, aber wir haben seit Monaten nichts gehört :-(
Ich glaube nicht, dass er trauert, er hatte sich bereits ungefähr über ein halbes Jahr vor ihrem Tod von ihr abgewendet, weil er ihre ständigen Schmerzensweinausbrüche nicht mehr ertragen konnte. Sie war auch manchmal nicht in der Lage, sich den Zucker zu messen und Insulin zu spritzen. Dies hat er auch übernommen bei Bedarf, fand ich ziemlich schlimm, aber wir konnten nichts ändern, da sie auf Stur geschaltet hat und sich irgendwann aufgegeben hat. Keiner hat gewusst, dass es so schnell gehen würde...
Wenn ich ihn frage, ob er an Mama denkt oder vermisst, meint er nur: nö, tu ich nicht. Ich hab doch Papa.
Ich hab ihn heute endlich überreden können, eine Familienhilfe zu beantragen, wenn er meint, es ginge gar nicht mehr. Das ist schon ein Anfang in die richtige Richtung glaube ich...

Beitrag von starshine 06.05.11 - 11:30 Uhr

Mit Mitte 50 ist er nicht mehr "der Jüngste"????? Hallo??? Ich bin 47, voll berufstätig und alleinerziehend mit 2 kids!!!!!

Beitrag von manavgat 05.05.11 - 15:40 Uhr

Du hast es Deiner Mutter versprochen und kneifst jetzt?

Dafür habe ich 0 Verständnis. Wenn Du 2 Kinder und Job geregelt bekommst, dann dürfte ein 8-jähriger kein Problem sein.

Dein Vater braucht sicher eine Trauertherapeutin, genauso wie sein Sohn.

Gruß

Manavgat

Beitrag von kissja 05.05.11 - 21:32 Uhr

Hallo Manavgat,
mein Vater ist bereits länger in Therapie. Mein Bruder ist hyperaktiv und schwer erziehbar, ich kriege das nicht hin! Am Ende lande ich beim Jugendamt und muss für mich selber Familienhilfe beantragen.
Muss es aber trotzdem nächstes Mal ansprechen, dass er den Kleinen mal evtl. zur Familiengesprächstherapie mitnimmt. Aber momentan etwas schwierig, weil er seinen Führerschein verloren hat und auf uns als Fahrer angewiesen ist. Alles nicht ganz einfach gestrickt...

Beitrag von starshine 05.05.11 - 16:21 Uhr

Du sprichst nur von "dem Kleinen".... er ist Dein BRUDER!!! Du würdest allen Ernstes lieber wollen dass sich das JA um Deinen Bruder kümmert als dass Du ihn zu Dir holst?

Du scheinst ein echtes emotionales Problem zu haben....

Du hast selber Kinder. Wie würdest Du Dich fühlen, wenn Deine Kinder so für das andere Geschwister fühlen würden? Was würdest Du wohl damit meinen, wenn Du im Sterben liegst und einem Deiner Kinder sagst: kümmere Dich um das Jüngere?????

Ich bin grad echt etwas sprachlos.

Beitrag von kissja 05.05.11 - 21:36 Uhr

Ich kriege das nicht hin, das weiß ich von vornherein. Er ist schwer erziehbar und unkontrollierbar. Bei uns sind 20 Jahre Unterschied, ich bin eher seine Tante als Schwester, genauso ist es bei meinem anderen Bruder. Wir haben leider keine so geschwisterliche Bindung aufbauen können, da wir nicht zusammen aufgewachsen sind, so hart es auch klingt, das ist so!
Und JA! ich habe emotionale Probleme, war bis vor kurzem selber in Therapie, weil ich ein Burnout hatte. Wie soll ich dazu fähig sein, ein weiteres Kind zu erziehen, das kann ich wohl selbst beurteilen oder nicht?
Und ich würde nie zu meinem Kind sagen, kümmere dich um das andere Kind! Weil es von vornherein überfordert wäre, in so einen Schuh will ich keinen stecken. Ein Kind braucht eine stabile liebevolle Familie und nicht eine Ersatzmama, die kurz vorm kaputt gehen ist. Damit ist keinem geholfen!

Beitrag von starshine 06.05.11 - 11:35 Uhr

hmmm... ok, das hört sich nun doch ziemlich anders an als der Originalpost. Sorry!

In diesem Fall besteht wirklich Handlungsbedarf und Ihr braucht dringend externe Hilfe. Bitte geh zur Caritas und frage, welche Art von Hilfe möglich ist. Die beraten Dich da gut und unterstützen Dich auch bei den notwendigen Schritten.

So wie Du selber noch angeschlagen bist, kannst und darfst Du Dir das nicht zumuten.

Ich drücke Euch die Daumen!

Beitrag von xbienchenx 05.05.11 - 17:11 Uhr

Ich kann nicht verstehen wie ein Mensch sein eigen Fleisch und Blut abschieben kann und dann mit solch dummen Ausreden kommen kann.

Ob man deine nHintergründe kennt, ist völlig egal. Es geht um ein Kind-deinen Bruder, der seine Mutter verloren hat und DICH BRAUCHT! Und du hast nichts besseres zu tun als ihn in ein Kinderheim, Pflegefamilie...zu schaffen? Er ist kein Kleinkind mehr!!! Er ist bereits 8 Jahre alt! Er hat eine ganz, ganz schwere Zeit zu verarbeiten. Und Kinder verarbeiten so was nun mal anders als erwachsene!

Ich höre von dir nur wie wichtig du selbst bist. Aber wie es allen anderen geht, ist dir scheiß egal!!!!

Ich bin wirklich fassungslos!

Ich hatte auch eine scheiß Kindheit, könnte ein Buch drüber schreiben und habe meine Eltern gehasst.
Und trotz dem habe ich verziehen und stand meinen Eltern in schlimmen Lebenssituationen zur Seite.

Also kneif deinen Arsch zusammen und kümmer dich um deinen Bruder! Du hast es versprochen! Es ist deine Pflicht!
Selbst ohne Versprechen, ist es das normalste was eine Schwester für ihren Bruder tun würde!

Beitrag von kissja 05.05.11 - 21:41 Uhr

er sieht mich nicht als Respektperson, wie soll ich ihn denn bitte schön erziehen und großziehen? Ich finde, er hat noch einen Vater, der hat sich um ihn zu kümmern, ich suche nach einer Hilfe für ihn, die Krise zu meistern und dass er mehr Nerven und Kraft hat ihn groß zuziehen. Ich bin keine Ersatzmutter für einen Bruder!
Und sich "um einen kümmern" heißt nicht adoptieren oder sowas! Ich versteh gar nicht, was ihr alle habt. Hier im Forum ist es immer das selbe. Da gibt es niemanden, der einen versteht, jeder kritisiert einen nur rum und versucht noch Öl ins Feuer zu kippen

Beitrag von xbienchenx 06.05.11 - 11:02 Uhr

<<<er sieht mich nicht als Respektperson, wie soll ich ihn denn bitte schön erziehen und großziehen?

Respekt verschafft man sich. Wenn er keinen Respekt vor dir hat, dann hast du die Jahre über etwas falsch gemacht.

<<<Ich finde, er hat noch einen Vater, der hat sich um ihn zu kümmern, ich suche nach einer Hilfe für ihn, die Krise zu meistern und dass er mehr Nerven und Kraft hat ihn groß zuziehen.

Der Vater ist krank und schafft es doch gar nicht sich rund um die Uhr um sein Kind zu kümmern. Die Hilfe die du sucht, ist das Jugendamt. Was stellst du dir denn vor wie das läuft? Wenn man Pech hat wird dem Vater das Kind sogar weggenommen, weil er so krank ist. Bzw. dann wenn er sich nicht helfen lassen will.
In einer Vamilie kümmert man sich um jemanden und tritt ihn nicht in den Arsch, so wie du es tust!

<<<Ich bin keine Ersatzmutter für einen Bruder!

Doch!!!!! Das bist du!!! Denn du bist seine Schwester! Deine Mutter kann nun mal nicht mehr für ihn da sein und dein Vater wohl auch nicht! Also springst du hier ein! Genau das habe ich damals für meine Schwester getan als sie mich brauchte, weil beide Eltern gesoffen haben und sich um uns nicht kümmern konnten.

<<<Und sich "um einen kümmern" heißt nicht adoptieren oder sowas! Ich versteh gar nicht, was ihr alle habt. Hier im Forum ist es immer das selbe. Da gibt es niemanden, der einen versteht, jeder kritisiert einen nur rum und versucht noch Öl ins Feuer zu kippen

Das mag stimmen das man hier sehr schnell zerhackt wird. Mich nerft es auch.
Aber ganz im Ernst, bei deiner Geschichte fragt man sich an welcher Stelle dein Bruder steht!?
Es wäre hier bestimmt für über 90% der Ubianer keine Frage den Buder/Schwester bei sich aufzunehmen, wenn die Mutter gestorben ist und der Vater krank...

So etwas versteht sich von selbst.
Du machst es dir sehr einfach und schiebst alle Verantwortung ab! Und genau das kotzt einen an, wenn man so was ließt. Machst du das dann auch bei deinen Kindern so, wenn sie keinen Respekt mehr vor dir haben oder schwieriger werden?

Dein bruder braucht DICH! Und du redest dich hier in einer Tour raus und suchst nach gründen ihn nicht aufnehmen zu müssen. Genau da liegt nämlich dein Problem.

Beitrag von xbienchenx 06.05.11 - 12:24 Uhr

öhm..."Vamilie" lol...ließt sich das schrecklich. Sollte natürlich "Familie" heißen.
Den Rest der Rechtschreibfehler dürft ihr gern behalten.

Beitrag von a11ure 05.05.11 - 19:14 Uhr

Motto Deiner VK

"Behandle andere so, wie du selbst behandelt werden möchtest"

Beitrag von susa31 05.05.11 - 19:30 Uhr

ich finde es ziemlich anmaßend, ihr hier quasi im vorbeigehen vorwürfe zu machen, weil sie ihren bruder nicht zu sich nimmt. es gehört auch einiges dazu, für sich selbst zu erkennen, welche belastung man stemmen kann und welche nicht - sie muss sich um zwei eigene kinder kümmern und kann nicht mal eben ausprobieren, ob es funktioniert oder halt nicht. dieser ganze stuss von wegen "wo zwei platz haben, kommt auch ein drittes prima unter" kommt ja immer gern von leuten, die noch nie vor so einer herausforderung gestanden haben.
sich um ihren bruder zu kümmern, heißt nicht zwangsläufig, dass sie ihn zu sich nimmt.

Beitrag von nadineriemer 05.05.11 - 19:41 Uhr

Hallo,
ich denke schon das ich sehr wohl eine sehr große Belastung habe und stell dir vor,das stemme ich alleine.Es gibt viele Familien mit wirklich großen Schicklasschlägen und die stemmen das auch.Heut zu Tage denkt nur jeder an sich selbst,aber wenn man dann mal selber in Not grät,dann will man Hilfe haben.Es ist ihr kleiner Bruder und nicht irgendwer!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!


Nadine

Beitrag von susa31 05.05.11 - 19:46 Uhr

ich finds ja auch schön, dass du das machst - aber das ist eben das, was du entschieden hast und tragen kannst und das muss nicht für alle anderen menschen auch gelten. akzeptier doch einfach, dass sie vielleicht die kraft hat. wer bist du, dass du entscheiden kannst, was für einen menschen, den du gar nicht kennst, geht oder nicht?

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